Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ruofen stV. (469 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| greiff selb darzu und wolt sie uß ziehen. Der ritter rieff und sprach: ‘Ay herre, durch gott vergahet uch nicht! Also | |
| zu synen knappen, ‘und fúrt myn harnasch mit uch!’ Er rieff eim synem knappen zu im und r#;vumet im das er | |
| was, sie gingen eßen. Da man geßen hett, die jungfrauw rieff eynen knappen zu ir und hieß yne drú bette machen. | |
| um vesperzytt. Uber ein kurcze wil hort er ein man rúffen ob im off der porten. ‘Herre ritter’, sprach er, ‘was | |
| sich nicht; und der ritter, der den berck nyder kam, rieff das ern ließ, er wolt fur yn vechten. ‘In rechten | |
| in kurczer zyt darzu das er nit me mochte. Er rieff zuhant eim andern und floh was er úmmer mocht in | |
| trúgniß alles were ab gethan. Der pfortener getorst selb nicht ruffen und zeichete dem alten man das er dem kónig saget | |
| kónig saget das er bald keme; und jhener begund zu ruffen: ‘Konig Artus, din zytt get hinweg!’ Die in der stat | |
| in der stat horten diß und begunden allsampt also zu ruffen, so sere das der tal allsampt vol wart. Diß vernam | |
| werden gethan.’ ‘Große gnad, herre’, sprach die frauw. Der ritter rieff dem wechter und hieß im die port off thůn. ‘Gern, | |
| einen slag gab, der erbeit des andern nit. Mit dem ruffen das er det da wart des koniges here alles erschrecket, | |
| er det da wart des koniges here alles erschrecket, und rieffen zu den wapen. Da das jhene horten mit den der | |
| und sprach, er wolt im das heubt ab schlagen. Er rieff gnad und forcht im sere; er bekant synen schilt, das | |
| begund. Und das volck von der stat begund sere zu ruffen: ‘Konig Artus, din zyt geet hinweg, din zytt get hinweg!’ | |
| nemelich darinn’, sprach er und reyt fur die porten und rieff dem portener, und der ander det die port off. Der | |
| wolt ryten. Und alle die ee geweynt hetten begunden zu ruffen: ‘Vahent yn, vahent yn!’ Und die port warent beyd beschloßen. | |
| sie. Alles das in der burg was begund $t aber ruffen: ‘Vahent yn, konig Artus, vahent yn!’ Der konig kam zu | |
| ryten und grůßt yne, und er genadet im. ‘Diße lút ruffent alle das ich uch vahe’, sprach der konig. ‘Herre’, sprach | |
| wol den gewalt, und wenent ir wol darmit thun.’ ‘Warumb ruffen sie dann?’ sprach der konig. ‘Ich enweiß’, sprach der ritter, | |
| zu den luten und hieß sie fragen warumb sie also geruffen hetten; sie warent allsamen in die andern balgie gegangen. ‘Nu | |
| zu den luten komen und fragten sie warumb sie also geruffen hetten das der konig den ritter fing. Sie sprachen, und | |
| also bereytt. Das waren die lut von der stat, die gerůfft hetten dem konig, umb das sie yn selber nicht schuldig | |
| gende siczen in ein fenster und besah die konigin. Sie rieff zu ir und sprach: ‘Frauw, ir hettent hut gut herberg | |
| nechten von hinnen reit, uff den das volck so sere rufft das ir yn fingent.’ ‘Sahent ir yn an wapen bloß?’ | |
| was.’ Und die jungfrauw die in dem thorn was die rieff heruß: ‘Konig Artus’, sprach sie, ‘wiltu alsus hinweg farn und | |
| nit geherbergen. Er leyt sich ußwendig der statt und det růffen das nymant so kúne enwere der des tages wapen trúg | |
| saß uff ir pfert und reyt darwert, und ir yglicher rieff: ‘Kert uch umb, hie kompt myn frauw die kóniginne!’ Der | |
| syner herberg, da es yczunt abent was. Der wunt ritter rieff sym arczt zu im. ‘Ay lieber meister’, sprach er, ‘ich | |
| koniginne. Das here schied sich, und wart der thorney also gerufft. Myn herre Gawan reit aber in syn suchung. Da er | |
| reit nach was er ummer mocht mit großem zorn. Er rieff mit @@s@hoher stymm zu mym herren Gawan das er im | |
| der kamern allachend; der ritter det ir synen arczat wiedder ruffen und batt sie das sie synen namen nymant seyte. Sie | |
| gegen der porten gegen dem thurn wert. Die jungfrauw $t rieff das man ir die port off thete. Der wechter sprach, | |
| Garden sprang von irm pferd und lieff zwuschen sie und rieff als ein tobende mensch: ‘Was wolt ir thun, stinckende mörder’, | |
| alhie, herre, ich wil vor uber farn; ob ich uch růffe, so koment mir zu hilff! Seht dort zwen ritter die | |
| ‘Fart uber’, sprach myn herre Gawan, ‘als ir wollent, so ruffent mir!’ Der ritter ging zu fuß. Da er uber kam, | |
| uwer jungfrauwen beide!’ Sie kamen by sie rytende, und einer rieff ferre zu im: ‘Gawan, Gawan, ir furt die jungfrauwen bößlich | |
| lag ein jungfrauw und sah zu eim fenster abe, sie rieff dem knappen zu ir der den schilt furt. ‘Thu herre | |
| den schilt gesah, $t sie hieß zuhant dem ritter wiedder ruffen. ‘Er ist der best ritter’, sprach sie, ‘der in der | |
| Er kert umb und reit zu wald wert. Die koniginn rieff im wiedder und fragt yn wer der ritter were, und | |
| das im nymant saget wo der ritter hien were, da rieff sie im zu ir. ‘Herre’, sprach sie, ‘der ritter den | |
| ducht das er yczunt ertrincken wolt, da begunde sie zu růffen: ‘Helffent, frauw Sancta Maria, hie ertrincket yczunt ein ritter!’ Mit | |
| sah der riese und kam gegen im gangen, $t er rieff von ferre mit einer hohen stymmen: ‘Hörest du, ritter? Kum | |
| fust abeslug. Dagenot kam fur gesprungen $t und begund zu růffen das das der ritter were den er vieng. ‘Das ist | |
| wol glauben das ers was.’ Dagenot der stunt off und rieff, das nymant vor im kunt gehören, er sagt den jhenen | |
| ferren weg. Die garczune von den wapen begunden $t zu růffen in des konig Artus here das man bald die helm | |
| fynd eyner ist! Warumb ritent ir wiedder yn nit?’ Alsus rieffen sie dick; er hilt allstille und antwurt yn ein wort | |
| hilt allstille und antwurt yn ein wort nit. Die garzune rieffen so dick das sies all vertroß. Ein kundig lecker, der | |
| warff den ritter off die lúminier von dem helm und rieff wes er armer schnúdel da hielt zu traumene. Der scholl | |
| enbrach sich auch von yne so sie meist mocht. Sie rieff ir nifftel zu ir und fragte sie ob das der | |
| der tafeln bleib siczen, und dete mym herren Gawan wiedder ruffen. Er kam fur den konig. ‘Gawan, lieber nefe’, sprach er, | |
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