Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
prîs stM. (928 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| vorhten daz si an iu verlürn/ ir werdekeit und ir prîs:/ ine gestatte in niht deheinen wîs,/ sine müesen iuch ze | |
| Gybert und Bernart der flôrîs./ die manten in durh sînen prîs,/ er solte zürnen mâzen./ si giengen wider und sâzen:/ der | |
| kranc./ nu verzage niht durh der heiden maht:/ du hâst prîs inz alter brâht.’/ //Der vater sprach ‘wie stêt daz dir,/ | |
| verlorn./ die von Heimrîch sint erborn,/ ob sîn künne ir prîs wil tuon,/ sô wirt Willalm mîn sun/ ergetzet swaz im | |
| art,/ dar an sint beide unbewart/ ir werdekeit und dîn prîs./ ob ich dich dunke nû sô wîs,/ dû solt si | |
| houwen.’/ ‘muoter’, sprach der markîs,/ ‘sît iuwer triuwe und iuwer prîs/ sô volleclîchen trost mir gît,/ sô dunket mich des gein | |
| helfeclîche,/ diu den vürsten unt dem rîche/ werbe nâch hôhem prîse,/ daz ir dem markyse/ gestêt durh iuwer êre,/ so daz | |
| vil spâte si sich vereinden/ daz si mir drumbe gæben prîs.’/ si gebôt daz der markîs/ den pfelle von Adramahût/ leite | |
| nimmer kunt,/ als ob ir mâge lebeten,/ die ie nâch prîse strebeten./ ir rehtiu tât, ir werder muot/ hulf uns vil | |
| künc zuo sîme sweher:/ ‘ich hilf iu durh mîn selbes prîs,/ swie iuwer sun der markîs/ sich hab an mir vergâhet/ | |
| noch mîn sehen,/ //[D]en man vor ûz sô dorfte jehen/ prîses in sölher hœhe./ ir lobes vürgezœhe/ muoz an dem jungest | |
| ich in iuwerem gebote sîn,/ ir muget an mir behalten prîs./ herre, sît irz der markîs,/ der daz geflôrierte her/ von | |
| niht werte,/ lîp und guot er zerte,/ der newederz vor prîs er sparte,/ vor valscheit der bewarte./ swaz mir nû tuot | |
| phlac und guoten willen truoc./ Thesereiz, der het ie genuoc/ prîses vür sîne genôze./ er vuort ouch her daz grôze/ ûz | |
| snîten,/ dem künige und dem markîs./ etslîche kômen durh ir prîs,/ etslîche hetens vor gesworn/ durh daz ir reht niht wære | |
| biten/ daz er ir vater schult verkür,/ swaz der ie prîses gein im verlür./ ‘dû solt mit mînem kusse varn./ dîn | |
| den lîp durh wirde zert/ unt dem laster von dem prîse wert./ mir saget selbe Tybalt/ daz der marcrâve manigen walt/ | |
| gevienc,/ dâ sîn hant alsölhe tât begienc/ daz er den prîs ze bêder sît/ behielt aldâ und alle zît./ diu hôhe | |
| alsô,/ daz ich bedarf deheines zagen:/ ich muoz mit helden prîs bejagen./ nû, Franzoyse, tuot ellen schîn./ ei vater unt die | |
| Franzoyser die werden/ wolten rœmischer erden/ an der heidenschaft den prîs bezaln./ hie an bergen, dort an taln/ sach man rotte | |
| sich der markys,/ unt nam ouch war wie durh ir prîs/ die Franzoyser gâhten zuo/ (dannoch was ez harte vruo)/ mit | |
| und der besten was:/ gein dem streich er durh sînen prîs./ ez was Heimrîch der schêtîs./ sîne manheit moht erbarmen/ daz | |
| was komen der pôver schêtîs,/ des kurziu jâr sô manegen prîs/ het mit rîterschaft bezalt./ vor liebe wazzer wart gevalt/ ûz | |
| zuht daz geschach./ Franzeyser sint niht gîtic,/ und doch nâch prîse strîtic./ hete sis der wirt erlâzen,/ si wæren wol in | |
| daz iu gebôt/ iuwer triuwe iu noch gebiutet/ daz iuwer prîs bediutet./ swes sich vriunt ze vriunden sol versehen,/ des mac | |
| manne antlütze ein nebel/ was, swâ sîn blic erschein./ den prîs truoc er vor ûz al ein:/ sîn glanz was wol | |
| schûr./ //[E]t mîne mâge ich hân benant,/ die mit werdem prîse ungeschant/ unz an ir ende lebten/ und ir zît nâch | |
| ander rede baz./ wilt dû mich veile machen/ und dînen prîs verswachen,/ daz man mich gelte sam ein rint?/ dû bist | |
| dû bist von hôher art mîn kint,/ daz schadet dînem prîse./ bistû sölher manheit wîse/ alsô der marhcrâve ie was,/ der | |
| næme mit gewalt/ oder si ab uns erkoufte/ und des prîses uns bestroufte.’/ ‘ich hœre wol, vrouwe’, sprach der wirt,/ ‘iuwer | |
| gespart./ Oransche was doch sô bewart,/ daz vrouwen hânt hie prîs bejaget:/ die vant man werlîch unverzaget./ sît siz uns habent | |
| Gentesîn/ brâhte ir ein teil Noupatrîs./ Thesereizes her durh sînen prîs/ jach, ez wære der wîbe gebot/ dâ von ir hêrre | |
| vriunt, der knappe kluoc,/ vür die geste gienc durh sînen prîs./ er truoc sîn ungevüegez rîs/ in der hende als einen | |
| als ein trache/ vorm houbte, grôz, lûter, lieht./ gedanc nâch prîse erliez in niht,/ sît er von Munleûn ûf die vart/ | |
| sag iu lobes von im genuoc,/ genâhet er baz dem prîse/ und bin ich dannoch sô wîse./ eines dinges mir geloubet:/ | |
| getöhte/ ûzerhalp der valschen wîse:/ des möht ich komen ze prîse./ //[D]ar an ouch niemen sol verzagen,/ er enmüeze vreude und | |
| swester/ trügen krône und wæren alsô gevar/ daz si den prîs an schœne heten gar./ si sageten im mêr besunder/ von | |
| von Rôme der künec Lôys./ daz kint an schœne hete prîs./ nû was ouch Alyse diu magt/ schœn, als ich iu | |
| smæhlîchez leit/ des er vor Alysen pflac:/ ir minne an prîse im gap bejac./ sîn dinc sol immer sus niht varn:/ | |
| der hât ouch an mir missetân/ (der hât sô manegen prîs bejagt),/ sît bruoder an mir sint sus verzagt,/ daz er | |
| noch nie deheinen boten/ durh mîne nôt gesanden/ und ir prîs an mir geschanden.’/ //[D]ô sprach er ‘vrouwe marhcrâvîn,/ eteslîcher mîner | |
| ir sælde an mir verlorn.’/ Gyburc in vrâgete durh sînen prîs,/ ob von Provenze der markys/ sîne helfe solte hân vür | |
| gar genendeclîche./ den markys sicherheit betwanc/ Synagûn der ie nâch prîse ranc,/ want er den getouften was entriten./ sus wart er | |
| liez er bî mir, der hât getân/ sô manegen hôchlîchen prîs./ daz harnasch und der markîs/ sint mit mir beide entrunnen./ | |
| kein dehsschît/ hât da niemen alsô breit./ mit dem swerte prîs erstreit/ Synagûn der unverzagete./ Rennewart ez niht behagete:/ in dûhte | |
| bant über die îserkolzen./ sîn muot begunde im stolzen,/ gein prîse truoc er stæten muot./ sîn surkôt was niht ze guot:/ | |
| im doch sicherlîche/ helfen, sît er dem rîche/ sô manegen prîs hât erstriten/ und noch mit manlîchen siten/ des rîches êre | |
| Berbester Berhtram/ sprach ‘dem werden nie gezam/ daz er ûz prîse træte:/ swer in dar umbe bæte,/ dem solt er nimer | |
| holt./ nû denket, helde, ir habt gedolt/ in Franchrîche mangen prîs/ ob ir nû den markys/ liezet in sus grôzer nôt,/ | |
| teil ouch durh den markys/ der bejaget hât sô manegen prîs./ ei Willehalm, rehter punschûr,/ daz dir mîn minne ie wart | |
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