Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
nôt stF. (2492 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sâ zestunt/ von aller siecheit gesunt./ //Gnuoge sâhen ouch die nôt,/ die dirre welte minne bôt./ sie dûhte ein arbeitlîchez leben/ | |
| hâten manege swære,/ sie wurden marterære/ doch von ir grôzen nôt genant/ und nâmen von der gotes hant/ den balmen und | |
| leit, nû leben, nû tôt,/ nû grôz gemach, nû leides nôt;/ hiute vreude und rîchez guot,/ morgen leit und armuot./ si | |
| der zir helfe dinget,/ den lât si ligen in der nôt:/ ir endes lôn ist ie der tôt./ //Die jenen rehten | |
| unde ir dienstlîchiu kint,/ die gelîche ich einem man,/ der nôt von einem tiere gewan:/ daz was ein einhürne grôz./ sîn | |
| lüejen alsô lûte dôz,/ daz ez den man brâhte in nôt./ er vorhtim unde vlôch den tôt./ ez jaget in âne | |
| er daz boumel müeste lân./ //Swier dâ stuont in grôzer nôt,/ er wânde, im wære der tôt/ mit vride gar benomen | |
| in wolde slinden./ dem man begunde swinden/ herzevreude: daz tet nôt,/ als im diu vorhte gebôt./ //Dô der man diz ungemach/ | |
| valles vrist./ als er disen kleinen list/ in sînen grôzen nœten vant,/ er sach des endes sâ zehant./ aldâ moht er | |
| sêre began/ mit helfe entwîchen disem man./ dô disiu viervalte nôt/ dem man sô grôze vorhte bôt,/ er sach ûz einem | |
| samfte, niht ze vaste,/ ein kleine honicseimes gân./ al sîn nôt begunder lân:/ er habete sich dar sâ zestunt/ und liez | |
| im triefen in den munt./ swar er sach, dâ was nôt:/ er sach nâhen im den tôt./ swie vorhteclich was diu | |
| hât geleit./ der einhürne dêst der tôt,/ der mit ängestlîcher nôt/ allez menschenkünne jaget,/ biz daz sîn name an im betaget./ | |
| munt,/ und durch daz kleine tröpfelîn/ vergaz er al der nœte sîn./ hie sî dir bilde bî gegeben,/ daz dû dirre | |
| vernomen,/ er welle mich des niht erlân,/ ich müeze in nœten vor im stân/ umbe zehen tûsent phunt./ nû tuo mir | |
| als dîn liebe mir gebôt,/ sô hân ich alle mîne nôt/ hiute an dînen trôst verlân:/ ich hân ze dîner helfe | |
| und lâ dich niht verdriezen,/ dû helfest mir von grôzer nôt,/ wan ich muoz lîden den tôt,/ gib ich niht zehen | |
| gân in den tôt?/ der wân ist an dir âne nôt./ ouch verzer ich wol mîn guot,/ daz ez dir kleine | |
| daz er im êre nie gebôt;/ er sweic durch schamlîche nôt./ an ein heil liez er ez dô,/ schamende sprach er | |
| dekeinen helflîchen solt./ nû hât mich angest unde leit,/ kumber, nôt und arbeit/ durch grôze gülte ergriffen./ mîn trôst ist gar | |
| klaget er sîne swære/ dem guote. er seit im sîne nôt:/ sô gît ez im in den tôt/ ze stiure ein | |
| doch nam mit triuwen war/ und im in des tôdes nôt/ mit trôste sîne helfe bôt,/ daz sint diu reinen werc | |
| schiere gesant/ in ein vremedez einlant,/ dâ er von hungers nôt verdarp,/ von vroste und von unrâte erstarp./ dâ was im | |
| verdarp,/ von vroste und von unrâte erstarp./ dâ was im nôt und arbeit/ ân alle zuoversiht bereit./ dâ muoste er arnen | |
| guot,/ des armen klagendiu armuot/ sint eine wîle in solher nôt:/ doch verendet sî der tôt./ diz ist der welte kumber | |
| vreude und liep belîbet,/ dâ niemen sorge vindet,/ dâ klagendiu nôt verswindet,/ dâ kumber, arbeit, jâmer, zorn,/ sint verwâzen und verlorn./ | |
| lêrt er in sâ:/ houwen, riuten, stocke tragen/ und durch nôt vil ofte klagen/ manigerhande armekeit,/ die er dienstlîche leit./ er | |
| namen, daz ez heizet tôt,/ ob ez hât von sünden nôt,/ sô sol daz tôt ouch heizen niht,/ sô man den | |
| ich niht ûf des lîbes tôt/ ahte noch ûf sîne nôt./ der sêle tôt mir nâher gât,/ der endelôsez sterben hât."/ | |
| uns got die gnâde tuot,/ daz uns bringent in der nôt/ guote bruoder dar ir brôt,/ die bî uns sint gesezzen,/ | |
| daz geloubich."/ "geloubestû ouch, daz er sich/ bereite in menschlîcher nôt/ durch uns in menschlîchen tôt,/ in brœder menschlîcher maht/ vierzec | |
| hât./ dir ist erkant der sünder tôt/ und ir endelôsiu nôt/ und daz êweclîche leben,/ daz got wil den sînen geben./ | |
| ungenesen,/ wan ich muoz unsenften tôt/ lîden und des tôdes nôt./ nû tuo ez durch den willen mîn/ unde durch die | |
| daz mîn triuwe unverkrenket wese/ und daz ich von der nôt genese./ herre mîn, hie gewer mich an,/ sî dirre man | |
| des zwîvels wân/ daz urloup mînem meister lân."/ von jâmers nôt was er unvrô,/ weinende sprach er alsô:/ "nû lâst dû, | |
| hân geseit./ //Gedenke, herre, an den tôt,/ dem in endelôser nôt/ niemer ende wirt gegeben./ gedenke ouch an daz süeze leben,/ | |
| im ungewancte stæte treit./ dînem süezen muote/ wart nie sô nôt der huote/ als ez nû ist. nû hüete dîn/ durch | |
| //Barlââm gewarte dô,/ daz Jôsaphât was unvrô/ durch des scheidennes nôt./ ze himel er die hende bôt,/ ze gote sprach er | |
| daz mîn klagendez herze giht/ sinn und dem lîbe solher nôt,/ daz ich bin gar an vreuden tôt,/ daz ist gar | |
| dâ sîn got, unser herre, wielt,/ der in vor dirre nôt behielt,/ mit des kraft er wart versaget/ in, von den | |
| des tôdes vürhtet niht,/ sô wil ich mit des tôdes nôt/ lêren iuch des lîbes tôt."/ "daz ist, des wir uns | |
| leben in den tôt?/ sît daz ir durch in minnet nôt,/ sô müezet ir sî lîden."/ dô hiez er sie zersnîden/ | |
| geben,/ als Marîen sun gebôt./ swer dem volget, der muoz nôt/ lîden und grôz arbeit:/ er minnet niht wan armekeit./ //Dû | |
| sante an in den tôt:/ sus koufter uns des tôdes nôt./ //Den endelôsen lebenden tôt,/ den uns des wîbes schulde bôt,/ | |
| miltes guotes/ und rîche hôhes muotes,/ des mich nie ze nôt verdrôz./ des muoz manic mîn genôz/ jehn, der mîner manheit/ | |
| dienest tuot,/ den tuot ir helflîcher trôst/ von aller sîner nôt erlôst:/ des bin ich worden innen./ swes ich wolt ie | |
| schamelîcher site:/ dâ bejagestû niht mite/ wan der sêle wernde nôt,/ den iemer sterbenden tôt./ ob dû nû mit dîner hant/ | |
| leit gegeben./ den vervluochten wirt der tôt/ benant mit vreudelôser nôt;/ wan al diu welt bevindet dâ/ mit gotes itewîze sâ,/ | |
| iemen ie verdurbe,/ der lesterlîche sturbe./ als ir gelîdent dise nôt/ und den lasterlîchen tôt,/ sô machich elliu diu kint,/ diu | |
| undertân,/ daz sie müezen iemer hân/ in dienestlîcher arbeit/ angest, nôt mit armekeit:/ her an sol iuwer witze sehen./ benamen, des | |
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