Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
michel Adj. (1176 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| sluoc,/ sterkest aller recken, $s den Kriemhilde man./ des wart michel vrâge $s ze hove nâch Hagene getân./ Der helt was | |
| erkande ich Aldriânen; $s der was mîn man./ lob unde michel êre $s er hie bî mir gewan./ ich machet%..e in | |
| tæte leit./ dâ von wart sît den degenen $s vil michel sorge bereit./ Dô si vil wol gewâfent $s daz ir | |
| zôch nâher ûf der banc/ einen videlbogen starken, $s vil michel unde lanc,/ gelîch einem swerte, $s vil scharpf unde breit./ | |
| ir mir sît bekomen./ des ist der küneginne $s vil michel trûren benomen./ Mich nimt des michel wunder, $s waz ich | |
| man in bereit./ man hete von den helden $s vil michel wunder geseit./ 30. ÂVENTIURE/ Der tac der hete nu ende | |
| sine torsten $s vor dem künege hêr./ dâ was vil michel dringen $s unt doch niht anders mêr./ Dô man dâ | |
| mit grôzen êren gewan./ Dô was ir kurzewîle $s sô michel unde grôz,/ daz durch die kovertiure $s der blanke sweiz | |
| tische spranc./ er zôch ein scharpfez wâfen, $s daz was michel unde lanc./ Dô sluoc er Blœdelîne $s einen swinden swertes | |
| einen genesen./ Die ungetriuwen brâhten $s für daz hûs ein michel her./ die ellenden knehte $s die stuonden wol ze wer./ | |
| hôher muosen stân./ ez het sîn starkez ellen $s vil michel wunder getân./ 33. ÂVENTIURE/ Also der küene Dancwart $s under | |
| Kriemhilde degenen $s kunde leider niht gesîn./ »Mich nimt des michel wunder«, $s sprach aber Hagene,/ »waz nu hinne rûnen $s | |
| den Etzelen recken $s ûzer Hiunen lant./ dâ tet vil michel wunder $s des küenen Gîselheres hant./ Swie frum si alle | |
| wurden doch die recken $s alle drinne erslagen./ man mohte michel wunder $s von den Burgonden sagen./ Dar nâch wart ein | |
| »mîn und iuwer leit/ diu sint vil ungelîche. $s diu michel arbeit/ des schaden zuo den schanden, $s die ich hie | |
| wart nie grœzer solden $s mêr ûf vîende getân./ Ein michel kraft der recken $s dar zuo gewâfent gie./ dô sprach | |
| si dâ wâren holt./ si heten von ir vîenden $s michel arbeit gedolt./ »Nune welle got von himele«, $s sprach Gunther | |
| daz disiu herzensêr/ niemen gescheiden kunde; $s daz was ein michel nôt./ vater aller tugende $s lag an Rüedegêren tôt./ Dô | |
| hie hânt getân/ die ellenden recken, $s des gât in michel nôt./ unde lât si des geniezen, $s daz ich in | |
| si klagten inneclîche $s beide mâge unde man./ Diu vil michel êre $s was dâ gelegen tôt./ die liute heten alle | |
| Dô hûb sich abir ein gewerre:/ der Prûzin quam ein michil schar/ und hertin her und dar/ zu Polen in dem | |
| Dô nâmen dî brûdere ouch an sic/ der Polen ein michil rote/ von der herzogîn gebote/ Agâfien der vrouwen,/ und begundin | |
| her dannen/ von wîbin und von mannen/ und von vîhe michil roub./ Des wart der cristnen vroude toub./ Und dô sî | |
| sî dâ vundin/ der Prûzin in den stundin/ ein geweldic michil her/ bereit mit strîtlîchir wer,/ daz ouch dî cristnen vil | |
| sach/ ûf dî heidin irbolgin/ mit wêninc lûtin volgin/ einim michlin here,/ daz in argir kêre/ hernde unde burnde blôz/ einen | |
| getrôst/ und ein teil von leide irlôst/ und sant ein michil her/ bereit zu strîte wol mit wer/ zu schiffe sô | |
| nicht wârin brâcht/ ân der iren grôze slacht/ noch âne michil blût,/ daz vil manic cristin gût/ hatte darumme vorgozzin/ durch | |
| der stat wart/ mit dem heilictûme zart./ Darumme wart ein michil dranc/ und ein wunninclîchir clanc./ Dî pfaffin sûze sungin,/ dî | |
| sulchir pflâge/ dî vîande an dem tage,/ daz sî lidin michil nôt./ Ir blibin ûf dem velde tôt/ volliclîch nûnhundirt;/ dî | |
| gerne dem legâte;/ des saminten sî drâte/ ûf Swantopolc ein michil her/ und zugin ungevêr/ vor sîn hûs Nakil genant/ und | |
| ouch ein teil von mannen/ und tribin von dannen/ mit michilim goidin/ und mit grôzin vroidin./ Manc den gevangnin was Mertîn,/ | |
| der Swetze wart,/ dô hatte abir Swantopolc/ besamint dâ ein michil volc/ gewâpint ûf der brûdre mû/ und zehin schif darzû./ | |
| botin widir/ und jâhn, daz Swantopolc/ und mit im ein michil volc/ aldâ zur Swetze lêge/ und dî burc vestin pflêge./ | |
| diz geschach,/ Swantopolk sich umme brach/ und besaminte mit wer/ michil unde grôz ein her/ von sînen Pomerênin/ und darzû von | |
| vechtin an,/ als er hatte ê getân./ Er saminte ein michil her/ unde zouch vil gewêr/ in hêrn Kasimîris lant,/ daz | |
| sîn intsûb;/ daz andir teil trat hindin zû,/ unde worchtin michil mû/ den brûdrin mit sturme hart,/ daz vil gnûc zu | |
| wêre gar zustôrt./ Des besamintin ouch dort/ dî Prûzin ein michil her/ und santin vor vil wêpenêr,/ dî mit hûte soldin | |
| strîte tûwer,/ von des meistirs gebote/ nam an sich ein michil rote/ brûdir und wêpenêre/ und zôch in strîtis gere/ in | |
| sô irslân,/ der im was vleischlîch geborn./ In bevîng ein michil zorn,/ in dem er zûrante/ und dâ ummewante/ sîn hant | |
| wunt./ Sus schutzte er den brûdir sîn/ und worchtin beide michil pîn/ aldâ manchim Samin./ Zu lest sî beidintsamin/ blibin ouch | |
| ein hêrre in strîte grôzir tucht,/ und mit im ein michil trucht/ von rittirn unde knechtin,/ dî alle gertin vechtin/ durch | |
| ist vor irkant,/ daz got an im besundir/ worchte ein michil wundir/ zu Cristburg ûf dem hûse./ Dî vrouwe in der | |
| sî mit hendin blôz/ und trâtin sî zur erdin/ mit michilin unwerdin./ Darzû daz messegewête,/ dî vaz und daz gerête,/ daz | |
| von Reidir/ selbe ouch irslagin wart/ und mit im ein michil part/ des heris und dî brûdre gar,/ dî dâ wârn | |
| ein heilic lebin/ vûrte in einir clûsin./ Dî hôrte ein michil prûsin/ und ein grôz geschelle/ obin irre zelle,/ want eine | |
| was/ der Nattangin houbitman,/ saminte im sundir wân/ ein her michil unde starc/ in sulchim vorsatze arc,/ daz er wolde sturmic | |
| Der dît sich dô zusamne schôz/ ûz der gegenôte/ eine michil rote/ und volgtin den brûdrin nâch./ Vorwâr in was zu | |
| von Kungisberge/ dî brûdre dise erge/ der Prûzin vornâmin,/ in michlin zorn sî quâmin/ und besamintin zuhant/ ir her und waz | |
| cristin;/ dâwidir in den vristin/ dî Prûzin hôhe vroide/ in michelim gegoide/ mit grôzim schalle ûbetin;/ dâwidir sich betrûbetin/ dî brûdere | |
| wol andirhalbhundirt man/ darzû; und alsô began/ wachsin dâ ein michil strît,/ in dem dî brûdre zu der zît/ den kezzil | |
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