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e – ëbenbilde
      e Subst.
      Adv.
      Adv., Konj
      stF.
      eale Subst.
      eb Konj.
      |bant stN.
      ebanus M.
      ebbe Konj.
      eb|boum stM.
      ebech Adj.
      ebechhalp Adv.
      |bedht Part.-Adj.
      ëben, ëbene Adj., Adv.
      ëbenalle Adj.
      ëbenalt Adj.
      ëbenre stM.
      ëbenrinne stF.
      ëbenbarmede stF.
      ëbenbilde stN.
ëbenbildec – ëbengelch
ëbengelcheit – ëbenhr
ëbenhre – ëbenkristenmensche
ëbenkurz – ëbenmenden
ëbenmensche – ëbensëʒʒe
ëbenslëht – ëbentiure

   e - ëbenbilde    


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Adv. → ie

Adv., Konj., Prp. r

stF. we

eale Subst. ein wildes Tier in thiopien (evtl. Wasserbffel): jn dem selben lande ist ein tier, daz heizet cale [l. eale (vgl. Hamm, Lucid. S. 142)] . daz ist uor gescaffen als ein eber, vnde ist im der zagil als ein helfentier Lucid 26,8

eb Konj. obe, → r

|bant stN. ‘Band der Ehe’ sit daz der tiefel hat entrant / daz vil hailig e bant [Hss. e hant] / mit klainen dingen dik SHort 5894

ebanus M. ebenus

ebbe Konj. → obe

eb|boum stM. ‘Efeu’ (vgl. ephu, zum Zusammenhang mit ahd. ebah, vgl. 2DWB 7,90 sowie AWB 3,1 und 3,28): edera haizt ain epaum oder ain ertpaum, aber er hiez pilleicher ain slingpaum, wan er slinget sich ber al auf die maur oder auf die want BdN 321,24; s dir daz houbet w tuo, s heiz dir gewinnen ebboum, der an der erde lige, unde siut den vil vaste in wazzer Barth 134,1 u..; BenRez 46

ebech Adj. ‘umgewendet’ (vgl. abuh AWB 1,21f.; 2DWB 1,403), meist in erstarrten Wendungen 1 mit ebicher hant (erst spter negativ, vgl. DRW 1,119): er slug den dritten mit ebicher hant mit dem schwert unter dem hút durch sin antlicz Lanc 323,1. 162,4. 351,11 2 (daz) ~ (z-)kren ‘das Innere nach auen wenden’, bertr. negativ ‘etw. verkehren’ ob s [die Kleider] ebich sint gekart NvJer 4149; wer slte niht ber die tumpheit schren, / ob einer vr sperwer rœtelwen / koufte und blfeze vr hebich? / der krte dem rehten z daz ebich / und wr noch tummer denne ein gouch! Renner 5468; der mensche ist ein bœser sac, / er hœnet aller wrze smac. / den menschen ltzel rte, / der im daz ebche z krte Freid 21,22. – hierher auch (vgl. Ehrismann, Wortschatz, S. 394f.): wann zwor ich kenn min selbez niht. / mir ist daz auwich uz gekert Minneb 5045; hnl. JTit 3744,1

ebechhalp Adv. ‘verkehrt herum’ wann sie hat ir erbermde cleit / ewichhalb geleget an Minneb 1607

|bedht Part.-Adj. ‘vorbedacht’ mit bedchtes sinnes kur JvFrst 1559

ëben, ëbene Adj., Adv. md. even. 1 Adj. 1.1 ‘eben, glatt, gerade’ d wurdens einer burc gewar / an ebem velde stnde UvZLanz 3537; off ebenem lande Lanc 548,23; einen hof an ebenr erde SchwSp 69a; ze Korntn in daz lant; / daz was eben als ein hant Wig 4535; der sal was schœne unde wt, / lter, eben als ein glas ebd. 9781; daz velt was eben unde sleht Eracl 1633; sleht unde ebener danne ein zein Walth 15,32 ( → zein); dú arche weibin [schwanken] began / reht als si wolte vallin. / [...] / er sazte si ebene [waagrecht] RvEWchr 27960; zer selben stunde / satzt er sich ebene UvZLanz 2019; MorantGalie 3823 1.2 ‘gleich, entsprechend’ ich [Lucifer] bin alsame hre, ich newil unter ime wesen nie mre. / [...] ich wil iz ime haben ebene Gen 27; der snem vater ist hr und eben Boppe 1:10,7; s mag des niht geschehen in ebner weise BdN 100,17; d wren im diu bein gebunden und spranc doch mit eben fezen [mit beiden Beinen zugleich] z dem grabe PrBerth 2:209,15. – ‘angemessen, ebenmig’ sn muot was ebener denne sleht Parz 12,26; sniu wort ensn vil wol getwagen, / sn rede ens ebene unde sleht Tr 4661; ir sank ist eben vnd helle Wernh A 2280; er is mir wilen ze ho, wilen is er mir eben [verstndlich] Pilatus 43 2 Adv. 2.1 ‘gerade, soeben’ ich hn gesaget ebene / von der vrouwen lebene, / [...] / n solt ir merken [... ] EbvErf 4341; ouch was Prnhilt eben ze tische gegn NibA 565,4; allen den, die disen prief an sehent vnd horent lesen, die ebenest [l. ebene sint?] oder noch chvmftech werdent UrkCorp(WMU) 3147,21. – ‘ebenfalls’ der himel wirt nivwe. div erde wirt niwe ebine vnde grvone PrWack 4,25 2.2 ‘genau, grndlich, sorgfltig’ 2.2.1 ‘genau’ daz ir so eben zwelf sint, daz ist an sache niht PrGriesh 452a,35; sinir kinde und der kinde / was ebene sibinzich libe RvEWchr 8004. 32964; sich selben teilet er inzwei / gelche und ebene alse ein ei Tr 5688; daz ich oder mein erben sulen tailent gelich vnd eben UrkCorp(WMU) 2275,21; er maz in ebene und gar, / die lenge hin besunder Virg 906,9; alse ein schútze ein zil wil eben treffen, so tuͦt er ein ouge zuͦ Tauler 9,23; hie sal geven seis pennynge even HagenChr(G) 2355 2.2.2 ‘grndlich, sorgfltig’ d sluogen die vil meden manegen herten slac / [...] der eben und tiefe wac, / durch die liehten ringe vaste unz f daz verch NibB 2210,2; er seit ime daz mre / von obene hin ze grunde / sr ebeneste kunde Tr 8236; mir ist daz mre eben chunt Dietr 9016; SAlex 4033; dise lere merke er vil eben BvgSp Vorrede,9; hore mich ebene und vernim, / wes ich dich hie bescheide PassIII 34,82; und kanst du dú zwei wort eben wegen und ze grunde pruͤfen Seuse 334,25 2.2.3 ‘gleichmig, gerecht’, bes. in der Verbindung ~ und rehte: der geweltige herre / der tailet sinen knehten / eben vnd rehte / nach igeliches werchen Wernh A 4700; daz her nch sn langez leben / wol bewste rechte und eben JvFrst 4278; das es reht vnd eben ste UrkCorp(WMU) 1788AB,46; alle die wile er in rehte vnde ebene tvͦt ebd. N517,31. – ‘gleichermaen’ hie is even junck ind even alt HagenChr(G) 204 2.2.4 ‘ruhig, gleichmig’ (oft bei Verben der Bewegung): gotis wage nit ne lugit / [...] / si hangit vil ebene / rehte gewegene Glaub 2618; die kiele giencgen euene / inde quamen in ses wochchen / ouer mere geulozen Roth 3639. 4758; ir scif daz gie vil ebene NibB 380,4; ir ross in giengen ebene ebd. 71,4. 946,2; swer in snem liehte gt / und im daz lieht entliuhten lt, / der gt eben, er vallet niht RvEBarl 5431; dar ne mochte nemam [niemand] zo gegan / sine rededen ime uile euene [beruhigend] mide Roth 4666. – bergehend ins Phras.: ~ (er)gn/stn/varn bei Personen ‘gut, glcklich leben’, bei Sachen ‘gut gehen’ (vgl. 3): an wirdeclichem leben / get ir daz geluck eben Physiogn 58; ez ergt vil selten ebene, swaz man ne rt begt OrtnAW 70,4; ob des sprche als ebene gnt / als ebene sniu liet stnt RvEAlex 15795; swer danne von herzen hat vergebin / der vert nach siner bet vil ebin Martina 26,42; gn, stn, varn 3 phras. jmds. dinc/phluoc/schbe gt/stt ~ ‘jmds. Angelegenheiten stehen gut, entwickeln sich zu seinem Vorteil; es steht gut um jmdn.; jmdm. geht es gut’ (vgl. 2.2.4): alsin dinc stunt ebine Athis A 32; swenne die drige cameren [des Gehirns] stant ebene, so stat dez menschen dinc ebene vnd e wol Lucid 63,10; so mir min dinc niht ebne get, swar ich ker in dem lande, / so denke ich sa gen Nerenberc, wie sanfte mir da waere Tannh 12,11; manic man vil friunde ht, / die wle sn dinc ebene gt Freid 96,6; do hat er [ein reicher Bauer] erbe vnde gelt, / korn vnde hirsez genvc, / vil harte eben gienc sin pflvc ReinFu K,18; ir [der Christen] shibe diu gieng ebene Rennew 18908; dinc, phluoc, schbe 4 bereits Gradpartikel (?), anders Hentschel, Partikeln, S. 104f. - ‘gerade, genau’ an lautern nageln rodehaft, / eben do ist der tugende kraft Physiogn 314; Theophilus ouch ditz eben / mit bedtnis zleit JvFrst 9956

ëbenalle Adj. ‘alle zusammen’ ich wil iu eben allen / eine vil ware rede vor tuon VEzzo 13; wir werfen [benehmen uns] eben alle, / swie uns gevalle VRechte 36; si muosen eben alle / dulten die helle Hochz 1014 u..; Himmel 4

ëbenalt Adj. ‘gleichalt’ waz vrvmte so groz vnpilde vnder ebenaltes blvͦtes vluzze [coevi sanguinis fluenta] PsM H 41,7; si gabin insine geselleschaft / im drizig knappin ebin alt / und im ebin alt gestalt, / das si die zit mit im virtribin / und sine gesellen belibin RvEWchr 20602; Flore(S) 625; er [Christus] ist dier, vater, eben alt, / mit dier ewich, almechtik, ein gewalt HvBurg 3531; Aneg 934. – subst. (swFM., stM.) ‘Gleichaltrige(r)’ daz sie / mit ir ebenalten gie, / andern frouwelnen MargAntiochIV 188; der tievel als rze / schuof daz er vergze / niht sner ebenalten LBarl 15460; ern [ein junger Mann] wre gar der werlde chint / als diche sein ebenalter sint Serv 3328. – euphemistisch fr Penis: daz muoste sich erzugen / an snem ebenalten HBirne 277 (vgl. der eilfte vinger ebd. 289 )

ëbenre stM. 1 ‘Bewohner einer Ebene’ (Bestandteil von Personennamen, vgl. Kunze, Namenkunde, S. 97) oder zu 2?: her Heinrih der Ebner UrkCorp(WMU) 1910,25; her Sifrit der Ebener UrkCorp 2535,10 2 ‘einer, der etw. einebnet, ausgleicht’ so zevallent die burge, die durch ruom geworht wurden. / berge unde veste daz muoz allez zebresten. / so ist got ze ware ein rehter ebenre AvaJG 12,4; FnfzZeich 224; er [der Tod] ist ein ebenare: / necheiman ist so here, / er ne muoze ersterbin MemMori 95; ist got selch ebenre? / er gt dem einen gewin / und dem andern sin Walth 122,8; RvZw 62,3. – bertr. ‘Schiedsrichter’ er zamte snes lbes muot, / den undertnen riet er guot, / wande er was zewre / des rehtes ebenre LBarl 14149; der aller diser sache taidinger vnd ebner was UrkCorp(WMU) 3310,3; shidman vnd ebenr tzwishen vns peden ebd. 2669,16

ëbenrinne stF. ‘eine, die etw. ausgleicht’ nu get dort her ein schon meit, / die ebenerin Concordia HvNstGZ 891

ëbenbarmede stF. ‘Mitleid, Erbarmen’ ich nihabo bihalten [...] an mnemo nhesten [...] ebenbarmide BambGlB 147,22

ëbenbilde stN. 1 ‘Vorbild’ (so schon ahd., vgl. AWB 3,5): der herre Jsus ist der sle vor gangen unde ht uns ebenbilde geben in dem wrken sner menscheit Eckh(Pf) 399,31; in dem gotlichen ebenpild ist weder anvank noch end, wanne ez ewig ist KvMSph 12,8; BdN 208,15. 214,3; di wir darumb billichen und durch recht straffen und zuͤchtigen sullen zu einem ebenpilde und exempel andern leuͤten und ouch steten NrnbChr 3:329,39 (a. 1349) 2 ‘Abbild, Ebenbild’ (jngere Lehnbers. zu configuratio): daz er [Gott] uns d sn selbes ebenbilde gap DvASchr 399,20; reht sam ain gaistleich form oder ain ebenpild ains geminten dinges, daz in den spiegel deiner vernunft ist gedrckt BdN 379,36; der luft nimpt die ebenpild aller stimme ebd. 11,13; daz der gaist ain wgenlein ist, dar auf diu ebenpild anderr ding varnt ebd. 33,14. – ‘Spiegelbild’ wenne der han und diu wahtel ir ebenpild sehent in ainem spiegel BdN 192,27. 99,24. – ‘(reale) Abbildung’ daz zemal sihstu in disem ebenpild oder in diser figur KvMSph 52,22. 8,19 u.. – ‘sprachl. Wiedergabe desselben Gegenstandes’ dez aufganges ebenpild setzt Ovidius in Fastis, so er sprichet KvMSph 35,22 u.. 3 ‘Gleichnis, Parallele’ nim des ein ebenbilde: ein tr gt in einem angel f und zuo. n glche ich daz zer bret an der tr dem zern menschen Eckh 5: 422,7; [ber die rechte Einstellung der Mchtigen] sagt vns Valerius ain ebenpild in dem virden pech Schachzb 66,198