gegen sëhen, gegensëhen
stV.
‘(einander) ansehen’, subst.:
wie lieblichi gebärd, / wie minickliches gegensechen, / wie fruntliches
ougenbrechen / von jn baiden beschicht Auge
274,94.
– Part.-Adj.: gegensëhende
‘gegenseitig, fürsorglich’
also wir von alter in langer zit mittenander in vruͤntlicher helfe vnd
in gegensehender liebe, schirme vnde stetikeit har sint komen UrkCorp (WMU)
1788AB,6
MWB 2 242,1; Bearbeiter: Tao
gegen senden
swV.
‘(Frauen als Geschenk) zu jmdm. schicken’
vor dir ne wil ih niwit sparen: / ahzic tûsint in einer
scaren / sendih dir gegen frowen SAlex
3632
MWB 2 242,10; Bearbeiter: Tao
gegensetzelich
Adj.
‘entgegengesetzt, gegensätzlich’
dar umbe so müezen zwo gegensast
widertragunge [
relationes oppositas
]
zuo zweien personen behören. aber welhe widertragunge niht
gegensetzelich [
oppositae
] sint, dez
ist notdürftig, daz si zuo der selben personen behören ThvASu
310,33.
312,16
MWB 2 242,14; Bearbeiter: Tao
gegen setzen, gegensetzen
swV.
1
‘gegenüberstellen, entgegensetzen’
2 refl. ‘sich entgegenstellen’
1
‘gegenüberstellen, entgegensetzen’
aber von der rede [
ratione
Wesen] der
widertragunge [
relationis
] ist daz gesihte
[
respectus Beziehung, Verhältnis] zuo
einem andern, nach dem unde etwaz etlichem gegen gesetzet
wirt [
opponitur
] widertreglichen
ThvASu
308,9.
– Part.-Adj.:
dar umbe so müezen zwo gegensast widertragunge zuo zweien
personen behören ThvASu
310,32;
her zuo ist zesagen, daz in den dingen, die wir von der
driveltikeit sprechen, daz wir zwo gegengesast irrunge behüeten sülen ebd.
312,29.
320,2.
2
refl. ‘sich entgegenstellen’
nû wart ein veltstrît gestriten, / an dem sô gar wart verriten
/ der Karlot und sîn her, / sô daz er sich mit wer / gegen niht mêr sazte
Ottok
173
MWB 2 242,21; Bearbeiter: Tao
gegensetzunge
stF.
‘Gegenüberstellung, Entgegensetzung, Gegensatz’
aber von der rede der widertragunge ist daz gesihte zuo einem
andern, nach dem unde etwaz etlichem gegen gesetzet wirt widertreglichen. unde sint
denne daz die widertragung in got
dinklichen [
realiter
] ist,
[...] so muoz daz sin, daz gegensetzunge widertreglich
si. aber die widertreglich gegensetzunge die slüzet in irre rede die underscheidunge
ThvASu
308,11.
310,32.
312,4.
320,13
MWB 2 242,36; Bearbeiter: Tao
gegensidele, -sëdel
stN.
Sitzplatz gegenüber dem Hausherrn: ‘Ehrenplatz’
wir sulin daz geginsidile han Roth
1626;
der kunic wisete daz gegen sidele / eime herren deme iz wole
inzam GrRud
A 7;
an daz gegensidele man Sîfriden sach / mit Kriemhilde sitzen
NibB
617,2;
daz gegensedel gap man der Scham RvZw
261,7;
Parz
309,24
(La.)
MWB 2 242,46; Bearbeiter: Tao
gegensihtic
Adj.
‘sichtbar gegenwärtig’
das macht di gegensichtig not / dw im dort vor augen gat
Teichn
344,34
MWB 2 242,53; Bearbeiter: Tao
gegenslac
stM.
‘Schlag gegen jmdn.’
got, des zornes kegen slac / nach siner rache nymant mac /
widersten noch intwenken / noch criges ken ym gedenken Hiob
3265
MWB 2 242,56; Bearbeiter: Tao
gegenstôʒ
stM.
‘Gegenstoß’
von hurte gegen stoͤze man und ors da dolten groze pine JTit
1712,2;
[Parzival zu Priester Johan, der ihm die Herrschaft
anbietet:] herr, ir sit uf erd uber all die geherten. /
[...] und duhte mich seldenbere, / daz ich
[...] zv rehte wol iwer ingesinde were. / und was ich
iensit mers iedoch gepriset, / nu bin ich wirde sehende, diu mir den muͦt uf
gegenstoz niht wiset ebd.
6318,4.
– übertr. auf das Wortgefecht:
diz disputieren waz so groz / enzwischen disen beiden, / man kond in disen
gegenstoz / in keine wis erleiden HeinzelJoh
15,3
MWB 2 242,60; Bearbeiter: Tao
gegenstrît
stM.
1
‘Gegenwehr’
2
‘Angriff, Kampf’
3
ze gegenstrîte
‘wetteifernd, um die Wette’
1
‘Gegenwehr’
und swâ man ritterschaft dâ gap, /
[...] daz er was gegenstrîtes vrî / vor ieslîchem einem
man Parz
15,22;
wir müezen rîten / in manec lant, daz rîters tât / uns wol ze
gegenstrîte hât ebd.
280,30;
als uns nû vil manec puneiz / ze gegenstrîte dringet
Wh
320,19;
ir gegenstrit wart in swach PassIII
270,64;
lützel iemen daz getohte, / daz er im gæbe gegenstrît
Wh
413,7
2
‘Angriff, Kampf’
nu sul wir hüeten uns vor in, / daz uns ir listege gegenstrît / mit kündekeit
iht ziehe hin / ûz unser wer in ir hamît LvRegSyon
167;
die heidin kamen / uf si gevlohin, an der zit / gabin si in
geginstrit RvEWchr
18697
3
ze gegenstrîte
‘wetteifernd, um die Wette’
vil kerzen unt diu varwe sîn / die gâbn ze gegenstrîte schîn
Parz
243,10
MWB 2 243,8; Bearbeiter: Tao
gegenstuol
stM.
Sitzplatz gegenüber dem Hausherrn: ‘Ehrenplatz’
nâch gegenstuol dâ niemen sprach, / diu gesitz wârn al
gelîche hêr Parz
309,24.
– in unklarem Kontext:
swa dem man gestuͦlet was, / ze hant gieng er sitzen
dar. / Malfer nam vil guͦte war / des da die kuͤnge sazen: / der
gegenstuͦl was in [?] gelazen Rennew
32182
MWB 2 243,24; Bearbeiter: Tao
gegenswanc
stM.
‘das Entgegenlaufen, -gehen’
er herbergt gen der vrouwen tür, / daz si darinne noch davür / getete nimmer
keinen ganc, / er entæt ir einen gegenswanc / daz si im muoste nigen RuprvWü
457
MWB 2 243,31; Bearbeiter: Tao
gegenteil
stMN.
‘Gegenpartei’
wer den andren der ee halb anspricht und uff gaystlichem gricht nit behalt, die
parson sol unnsrem her verfallen sjn zechen pfundt Schaffhuser und sjnem gegenthayl ouch
so vil, dartzu der statt ouch zechen pfundt WeistGr
1,298
(a. 1330 kopial)
MWB 2 243,36; Bearbeiter: Tao
gegentjoste
stF.
‘Gegenstoß mit der Lanze’
Keie sîne tjoste brâhte, / [...]
durchs Wâleis schilt ein venster wît. / im wart vergolten dirre strît. / Keie
[...] / ze gegentjoste wart gevalt Parz
295,18
MWB 2 243,42; Bearbeiter: Tao
gegentraht
stF.
‘Widerstand’
dî engle potestates [...], / dî mit strîtis kegintracht /
vortribin al des tûvils macht NvJer
673
MWB 2 243,46; Bearbeiter: Tao
gegen trëten, gegentrëten
stV.
‘(in feindlicher Absicht) entgegentreten, sich nähern’, mit
Dat.-Obj.:
daz im [dem Widder] kegen trat / ein
reboc Daniel
6140
(vgl. Dn 8,5ff.).
– übertr.:
und dô im vaste kegintrat / mit stôzin hart des tôdis pîn, / er rîf vor sich
dî sune sîn NvJer
13016
MWB 2 243,49; Bearbeiter: Tao
gegentugent
stF
‘der Sünde entgegengesetzte Tugend’ (vgl. Johansson, NvJer., S.
210):
anvichtit er [Teufel] dich
[...] mit dem lastir der hôchvart, / sô sî in wer kein
im gekart / zuhant dî tugint der dêmût, / dî in vluchtic von dir tût. / sust tû kein
allin sunden [...]; / habe jô in dîner wer / kegintuginde
in rechtir kêr, / [...] sô gewinnestû den sic NvJer
3251
MWB 2 243,55; Bearbeiter: Tao
gegenüber
Adv.
‘gegenüber’
der slifstein, der gegen vber stat UrkCorp (WMU)
632,22
MWB 2 243,63; Bearbeiter: Tao
gegen über
Präp.
auch über ... gegen.
1
‘gegenüber’ , in Circumstellung und mit Dat. 2 in Zusammensetzung mit dar
1
‘gegenüber’, in Circumstellung und mit Dat.:
gein in [den Gebieten des ehemaligen, nördlichen
Teils Moabs] ubir lag Jericho, / da zwischent in der Jordan / vloz
RvEWchr
14477;
ir houestat zvr Leitern gegen deme von Wintertûr vbere UrkCorp (WMU)
N286,27.
N370,15.
N 502,13
u.ö.;
UrkFrankf
2,479
(a.1338);
herzog Heinrich besaz / die kleinen stat
[...], / diu gegen dem tuome über lît / enhalp der
Salzach Ottok
8419.
– astron., von der diametral entgegengesetzten Position eines
Himmelskörpers:
[der Stier (Sternbild)] , der geleichs gegen dem
schorpen uͤber stet KvMSph
34,18.
34,10;
wenne der môn geleich gegen der sunnen über ist, sô ist
er vol BdN
65,6.
434,2.
–
über gegen:
und der schat [der Erde] ist
unabschaidleich von der sunnen gegenpuncte [Nadir] ,
wanne er vellt alle zeit geleichs an der sunnen gegenpunct. der gegenpunct ist
niht anders danne ain punct an dem zaichentrager [der
Ekliptik] geleichs uͤber gegen der sunnen
KvMSph
58,27;
deu ander himlspitz haizzet deu
widerperinne [der Südpol] , daruͤmb, daz si
geleich uͤber ist gegen der vorgenanten
himelperinne [Nordpol] an dem versten stukke des
himels ebd.
22,1
2
in Zusammensetzung mit dar:
die zwo houestete der gegen vbir amme Rine UrkCorp (WMU)
987,17
MWB 2 244,1; Bearbeiter: Tao
gegenvart
stF.
1
‘das Entgegenkommen, -gehen’
2
‘Rückkehr’
1
‘das Entgegenkommen, -gehen’
er hette [...] / in diu lant enbotten / daz sî
[...] in und ouch sîn frouwen / enphiengen wirdeclîchen
dâ. / [...] zehant dâ nâ / dur allez lant geboten wart /
dem fürsten rîch ein gegenvart / und der werden künigîn Reinfr
12188.
–
die fursten wert von hoher art / die hielten an der
gegenfart [Stelle, bis zu der man Gästen entgegenging und wo
diese auf den Empfang warteten, vgl. Anm.z.St.] / mit
zuchtenreichen sinnen / da gen den frawen wol gesitt Virg(St)
780,2
2
‘Rückkehr’
von dem hoen himle wart [
von ... wart
Zirkumposition] / get her uz sin uzvart / und sin kegenvart sider
/ aber an daz hoste wider HeslApk
19437
(vgl. Ps. 18,6)
MWB 2 244,28; Bearbeiter: Tao
gegenvertic
Adj.
‘entgegengehend, -kommend’
obvii: gegenvertige PsM
H 90,3
MWB 2 244,42; Bearbeiter: Tao
gegen vlieʒen, gegenvlieʒen
stV.
‘entgegenfließen’
ye mer man ir [Marias] tugent
hawet, / so sein ye mer her wider floz. / da von waiss ich nicht so gross / daz ir
pas geleichen mag / aͮn der gegen fleussund wag / der sich gen der
hawn [= houwe
] windet. / ye mer er grebt,
ye mer er vindet. / wer hat ye chain menschen vernomen / der umb hilf zuͦ ir
waͤr chomen, / dem iͤrr genaden waͤr zerrunnen?
Teichn
114,38
MWB 2 244,44; Bearbeiter: Tao
gegenwart, -wurt
Adj.
1 räuml. 2 zeitl. ‘jetzig, heutig’ , subst.
1
räuml.
– präd.: ‘zugegen, anwesend, in der Nähe’
der guͦt Dauid der sprichet, daz min trehtin allen
den geginwart si [
prope est
Ps 144,18
] , die sine gnade uvarlichen unde
innechlichen an rvͦfent Spec
18,6;
ze Kriste rief er alsô / als er dâ wære gegenwart LBarl
15390.
16179;
sô daz weip [Weibchen] niht
gegenwart ist, sô suocht si der man und lokt ir mit ainem senften wispeln
BdN
286,12;
der kraft er [Magnet] mag
geüben klein, / wann gegenwart ist der adamas Mügeln
260,4.
– attr. zu brieve, hantveste:
‘vorliegend’
allen, die disen gegewrten brief sehint vnd horent lesen, kvnden wir
UrkCorp (WMU)
241,12;
mit dirre kegenworten hantveste ebd.
627,2
u.ö.
2
zeitl. ‘jetzig, heutig’, subst.:
solher maister [wie Jesus
Christus] lebt nicht me / der [...] di
vergangen wider pracht / dw vor tausent jaren warn tot / und der gegenburten not /
auch zestoͤrt und zerprach / und di chunftig sind her nach / an dem
urtaegleichen tag / auf dez rechten gelauben slag Teichn
388,104
MWB 2 244,53; Bearbeiter: Tao
gegenwart, -warte,
-werte, -wurt,
-würte
stF.
1 räuml. ‘Anwesenheit, Gegenwart, Vorhandensein’
1.1 allg. 1.2 mit Präp. mit 1.3
ze gegenwarte sîn
‘zugegen, anwesend sein’
1.4
an/in/ze jmds. gegenwarte
‘in Gegenwart, Anwesenheit von jmdm.’
2 zeitl.: ‘Gegenwart’
1
räuml. ‘Anwesenheit, Gegenwart, Vorhandensein’
1.1
allg.:
die heiligin potin die minnetin niht so uerre so die
geginŵrt des heiligin Cristis Spec
67,27;
sîne junger er [Jesus Christus nach der
Auferstehung] gewerte / sîner geinwurte Wernh
5633;
di gotlic [...] gaginwarti
[
divinam [...]
praesentiam
]
BrZw
19;
RvEWchr
11831;
Eckh(B)
105,2;
so sult ir och daz glouben daz da [im
Allerheiligsten] si der guldin altær unde daz guldin rouchvaz,
wan daz ist diu ansihtchait unde diu gegenwurte siner goͤtlichen diemuot,
sins goͤtliches opfers Konr(Sch)
63,33
1.2
mit Präp. mit:
do sie Christum gebar, / der mit siner gêinwrte / v̄
mæitlicher geburte / die sundære getroste / v̄ die christenheit erloste
Wernh
D 3903;
er [Gott] wonte mit ir
[Maria] mit siner liplichen gegenwúrti und mit
siner goͤtlichen gnade PrGeorg
81,29
1.3
ze gegenwarte sîn
‘zugegen, anwesend sein’
die, / die hie ze gegenwürte sint / mit mir ze redene
umbe ir kint Tr
6343;
swer sô ungerichte claget uf einen, der dâ nicht zu geinwerte en ist
SSp(W)
2:8.
2:24,1;
allen den, die disen prief hoͤrent vnd sehent vnd die îezvͦ
sint ze gegenwart UrkCorp (WMU)
597,46;
Ottok
86673;
PrOberalt
134,40.
–
intgegenwart, engegenwert sîn/stân s. unter
engegenwart
und
engegenwërt
Adv.
–
in gegenwurt sîn
‘vorhanden sein’
so han ich gegeben dar vͤber disen brîef vnd dis hantvest, di
ich versigelt han vnd vervestent mit disen insigeln, di hîe en
gagenwuͦrt sint UrkCorp (WMU)
1104B,37
1.4
an/in/ze jmds. gegenwarte
‘in Gegenwart, Anwesenheit von jmdm.’
vnd swenne man sie [die Schöffen] erwelt an der
gegenwerti des rates UrkCorp (WMU)
N238AB,8,25;
beclaget man einen man in sîn geinwerte umbe eigen
[...], daz her in rechten geweren hât, man sal ime
teidingen zû deme nêhsten dinge SSp(W)
2:3,1;
die giengen ouch ze lôze / ze
sîner [Morolds] gegenwürte, / welher im antwürte /
sîn kint Tr
5957.
15468;
versezzet oder verkoͮfet ieman des andern gvͦt ze siner
gegenwerti vnd mit siner wissende UrkCorp (WMU)
1797AB4,6.
–
vor/in/ze jmds. gegenwarte
‘vor jmds. Angesicht, jmds. Augen, vor jmdm.’
ist daz rehte in gotis geginwrte [
in
conspectu Dei Act 4,19] , daz wir ivch
haltir [mehr] schulin uernem denne got, daz
irteilit, wir enmegin des niht Spec
75,26;
dirri tac [der Auferstehung
Christi] ist uore gotis geginwrte tusint iâr ebd.
61,34;
do geschuͦf er zehen chôre / lussam unde hêre /
daz si in siner gagenwurt / heten hymeliszez lob VMos
3,9;
da uielen Machmetes helede / zu siner gagenwurte, /
daz er sich selben nine werte, / noch den sinen wolte heluen, / swie uil si
in an geriefen Rol
4163;
got selbe wolte [...] die
ubermut zebrechen / die Herodes furte / ze Christes gæ̂inwrte
Wernh
D 4954;
Mügeln
261,3.
–
ze jmds. gegenwarte ( ‘vor jmds. Angesicht,
zu jmdm.’) komen, besenden:
frowe, verlazin nit, / dv ne helfis uns,
[...] swanne wir zu
siner [Gottes] gegenworte comen
Litan
349;
daz man si her besende / zunser aller gegenwürte, /
iuwer ansprâche, ir antwürte / daz man diu beide alsô verneme
Tr
15415
2
zeitl.: ‘Gegenwart’
daz [
buoch der schrift
] tvet driv dinch.
des vergezen heizet ez gedenchen. engagenwrte wartez [l. wohl
warnt ez
] den mennish. ez vorseit chvmftigiv dinch
PrLeys
6,15;
daz pvch der shrift warnt vns gagenwrt ebd.
6,23.
–
ze den ziten [beim Nahen des Jüngsten
Tages] so dorrent die læut vor der grozzen vraise die si denn
ze gagenwurt [als gegenwärtig, zu der Zeit] habent und
dennoch mer fuͤrchtent die aller der werlt chuͤnftich
sint [vgl. Lc 21,26
]
PrOberalt
10,33
MWB 2 245,10; Bearbeiter: Tao
gegenwart
stM.
‘Gegner’
Abiathar hiemite saz, / wand e was underscheiden daz, / als einer vollen spreche,
/ daz er nicht underbreche / deme gegenwarte sine wort PassIII
73,89
MWB 2 246,19; Bearbeiter: Tao |