gebillen
swV.
→ billen.
tr.:
ir mohtet æ̂ gepillen [schlagen] / daz
wazzer ovz dem steine Wernh
A 1442.
– intr.:
und daz niht gebillen [durchdringen]
/ mîn zunge in arge sinne mac KvWLd
32,232
MWB 2 164,3; Bearbeiter: Plate
gebinde
stN.
‘Band’ (vgl. gebende stN.):
einem krâmer hêt er genomen / ein sîdîn gebinde, / daz gap er Gotelinde
Helmbr
1075
MWB 2 164,7; Bearbeiter: Plate
gebint
stN.
‘Gebinde’
und di werden gesament in einir burden gebint [in
congregationem unius fascis] in di helle, do werden si beslozzen in
kerkern Cranc
Jes 24,22.
–
‘Verbindung’
ouch hân dî rîmen recht gebint: / ist daz man andirs icht dâ vint, / dî
schrîber daran schuldic sint NvJer
26663
MWB 2 164,10; Bearbeiter: Plate
gebint
stF.
‘Flurstück’ (vgl. gebünde, gebunt F. und 1DWB
4,1,1,1773 s.v. gebinde, gebind FN.):
dri sateln bi der gebint hern Albrechtis von Heruirsleiben UrkCorp (WMU)
2937,3;
drey acker, dy doselbins legen an der gebind, dy do Titzels Francken burgers
aldoselbins waren UrkJena
120
(a. 1331)
MWB 2 164,16; Bearbeiter: Plate
gebirge
stN.
1
‘Berg, hügelige / bergige Gegend, Gebirge’
1.1 ausdrücklich für eine Mehrzahl von Bergen 1.2 allg. für ‘Gebirge / Bergland’ (im Ggs. zu
‘Tal’ ) 1.3 für ein bestimmtes Gebirge / Bergland 1.4 öfters scheint eher ‘Berg’ gemeint zu sein 1.5 bildl. 1.6 übertr. 2
‘Bergwerksgebiet’
1
‘Berg, hügelige / bergige Gegend, Gebirge’
1.1
ausdrücklich für eine Mehrzahl von Bergen:
jn dem mer sint uil grose berge, vnde gant in daz gebirge
groze loͮcher Lucid
41,7;
an disin selbin bergin lit / und stozent dran vil nahe bi
/ die berge montes Kaspii: / das ist ein hoch gebirge groz
RvEWchr
1476;
ein berc von sîm gebirge schît / in einre erdbibunge schûr / und zu andrin
bergin vûr NvJer
1441
1.2
allg. für ‘Gebirge / Bergland’ (im Ggs. zu
‘Tal’):
daz die zwo stette [...] sollent wunne vnd weide
gemeine haben vnd niessen, an holze, an gebirge vnd an velde UrkCorp (WMU)
3055ABC,24,44;
swaz ich verlihens guͦtes han in dem Enstal
[...] in dem gepirig vberal vnd ouzzerhalb des
gepiriges ebd.
3217(2), 29,30
1.3
für ein bestimmtes Gebirge / Bergland:
si furten den uerratere / wider uber daz
gepirge [Pyrenäen] / gegen sinim herren Marsilien
Rol
6126;
kaiser Otte dô / eins grôzen urliuges pflac / und enhalp
des gebirges [jenseits der Alpen] lac / vor einer stat
vil wünneclich KvWHvK
398;
er fuor mit sîme herren dan / über daz gebirge enwec
ebd.
515.
443;
WeistGr
1,366
(vor 1341);
in Vrankin vnd in Doringin vnde in deme beygerischim
gebirge Pelzb
136,32;
in Burgundenland pei dem geperg BdN
493,36.
– bibl. für das Hügelland Judäas (lat. montana
Lc 1,39.66):
der czit machte sich uf maria unde gynk in daz gebirge
snelleclich, in dy stat czu juda EvBerl
3,9.
136,6;
EvAug
124,22.
126,9
1.4
öfters scheint eher ‘Berg’ gemeint zu sein:
ubir tal vn̄ gebirge / man sie unsanfte iagete
Ägidius
376;
der steinbok hvp sich her nider / von dem gebirge balde
ReinFu
K,1345;
daz was vor eins gebirges want, / aldâ sîn manlîchiu hant
/ froun Jeschûten die hulde erwarp Parz
455,27.
von den snêen, die durch daz jâr auf etleichem geperg
ligent BdN
102,31.
– besonders, wenn ~ im Pl. gebraucht wird:
uuís gelîh déro rêion unte démo híntcalbe in den
gebírgon Bethel [super montes Bethel]
Will
47,2;
daz wazzer flôz uber al, iz fulte berg unde tal. / dei
gebirge dô sunchen, dei lûte elliu ertrunchen Gen
705;
so er [Löwe] gêt in den
gebirgen oder in deme walde, so in die iagere iagint JPhys
1,8
1.5
bildl.:
ir munndlin ist húpsch rot und fin, / als ob ain geburg von
röbin / staͤtteclichen dar inn brin MinneR3
42
1.6
übertr.:
dez wazzers geperg [Wölbung des
Meeresspiegels]
KvMSph
15,25
2
‘Bergwerksgebiet’
ein iklich bercman muz antwerten in der stat, wi wol he besezzen ist uffeme
gebirge StRFreiberg
47,2;
man sal uf keime gebirge noch in keinen dorferen noch in keinen vorwerken noch
nirgen inme lande kein burnegadem [Edelmetallschmelze]
haben wen in Vriberc alleine ebd.
76,23;
uf alleme gebirge, daz in di stat zu Vriberc gehorit ebd.
22,21.
118,7.
252,7
u.ö.
–
‘Bergwerk’
ist das iemant tail hat an eim gepirge und auzerhalb landes ist, versaumet
sein besteller oder sein pfleger drei gedinge, daz er seiner cost darczu nicht
geit, er verleust sein tail mit rechte BgRIglauD
33
MWB 2 164,23; Bearbeiter: Plate
gebirgeht
Adj.
‘gebirgig’
dorno ist eyn andir provincie di ist gebirgecht, und ir tale sint gar lustik und
ir velde MarcoPolo
29,4;
ist gebirgit ebd.
4,21
MWB 2 165,19; Bearbeiter: Plate
gebite
stF.
1
‘geduldiges Warten’
2
‘Aufschub, Frist’
3
‘Verweilen, Aufenthalt’
1
‘geduldiges Warten’
ze manegen dingen ist mir gâch, / daz mich geriuwet dar nâch. / unrehtiu gæhe
schaden tuot, / reht gebite diu ist guot Freid
116,22;
zer welte ist niht sô guot, daz ich ie gesach, sô guot gebite.
/ swer die gedulteclîchen hât, / der kam des ie mit vröiden hin
MF:Reinm
12: 4,6;
Rennewarten duhte gar zu lanc / nach Alysen die gebite
Rennew
4789;
Mai
26,26;
merket war ich diz wende, / mit geduldigen gebiten
HeslApk
14547
2
‘Aufschub, Frist’
daz ist ein klag vor aller klage, / daz wir ie von tag ze tage / dâ gegen
[auf den Tod zu] treten einen trit, / und weder frist
noch gebit / dar an ist niender umb ein hâr Georg
1066;
kûm erwarp man im daz, / daz man im liez solch
gebit [soviel Zeit] , / daz er hinz Knutelvelde rit
Ottok
57159;
mîn frâg niht lenger hât gebit Helbl
1,308
3
‘Verweilen, Aufenthalt’
wand er deheiner slahte twâl / hete ninder noch gebite
Parz
15,7;
nu kertens dannen on gebit WhvÖst
4204
MWB 2 165,23; Bearbeiter: Plate
gebitelôs
Adj.
‘ungeduldig’
dû gibitelôser menniske, dû dâ wilt den lôn haben ê dû in
uerdienist TrudHL
71,23.
120,25;
ich weiz wol, Tristan unde Îsôt, / die gebitelôsen beide /
benâmen ouch ir leide / unde ir triure ein ander vil, / dô si begriffen daz zil /
gemeines willen under in Tr
12359
MWB 2 165,43; Bearbeiter: Plate
gebitic
Adj.
oder gebîtic?
longanimis: gebitich PsM
102,8
MWB 2 165,49; Bearbeiter: Plate
gebiuge
stN.
‘Beugen’
als der wynt wirffet abe mit gebuͤge / die frucht von
baumen und slet sij abe Pilgerf
7672
MWB 2 165,51; Bearbeiter: Plate
gebiunde, gebünde, gebunt
F.
‘eingefriedete landwirtschaftliche Nutzungsfläche’ (vgl. biunde,
biunt und gebint stF.):
daz wir den berch [...] niht bawen svlen noch auf
deheinem andern berge in der selben gebeunde UrkCorp (WMU)
1541,11;
in loco, qui dicitur cleyne gebunt UrkJena
65
(a. 1310);
vierczehen hube landes ardackirs an den gebunden gelegen vor der stat zu Erffurt
UrkErf
2,221
(a. 1347);
WeistGr
3,619
(a. 1268)
MWB 2 165,54; Bearbeiter: Plate
gebiurde
stF.
‘Landschaft, Gebiet’
mir nennet daz buch her na / die geburde in der
geine [Gegend] , / groz vnde kleine: / Azonis von Persia, /
Taure vnde Yndia Herb
14290
u.ö.;
in der gebuͦrte vnd in der gegenote was vnser herre eine wile
PrLpz(L)
68,5;
regiones gentium: [...] die gegende. die gebiurde dere
diete PsWindb
104,44;
in regione uiuorum: in der gebiurde dere lebentigen ebd.
114,Oratio;
inde sin wir dan ze Kolne ove ze Buͦnne [...] ove
in dieser gebuͦirden UrkCorp
255,3
u.ö. (alle Belege Köln)
MWB 2 165,63; Bearbeiterin: Herbers
gebiurisch
Adj.
1 von Personen 1.1 ständisch: ‘bäuerlich, von bäuerlichem Stand, bäuerlicher Herkunft,
bäuerlicher Lebensweise’
1.2 nicht ständisch: ‘von einfacher, unverfeinerter, grober Lebensart;
bäurisch, unedel, unfein’
2 (von Kleidung, Speise, Benehmen, Sinnesart usw.:) ‘bäuerlich’ ,
z.T. unständisch, übergehend zu ‘bäurisch’ , dann
‘unfein, grob’ überhaupt 3 (rhetorisch) ‘einfach’ ; im Sinne des stilus
rusticus 4 übertr. ‘misstönend’
1
von Personen
1.1
ständisch: ‘bäuerlich, von bäuerlichem Stand, bäuerlicher Herkunft,
bäuerlicher Lebensweise’
dâbî ouch nâhen ist gesezzen / ein gebiurischez geslehte,
/ die von altem rehte / darzuo sint belêhent Ottok
19998;
[
daz er eins ritters tohter zur Frau
nimmt,] daz solt wol vermîden / ein gebiurischez barn
Helbl
8,233;
daz seh wir auch an gepäurischen läuten, die niht
zärtleichen habent gelebt und tägleichs grôzer arbait habent gepflegen
BdN
160,1
1.2
nicht ständisch: ‘von einfacher, unverfeinerter, grober Lebensart;
bäurisch, unedel, unfein’
nu was das lút ubir al das lant / dannoh gebúrsch, in
wonten mit / niendir hoveliche site / noh menschen bescheidenheit
RvEWchr
20002;
ob mir von vrowen liep geschiht, / des liez ich ungern wizzen iht / für
wâr ein gebeurischen lîp, / ez wær man oder wîp UvLFrd
510,1;
diser innewendiger grunt der muͦs von not den
verborgen bliben die alles mit irre wirklicheit in dem usseren sinnelichen
menschen blibent; der ist ze gebúrsch und ze grob zuͦ disem edelen
grundelosen grunde Tauler
370,6
2
(von Kleidung, Speise, Benehmen, Sinnesart usw.:) ‘bäuerlich’,
z.T. unständisch, übergehend zu ‘bäurisch’, dann
‘unfein, grob’ überhaupt:
ir ezzen ist schad mit groben dingen, sam gepäurisch ezzen
ist, milich und sämleich dinch BdN
323,6;
und zoch gar geswinde iren oberen witen gebúrschen rog abe, und hette do gar
einen guoten engen wolgesnitten rock an irme libe MerswKn
88;
sümliche bizent ab der sniten / und stozents in die schüzzel
wider / nach geburischen siten; / sülh unzuht legent die hübschen nider
TannhHofz
47;
do quam her [ein gebur
] von grozin
wetagin widder in eine vorchte unde in siner gebureschin einfeldikeit begerte he
abir gesuntheit Köditz
81,4;
dest ein gebiurscher tuc, / swer hirzen unde geizen / gelîcher
werde gan KLD: Kzl
1: 6,6.
–
dez beren nature ist gar unfuͤge und gebúresch und erkennet nit
honges suͤssi PrGeorg
326,7
3
(rhetorisch) ‘einfach’; im Sinne des stilus
rusticus:
Jeremias der prophete, deme dise vorrede geschreben stet, ist
vorwar by den hebrehen Ysaien und Oseen und etzlichen andirn propheten an der rede
geacht gebuyrischer, abir an dem synne iz er in glich Cranc
Vorr. Jer 80,3;
sô wirt mit kurzen worten kunt / dur mînen gebiurschen munt / al der welte dîn
werdecheit WvRh
120;
dise kleine lere, dv hie nah geschriben stat [...]
ist mit gebvrschen worten geschriben Bihteb
6;
mit kivrzen worten vnd mit gebiurscher rede ebd.
29.
– anders:
sus von den ewangelien / wil ich nu tihten etewas, / swie
doch genuge lúte daz / sprechen daz man nit enmuge / minnen tihten ane lug / und
frómd núwe fúnde / vinden ane súnde. / seht, die gebúrschen
giegen [törichten Feinden der Dichtkunst] / all
hie bewer ich liegen SHort
93
4
übertr. ‘misstönend’
kupfer [...] hillt wol und dœnt
[...]. sein gedœn von im selber ist gepäurisch. wenn
aber man ez mit silber mischt oder mit zin oder mit golt, sô gewinnt ez gar ainen
guoten klank BdN
478,28
MWB 2 166,10; Bearbeiter: Plate
gebiurischeit
stF.
1
‘schlechtes Benehmen’
2
‘Überlieferung bei den Bauern, Bauernweisheit’
1
‘schlechtes Benehmen’
vmbe daz sú ire gebúrescheit nút enzoͤgte [sich nicht als
ungezogen darstellte] , vnd [in der
Lichtmesse] die kercze also die anderen
[...] ǒch opherte ElsLA
192,3.
–
‘unzivilisiertes Verhalten’
daz [Rachemord] weri ein
unvernúnftigú geburschheit und ein úbelstendú freidikeit Seuse
123,13
2
‘Überlieferung bei den Bauern, Bauernweisheit’
wer des wazzerfrosches zungen ainem slâfenden menschen legt
under sein haupt, daz wirt redent in dem slâf und offenbârt haimleicheu dinch, sam
diu alt gepäurischait spricht, diu doch dick missagt BdN
306,9
MWB 2 167,8; Bearbeiter: Plate
gebiurischlich
Adj.
‘bäurisch, unfein’
nu hœrent wie diu frische / bire dô geteilet wart / nâch gebiureschlîcher art
[...]. / die nam der unbedâhte helt / und sneit die biren
ungeschelt / enzwei mit sînem mezzer HBirne
86
MWB 2 167,21; Bearbeiter: Plate
gebiurlich
Adj.
1
‘bäuerlich’
2
‘grob, unfreundlich’
1
‘bäuerlich’
gebûrlîch gewant [im Gegensatz zum
ritterlichen]
Kchr
4809;
daz kint er [Fischer] an den arm nam: / sîn wîp gie
im allez mite / nâch gebiurlîchem site / ze klôster Greg
1113;
das die gebawer von Loberth [...] alle gebauerliche
dinst selber thun sollen UrkPreuss
3,16
(a. 1338)
2
‘grob, unfreundlich’
wand er [Gott] ist also sere
verwunt von irer [der gottliebenden Seelen] minne, das er
aller dingen hat verzigen mere denne drissig jar, [...] uf
das er si moͤhti durkússen und mit sinen blossen armen umbevahen.
woͤltestu hie an gedenken, wie moͤhtestu also gebúrlich wesen, du
muͤstest im gegen drissig jaren zem tage eine stunde [des
Gebets] geben Mechth
6: 1,112
MWB 2 167,26; Bearbeiter: Plate
gebiusche
stN.
zu bûsch
‘Beule, Schwellung’ (bzw. ‘Schlag, der eine Beule
bewirkt’):
redet ieman dar wider, / dem slâhet ein gebiusche [den schlagt grün
und blau]
HBirne
161;
sins swertes ort wart strichen / dem tier so groz
gepuͤsche WhvÖst
11779
MWB 2 167,41; Bearbeiter: Plate
gebiute
→ gebiete, gebiet stFN.
MWB 2 167,47;
gebiuwe
stN.
→
gebû
MWB 2 167,48;
gebiuʒe
stN.
‘Schlag, Stoß’
jener trût der vrouwen muoz ein gepiuze hân. /
[...] ez gât im an den lîp NibB
1886,2;
die Deutung von hsl. gebuze (C), gepvͤze (B),
gepoͮze (A) usw. als sonst nicht bezeugtes gebiuze ist
unsicher; vgl. Lachmann, Anm. zu den Nib. (1823,2)
MWB 2 167,49; Bearbeiter: Plate
gebiʒ
stN.
im Reim auf itwîz
Erz III .
1
‘Mundstück des Zaumzeugs’
2
‘Beißkorb, Maulkorb’
1
‘Mundstück des Zaumzeugs’
nym daz gebis [...] unde lege is dem
pherde in den munt Albrant
3,53;
der zoum was geworht alsam, / [...] von silber was
daz gebiz Flore(S)
2870;
lupatum: gebis, gebiss VocOpt
26.010
2
‘Beißkorb, Maulkorb’
chamus: gebis, gebiss VocOpt
26.009.
– übertr.:
in zorn slint den itwis [schlucke die zornige Entgegnung,
Schmähung herunter] , / lege dem munde einen gebiz. / tumbe
kunheit versitze, / daz ist zuht und witze ErzIII
36,264;
wie dik hast du dien anzennenden vienden isninú gebiss in
geschlagen [
frenum silentii
imposuisti
] und sú unmechtig gemachet mit dinem
vroͤlichen lobe Seuse
252,8
MWB 2 167,55; Bearbeiter: Plate
geblâs, geblæse
stN.
‘Säuseln’, mit (dem)
~
‘säuselnd, einschmeichelnd’
sprechen:
er [der Teufel] hatte sich verpflichtet / daz er nicht
Adam spreche, / wen her vil liechter breche / daz wiep, wen si krenker was. / mit
gerune, mit geblas / senfte er ver Even zu / sprach TvKulm
258;
von dem raben [...] der hatte in sinem
monde einen kese, / zu dem der fuhß sprach mit dem geblese: / o rabe, das dich got
huͤde, / ich bijt dich, sienge mir ein liet durch dine guͤde!
Pilgerf
7685
MWB 2 168,5; Bearbeiter: Plate
geblæsede
stF.
‘Aufblähung’
suedemo manne [...] rodent beide die
chinne [l. chnie?] mit dere diche geblasede
[
si amba genua (l. gena?) rubea habuerit
solida cum inflatione
]
Capsula
15
MWB 2 168,15; Bearbeiter: Plate
geblerre
stN.
‘nutzloses Gerede, Geschwätz’
nieman sol ez [dieses Buch] hân vür ein geblerre, /
wenne ez ist wîten unde verre / gesament in der heiligen schrift Renner
15935.
17071;
MinneR368
132
MWB 2 168,19; Bearbeiter: Plate
gebletze
stN.
‘leeres Geschwätz’
heiz in, daz er ze schuole gê, / lerne diu buoch nâch unser ê / unt tuo sich sînes
gebletzes abe, / unt daz er got vor ougen habe, / sô altet er mit êren KvFuss
2953;
Jôsêp von Aramathî, / der seit uns starchiu mære / von dem
verchêrære / dem ez sô lästerlîche ergie, / daz er vor gerihte hie / verteilet und
erhangen wart. / er seit von sîner ûfvart / und gebletzes dannoch mê
KvHeimUrst
1507;
MinneR410
359.
– derber, spottender Ausdruck des Dichters für seine Lieder (NeidhWb):
wâ bî sol man mîn geplätze hinne vür erkennen? / hie envor dô kande man iz wol
bî Riuwental Neidh
WL 24:7,1;
Wîerât [...] diu hœret mîn geplätze gerne ebd.
WL 5:1,10
MWB 2 168,24; Bearbeiter: Plate |