gensekrësse
swMF.
‘Gänsekresse’ (der blutbildende Wirkung zugeschrieben
wird?):
sanguinaria: gensecresse Gl
3:545,1
(BStK947)
MWB 2 472,54; Bearbeiter: Runow
gensel, genselîn
stN.
Dimin. zu gans
‘Gänseküken’
wenne ireu gensel noch krank sint, sô hüet ain gans allzeit
und rekt den hals auf BdN
168,32.
– in Vergleichen:
al senfte was ouch diu künegîn, / reht als ein jungez
genselîn Wh
100,12;
vil wisser denn ain gensel / waz [l.
was
] do der trutelloht lip SHort
7030;
als ein gans auf einem eis, / die ire genselein hat verlorn Neidh(S)
2,16c6:3,8;
Renner
3760.
12487
MWB 2 472,57; Bearbeiter: Runow
gensesmalz
stN.
‘Gänseschmalz’
der cresse gestossen mit gensesmalze vertribet den bosen
swern an dem houbte Macer
44,11;
mit genssmalz ist daz
kraut [
weizpapel
] guot dem smerzen, der
in der gelider zuofuog ist, dâ diu gelider auf ainander stôzent BdN
386,5;
SalArz
60,56;
OvBaierl
76,8
MWB 2 473,1; Bearbeiter: Runow
gensesmër
stN.
‘Gänsefett’
nim daz gensesmer. zirlazes. vnde trvofez in div oren
Ipocr
44;
nim artimesiam unde genssmer unde misch daz mit rôsenole unde
lege daz an die stat, dâ dû die geswulst habest Barth
133,7
MWB 2 473,7; Bearbeiter: Runow
gensevleisch
stN.
‘Gänsefleisch’
nvn merkch daz du die taeg nicht scholt [...]
gensfleysch ezzen Barth(H)
502
MWB 2 473,12; Bearbeiter: Runow
gensevuoʒ
stM.
‘Gänsebein’
frou, ich war nie sô siech, / ich viselet
[knabberte] iu ein ohsendiech / für ein kleinen
gensefuoz, / daz tet mir des hungers buoz Helbl
1,431
MWB 2 473,15; Bearbeiter: Runow
gensevurt
stF.
‘Gänsefurt’ (als Flurbezeichnung?):
ein [Acker-] stucke an der gensevurte
UrkCorp (WMU)
N101,24
MWB 2 473,19; Bearbeiter: Runow
genseweide
swF.
‘Gänseweide’ (als Flurbezeichnung?):
jn den ban ze Goͮdertheim ein acker an der genseweiden
UrkCorp (WMU)
N722,39
MWB 2 473,22; Bearbeiter: Runow
gensic
Adj.
‘nach Art einer Gans’
was ich dem tummen schrie, / doch liebet im sin gensig mut
Mügeln
271,12
MWB 2 473,25; Bearbeiter: Runow
gensîn
Adj.
‘von der Gans’
wirouch gestossen unde mit gensin- oder mit entensmalze
getempert, hilf den gebranten lidden mit bestrichen Macer
87,11;
mit gensiem smer Barth(H)
476
MWB 2 473,28; Bearbeiter: Runow
gensischen
Adv.
‘wie eine Gans’
der mensch ist aller ungeordenst in den
werken [beim Geschlechtsakt] , wan er verkêrt
menschleicheu werk und würkt iglischen oder gensischen BdN
139,33
MWB 2 473,32; Bearbeiter: Runow
genste (?)
stF.
zum Ansatz der zweisilbigen umgelauteten Form vgl. 2
5Mhd.
Gr. § M 19 (s.a.
enste
).
‘Wohlwollen, Zuneigung’
daz quam uon sinen gensten, / daz er [...] uon dem himele
her nider steich, / [...] vnde wart mensche Glaub
565;
dise rede [...], / di ih arme Hartman / uon deme heiligen
gelouben han getan / mit inniclicher genste ebd.
3739.
591.
2193
MWB 2 473,36; Bearbeiter: Runow
genster
Subst.
‘Ginster’ (vgl. Marzell 2,601f.):
genesta: genster SummHeinr
1:182,160
MWB 2 473,44; Bearbeiter: Runow
gensterlîn
stN.
→
ganeistelîn
MWB 2 473,46;
gent
stF.
‘Leute’ (zu afrz. gent, vgl. Suolahti
1,94):
das volk ysset lewte. / roes flaisch ist ir kost, /
[...] es ist gar ein mala gent HvNstAp
10961;
ir bringet die toten gente / von mir zu einer presente / dem
kuͤnge Terramere Rennew
12109.
14643;
Tr
16700
MWB 2 473,47; Bearbeiter: Runow
gentil
Adj.
‘fein, vornehm’ (zu afrz. gentil, vgl. Suolahti
1,94f.):
merzi, gentil sir! HvFreibTr
1201;
bêamîs, gentil Gâwân, / sô bin ich dîn vriunt Tristân ebd.
1850;
Liduc gentil de Lorens RvEWh
659;
Tr
3355
MWB 2 473,52; Bearbeiter: Runow
gentisch
Adj.
‘aus Gent stammend’
dem emeral [...] gap man kandaris /
nach der Franzoyser gis [Weise] / mit richem bvnt Gentisch
lachen [Tuch]
TürlArabel
*A 208,13;
daz ist Ginthisch gewant unde Ypirsch [aus Ypern]
unde Broslisch [aus Brüssel?] gewant StRFreiberg
252,3
MWB 2 473,57; Bearbeiter: Runow
genüe-
s.a. genuo-
MWB 2 473,63;
genüege
stF.
auch genug (
Eckh(J)
48,32
).
1
‘ausreichende Menge, Auskommen’
2
‘Genügsamkeit, Bescheidung’
1
‘ausreichende Menge, Auskommen’
daz man niht welte nâch rîchtum; / wand wær er biderb unde
frum, / swer des rîches krône trüege, / der gewunne schiere genüege
Ottok
12494;
zu hant wart ir ein gnuge unde lipzucht wol unde gewis bestalt Köditz
69,3.
– übergehend zu ‘Fülle’
so wil got der herre [...]uns gebe in richir
genuge unse narunge unde wes wir dorfin zu libe unde zu der sele Köditz
76,8;
es [das Kind
Jesus] truͦg in [den
Besuchern] brottes die gnuͤgi dar [obwohl kaum
etw. im Haus war] , / bi der vili úber gnuͦg
WernhMl
4448;
in gnaden voller gnuͤge, /
[...] / do ist guͤt uber guͤt
HvNstGZ
7808.
– in subjektiver Sicht: so viel, wie gerade gebraucht wird, nicht mehr als
ausreicht ‘maßvolle Menge, Bedarf’
nu sich, was fülle schaden heit: /
[...] / o werder man, hüt din vor solchem leide, /
nim nach genüge trank und ouch die weide Mügeln
240,10.
–
~ tuon: ‘einen Bedarf decken, ein Bedürfnis
stillen’
minne [Imp.] , daz dû mit minne gewinnen maht,
und behalt daz, daz dîner sêle genüege mac tuon Eckh
3:97,4
2
‘Genügsamkeit, Bescheidung’
der erste stein
[
demuͤtekeit
] dez erlichen palastes,
[...] der also wol gebiket
[behauen] ist mit der suͤssen genuͤge
irdenischer zergenglicheit Mechth
6: 1,66;
so sol daz edel zarte kint / haben under sinem baniͤr
/ ein mynnencliche junchfrawen ziͤr: / die heißet genuͤg und gantze
Truwe Minneb
2949.
1312
MWB 2 474,1; Bearbeiterin: Baumgarte
genüegede
stF.
das subjektive Gefühl, materiell, körperlich, seelisch oder sinnlich ausreichend
versorgt zu sein ‘Genughaben, Befriedigung, Zufriedenheit,
Genuss’
da ist uollú fróde mit allerslahte gnuͦgede ane alle
dúrfte Lucid
159,4;
iz [
daz êwige wort
] ist in den heiligen
als ein ubirfluzig rîchtum irre êwigen gnugede HvFritzlHl
26,34;
das sint weltliche hertzen, die iren lust und ir
genuͤgede nement in den creaturen und in den sinnen Tauler
47,33.
151,20;
dru dinc sint darumme di sele keine gnugide gehabin mac an der creature. daz
eine ist daz si teilunge habin, wan di gnugide dez trankis en ist nicht gnugide der
spise noch der cleidir Parad
40,11.
50,17;
swenne oͮch din begirde hat ein turstiges heischen,
genuͤgde und lust in úte [d.i. ihte
] ze
suͦchenne, daz dir gar lustlich were Seuse
274,8.
–
mit ~
‘ausreichend, in hinreichendem Maße’
wan âne zwîvel, got [Akk.] enminnet
nieman mit genüegede und lûterlîche, der niht gotes sun enist Eckh
5: 42,14.
–
bî/in grôʒer ~
‘während mehr als genug da ist’
das er [der hl. Wilhelm] wol mochte
fasten / bij große gnuͤgde und wol lyden durst Pilgerf
4067;
es geschah kúrzlich hie na, daz er na gewonheit in grosser
genuͤgde mengerley trankes einen turstigen mund ab tische hat getragen
Seuse
49,26
MWB 2 474,30; Bearbeiterin: Baumgarte
genüegedelîcheit
stF.
‘Befriedigung, Erfüllung’
aber eigen annemlicheit oder die genuͤgdelicheit die
in den werken von nature klebent, als verre als si guͦte werk sint, die mag
der mensche in einer einvaltiger wise wol haben Tauler
254,36
MWB 2 474,56; Bearbeiterin: Baumgarte
genüegel
Adj.
‘(sich) begnügend, zufrieden’
uff di zit waren [...] rittere unde knechte getruwe
unde genugil an iren rechten zinsin und an orem solde Köditz
20,25;
kusch unde genugil an sinem elichen bulen ebd.
8,30
MWB 2 474,61; Bearbeiterin: Baumgarte
genüegelich
Adj.
auch genugelich.
1
‘ausreichend, befriedigend’
2
‘zufrieden, erfüllt’
1
‘ausreichend, befriedigend’
und ist das nicht genugelich [wenn das nicht
reicht]
Hiob
7792;
wan sit die selikeit ist »ein volkomen unde ein
gnüeglich [
sufficiens
] guot,« so
slüzzet si uz alles übel unde erfüllet alle begirde ThvASu
138,30;
allez daz, daz got über sie verhenget, daz ist in sô genüegelich und behaget
in sô wol, daz sie niht anders enmöhten gewellen noch begern Eckh
2:290,1
2
‘zufrieden, erfüllt’
si [die Seele] ist also
gnuͤglich [wie im Himmel] , si ist aber also vol
nit Mechth
5: 4,63;
wenn ich red von der begirde, / so betracht ich weltlich
wirde / und tracht nit ze himelrich. / da sint sy al genuͤgelich. / daz ist
nit begirlichait, / als man hie zer welt trait Teichn
590,4
MWB 2 475,1; Bearbeiterin: Baumgarte
genüegelîcheit
stF.
1
‘Befriedigung, Zufriedenheit, Vergnügen’
2
‘ausreichende Menge’
3
‘Genügsamkeit’
1
‘Befriedigung, Zufriedenheit, Vergnügen’
in allem dem do du ein zuͦhaften
[Anhänglichkeit] zuͦ hast und eine
enpfenglicheit, eine genuͤlicheit do inne moͤhtest haben, das daz
nihtes nút ensi Tauler
66,2;
daz sú in iren gebresten hie biblibent, es si hochvart oder
lust des lichamens, des fleisches oder genuͤglicheit der sinne ebd.
22,33
2
‘ausreichende Menge’
‘nu muß doch’, sprach Wißheit, / ‘erfullen
haben genuͤglicheit, / [...] / da du
[Aristoteles] spreche das bewert sij / das in der
werlde nuscht leres sij, / dann is von ettlichen sachen erfullet muß sin, / odir
aber is muste lere sin.’ Pilgerf
3036
3
‘Genügsamkeit’
vroͮwe Genuͤglicheit, ir sint min liebú
kamererinne, [...] ir gebent mir macht in dem
armuͤte; dis kumt von gottes guͤti Mechth
7: 48,78
MWB 2 475,16; Bearbeiterin: Baumgarte
genüegen
swV.
auch geniegen (
HvBurg
2748
) und genuwen (
Pilgerf
1825
).
‘genügen, ausreichen; zufriedenstellen, befriedigen’
1 unpersönl. (i.d.R. ohne formales Subjekt; vgl. aber 1.3.1 ) mit
Akk.d.P., seltener Dat.d.P. 1.1 mit Gen.d.S. (i.d.R. mit Akk.d.P.) 1.2 mit Obj.-Satz 1.3 mit präp. Obj. oder Pron.-Adv. (vgl. u. ane und zuo in
5 ) 1.3.1 mit ane bzw. dar ane 1.3.2 mit mite bzw. dar mite 1.3.3 vereinzelt mit dar bî und Dat.d.P. 1.3.4 vereinzelt mit in und Dat.d.P. 1.4 ohne Obj. (selten und i.d.R. mit Dat.d.P.) 2 intr. mit Dat.d.P. 3 refl. 4 subst. 5 unklar (Glr.z.St.: ‘zur Genüge geben’ ; weiterhin einziger
bekannter Beleg im Mhd., der ggf. tr. ist; BMZ vermutet, er stehe statt
der , dann zu 1 ; Lexer verweist dagegen auf ahd. thaʒ
minna sie ginuage joh karitas gifuage [Otfrids Evangelienbuch, 5:12, 68],
dessen vereinzelte Konstr. mit dem Akk. sich aber auch aus der Koordination mit
gifuage erklären läßt)
1
unpersönl. (i.d.R. ohne formales Subjekt; vgl. aber 1.3.1) mit
Akk.d.P., seltener Dat.d.P.
1.1
mit Gen.d.S. (i.d.R. mit Akk.d.P.):
daz mich der tugent genüeget, / die mîn ouge an dem kinde
siht Eracl
2264;
er lac mit sölhen fuogen, / des nu niht wil genuogen /
mangiu wîp, der in sô tuot Parz
201,22;
moht ich mich den genozen, des muͤste mich genuͤgen
JTit
6320,1;
und sol ouch er daz reht nemen und sol in des rehten
genügen StRAugsb
73,29;
Konr
24,7;
Dietr
6546;
Iw
4792;
Wh
11,20;
Loheng
3730;
SchlierbAT (LS)
2,47
1.2
mit Obj.-Satz:
die sîne schilde truogen, / diene kunde niht genuogen, /
swaz si der heiden valten Wh
406,4;
Er
4650;
JTit
6313,4;
dar umb sol mich genuͤgen, so er mir einen rucken
leip an mine hant git Seuse
468,2;
la dich geniegen, Paulus, / das dw hast dy hulde mein
HvBurg
2748;
RvEWchr
26174;
Ottok
55974.
–
dennoch genuͤgete mir armen nit, das ich dich
nút moͤhte volleloben mit dinem einebornen sune Mechth
7: 9,5;
Eckh
5:60,13;
vns genvget, ob wir niht grozzer vngedulticheit habn;
aber daz wir den minnen bieten vnd hæinlich sin, die vns leit tvͦnt,
des haben wir chein aht vnd mvͦt PrBerthKl
7,6
1.3
mit präp. Obj. oder Pron.-Adv. (vgl. u. ane und zuo in
5)
1.3.1
mit ane bzw. dar ane:
dem an gote aleine niht engenüeget Eckh
5: 18,3;
daz sî beide dâ zestunt / an ein ander genuocte
Iw
7353;
mich genügt wol / da mich an genugen sol
HvNstAp
14588;
BdN
147,15;
wan an nihte ensol sich der mensche lâzen genüegen,
swie guot ez schînet oder sî Eckh
5: 290,11.
5:281,13;
mit formalem Subjekt:
ez genüegt ain iegsleich gesläht der visch an
seiner wonung BdN
244,10.
–
ist dat men gut nemen wil. / daz iw genoget dar
ane Athis
Ac 43.
D 21
1.3.2
mit mite bzw. dar mite:
engnúget uch nit mit myner trúwe Lanc
275,11;
kleider, do in mit genuͤget
Tauler
198,13;
das wir uns mit also rechte cleinen dingen lossent
genuͤgen ebd.
122,7;
Eckh
5:205,6.
–
ime sal ouch genûgen mit der spîse, die man
pfliget zu gebene den leige brûderen StatDtOrd
88,23.
34,23;
dâ mite genüege dir alle zît Eckh
5: 248,1
1.3.3
vereinzelt mit dar bî und Dat.d.P.:
du [Hiob] redes daz dir
nicht vuget. / da by dir noch nicht genuget / und hast von rechter ytelkeit
/ gar alle vorchte hin geleit Hiob
5882
1.3.4
vereinzelt mit in und Dat.d.P.:
alsô wol genüeget mir in dem, daz mir got tæte
Eckh
5: 304,2
1.4
ohne Obj. (selten und i.d.R. mit Dat.d.P.):
daz nâmen die geste gar vor gût; / in gnûgte, gût was ir
gemach Kreuzf
677;
nieman engenuͤget, iederman gedencket wie er vil
gesament Tauler
127,12;
nein, sprach er, minem vatter genuͤgete also nit
Mechth
6: 24,7;
BdN
379,31;
Tauler
174,7;
welch man im nicht genügen lat, der muß oft swerer tragen
Mügeln
68,17;
StatDtOrd
98,16;
Seuse
482,18.
– mit Dat.d.P. (?):
waͤr im wol dar an gelung, / dennoch hiet
in [La.: im
] nicht genueget
Teichn
145,23
2
intr. mit Dat.d.P.:
sô si etswie lang in dem orden gestênt und in daz gemain
leben in dem orden niht genüegt BdN
257,28;
–
das si trinkchens so ser pflag / das ir ze trinkchen
nicht der tag / mocht genuegen HvBurg
5561
3
refl.:
daz ich strites mich genuge Rennew
32970;
daz sich einz des andern genuogete UvTürhTr
1198;
daz ir iuch mügent genüegen / heiles und langer wünne Flore(S)
3206
4
subst.:
und als si sich huͤtent vor hobt súnden, also huͤtent sú sich,
ôch niemer uͤbent in tugenden; won sú sich in ain leben gesetzt hant, daz ist
in ain gnuͤgen zuͦ dem hýmelrich PrGeorg
13,1;
wann wer got lieb hat vnd sich seins willen fleist, der hat im glauben ein
genüegen an den werchen, dy der herre Jhesus hie in der tzeit gewaricht hat
Eckh
2:617,6;
die dritte craft heiset begervnge, [...]; an der solt
dv̍ han ein vingerlin, das ist ein gnvͦgin, das dich sol aller
creaturen, die vnder got sint, begnvͦgen; aber gottes sol dich niemer
begnvͦgen ebd.
3:445,6
5
unklar (Glr.z.St.: ‘zur Genüge geben’; weiterhin einziger
bekannter Beleg im Mhd., der ggf. tr. ist; BMZ vermutet, er stehe statt
der, dann zu 1; Lexer verweist dagegen auf ahd. thaʒ
minna sie ginuage joh karitas gifuage [Otfrids Evangelienbuch, 5:12, 68],
dessen vereinzelte Konstr. mit dem Akk. sich aber auch aus der Koordination mit
gifuage erklären läßt):
got unser herre in sande / spise, er [
der
(?)] in genugete, / wand er ez also vugete, / daz ein ar vloch zu
in / und brachte in sulch ezzen hin, / des si gevreut wurden do PassIII
303,23
MWB 2 475,32; Bearbeiterin: Baumgarte |