gülle
swF.
1
‘schmutziges Wasser’
2
‘Lache, Pfütze, Tümpel’
1
‘schmutziges Wasser’
wan er viel in einen graben, / daz imz hor [La.
gulle
] durch die ringe dranc UvZLanz
2921;
die vf erde hant gelebt / [...] vnd die erde liebir
haten / [...] / danne die gotis minne / die
[...] mvn sich wol erfullin / alda der erde gullin
Martina
67,68
2
‘Lache, Pfütze, Tümpel’
ivch het der lebinde got / uon siner frovde gescheiden /
[...]. mit dem tievil verrigelt / in die helle
versigelt / die nieman kan erfullin / in der helle gullin Martina
172,40.
151,21;
die man sint schüllen [unersättlich im Essen und
Trinken] : wer kans erfüllen, / die fûlen güllen KLD:UvW
37:1,4
MWB 2 1011,46; Bearbeiterin: Herbers
güllic
Adj.
‘bitter (schmeckend oder riechend)’
man sol ouch dehein gulligez smaltz noch dehein schelmigez
[verdorbenes] smaltz smeltzen
[...] innerthalb der mower NüP
52;
sô daz harn ist vil wunderlîchen gyluch,
[...] sô muoz der mensch schiere sterben
Barth
130,34
MWB 2 1011,58; Bearbeiterin: Herbers
gült
stN.
1
‘Einkünfte erbringendes Gut’
2
‘Abgabe’
1
‘Einkünfte erbringendes Gut’
der ein chlain gult hat, / der wil visch und wilpraet ezzen
Teichn
352,48.
352,24;
[der Abt von Zwettl soll] seinem convent da von raichen,
als vil daz guͤlt tragen mach StiftStBernh
301
(a. 1350 kopial)
2
‘Abgabe’
zweinzig viertel gvltes rogken vn̄ haberen UrkCorp (WMU)
251,42;
aine march gv́ltes ebd.
530B,7
u.ö.
MWB 2 1012,1; Bearbeiterin: Herbers
gülte
stF.
auch gilte
UrkCorp (WMU)
3260,42.
1
‘Schulden’
2
‘Abgabe, Leistung, Zahlung’
2.1 allg. 2.2 als regelmäßige Abgabe ‘Zins, Steuer’
2.3
etw. in ~ und gewer antwürten
‘etw. in Abgabepflicht und Besitz überantworten’ (zu gewer s.
2 HRG 2,347-352) 3
‘Einnahmen, Einkünfte’
3.1 allg. 3.2 als regelmäßige Einkünfte ‘Zins, Rente’
4
‘Bezahlung’
5
‘Besitz’
6
‘Preis, Wert einer Sache’
1
‘Schulden’
das sibinde jar hiez er fúr war / das jar des
abblazzis / [...] so solte [...]
nieman sinir gúlte gern / an sinin genoz RvEWchr
15423;
nû hât mich angest unde leit, / kumber, nôt und arbeit /
durch grôze gülte [= zehen tûsent phunt
4869
] ergriffen RvEBarl
4921;
vnser gotzhvs [...] verkv́mbert was mit grozer
gv́lte UrkCorp (WMU)
1721,14.
1453A,16
u.ö.;
ich Herman [...] von noͤthen miner gulht han
verkaft min aigen, daz dorf ze Rinhtsnaiht UrkWürtt
10,196
(a. 1293);
UrkEnns
5,15
(a. 1309);
UrkBasel
4:107,16
(a. 1338).
–
der einen burger [...]
beschadegut hat mit raube, mit brande, mit gulte [durch
Nichtbezahlen der Schulden] oder mit swelhen sachen er in
geschadeget hat StRAugsb
10,7.
– mit best. Verben:
Frô Welt, ir sult dem wirte sagen, / daz ich im gar vergolden habe, / min
grœste gülte ist abe geslagen [abgetragen]
Walth
100,26;
er pfligtt auch an sölicher zeit die tzinns zerinngern und
mit den kaufleüten tädingenn und in ain tail irr gültt abelon
[
abelâʒen
]
HvHürnh
12,2;
–
umbe ~ geleite geben, klagen u.ä. :
ez suͤllen auch die rihter umbe guͤlte niht gelaite geben
kainem selbscholn noch kainem puͤrgen an dez clagers wort NüP
124;
unde klaget ein man umbe gülte, dem sol man für gebieten,
alse hie vor gesprochen ist SpdtL
184,13.
167,16
u.ö.;
SchwSp
53a;
vnde ist daz man phendet vmbe gv́lte. daz sol man behalten ahte
tage. vnverkovfet. vnde vnversetzet ebd.
53a;
WüP
12,3;
StRMünch
279,2;
UrkCorp (WMU)
2596,43;
–
in/von ~ komen, in ~ vallen:
der konvent waz komen in gross gúlte
Seuse
145,16;
wan ich von min duͤrften in guͤlti geuallen bin, so hat min
herre der hertzog [...] mir gelihen viertzich march
silbers UrkCorp (WMU)
3509,40;
swaz guotes wurd von in gesamt / unde swie si des
wielten, / daz si daz flîziclich behielten, / ob er von gulte möhte komen
Ottok
11737
2
‘Abgabe, Leistung, Zahlung’
2.1
allg.:
sô muoz ich arbeiten, daz ich mînem herren sîn gülte gebe PrBerth
2:257,14;
der herczog Esau von Kambenic het so viel gulte dar
gegeben das ein groß convent da was Lanc
348,22;
die phleger und maister svlen ainen brvder schafer
[Aufseher] machen, der alle ir gvlte inneme an
beraitem gvte SpitEich
12,2;
UrkCorp (WMU)
53,13.
–
ze ~ geben:
daz man von dem lehen sol geben ze gulte zwelf mezzen roggen
vn̄ vier mezzen habern UrkCorp (WMU)
899,41.
722,17.
799AB,31.
–
‘Ersatz’
wand uns unsir herre der bisscof dez hat erbetten, daz wir dez selben
silbers ime und sinen erben [...] schuldic sin ze
rechter gulte UrkBasel
2:52,23
(a. 1272)
2.2
als regelmäßige Abgabe ‘Zins, Steuer’
und also schaffe ich und wil, daz miniu kinde und min erben
[...] den duͤrftigen in dem spital hie ze
Auspurch alliu jar ewiclichen geben suͤlen den zins und die guͤlt
UrkAugsb
1,331
(a. 1338);
amptluͦte [...], / die zölle und ander
gülte nement in Ammenh
16723
2.3
etw. in ~ und gewer antwürten
‘etw. in Abgabepflicht und Besitz überantworten’ (zu gewer s.
2HRG 2,347-352):
vn̄ allez mein recht [...] han ich
vn̄ alle mein erben den vorgenāten vrowen von Minnbach
[...] in gvlt vn̄ gewer geantwort vn̄
gegeben UrkCorp (WMU)
N480,31.
N496,23
3
‘Einnahmen, Einkünfte’
3.1
allg.:
swaz wir haben in dem selben dorfe an cinse, an gvͤlte, an lehen
UrkCorp (WMU)
1509,28;
wir [...] sullen in zu rechtem pfande setzen alle
unser und des reichs zins und guͤlde UrkFriedb
164
(a. 1348);
unz er [Riwalin] zesamene gelas
/ gülte unde guotes die craft, / daz er sîne ritterschaft / sô starke gemêrte, /
[...] daz er vil sînes willen tete
Tr
355;
wande er hæte gülte gnuoc / und was an êren offenbâr
KvWHvK
392;
ich lúte han, búrge und lant, / urborn,
gúlte, lehen vil RvEWh
3011;
da von werdennt die gült und chünigklichen zinns gemeret
HvHürnh
12,4;
Elis
79;
KLD:Kzl
16: 18,2.
–
tausent marck / gütter gulte alle jar
HvNstAp
20389;
die zal der guͤlt sag ich auch: / der ist
drizzec tusent guldin WhvÖst
6212;
er ir liez / kûme hundert marc gult
Ottok
6552.
33611.
–
~ kêren an etw.:
die gúlte soͤlint wir gar / an golt
und silber keren [in Gold und Silber anlegen]
RvEWh
2658
3.2
als regelmäßige Einkünfte ‘Zins, Rente’
daz den vorgenanten Johansen den Langenmantel, frawen Katrinen siner
wirtin und iren erben alliu jar werden sol ze rehtem zins und ze rehter
guͤlt driu pfunt guter und gaͤber Auspurger pfenning geltes von
dem drittail dez badhuses UrkAugsb
1,337
(a. 1338);
diess ist die gült, die vss Glaruss dem gottshuss Seckhingen jerlichen ist
UrkGlar
92
(a. 1302).
–
ewige
~ :
Heinrich der Tülbeck [...] vnd Willwirch
[...] verkaufen dem kloster Ündesdorf ewiger
und jaeriger güllt ayn phfunt müncher phfenning goltz UrkIndersd
70
(a. 1337)
4
‘Bezahlung’
do si [...] ir korn entladin
begunden, / [...] si inir secken fundin / die gúlte
RvEWchr
7710.
– bildl.:
er [Daniel] begunde im [seinem
Kampfgegner] solich slege geben / die wol des tôdes knehte /
mohten sîn mit rehte, / [...] ouch galt er im die
arbeit / mit sô rîcher gülte / daz er in niht enschülte [nichts
mehr schuldig wäre]
StrDan
4059
5
‘Besitz’
ouch gebot er sinen
schafphæren [Verwaltern] / swa sine gulte wæren / daz
sie dar uͦz machent driv teil Albert
1303;
ich verpewt in [den Juden] gult und gelt
Hawich
2023;
des graven gvlt von Dornberc UrbBayÄ
1587;
ir gulde was zu mazen breit, / di die bischove heten
Pass I/II (HSW)
20330
6
‘Preis, Wert einer Sache’
Amon [...] brahte riliche / vil
presente riche / von silbir und von golde, / [...] und
manig túre goltvaz, / daz man gein hohir gúlte maz
RvEWchr
29926;
in grozer andacht si enphienc / von meister Cunrade /
[...] ein hertes unde ein smehes cleit, /
[...] an gulde snode [schlecht,
gering] gar Elis
6806
MWB 2 1012,9; Bearbeiterin: Herbers
gülte
swM.
1
‘Schuldner’
2
‘Gläubiger’
1
‘Schuldner’
jâ sich, ich lie die vrowen mîn / wol für mîne habe sîn / mîn gülte
RvEGer
2843.
2193;
vmb daz guͦt, [...] dar vmb dv́
vorgenanten vnser getriwen lieben [...] von Villingen mit
vns gvͤlt vnd fúr v́ns burgen sint UrkFürstenb
2,100
(a. 1326);
dc Jacob [...] willichelich vn̄
vnbetwungechlich min gv́lte ist worden vmb vúnf phvnd phennige
UrkCorp (WMU)
2626,9
u.ö.;
StBZürich
14
(a. 1318);
StRBamb
74
(a. 1306)
2
‘Gläubiger’
sterbent abir die búrgen, ê daz dem gúlten werde vergoltin, so
sol er es wider han vffin den schuldiner vn̄ sîn erben UrkCorp (WMU)
248AB,27;
vnz die sehshundert mark minen rehten gúlten gar verrihtet werdent
ebd.
275,14
u.ö.
MWB 2 1013,62; Bearbeiterin: Herbers
gülteguot
stN.
‘als gülte entrichtetes Gut, Abgabe’
daz Hug [...] deme probeste vnde deme capitel sol geben
vnde entwirten [...] zwei vnde hundert vierteil cornes
[...] zwizent den zwein messen, alze man gulteguͦt
geben sol UrkCorp (WMU)
N106,27
MWB 2 1014,12; Bearbeiterin: Herbers
gültehaft
Adj.
‘eine Abgabe schuldig, zahlungspflichtig; verschuldet’
swer das [Schiedsspruch] iemer gebrehe
[...], der sol schv́ldeg vn̄ gv́lthaft
sin einer marke silbers UrkCorp (WMU)
2583,37;
swa oͮch eîn man oder sin wib stirbet vn̄ daz andir lebot, swes das
gûlthaft wirt dar nah, [...] daz sun
[sollen] dv̂ kint geltin ebd.
248B,13
u.ö.;
ir [...] verkoufet dâ heime daz iuwer kinder und iuwer
hûsfrouwen etelîchez iemer mêr deste armer müezent sîn oder dû selber iemer mêr nôthaft
unde gultehaft PrBerth
1:459,37
MWB 2 1014,17; Bearbeiterin: Herbers
gültehaftic
Adj.
‘ersatzpflichtig’
es mæcht ein chnecht seinem herren oder seiner frawen wol gulthæftich werden um
alles daz guot, daz er in vergamlôst [beschädigt] mit
unbesicht RbRupr
282
MWB 2 1014,28; Bearbeiterin: Herbers
gültekorn
stN.
‘Getreideabgabe’
an die selbe messe sant Michahels oͮch dise vorgeschriben guͤtere
gewidemet und gemaht sint alle iare umbe ahte vierteil rockengeldes, gv́ltekorn,
die sie geben sullent iergelich UrkRhein
427
(a. 1346)
MWB 2 1014,33; Bearbeiterin: Herbers
gültezins
stM.
‘Zinsabgabe’
auch wolt ain mensch chauffen äcker, wisen, hawser oder gült zins
an ainem güt auf ain genannte zeit RechtssB
V39,256
MWB 2 1014,38; Bearbeiterin: Herbers
gültic
Adj.
‘wert, Ertrag bringend’
eîn zehent, der ist als gvltich, als div fvnfzich zehent hevser da ze Drvm
UrkCorp (WMU)
N446,26;
daz die erwaern geistleichen vrowen [...] chlagten
vns iren gepresten vmb ir zwo pastuben, [...] vnd wurden ze
rat mit sampt vns, daz sie die ainen fuder liezzen gen
[aufgeben] , so wurd dev ander dester gvldiger
UrkKlostern
1,210
(a. 1324)
MWB 2 1014,41; Bearbeiterin: Herbers
gum
M.
‘Großmaul’ (vgl. FrlWB s.v.):
gum, giemolf, narre, tore, geswig der toten kunst! Frl
5:116G,1
MWB 2 1014,49; Bearbeiterin: Herbers
gume
swM.
→
gome
MWB 2 1014,51;
gummi, gumîn
MN.
aus mlat. gum(m)i.
Harz aus dem Saft von verschiedenen Bäumen
– als Kostbarkeit:
stuchten [La. stacten
‘Myrrhenharz’
] , das gumin und resin [lat.
resina
‘Harz’
] / sol iuwir kleinoͤde sin
RvEWchr
7644.
– als Räuchermittel:
daz sint al edele gumme, / die vor gote wol riechen
HeslApk
12796.
– in Rezepten:
ein puluer uon agatia vnde uon gummi SalArz
64,40;
siede daz in harn vnd alaun misch dar vnder vnde gumi ein tail
BairFärb
8,2
u.ö.;
–
~
von Arabia ( →
gummi arabicum
):
der sal darzu mischen mastic vnde bdellium vnde gummi uon
Arabia SalArz
91,48
u.ö.
MWB 2 1014,52; Bearbeiterin: Herbers
gummi arabicum
Subst.
Saft einer afrikanischen Akazie:
gip im kuten saf vnde gummi arabicum mit geiz milch
SalArz
51,18
u.ö.;
gummi arabicum haizt ain arabischer
zaher [Pflanzensaft]
BdN
369,6
u.ö.
MWB 2 1015,1; Bearbeiterin: Herbers
gumpe
swM.
‘Wasserloch, Teich’
dise vorgenanten wege [...]: zuͦ der fluͦhe
[Felswand] , [...] zuͦ dem
gumppen UrkAargau
1,6:17,8
(a. 1347)
MWB 2 1015,6; Bearbeiterin: Herbers
gümpel
stM.
→
gimpel
MWB 2 1015,9;
gumpelen
swV.
‘hüpfen, tänzeln’
nu kumen schelten, trullen, triegen, / effen, gumpelen und liegen / mit parat als
ein gumpelman, / der niewan laicherie [Täuschung] kan
Jüngl
998
MWB 2 1015,10; Bearbeiterin: Herbers
gumpelman
stM.
Pl. -liute.
‘Spielmann’ (zum Repertoire der Spielleute als Sänger, Musikanten, Akrobaten und
Spaßmachern sowie ihrer Rechtlosigkeit als fahrendes Volk s. Bumke, Höf. Kultur, S.
692-700):
ein gernder man der triuget, / der ander kan wol zavelspil, / der
tritte hoveliuget, / der vierde ist gar ein gumpelman KLD:Kzl
2: 8,9;
[wenn man den Knecht] schimpfe ein gumpelman; / da verleuset
er sine wirde van Jüngl
643.
142.
999;
daz sint die gumpelliute, gîger unde tambûrer PrBerth
1:155,18.
1:25,5;
TvKulm
4501.
4602
MWB 2 1015,14; Bearbeiterin: Herbers
gumpelmære
stN.
‘lustige Erzählung’
gesell, [...] kum mit den mæren für daz rîch, / er
[König]
[...] heizet dich hin für
gên, / wan dîniu gumpelmære / sint sô ahtbære Helbl
8,758
MWB 2 1015,25; Bearbeiterin: Herbers
gumpelmiete
stF.
‘Lohn eines Spielmanns’
welch herre ein sulch gesinde [ohne höfisches
Benehmen] hiet, / der solde im geben gumpelmiet Jüngl
858
MWB 2 1015,29; Bearbeiterin: Herbers
gumpelspil
stN.
auch gompel-.
1
‘Vortrag von Spielleuten’
2 übertr., in Bezug auf Täuschung
1
‘Vortrag von Spielleuten’
wer von got nicht hoͤren wil / und hoͤrt lieber
gumpel spil. / da suͤllen wiͤr erchennen pey / daz er gotez vreunt
nicht sey Teichn
38,18;
manigvalt guppel spil [l.
gumpel
] , / der man ze hof dik pfligt
SHort
2838
2
übertr., in Bezug auf Täuschung:
ich hân lîp unde sêle [...] / gewâget tûsent stunt
durch dich [die Welt] , / nû bin ich alt und hâst mit mir
dîn gumpelspil Walth
67,14;
das sy [die Griechen] ze kampffe
nieman / also fräffenlichen mochten han / er wurde der Troyer gumpel spill
GTroj
17305;
eynes gompelspils sie [die Minne] hie began
Segremors
8,119;
mir leben unde sin verwirret / unstæte gumpelspil KLD:WvBreis
3:7,4
MWB 2 1015,33; Bearbeiterin: Herbers
gumpelvolc
stN.
‘Spielleute’
dû solt ir guot niht andern wîben geben noch verspiln noch vertrinken noch
verschallen mit turneien, noch gumpelvolke niht geben, die dâ sint des tiuvels blâsbelge
PrBerth
1:319,18
MWB 2 1015,48; Bearbeiterin: Herbers
gumpelvuore
stF.
‘ausgelassenes Treiben’, bezogen auf Tanz und Gesang einer Spielfrau:
ir gumphel fuͦr si began, /
teren [
dæren
‘übermütig sein’
] , singen aber alse / mit wilden sprúngen
sam ain re SHort
3100
MWB 2 1015,53; Bearbeiterin: Herbers
gumpenîe
stF.
1
‘närrisches Getue’
2
‘Spiel, Spott’
1
‘närrisches Getue’
also múte sie der gauch in seiner gumppenay Neidh (S)
1,193 c108:5,10
2
‘Spiel, Spott’
sye erkanten an ym snelle, / daz er der diernen gumppeney waz
SchwMüller
200
MWB 2 1015,58; Bearbeiter: Tao |