geschoc
stN.
‘Schock, Menge von 60’
funftzehenhundert geschok grozzer beheimischer pfennig UrkHohenz
3,72
(a. 1341);
so gesamnet si licht dar in / der regel pfening ain geschoch Barfüsser
69.
– auch allg. ‘größere Menge, Haufen’
dez volkis ane zellen / wart do zvo der hellen / gesendet menic geschoch / in
daz verfluochte loch Martina
172,9
u.ö.
MWB 2 545,20; Bearbeiter: Diehl
geschol
swM.
1
‘jmd., der einem anderen Genugtuung schuldet; Schuldiger’
2
‘Gläubiger’
3
‘Gewährsmann, Bürge’
1
‘jmd., der einem anderen Genugtuung schuldet; Schuldiger’
der sinem gescholn niht vergibit, / wie unsæliche er gedigit!
Vateruns
165;
wie getar er sich verpergen, / mîn unt mînes trehtînes gischol,
/ in dehäinem irdischem hol Priesterl
51.
– bezogen auf Straftaten ‘Beschuldigter’
vindet aber en man sinen rehten gescholn der in berobet
hat StRAugsb
73,6.
10,10;
ob ein ersam purger [...] einen totslach
[...] tæt, [...] der
rihtær sol im vuͦr gebieten, als reht sei, vnd sol der geschol antwurten
nach rehte UrkCorp (WMU)
2918,14.
1914,12;
HvNstAp
20226.
– bezogen auf eine Geldschuld ‘Schuldner’
er ist eins geltes min geshol / daz er mir niht vergelten
mag Rennew
14786.
29159;
UrkCorp (WMU)
2087,16
2
‘Gläubiger’
jz schol [...] dehain richter nicht gelaitz geben umb
gult [...], won mit der bvͦrger urlaub oder mit des
gescholen urlaub StRBurgh
185
3
‘Gewährsmann, Bürge’
daz ich e was getaufet, / e daz ich wuͤrde verkaufet;
/ des han ich hie minen gesholn Rennew
18091;
man sol in [den Schutz
Begehrenden] uz der friung geben, / ob sin gescholn koment hin
[l. in (?)] an Teichn
576,77
MWB 2 545,28; Bearbeiter: Diehl
gescholære
stM.
‘Schuldner’
swer [es schwöre] der gescholer zen hailigen
DRW
4,453
(Schwsp. Var./WSB. 79; 14. Jh.)
MWB 2 545,51; Bearbeiter: Diehl
geschœne
Adj.
‘schön’
diu lit vil verdorben gar, / der geschoͤneste lip den
ie gebar / dehain wip RvEWh
12826
MWB 2 545,54; Bearbeiter: Diehl
geschopfet
Adj.
‘mit einem Schopf, Schweif versehen’
der geschopft stern haizet ze latein cometa
BdN
75,3.
75,18
u.ö.
MWB 2 545,57; Bearbeiter: Diehl
geschote
Subst.
Bed. unklar, Käsemaß oder -menge? (vgl. SchwäbWb 3,493):
in Lindurne 28 caseos, geschote est unus. feodum Liebun 6 caseos, et caseus
valet 1 geschote [...] Lase curia 15 libras Veronensium 12
geschoͤte caseorum UrkWürtt
4,XXIV
(13. Jh.)
MWB 2 545,60; Bearbeiter: Diehl
geschôte
N.
‘Hoden’
aniz mit bonenmel unde mit heizem honege getempert hilfet den
man, ob im sin geschote zoswollen ist, ob manz druf leigt Macer
80,6.
27,7
MWB 2 546,1; Bearbeiter: Diehl
geschouwede
stF.
‘Anblick’
do er also bluͦtende da stuͦnd und sich selber
an sach, daz waz der jemerlichest anblik, daz er in dik gelichte in etlicher wise
der geschoͤwde, als do man den geminten Cristus freischlich geislete
Seuse
43,24
MWB 2 546,5; Bearbeiter: Diehl
1geschoʒ
stN.
‘Abgabe, Steuer, Schoss’
ut a nobis cum eis in civitate residentibus teloneum nec exactio que gescoz
dicitur nullatenus exigatur UrkMühlh
47
(a. 1256);
swenne di stat ein geschoz muz haben, das sullen di burger setzen under
einander, wenne si sin an irme heimelichen rate, also alse der stat not ist
StRFreiberg
52,18.
54,4;
WüP
45,3;
mit [...] hoͤfen vorwerken velden holtzern
[...] vyschweiden guͦlten zinsen zehenden beten
stuͦren geschozzen banwin diensten [...] und allen
andern nuͦtzen gevellen und rechten, die wir biz her gehabt haben
UrkHohenl
2:574,29
(a. 1345)
u.ö.;
er irdahte varen zu den / landen, die hiezen Persyden, / und der lande geschoz
nemen [
accipere tributa regionum Mcc 3,31]
Macc
2177;
und mit nichte sullin sy daz volk beswerin mit unphlichtigim
geschozze adir bete Cranc
Uzl 262,15;
du bist kumen in myn riech, / gilt mir als di andern glich / myn geschoz und
mynen czins TvKulm
3607
MWB 2 546,10; Bearbeiter: Diehl
2geschoʒ
stN.
‘Etage, Geschoss’
tecmen de schindil super unum geschoz UrkBresl
255
(vor 1346)
MWB 2 546,30; Bearbeiter: Diehl
1geschôʒ
stN.
‘Kleidungsstücke’
sus brâhten sie daz eselnôz, / dem die jungern ir geschôz, / ein deil der
kleider leiden ûf Erlös
4610
MWB 2 546,32; Bearbeiter: Diehl
2geschôʒ
stN.
auch geschoʒ.
‘Geschoß, geschossene oder geworfene Waffe’
spiculum: spiez vel scoz, giscoz SummHeinr
2:471,246.1;
iaculum: geschoz Gl
3:638,41
(BStK926);
telum: gescoz Gl
3:359,42
(BStK927);
manec mîn meister sprichet sô, / daz Amor unt Cupîdô / unt
der zweier muoter Vênus / den liuten minne gebn alsus, / mit geschôze und mit fiure
Parz
532,5;
si liezen gêre vliegen / mit anderem ir geschôze
Wh
431,9;
guot geschoz, steine vil Wig
10746;
der slug, der schoz, yener warf. / ir geschoz waz also
scharf, / daz ez die edeln gestul verbrant Minneb
3636;
zwelf kocher, [...] / gehertet von
guotem stâl, / pfîl in ieslîchem kocherlîn, / tûsent geschôz stælîn
EnikFb
2966;
alsô snell als ain geschoz, daz von ainem armprust vert oder
auz ainer schozpüchsen BdN
274,3;
bindestû die wurze anderhalp gegen der wunden, sô vert daz
geschôz ûz Barth
142,35;
Albrant
3,22.
– selten ‘Bogen’
geschoz mit buckelen [
arcum et scutum
Ier 50,41
] sie / begrifent in ir hende hie PrHess
60,101.
– bildl.:
der nît was ûf dich [Joseph] grôz,
dich gie ane manig gescôz Gen
2941.
– übertr. für ‘Versuchung’
behalte vns in dem zîte viendes von gescozze vngetriwes [interl.
zu conserva nos in tempore hostis a telo perfidi
]
PsM
H 31,6;
swelch man sich des voreinet / daz er dorch got liden wil ─ /
iz sie wenic odir vil ─ / daz im zu lidene geschicht, / deme schaden die geschoz
nicht, / wen her sie dolt von vrier kor HeslApk
226.
– phras. (vgl. TPMA 4,409f.):
wen geschoz die man vor besiet, / schaden minner an der
geschicht / dan jene die man besiet nicht HeslApk
13696
(ähnl.
217ff.
);
wan diu geschôz, gên den man sich vor gewarnet hât, diu tuont minner schaden
DvASchr
316,7
MWB 2 546,35; Bearbeiter: Diehl
geschrâ
stF.
→
geschræje
MWB 2 547,6;
geschragen
swV.
‘einen schragen (Tisch) aufschlagen’ hier übertr.
‘einen Platz bereiten’
ich wil mînen kumber ouch minnen klagen, / wan diu mir kunde daz herze alsô
versêren, / diu mac mich wol ze vröiden hûs geladen [La. huse
geschragen
]
MF:Fenis
3:2,7
MWB 2 547,7; Bearbeiter: Diehl
geschræje (?)
stF.
‘Unwetter’ (textkrit. problematisch: zu
schræjen
oder geschrâ anzusetzen, vgl.
Anm.z.St. und Felder, Krone, S. 441):
eyn geschrey kam nach dem hagel, / die Gawein vil waszen zagel / erzeugte nach
vnd bot Krone
16020
MWB 2 547,13; Bearbeiter: Diehl
geschrât
stM.
→
geschrôt
MWB 2 547,18;
geschreie
stN.
auch stM. (z.B. MerswBrf 313), weitere Formen
geschreige, geschre, vgl.
geschrîe
.
1
‘Rufen, Geschrei’ (von Mensch und Tier) 2 in rechtl. Zusammenhängen (vgl. differenziert DRW 4,457f.) 2.1
‘Gerüfte, Hilferuf’ des Opfers oder von Zeugen einer Tat,
vgl.
geruofede
2.2
‘Vorladung’
2.3
‘Aufgebot, Aufruf zur Heerpflicht’
1
‘Rufen, Geschrei’ (von Mensch und Tier):
si wuofent unde weinent mit michelem gescreie
AvaJG
7,4;
KvHeimUrst
1601;
die frowe hup do so ho / ir geschreige vber al, / daz
erbibete der sal / vnde allez, daz dar inne was Herb
9775;
schal, geschreige, ruf, doz ebd.
10148.
13713;
Parz
789,13;
‘ach und och und ach owe!’ / dis bitterkait und
daz geschre, / nim war SHort
890;
groz geschre vnd ah owe Martina
45,6;
ein grosser geschrei in den kirchen MerswBrf
313.
–
man och nit me hoͤret / in dem wald der fogel
geschrey, / als sie dann hoͤren tuͦt der mey
MinneR66
7;
alsô macht der leo auch seineu welf lebentig mit geschrai
BdN
204,3;
der hunde geschrey MarcoPolo
38,25.
–
‘Unruhe, Tumult, Aufruhr’
swenne ein geschrei wirdet in der stat, swer dar gewæfint kumet, der sol
daz nût beziron UrkCorp (WMU)
248AB,14,29;
dô Pilâtus sach daz her nichtes nicht inschaffete, abir daz daz geschrei
wart grôzir, dô nam her wazzir und twuͤc sîne hende EvBeh
Mt 27,24
2
in rechtl. Zusammenhängen (vgl. differenziert DRW 4,457f.)
2.1
‘Gerüfte, Hilferuf’ des Opfers oder von Zeugen einer Tat,
vgl.
geruofede
:
‘her richter, muz he denne schrien?’ ‘ia.’ so sal
he schrien [...] ‘cetar [formal
notwendiger Anklageruf, vgl. zêter
] uber einen
Heinrich, der minen vrunt Cunrat gewunt unde gewatschart [die
Kleider zerrissen] hat.’ schriet he also
[insgesamt drei Mal] , so ist he rechte volkumen
an dem geschreie StRFreiberg
157,22;
Mühlh
96,3
u.ö.;
jst aber, daz ein geschrai an in [den
Brandstifter] wirt oder daz man sin anders inn wirt, wa er si,
so svͤln all di nachzogen, die daz geschrai hoͤrn
UrkCorp (WMU)
1800AB,8;
als pald sy das geschrey horen, daz der raub geschehen ist, sindt sy
pflichtig den raub weren oder vnterstoren vnd den rauber zw fenknus pringen
StatTrient
146;
UrkBresl
102
(a. 1324);
Frl
3:30,3
2.2
‘Vorladung’
cum gladio et clamore, quod geschrie dicitur [nach auswärts
vorladen]
RegErzbKöln
3(2),182
(a. 1289);
gibet den klegeren urlaub, dat sy [...] yrs
yrsten geschreyes begynnen WeistGr
2,212
(vor 1350 kopial)
2.3
‘Aufgebot, Aufruf zur Heerpflicht’
vnde die volge sol er och niht tvͦn wan zv einem geschreye durch
dez landes not UrkCorp (WMU)
2070,27.
1800AB,20;
swenn ein geschrai wirt in dem land ze Chernden, ist daz er dem geschrai
nachvolget mit seinem aufgeworfen vænlein UrkÖsterrErbl
161,39
(a. 1307);
vnd sint auch schuldig zu vnserm hornblase vnd zu vnserm degelichen
geschreye uss zuziehen mit vns vnd vnsern mannen WeistGr
2,3
(a. 1321)
MWB 2 547,19; Bearbeiter: Diehl
geschreigenôʒe
swMF.
‘Zeuge, Zeugin des Gerüftes’
mac iz dan die vrowi brengi selbi dirti mit urin
screignozin [La. geschreginozin
] , uz sie
wiep edir man, die uri truwi undi eri bihaldin han Mühlh
107,19
MWB 2 548,9; Bearbeiter: Diehl
geschrenke
stN.
1
‘eingegrenzter Raum’
2
‘Verschränkung, Überschneidung’ (von Zodiakus und Äquinoktialkreis, vgl. Gl.z.St.)
1
‘eingegrenzter Raum’
ir glichent dem wilden swine, / das da isset inn den welden
fine / die eichelen und hait keinen gedanck / wannen daz kommet odir von welchem
geschrancke [
de quel part
]
Pilgerf
1555
2
‘Verschränkung, Überschneidung’ (von Zodiakus und
Äquinoktialkreis, vgl. Gl.z.St.):
wie die zirkel haben ir geschrenke Mügeln
287,9
MWB 2 548,14; Bearbeiter: Diehl
geschrîe
stN.
‘Rufen, Geschrei’ (vgl.
geschreie
):
da bleip Euripilus tot, / der kvnic von Orkanie. / do hup
sich geschrie / vf der zinnen Herb
10240;
dô ir der hirte niht enhalf, / dô rief si mit geschrîje manegen lûten galf
Wartb(S)
126,2
MWB 2 548,22; Bearbeiter: Diehl
geschrift
stF.
1
‘Geschriebenes’
2
‘Schreiben’
3 in rechtl. Zusammenhängen 3.1
‘schriftl. Fixierung’
3.2
‘Schriftstück, Urkunde’
4
‘Buch, Schrift’ , auch als Koll. ‘Gesamtheit von
Schriften, Werk’
1
‘Geschriebenes’
die wort sind der leibe, die geschrift der rede ist ain
gewant HvHürnh
70,1;
die geschrift doͤtet und der geist machet
lebende [
littera enim occidit II Cor
3,6]
Tauler
395,5;
ich bin gar künst rîch. / daz sehet ir wol an mîner hant, /
[...] / an mîner geschrift man daz siht
EnikWchr
22446;
ist nieman alsô wîs, / der dise geschrift gelesen kan? ebd.
13839;
Sabinianus las eines moles den fers: ‘asperies me domine’ etc.,
vnd begerte von herzen zuͦ wissende was dirre fers bezeichente in sime sinne.
do von ging er in sin kemerlin vnd lag do betrubet vnd meinde do zuͦ
ersterbende, es wer denne das er den sin dirre geschrift fúrstunde ElsLA
562,11.
–
‘Inschrift’
do hette Pylatus gescriben die úber scrift siner sache und sazzete si úber
das cruze. disiu gescrift was also: hie ist Ihesus von Nazaret, ein kunig der
iuden EvPass
244,4;
EnikWchr
17731.
– bildl. ‘Beweis’
das ist die geschrift und der prieff / der zaglichen
missetat / di dein leyb pegangen hatt HvNstAp
12143
2
‘Schreiben’
wann solt ichz alle schriben / ich muͤst daz zit vertriben / mit
geschrift vntz an den jungsten tag KonstBrf
80,133
3
in rechtl. Zusammenhängen
3.1
‘schriftl. Fixierung’
und ist daz ein man sînem vriunde guot wil schaffen nâch
sînem tôde, wil er ez im sicher machen, er sol im mit geschrift geben, alse hie
vor umbe lîpgedinge geredet ist SpdtL
98,17;
er [Trajan] was ein guoter rihtære; er rihte nur
nach der geschrift [aufgezeichnetem Recht]
PKchr
133,22;
tuͦt auch Gebhart von Velwen niht, des er mir
[...] gelobt hat, als vor mit teidingen vnd mit
geschrift herchomen ist UrkCorp (WMU)
1024,7;
div geziugenusse der gescrift oder der briefe ist lobelich vnde nuze, wan
si verkumet kvnftigen criech ebd.
1320,33;
waz er sundet manig zeit, / das hat der teuffel als
geschriben. / [...] / dew rew ez allez von im streicht,
/ dez teuffels recht und geschrift Teichn
279,173
3.2
‘Schriftstück, Urkunde’
allen den, die sehent vnde horent dise gegenwertige geschrift
UrkCorp (WMU)
405,44;
jch [...] vergihe an dirre geschrift vnde
tuͦn chunt allen christen leuten ebd.
3327,17;
als wir’t wale mogen offenbaren / mit hantveste ind myt geschrichte
HagenChr(G)
2872
4
‘Buch, Schrift’, auch als Koll. ‘Gesamtheit von
Schriften, Werk’
an dem buͦche vindet man zuare / manic toͮgene
dinc, / die an den buͦchen verborgen sint, / der vnderwiset diz
buͦchelin. / von der gescrifth gewinnen wir den geistlichen sin
Lucid
1,8;
das er het ettlich erkantnüß der geschrift der weisen maister
HvHürnh
2,2;
dar umbe sprichet gar wol ein geschrift, ein glôse
Eckh
5: 43,5;
in der geschrift, diu scolastica historia haizt
BdN
307,21;
historien [...], daz sint die
geschrift von den geschihten in den landen und in den zeiten ebd.
358,27;
an dem puoch ze latein hât ain maister gearbaitt fünfzehen
jâr, als vil und er sein gemacht hât, und hât ez gesament auz der geschrift der
hôhen maister, die haizent Aristotiles, Plinius, Solînus,
[...]
ebd.
494,6;
ich sey ein lay an [l.
âne
] all geschrift
[Lesekenntnisse]
Teichn
442,205.
–
der varb (daz ist ir tugent und ir hailichait) moht noch
nie kain maister volpilden mit geschrift und mit getiht BdN
246,5.
– bes. die Bibel und einzelne ihrer Bücher, Teile (z.T. in der Verbindung
mit heilec):
daz sínt dîe lûteron únte dîe scône sínne. déro hêiligon
gescrífte Will
59,19;
ÄPhys
1,3;
Eckh
5:109,6;
die arch bezaichnot fürbass me / die buͦch der gschrift der alten e
KvHelmsd
812;
die hailigen lêr der götleichen geschrift
BdN
211,24;
dâ von spricht diu geschrift in dem puoch von den
zwelfpoten ebd.
70,4;
sant Augustînus sprichet, daz der allerbeste die geschrift
vernimet, der blôz alles geistes suochet sin und wârheit der geschrift in ir
selben Eckh
5: 42,21
MWB 2 548,27; Bearbeiter: Diehl
geschriftlasterære
stM.
‘Verächter biblischer Lehren’
nu sach ich ainen priester, der genuog het und liez seinen
vater von haus ze haus peteln gên. owê, wie klain het der ainem frömden sein
almuosen geben [...]. pfui dich, dû geschriftlastrær, wâ
tuost dû dein verstantnüss hin? BdN
203,12
MWB 2 549,38; Bearbeiter: Diehl
geschriftmeister
stM.
‘Schriftgelehrter’
scriba: geschriftmeister EvAlem
65(Lc 22,2)
MWB 2 549,44; Bearbeiter: Diehl
geschrigele
stN.
‘Schranken, von Schranken umgrenzter Bereich’
des reit her [der Teufel] ufme
roten / pferde von gotes ingesigele / zu der helle geschrigele
HeslApk
10906
MWB 2 549,46; Bearbeiter: Diehl
geschrihte
stN.
‘Geschrei’ (nd., vgl. Schiller/Lübben 2,77):
man hôrte beiderhalb geschricht LivlChr
1106
MWB 2 549,50; Bearbeiter: Diehl |