g – gâchlîchen gâchmuot – gagen gagen – galander galanderisch – 1galle 2galle – galter galtnüsse – gamerot gamîe – gancheil ganclîche – ganteren ganz – gärmic garn – gartenhuon gartenhûs – 3garwe garwwurz – gastmeisterin gastnusse – gaʒʒenspringer ge- – gebæric gëbærin – gëbendic gebenedîunge – gebietære gebietærin – gebiurischlich gebiurlich – geböume gebôʒ – gebrëst, gebrëste, gebrësten gebrëstelîn – gebrûchic gebrûchlich – gebunt gebunt – geburst geburt – gedâht gedâht – gedense gederbe – gedinge gedinge – gedrange gedrâte – gedünste gedurchtriben – gegate gegatrom – gegenkouf gegenlëder – gegensetzunge gegensidele – gegenwertes gegenwertic – gegihte gegiric – gehaʒʒic gêhe – gehëlfe gehëlfelîche – gehilfe gehilfic – gehœric gehœrlich – gehügenisse gehugesam – geifer geifervrâʒ – geiselrieme geiselruote – geisticlich geistîn – geiʒhorn geiʒhût – gejeitschuoch gejeitvogele – gekünne gël – gelegede gelegelich – gelende 1gelende – gêlîche gelîcheit – gelîchmëʒʒunge gelîchnisgëbende – gelide gelidemâʒe – gêlingen gelîp – gëlm gëlmen – geloup geloup – gëlte gëltel – gelückede gelückederat – gelüstelîn gelustic – gemahel gemahelbettelîn – gemæʒicheit gemæʒiclich – 2gemeine 1gemeinen – gemeinsin gemeinunge – gemerrede gemêrsal – 2gemüete, gemuote gemüetic – gemutzet gemʒe – genâdenschüʒʒel genâdensol – genæmicheit genamʒôn – genemede genende – genëserinne genetzen – genieʒen genieʒlich (?) – genôʒen genôʒgeselle – gensîn gensischen – genuhtlîchen genuhtrîch – genuʒ genuʒt – gephrange gephünde – 1gerat 2gerat – gerëhen gerëht – gereisic gereitære – gerieme geriemen – gerihticlîche gerihtinsigel – geriune 1geriusche – gerouche geröufe – gerte gerte – gerûmiclich gerummel, gerumpel – gêrvalke gerwære – gesaten gesatznissede – gescheftbrief geschefte – geschepfnisse geschepfunge – geschiuwede geschoc – geschrihte geschrîp – gesëhen gesëhenheit – geselliclîcheit geselligen – gesihtic gesihticlich – gesite gesiten – geslihte geslinge – gesnæren gesnarren – gespenstnisse gesper (?) – gespræchelich gespræchetac – gespunst gespür – gestelle gestellet – gestifte gestille – gestrenglîche gestrenze – ge|stunge gestungede – gesuoch gesuochære – geswerme geswërte – gesworn gesworne – getelle getelôs – getougen getougen – getreigeret getrenke – getrüese (?) getrügede – getwædicheit getwædigen – gëtzen getzsal – gevalte gevanclich – gevëderen, gevëdern gevêhe – geverte|lehe gevertinne (?) – gevlester gevlitter – gevrier gevrist – gevülle gevuoc – gewahsenheit gewahst – gewaltroubunge gewaltsame – gewar gewar – gewe gewëbe – gewellen geweltigen – gewërben gewërbic – gewern gewërn – gewiere gewieret – gewinnen gewinnic – gewist gewiste – gewonunge geworden – gewzen (?) gezagel – gezëmelich gezemen – gezît gezîte – gezoc gezogen – gezwîen gezwîge – giefen giege – gifticheit gifticlich – giht gihtboum – gimbîʒen gimme – gippengappen gippentuoch – giric giricheit – gischen gîse – gîtigære gîtige – 1glan 2glan – glas(e)väʒʒelîn glas(e)vënster – gleimel gleimelîn – gleten glêtphenninc – glipfen glise – glocke glockehûs – glôriôs glôriôslich – gluothaven gluothert – goder goedertieren – golf gollen – goltgesmîde goltgesteine – goltreit goltrîch – golttropfe goltvar – gos (?) got – gotesarm gotesbeckære – gotesmordærinne gotesphenninc – gotgeformet gotgelâʒen – gotmeinunge gotmensche – gouch gouch – goukelære goukelbilde – goukelspil goukelsprütze – göumütte, -mutte göu|phâwe – grabe grabe – grâf- graft – gramerʒîe gramerʒîen – gransprunge gransprunge – gras(e)phenninc gras(e)spier – grâvenrëht grâveschaft – grebinc grebnisse – gremiclich grempære – griekech grien – griffel griffelære – grimmetât grimmic – grisegrammen grîseleht – griuslich griuwe – groppe gros – grôʒmüetic grôʒmuoticheit – grüenheit grüenlich – grunderëbe gründic – gruntübele gruntvestære – gruon- gruon- – grütschîn grutte – 1gücken 2gücken – güfticheit güfticlich – gûlen gülle – gumpenîe gunderam – guotdunken guotdunkende – guotswender guottât – gürtelgewant gürtellîn – gymnosophiste
|
gemahelschaft
stF.
1
‘Vermählung, Hochzeit’
1.1 allg. 1.2 in Verbindung mit Verben ( geschëhen , swërn ,
tuon , vollbringen ) 2 übertr., von der Vereinigung mit Gott
1
‘Vermählung, Hochzeit’
1.1
allg.:
swenn ain man ain hausfrawen genam daz er die gemahelt
sunderlich auff ainen tack und daz diu gemahelschafft vil kostut
StRAugsb
241,35.
257,28;
hie von fuͦr Joseph gen Bethlehem dennan er geboren waz, vnd wolte
do fúrsehen alle die ding die zuͦ der gemahelschaft notdúrftig worent
ElsLA
248,21;
Ihesus sprach zv in: nvmerdvmb
[
numquid
] mügen di sün der
gemahelschaft [
filii nuptiarum,
Hochzeitsgäste] gevasten so noch dann der gemahel mit in ist [
Mc 2,19
]
EvAug
80,21;
RvEBarl
5773
1.2
in Verbindung mit Verben (geschëhen, swërn,
tuon, vollbringen):
wâ sint nû die daz habent gesehen, / daz gemehelschaft sî
geschehen / und Jêsus ein êchint sî? KvHeimUrst
648.
466;
UrkEichst
2,39
(a. 1308);
mit vesten aiden stæte / wart diu gemahelschaft gesworn
WhvÖst
9055.
2198;
wir [...] verjehen [...]
daz wir [...] unser gunst und unsern willen geben haben
[...] zuͦ der eelicher gemahhelscheft, die
getan hat Hermann [...] mit frowen Liuggarden
UrkEichst
2,39
(a. 1308);
daz bette, dâ diu gemahelschaft inne vollebrâht
[vollzogen] wart DvAOff
38
2
übertr., von der Vereinigung mit Gott:
diu selb brutloft diu bezaichent diu gemæhelschaft des
hiligen Christes und der hiligen christenheit PrOberalt
32,36;
von dirre rainun gemahilschefte [der Seele mit
Gott] sprichit unsir herre PrGeorg(Sch)
25,381;
daz küniclîche vingerlîn daz ist diu stæte gemahelschaft der êwigen freuden,
die sie mit gote iemer mêr hânt PrBerth
1:379,33;
o sele min, [...] gedenk, daz du ze
einem urkúnd der lieplichen gemahelschaft sinen namen dinem hertzen
[...] haͮst in getruckt Seuse
538,6
u.ö.;
Gnaistli
799
MWB 2 406,25; Bearbeiterin: Herbers
gemahelschaz
stM.
‘Mitgift, Brautgabe’ (meist der Verlobungsring):
daz vingerlîn zôch er
[
Astrolâbîus
] ab der hant, / er gab im
[dem Teufel] sînen gemähelscaz Kchr
13127;
do hete in sinem gewalte / einen gemæhelschatze der
alte [Joseph] , / ein guldin vingerlin: / daz enpfie
sie [Maria] uon der hant sin Wernh
D 2108.
D 1986.
2064
(La.);
Georg
4567.
–
di sîn [Jesu] aigen wârn, sîn hantgetât, sîn
gemahelschatz, dine wolten in niht erchennen PrStPaul
132,11
MWB 2 406,60; Bearbeiterin: Herbers
gemahelvingerlîn
stN.
‘Verlobungsring’
Wîgamûr tet nâch gewonheit. / er gap der juncvrouwen gemeit / ein gemahelvingerlîn
Wigam(B)
4635.
4714;
si sprach zu irem liebe sus: / [...] di werlt ist mir gar
benumen, / und doch, wie ich bestetet sî / mit deinem gemahel vingerlî, / so sencket
mich doch in den grunt Syon
546;
[geistliche Menschen,] die bis her
sin [Gottes] ingesinde hiessen und sin gemahelvingerlin
truͦgen Seuse
407,9.
213,29
MWB 2 407,6; Bearbeiterin: Herbers
gemaht
stF. , gemehte
stN.
1
‘Macht, Kraft’ (?) 2 im Pl. oder Sg.: ‘Genitalien, Hoden, Schamgegend’
3
‘Eingeweide’
1
‘Macht, Kraft’ (?) :
hie tuͦnd uns ettlich lerer sagen / das die juden boschlich
gemuͦt / Pilato, dem richter, gabent guͦt / dar umb das sy úbers recht
/ Jhesum mit herter straich gemaͤcht / schluͦgent gar hart untz uff
den tod, / das doch das recht in nit gebot KvHelmsd
1558
2
im Pl. oder Sg.: ‘Genitalien, Hoden, Schamgegend’
daz siu [
vipera
] ímo
[Männchen] ábe bîzét sîne gimáht
[
virilia
]
ÄPhys
11,4;
deme die gemähte vast geswellent Barth
142,16;
Macer
25,6;
de steruet an deme dryttenden dage, ef her vele spekel in
deme munde hatte vnde eme daz gemechte we tede OvBaierl
72,43;
vnde salbe im da mite niderhalp des nabils biz uf daz
gemechte SalArz
58,11;
jst he [der Stein] in der blase,
so ist im we ober halp der gemechte vnde iuckit in di rore uorne vnde recket sich
ebd.
58,52;
also gat ain iude hin [...] und stichet ain swert
durch Zambri und durch Corbi ze den gemehten .i. circa genitalia, da si da
lâgen an ierem bette und die unkiusche begiengen PrSchw
2,132;
die [zwei Mönche] volgeten des heiligen ewangelium
lere mit vnbescheidenlicher vernvnft, vnd snitten in selber ir gemechet vs vmb das
himmelrich VitasPatr
279,13;
vindet man im [dem Knaben] vnder den beinen cleines
har an den gemehten, daz ist der dritte gezivg [Beweis für die
Mündigkeit]
SchwSp
186b;
ingwen: gemeht VocOpt
1.230.
– Genitalien, Hoden der Tiere als Heilmittel:
sine [des Bibers]
gemahte [
testiculi
] sint uil nutzi
zuͦ arzintuͦme JPhys
16,2;
nim eines eberes gemechte vnde mache im einen tranc
[...] vnde trinke daz, so wirt im baz
SalArz
34,52.
– auf das weibliche Geschlecht übertr.:
man sol ir ouch setzen uentose [=
vintûse ‘Schröpfkopf’] niderhalp
des nabels uber di gemechte SalArz
65,15
3
‘Eingeweide’
ruten saf mit alandis saffe getrunken, hilfet den, di
gebrochen sint [an einem Bruch leiden] unt das gemechte uz
geit Macer
20,10
MWB 2 407,15; Bearbeiter: Tao
gemâl
Adj.
1
‘gefärbt, bunt (verziert), gemustert’
1.1 allg. 1.2 näher bestimmt 1.2.1
sô
, sus
, wol
1.2.2 bezogen auf bestimmte Farben oder Schattierungen 2 häufig in Verbindung mit lieht (s.a.
1.2.2
) ‘hell, leuchtend, strahlend’ ; z. T.
auch als Kompositum aufzufassen (s.a. → liehtgevar ), die Bedeutung von
gemâl (s.
1
) ist hier stark verblasst 2.1 bezogen auf Geschmücktes, Verziertes 2.2 bezogen auf glänzende Rüstung oder Waffen 2.3 bezogen auf Personen (häufig bei Wolfram) ‘(strahlend)
schön’
1
‘gefärbt, bunt (verziert), gemustert’
1.1
allg.:
vil spæhe was daz humeral. / der obere saum was gemal / unde mit besmeide
bezogen Serv
494;
kulter von zendâle, / rîche und gemâle Er
379.
8907;
Flore(G)
1550;
swaz ich dâ schilde hangen vant, / die wârn gemâl als
iwer gewant Parz
783,22;
nû sach er [auf einem
Schild] Kâhûnen den got / ûf eime grîfen gemâl Wh
441,5;
er [Herzog Liupolt] gie da er in
[Johannes] vant gemal / an einer steines mur
WhvÖst
200;
sîn schuoch was im gemâl, / dâ mit er mir trat / nider al mîn wisemât
Neidh
WL 17:5,4.
WL 30:9,2;
GTroj
5741;
UvZLanz
3540
1.2
näher bestimmt:
1.2.1
sô
~ , sus
~ , wol
~ :
der knappe truoc mit witzen / eine kultern sô gemâl /
ûfz bet, von rôtem zindâl Parz
549,29;
hie hânt die Provenzâle / schilde wol gemâle ebd.
66,30;
sper wol gemâl ebd.
377,29
u.ö.;
sus stêt diu künegîn gemâl, / frou Belakâne, sunder
twâl / in einen blanken samît ebd.
31,7
1.2.2
bezogen auf bestimmte Farben oder Schattierungen:
von golde (lieht)
~
‘goldfarbig, goldverziert’
iz enwas dar uffe [im
palas
] niender gaden, / ez enwær von
golde gemal Rennew
7877;
sper, gemal von golde JTit
2357,1;
als sie der tôt gestracte, / der fürste die maget dacte / mit
einem zindâle / von golde lieht gemâle ErnstD
3014;
die fan entwer flugen, von golde lieht gemal WolfdD
2169,3.
–
dô stoup von wildem fiure / vil manec gneiste
rôtgemâl KvWSchwanr
1141;
[
ein segel
] stuont ouch halber
swarz gemâl KvWTroj
22451.
–
Feirefîz der vêch gemâl Parz
789,2.
810,10;
dô sprach diu
maget [
Cundrîe
] rûch gemâl
ebd.
793,9
2
häufig in Verbindung mit lieht (s.a.
1.2.2
) ‘hell, leuchtend, strahlend’; z. T.
auch als Kompositum aufzufassen (s.a. → liehtgevar), die Bedeutung von
gemâl (s.
1
) ist hier stark verblasst
2.1
bezogen auf Geschmücktes, Verziertes:
der knappe al eine fürbaz reit / ûf einen plân niht ze
breit: / der stuont von bluomen lieht gemâl Parz
144,19;
dem [
palas
] was
alumbe sîn dach / reht als pfâwîn gevider gar, / lieht gemâl ebd.
565,10;
mangen pfelle lieht gemâl / ir ors truogen ze kleiden
Wh
33,16;
Parz
243,3;
dâ wâren von golde überal / ûf blâ lâsûr lieht gemâl / sunne, mâne und vil
sterne ErnstD
2038;
ouch was daz bette wol beriht / mit betten lieht gemâle, / bezogen mit
zindâle, / dar obe zwei lîlachen klâr / von wîzem pfellel lieht gevar ebd.
2391;
Wh
16,5;
PleierMel
582;
claider liechtt gemal GTroj
4198;
ouch hât der helt küene / drî härmîn anker
[als Wappenschild] lieht gemâl / ûf ieslîchen
zindâl Parz
64,29;
ein schapel, daz von golde bran / und von gesteine lieht
gemâl KvWTroj
2913;
ein guldîn ketene liehtgemâl Mai
41,22
2.2
bezogen auf glänzende Rüstung oder Waffen:
man sluog ûf in dâ sunder twâl: / mit scharphen swerten
liehtgemâl KvWTurn
850;
ir swerte lieht gemâl Parz
263,13.
661,14;
Wh
417,30.
77,28;
schwertt und helm lïchtgemall GTroj
2174.
2165;
HvFreibTr
1716;
kvͥnik Loys vnd sin klein her / mit mangem schilte
lieht gemal / zogten nv gein Rvncival TürlArabel
*A 40,19.
*R 38,19
2.3
bezogen auf Personen (häufig bei Wolfram) ‘(strahlend)
schön’
Gâwân und Parzivâl / unt Bêne diu lieht gemâl / riten
dannen gein ir her Parz
694,24;
dâ saz manc rîter lieht gemâl ebd.
723,23;
GTroj
18421;
manec frouwe lieht gemâl Parz
730,25;
nu dâhte aber Parzivâl / an sîn wîp die lieht gemâl
ebd.
732,2
u.ö.;
Ericius, der ritter zartt, / und sinne megte lïcht
gemall GTroj
23497
u.ö.;
Agly diu lieht gemale / stuͦnt bi ir als ain engel
WhvÖst
9348.
3639;
uf daz chastelan der liehtgemal [Wenzlan] /
snelle und retterlichen saz Wenzl
256;
sô schœne ist si [
Beâflôr
] , sô
liehtgemâl Mai
59,24.
16,39;
do Titurel der liecht gemal sus lebte her von jugende JTit
271,1.
5485,3;
si [Kassandra] rêrte mangen
heizen trahen / ûz ir ougen liehtgemâl KvWTroj
19371
MWB 2 407,54; Bearbeiterin: Herbers
gemælde
stN.
1
‘Gemälde, Malerei’
1.1 auf Wänden in oder an Gebäuden 1.2 auf einem Wandteppich 1.3 auf gegerbter Haut 1.4 im Vergleich 1.5 übertr. 2
‘Bild, Vorstellung’
3
‘Prägebild, Münzbild’
1
‘Gemälde, Malerei’
1.1
auf Wänden in oder an Gebäuden:
daz gewelbe daz was sinwel, / mit gemælde wol gezieret
Wig
8306;
alsam eim gebûrn geschiht / daz er in die kirchen gêt / unde vor den
bilden stêt: / swie wol er daz gemælde siht, / waz ez bediute, des weiz er niht
WälGa
9325;
daz gemelde an unsem huse / und daz gesperre an unsir
kluse / sint von cypresso und cedro Brun
8394.
8467;
schœne gemêlde an palast wenden Renner
17391.
1819;
dar inne [in der Burg] manic kamer lac /
hêrlîche gezieret / und wol geflorieret / mit rîchem gemælde Georg
5755;
div [Gottes] gescrift ist div [La.
daz
] gemælde in der kilchun, daz man da malot
von dien hailigon, wie siv lebiton PrGeorg(Sch)
23,12;
StrAmis
675
u.ö.;
RvEWchr
32941;
Cranc
Ez 8,11;
Ottok
65407;
WolfdD
1552,1;
KvWTroj
19715
1.2
auf einem Wandteppich:
mit léhten varwen druf zersat / von siden menig gemelde
rich RvEWchr
12544
1.3
auf gegerbter Haut:
die lute [...] schinten in alsam ein vie / sin as
man alda selbest lie / die hut liez man do gerwen / vnde mit gemelde verwen
PassI/II
362,80
1.4
im Vergleich:
des ist maniger liute [die mit Sünden Ehren
erlangen] leben / als ein gemêlde, daz man niht eben / merket
und verre von dannen stêt Renner
1814
1.5
übertr.:
der rim gemelde / mir von ir [Martinas] güeten
fluzit Martina
53,94
2
‘Bild, Vorstellung’
[die Heiden] hant gevelet aller selde / vnd der himelschen
gemelde [Herrlichkeiten des Himmels]
Martina
216,90;
dich [Maria] zieret daz gemælde / guldiner schœne
KvWGS
584;
SHort
1808.
–
wi man in den pfirskin schrift odir andirleyge gemelde
vinde Pelzb
117,32
3
‘Prägebild, Münzbild’
[eine Münze,] swie gewere oder gut die were, ez si an
gewichte, gemelde oder suere UrkCorp (WMU)
879,14;
SchwSp(W)
343,20
MWB 2 409,3; Bearbeiterin: Herbers
gemæle
stN.
1
‘Gemälde, Malerei’
2
‘Verzierung, Zeichnung’
3
‘Prägebild, Münzbild’
1
‘Gemälde, Malerei’
das gemell, / das [...] nach ewr gestalt gemalet ist
Seifrit
7242.
7229;
sît wir ein holz minnen oder ein vihes bein oder ein gemæle, daz nâch unserm
hêrren gebildet ist, im ze êren DvASchr
339,14;
si [
kemenâte
] was wol bevangen / mit
guoten umbehangen: / der gemæle was von golde rîch Er
8598;
swer uzen di [eine burk von
tuͦche
] was sehnde, der wand, iz wer ot mermel rich
gezieret, / verquadert mit gemele beide uzen unde innen JTit
1596,1
u.ö.;
Suchenw
42,76
2
‘Verzierung, Zeichnung’
man spricht auch, daz der
stain [
achat
] gar schœnes angeporns
gemæls hab zwischen seinen straimeln BdN
432,22
3
‘Prägebild, Münzbild’
nieman sol deheinen phenning slahen, der andern phenningen gelich si. si svln
haben svnder gemele SchwSp
90a
MWB 2 409,40; Bearbeiterin: Herbers
gemælze
stN.
‘Gemälde, Malerei’
Philippus [...] der waz ein ketzer und hies alles
cristenlich gemeltz abetuͦn ClosChr
33,1;
pictura: gemelcze VocClos
Pi16;
ich enmag niht mit einer angesiht sehen alle die spelte und alle die löcher und
alles das gemelze, das dar an [Haus] ist Vorsmak
1,433;
Pilgerf
7998;
Renner
1814(La.).
1819(La.).
– übertr. für das Himmelreich:
weme ich in ertrîche / diz gotes gemêlze glîche Kröllwitz
1282.
1310
MWB 2 409,57; Bearbeiterin: Herbers
1geman
Adj.
‘mit mannen versehen’
ich bin gevriunt unde geman, / sô wert und sô genæme
Tr
9190
MWB 2 410,1; Bearbeiterin: Herbers
2geman
Adj.
zu
man
stF.
‘mit einer Mähne versehen’
sô geschieden die hunde / einen vremeden hirz hin dane, / der was
reht alse ein ors gemane Tr
17294
MWB 2 410,3; Bearbeiterin: Herbers
gemanc
Adv.
vgl. mnd. gemank (Schiller/Lübben 2,52).
‘dazwischen, dazu’
ob ieman [...] verdienet habe den gedranc
[der Hölle] / zu der ewigen pine wranc, / laz in niht
kumen dar gemanc Macc
350
MWB 2 410,7; Bearbeiterin: Herbers
gemanc
stMN.
s.a.
gemenge
stN.
1
‘Gemenge, (Ver)Mischung’
2
‘Gedränge (von Menschen)’
1
‘Gemenge, (Ver)Mischung’
Gotes natûre ist, daz si niht gemanges noch vermischunge gelîden enmac
Eckh
3:173,1;
daz lieht, daz got ist, daz enhât keinen gemanc, dâ envellet kein gemanc în
ebd.
3:228,6;
Brun
9919.
–
‘Getreidemischung’
sechs scheffel guͦtis korns beszir wan gemang vnd sechs scheffel
guͦtis haffern foytzcyns [Vogtzins] von dryn
huͦffen UrkCorp (WMU)
N407,30
2
‘Gedränge (von Menschen)’
da wart eyn michel gemanck. / mit dem baner vur sich dranck / Gerffin der
ritter edel ind gude KarlGalie
7351
MWB 2 410,12; Bearbeiterin: Herbers
gemarc
stN.
zu
marc2
stN.
‘Mark, Innerstes’
daz innigost gemarg sines [eines
Menschen] herzen und sele Seuse
120,11;
daz innigest gemarg aller miner [eines
Menschen] adren und mins hirnis ebd.
127,27.
358,11
MWB 2 410,24; Bearbeiterin: Herbers
gemare
swM.
‘Genosse, Nachbar’ (vgl. Stackmann, Bauer, S. 177).
die guoten gemaren [Bauern, die zusammen
anspannen] , / die rehte zachere wellent [den Acker
bearbeiten]
VRechte
440.
442.
446
MWB 2 410,29; Bearbeiterin: Herbers
gemarn
swV.
refl. ‘sich zu jmds. gemaren machen’; übertr.:
‘sich mit jmdm. verbinden, vereinigen’
da mit wil ich von dir varn / und zu den cristen mich gemarn
Rennew
29052;
ich [
Jêsus
] wil ze himelrîche varn, / ze
mînem vater mich gemarn WvRh
7163;
Johannesen [den Täufer] si [seine
Jünger] liezen varn / und begunden sich gemarn / ze Jêsu Kriste drâte
ebd.
7481.
8417.
12603
MWB 2 410,34; Bearbeiterin: Herbers
gemarsame
stF.
‘Gespanngemeinschaft’
und sol der aman an das gotzhus stat rihten vmbe aigen, vmbe erbe,
[...] vmbe gemarsami WeistGr
4,501
(a. 1321)
MWB 2 410,42; Bearbeiterin: Herbers
gemæʒe
Adj.
nur präd.
1
‘angemessen, entsprechend, passend’
1.1 etw. ist jmdm. 1.2 etw. ist einer Sache 1.3 jmd. ist jmdm. 1.4 jmd. ist für etw. (Dat. d. S.) 1.5 jmd. ist
zuo etw. 1.6 in unpers. Ausdrücken 1.7 jmd. ist , ohne Bestimmung 2
‘maßvoll, sanft’
1
‘angemessen, entsprechend, passend’
1.1
etw. ist jmdm. ~ :
niht êren ir den soltent / ze hôhe und alze sêre, / dem
weder guot, noch êre / gemæze ist von gebürte KvWTroj
3129.
3143;
die spîse und daz gewendelîn / diu mir gemæze beide sîn KvWEngelh
6106;
dâ wider kund er den gelimpf, / der tôren was gemæze HBirne
195;
nim soͤlich fragen her fúr, die dir gemesse sind
Seuse
98,9;
WhvÖst
17161;
Stagel
5,32.
– mit daz-Satz:
sô was ir
[
Dêidamîe
] daz gemæze gnuoc, / daz
si geselleschaft im [
Achilles
] büte
KvWTroj
15476;
daz wære iu nû gemæze gnuoc, / daz ir niht trûric
wærent ebd.
10346;
mir ist daz wol gemæze / deich ungefüegen schelken were
/ und einen iegelichen bere / der hie ze hove unzühtic ist
KvWHvK
120.
– formelhaft als jmdm. ~ ist:
geriten kam si
[
Helena
] dort her dan / vil sanfte
als ir gemæze was KvWTroj
23079.
19543;
er ist hie ein verschamter man /
[...] wer in [den
Frauen] niht ir lobes gan / und sprichet wol als in gemæzze
wære SM:JvR
1: 11,10
1.2
etw. ist einer Sache ~ :
der roc im stalte sich gelîch / daz er nâch alr gelaeze / dem lîbe was
gemaeze WvRh
6015
1.3
jmd. ist jmdm. ~ :
sturbet ouch vnder vns duheinre in dirre giselschefte, so sol man ein
andern geben an des stat, der ime gimezsi [von gleichem
Rang] si UrkCorp (WMU)
N40,15;
UrkEls
2,53
(a. 1292);
subst.:
gât der burgo kainer ab, so sunt [sollen] si
mir ainen als gemæ̂zen an des stat sezzen UrkCorp (WMU)
2356,39.
–
swer mit êren hât alsô / geblüemet sîne reine jugent, / daz er
bekennet ganze tugent, / dem ist gemæze ein keiserîn KvWEngelh
2079;
KvWSchwanr
935;
KvWPart
11593;
Ottok
67749.
–
an
‘hinsichtlich’ etw.:
der abt sich des wol versan, / ob herzog Stephan /
daz bistum besæze, / er wær im niht gemæze / an ruow und an gemache
Ottok
54274;
jô bin
ich [
Achilles
]
ir [
Dêidamîe
] an lîbe / gemæze
und an gebürte wol KvWTroj
28763
1.4
jmd. ist für etw. (Dat. d. S.) ~ :
so svln wir in [...] ainen andern sezzen
[...], ainen erberen man, der der selbun burkschaft
gimæsse si UrkCorp (WMU)
1993,29;
die boten man dô alle besant, / [...] ietlîcher
sîner botschaft was gemaeze Loheng
1503;
so wurde er [
Adam
] gemêze / aller
hôhen wîsheit Erlös
314;
Gnadenl
1,618.
– umschreibend:
Tristan der helt gehiure / den züchten was gemêze
[von höfischem Benehmen]
HvFreibTr
2153
1.5
jmd. ist ~
zuo etw.:
[die Frau, die König Rudolf zur Gemahlin ausgewählt
hat] wær doch darzuo niht gemæze, / daz si die êre besæze / mit
êlicher hîrât Ottok
37788
1.6
in unpers. Ausdrücken:
vnz er gebeszert dien burgern mit cehen marchen vnd oͮch deme, den
er verwundet hat, als ez gemeze ist UrkCorp (WMU)
26A,36;
sô dûhte in vil gemæze, / daz er mich lêren hieze / swenn er daz rîche
lieze KvWPart
8072
1.7
jmd. ist ~ , ohne Bestimmung:
Kybalin vnd Bernhart, / Sampson vnd Witschart / der
[deren] vrævlin gemæze waren
TürlArabel
*R 304,27;
*R 304,10
2
‘maßvoll, sanft’
ez [das neugeborene Jesuskind] slief, ez weinde, ez
souc, ez az / [...] und was [...]
vil gemaeze / in aller gelaeze WvRh
3948;
gemaeze was sîn [des neugeborenen Jesuskindes]
weinen, / daz ez die süezen reinen / sîn muoter iht beswârte mite ebd.
3956
MWB 2 410,46; Bearbeiterin: Herbers
gemæʒheit
stF.
‘Angemessenheit, Maß’
gemesheit, kraft, zucht, er und ware minne, / wisheit, frid und din luterkeit /
gewirket hand das du [Maria] bist kúniginne / des himmels
EngelbLD
61,31
MWB 2 411,47; Bearbeiterin: Herbers
gemæʒic
Adj.
‘geeignet zu etw.’
ia ist zarter lip so cluͦg / und so selden bere, / daz wol gemezzen were /
zuͦ dienste ein volkomen man, / der allis wandels were an, / des leyder wenig
yman lebt MinneR52
6
MWB 2 411,51; Bearbeiterin: Herbers
gemæʒicheit
stF.
‘Maßhalten, Maßvollsein’
doch überhüebe du [Maria] niht dich / und hielte
bescheidenheit / mit aller gemaezecheit WvRh
15306
MWB 2 411,56; Bearbeiterin: Herbers
gemæʒiclich
Adj.
‘maßvoll, sanft’
ir [Marias] gesiune [Blicken,
Sehen] daz was güetlich, / milte und gemaezeclich WvRh
1314
MWB 2 411,59; Bearbeiterin: Herbers
gemaʒʒe
swFM.
‘Tischgenosse’ (zu maʒ stN. ‘Speise,
Mahl’).
sinen gemazzen er betuͦzte / wande so er von tiscke gienc
Albert
451;
Rennewart und sin gemazze / trunken ez uz biz an den grunt
Rennew
19070;
nu phlige wol der zühte din: / als din gemazze trinken sol, / ungaz
solt du die wile sin TannhHofz
154.
163;
[der hûsvater spricht zu seinem knehte
:] gang vz in winkel vnd in gaszen / der stede. vnd drib yn zu gemaszen
/ arm vnd siech, blint vnd lam. / daz fure in mit ein ander sam EvStPaul
8723.
3296;
ach zarter gemasse, nu isse mit mir, herr mine
Seuse
24,22;
DvAOff
25;
KarlSchott
9453.
PrSchw
1,48.
– jmds. ~ sein:
der künic wolde ins niht erlân / ern müese sîn gemazze sîn
Wig
710;
der edel kúnic Amýlot / im ze aller zit die ere bot / das er
der lieben tohter sin / oder sin gemasse muͦste sin RvEWh
12192;
RvEGer
6035;
der keiserin / dvͥ von Arle mvͦst gemazze sin
TürlArabel
*A 299,10.
*A 299,27.
–
ze ~ haben, nëmen, erkiesen:
Ecuba dü küngin / was ze gemassen do erkorn
GTroj
735;
vil liebiu frouwe mîn, / dise maget schœne lât iu enpholhen sîn / und nemt iu
si ze gemazzen WolfdB
55,3;
WolfdD
880,2;
daz dû [Gott] uns ze gemâzen wilt hâben
DvAOff
44
MWB 2 411,62; Bearbeiterin: Herbers
1gemechede
stN.
älter auch gemachede,
bair. auch gemechîde (vgl. Wilmanns, Dt. Gr. 2,350).
‘(Ehe-) Partner’
got sprah deme manne do / uil guͦtlichen zuͦ /
[...] ich gibe dir ein gemachedin [Endung
-n wohl wegen des Reimes] / daz dir helfe mege sin
VMos
6,26;
daz zehende gebot: dû solt dînes ebenkristen gemechede niht begern
PrBerth
1:286,17;
HlReg
87,11;
TeufelsÄchtung
33;
Ammenh
2705.
–
êlich ~
:
het jr kinde deheines [...] ein eilich gemæchit
genomin UrkCorp (WMU)
248AB,11,35;
wir Schoffrid, grave zu Liningen vnd Iohanna, vnser elich gemechede
UrkOtterb
276
(a. 1307);
StRFreiburg
664.
682;
PrGeorg
318,9.
–
zwei ~
‘Eheleute’
von div warn wizzinlichen div zewai gemachede salich, die nie
deheinir slahte bosheit gewîeltin Spec
80,21;
dô chômen zwei gemähide, ein wîp und ein man PrStPaul
120,10;
ist daz zwai gemaechide sterbent, die elute sint
StRAugsb
140,8;
daz her Philippus [...] vnde ver Agnes
[...], sin helich [=
êlich
] gemechede, hant verkoften
[...] her Petere von Sarfenberch vnde vrowen Jrmelen,
zwen helich gemecheden, ir huͦs UrkCorp (WMU)
2748,21;
swenn zwai gemaecheit eleich gesaement werdent
StRMünch
346,15;
SchwSp
165b;
Elis
1495;
Erlös
185.
– von Tieren:
so sin zît chumit, daz er [Elefant]
chint wil giwinnen, so nimit er sin gimachide unte uert unze zuͦ dem paradise
JPhys
8,4;
so diu vipera gehien sol, zuo ir gemachede ist ir liep unde so wol
MillPhys
78,2;
so grozzer kvsge phliget div tvrteltvbe, so si ir gemæchide
verlivset, daz si ir niemer mere vf der erde deheinez erkivset noh gesitzet niemer
mere vf dehein grvͦnez zwi, niwan aine flivget ez vnde ist iemer mere aine
Spec
35,4;
PrStPaul
41,4;
PrGeorg(Sch)
26,51;
sie [Taube] ist ouch gerne an ir gemache / bî ir
gemechîd ûf dem dache LvRegSyon
1714
MWB 2 412,23; Bearbeiter: Tao
2gemechede, gemechte
stN.
vereinzelt
gemachde StRMiltenb
305.
1
‘Verfertigung, Herstellung’
2
‘das Gemachte, Verfertigte, Werk’
3
‘(einer Sache beigemischte) Zutat’
4 rechtl. 4.1
‘Vermächtnis, Verfügung (über Güter)’
4.2
‘Bestimmung (einer Ordnung), Satzung’
1
‘Verfertigung, Herstellung’
der roc wuohs mit dem lîbe sîn / ûf von einem kindelîn, / biz daz er wart
zeinem man, / daz er roc andern nie gewan, / und kam im alles rehte / nâch dem
êrsten gemächte WvRh
6585
2
‘das Gemachte, Verfertigte, Werk’
din gemechte [Geschöpf] byn ich, dyne hende, herre,
haben mich gemachet PrWack
101,13;
Pilgerf
1796.
–
do erloͮbe Cromacius daz dis gemechede [ein
zauberkräftiges Bett] solte gebrochen werden ElsLA
133,6.
– von breiartigen Gemischen:
daz gemächt [eine Latwerge aus
Sandelholz] haizt in der apotêken diasandali
BdN
376,14;
wer swebel und salz nimt und seut diu mit wazzer
[...] und dauht golt dick in daz gemächt alsô haiz,
daz golt värbt sich gar wol ebd.
481,6.
368,6.28
3
‘(einer Sache beigemischte) Zutat’
der kürwiz ist guot in süchten, wenn man in seudet oder præt
ân allez gemächt und in dem siechen gibt ze ezzen BdN
393,14;
ez ist auch gesetzet, daz nieman kainen wein machen sol
[...] mit kainerlay gemechte, swie daz genant ist,
[...] ane Welhischen wein, den mac man wol machen mit
ayrn und kainem andern gemechte niht NüP
112;
WüP
98,4;
StRMeran
417
4
rechtl.:
4.1
‘Vermächtnis, Verfügung (über Güter)’
svaz ich dar an rehtes het von morgengabe oder von widem oder von
widerlegunge oder von deheinem gimæchde, daz mir min wirt sælige oder min sun
dar an gimachet heten UrkCorp (WMU)
N497,39;
mit gemæchede, mit sazzunge oder mit koͮfe ebd.
637,39;
so sint ellv́ gemaͤcht abe gegen beden hvsern vnd ellv́ gedinge
ebd.
1221,12;
UrkEidgenG
5,1:484
(a. 1326);
UrkFürstenb
5,347
(a. 1319);
weitere mhd. Belege s. DRW 4,56f. und WMU
1,631f.
4.2
‘Bestimmung (einer Ordnung), Satzung’
daz wir soliche gemechede vnd ordenunge, die gemachet ist
[betreffs der Königswahl] tzwuschen vnser
vorgenanten herren keyser Ludewiges sonen [...], stete
vnd veste wollen halden UrkWittelsb
2,371
(a. 1340);
alle diese gemechede sint geschehen vor [...] dem
schultheizen und vor den vorgenanten vier unde zwinziegen riethern unde gemeinde
StRMosb
548;
diße vorgeschriben gesetzde und gemachde StRMiltenb
305;
WüP
89,3
MWB 2 412,60; Bearbeiter: Bohnert
gemecheden
swV.
‘vermählen, verheiraten’
alle, die hie obene gescriben stant, die sint alle geteilet mit iren kinden,
die vffe den dac, die [l. daz
] sie geteilet
wurdent, niht gemechedet warent UrkCorp (WMU)
N349,20
MWB 2 413,42; Bearbeiter: Bohnert |