g – gâchlîchen gâchmuot – gagen gagen – galander galanderisch – 1galle 2galle – galter galtnüsse – gamerot gamîe – gancheil ganclîche – ganteren ganz – gärmic garn – gartenhuon gartenhûs – 3garwe garwwurz – gastmeisterin gastnusse – gaʒʒenspringer ge- – gebæric gëbærin – gëbendic gebenedîunge – gebietære gebietærin – gebiurischlich gebiurlich – geböume gebôʒ – gebrëst, gebrëste, gebrësten gebrëstelîn – gebrûchic gebrûchlich – gebunt gebunt – geburst geburt – gedâht gedâht – gedense gederbe – gedinge gedinge – gedrange gedrâte – gedünste gedurchtriben – gegate gegatrom – gegenkouf gegenlëder – gegensetzunge gegensidele – gegenwertes gegenwertic – gegihte gegiric – gehaʒʒic gêhe – gehëlfe gehëlfelîche – gehilfe gehilfic – gehœric gehœrlich – gehügenisse gehugesam – geifer geifervrâʒ – geiselrieme geiselruote – geisticlich geistîn – geiʒhorn geiʒhût – gejeitschuoch gejeitvogele – gekünne gël – gelegede gelegelich – gelende 1gelende – gêlîche gelîcheit – gelîchmëʒʒunge gelîchnisgëbende – gelide gelidemâʒe – gêlingen gelîp – gëlm gëlmen – geloup geloup – gëlte gëltel – gelückede gelückederat – gelüstelîn gelustic – gemahel gemahelbettelîn – gemæʒicheit gemæʒiclich – 2gemeine 1gemeinen – gemeinsin gemeinunge – gemerrede gemêrsal – 2gemüete, gemuote gemüetic – gemutzet gemʒe – genâdenschüʒʒel genâdensol – genæmicheit genamʒôn – genemede genende – genëserinne genetzen – genieʒen genieʒlich (?) – genôʒen genôʒgeselle – gensîn gensischen – genuhtlîchen genuhtrîch – genuʒ genuʒt – gephrange gephünde – 1gerat 2gerat – gerëhen gerëht – gereisic gereitære – gerieme geriemen – gerihticlîche gerihtinsigel – geriune 1geriusche – gerouche geröufe – gerte gerte – gerûmiclich gerummel, gerumpel – gêrvalke gerwære – gesaten gesatznissede – gescheftbrief geschefte – geschepfnisse geschepfunge – geschiuwede geschoc – geschrihte geschrîp – gesëhen gesëhenheit – geselliclîcheit geselligen – gesihtic gesihticlich – gesite gesiten – geslihte geslinge – gesnæren gesnarren – gespenstnisse gesper (?) – gespræchelich gespræchetac – gespunst gespür – gestelle gestellet – gestifte gestille – gestrenglîche gestrenze – ge|stunge gestungede – gesuoch gesuochære – geswerme geswërte – gesworn gesworne – getelle getelôs – getougen getougen – getreigeret getrenke – getrüese (?) getrügede – getwædicheit getwædigen – gëtzen getzsal – gevalte gevanclich – gevëderen, gevëdern gevêhe – geverte|lehe gevertinne (?) – gevlester gevlitter – gevrier gevrist – gevülle gevuoc – gewahsenheit gewahst – gewaltroubunge gewaltsame – gewar gewar – gewe gewëbe – gewellen geweltigen – gewërben gewërbic – gewern gewërn – gewiere gewieret – gewinnen gewinnic – gewist gewiste – gewonunge geworden – gewzen (?) gezagel – gezëmelich gezemen – gezît gezîte – gezoc gezogen – gezwîen gezwîge – giefen giege – gifticheit gifticlich – giht gihtboum – gimbîʒen gimme – gippengappen gippentuoch – giric giricheit – gischen gîse – gîtigære gîtige – 1glan 2glan – glas(e)väʒʒelîn glas(e)vënster – gleimel gleimelîn – gleten glêtphenninc – glipfen glise – glocke glockehûs – glôriôs glôriôslich – gluothaven gluothert – goder goedertieren – golf gollen – goltgesmîde goltgesteine – goltreit goltrîch – golttropfe goltvar – gos (?) got – gotesarm gotesbeckære – gotesmordærinne gotesphenninc – gotgeformet gotgelâʒen – gotmeinunge gotmensche – gouch gouch – goukelære goukelbilde – goukelspil goukelsprütze – göumütte, -mutte göu|phâwe – grabe grabe – grâf- graft – gramerʒîe gramerʒîen – gransprunge gransprunge – gras(e)phenninc gras(e)spier – grâvenrëht grâveschaft – grebinc grebnisse – gremiclich grempære – griekech grien – griffel griffelære – grimmetât grimmic – grisegrammen grîseleht – griuslich griuwe – groppe gros – grôʒmüetic grôʒmuoticheit – grüenheit grüenlich – grunderëbe gründic – gruntübele gruntvestære – gruon- gruon- – grütschîn grutte – 1gücken 2gücken – güfticheit güfticlich – gûlen gülle – gumpenîe gunderam – guotdunken guotdunkende – guotswender guottât – gürtelgewant gürtellîn – gymnosophiste
|
gaʒʒe
swstF.
selten st.
‘Gasse, Straße (in einer Stadt, einem Dorf)’
1 eigentl. 1.1 allg. 1.2 übertr. 2
‘Ortschaft, Dorf’
1
eigentl.
1.1
allg.:
die gazzen wâren spils vol, / als ez ze hôchzîten sol Er
248;
turne und palas / was diu gazze wol berâten
Ottok
44671;
swer auch miste, stein oder holtz hat ligen in den gazzen
[...], der sol daz auz und dannen fuͤren in
drien tagen WüP
106c,2;
die [Lastpferde] zogeten hin die
gazzen Parz
18,20;
so han ich bi den wine fride / [...] vnd la dich
durch die gassen iagen MinneR418(M)
60;
die [...] tantzen, ballen
entvlihen / abendis uf den gazzen Daniel
2041.
2933.
– mit adj. Attr.:
die wîten gazzen wurden mir [in meiner
Angst] vil enge Neidh
WL 14:6e,6;
ganc ûz an die engen und wîten gazzen und bî den ziunen und an die
breiten strâzen Eckh
1:338,3
(vgl. Lc 14,21 und 23f.);
in der langeͮn gasseͮn UrkCorp (WMU)
1154,10;
ain igleich man mag aus seinem erb wol venster machen in gmain gassen,
aber in seins nachpaurs hoffe mag er nicht venster machen StRBrünn
402.
– in (formelhafter) Verbindung mit strâze, kirche:
gazzen vnde strazzen, / fluzzen alle von blute
Herb
16223;
unte uuil ín sûochan áfter déro burg, in gázzon unte
in strâzzon Will
48,3;
dâ hôrter [...] in gazzen
unde in strâzen / von clage al solch gelâzen, / daz ez in muote starke
Tr
6021;
wir sehen ce gazzen unt ze chirchen / umbe die armen
tagewurchen / diu nicht mêr erwerben mac Erinn
319;
diu müet uns ze kirchen und ze gazzen, / dazs uns allen machet
wart [= wort, Nachrede]
Neidh
WL 2:4,7.
– in Straßennamen:
vmbe ein hus, das lit in des Turners gassen ze Friburg
UrkCorp (WMU)
2726,42;
an deme hvse ze Nvwenbvrch, dc da stat in Mvlnheimer gassvn ebd.
1491,30;
jn der webirgassun ebd.
1383,37;
in der gerwer gassun ebd.
2133,17
1.2
übertr.:
eine
~
durch die Feinde:
durch daz chreftige her / sluͦgens
[...]. / vil wit waren ir gazzen Rab
676,5;
Loheng
4434;
Biterolf der starke, / eine gazzen er durchsluoc / lanc unde wît
genuoc / al durch der Pôlâne her Bit
3579.
3627;
er machte in dem gedrange / vil harte wite gazzen
Rennew
30043;
Loheng
4604;
sîn swert Schoyûse [...], /
dâ mit er sölhe gazzen sluoc, / des manc storje wart entrant
Wh
40,18;
Rennew
23751
2
‘Ortschaft, Dorf’
und diu hochgezit waz in ainer gasson, diu hiez Chanâ [vgl. Io
2,1
]
PrSchw
2,16;
vnd er [Jesus] begreife hant des
blinden, vnd fvrt in vz für di gazzen [
extra vicum
Mc 8,23
] oder für den weilere EvAug
96,16;
EvBeh
Mc 6,56.
Mc 8,23.
Mc 8,26
MWB 2 121,33; Bearbeiter: Tao
gaʒʒen
swV.
‘zur Gasse machen’
diz was in einir enge, da / mit einir dúrren mure was / der
weg gegazit RvEWchr
14635
MWB 2 122,19; Bearbeiter: Tao
gaʒʒenliute
st.Pl.
‘Bewohner einer Gasse’
swer der ist, der ein unendelich
versprochene [ehrlose, schlecht beleumundete] frauwen
huset oder herberget, ez si des nahtes oder des tages, daz keinerleye unfuͤr
darinne geschehe, oder den luten davon schaden widervarn moͤhte, der sol
geben dem rate 5 ß ₰, und sol geben den gazzen luͤten 5 ß
₰, und sol 4 wochen die stat rumen WüP
62,6
MWB 2 122,22; Bearbeiter: Tao
gaʒʒenmist
stM.
‘Straßenkot, -dreck’
dornoch so werfin si erde vmme den stok, di do gemischt ist
mit gassinmiste, das man lutum heyst czu latine Pelzb
130,27;
daz er iz [das Volk] roube und den
roub buyte und mache daz zu eynir trate als einen gazzenmist
[
ponat illum in conculcationem quasi lutum
platearum
]
Cranc
Jes 10,6;
nu wirt si [
mine
unvrundinne
] getretit als ein gazzenmist ebd.
Mi 7,10
MWB 2 122,30; Bearbeiter: Tao
gaʒʒenspringer
stM.
‘der auf der Gasse herumläuft’
daz kraut ist an kraft haiz und trucken und ist den
zaubræren gar nütz. daz wizzent die wol, die in den netzen sint gewesen. aber die
haimleichait und ander schol diser [?] gazzenspringer
niht wizzen BdN
424,12
MWB 2 122,39; Bearbeiter: Tao
ge-
Präfix zur Ableitung von Substantiven und Verben
1 Die Substantive mit ge- sind in der Mehrheit Kollektiva (z.B. die stN.
gederme , geræte zu darm , rât ) oder
Personenbezeichnungen (z.B. gebûr , gebrüeder ) zu i.d.R.
ebenfalls belegten Ableitungsbasen 2 Die Verbbildungen mit ge- stellen eine Besonderheit dar; fast jedes
Verb kann mit ge- verbunden auftreten 2.1 Der größte Teil der ge -Bildungen hat gegenüber der Ableitungsbasis
keine neue Bedeutung oder Bedeutungsnuance (z.B. gebinden ,
geloufen ), sondern verändert die Satzaussage, möglicherweise kann
eine aspektuelle Verwendung angenommen werden
( ‘Perspektivierungsalternativen’ , vgl. E. Leiss, Die
Verbalkategorien im Deutschen. Ein Beitrag zur Theorie der sprachlichen
Kategorisierung (Studia linguistica Germanica 31), Berlin / New York 1992, S.
285). 2.2 Ein geringer Teil der ge -Verben weist eine abweichende Bedeutung
oder eine zusätzliche Gebrauchsvariante zur Ableitungsbasis auf (z.B.
gebrësten , gedingen ).
1
Die Substantive mit ge- sind in der Mehrheit Kollektiva (z.B. die stN.
gederme, geræte zu darm, rât) oder
Personenbezeichnungen (z.B. gebûr, gebrüeder) zu i.d.R.
ebenfalls belegten Ableitungsbasen
2
Die Verbbildungen mit ge- stellen eine Besonderheit dar; fast jedes
Verb kann mit ge- verbunden auftreten
2.1
Der größte Teil der ge-Bildungen hat gegenüber der Ableitungsbasis
keine neue Bedeutung oder Bedeutungsnuance (z.B. gebinden,
geloufen), sondern verändert die Satzaussage, möglicherweise kann
eine aspektuelle Verwendung angenommen werden
(‘Perspektivierungsalternativen’, vgl. E. Leiss, Die
Verbalkategorien im Deutschen. Ein Beitrag zur Theorie der sprachlichen
Kategorisierung (Studia linguistica Germanica 31), Berlin / New York 1992, S.
285).
Sehr häufig kommen ge-Bildungen in Kookkurrenz mit Modalverben
vor, stehen in negativen Aussagen oder drücken die Vorzeitigkeit einer Handlung
aus.
Weitere typische Vorkommenskontexte sind verallgemeinernde Aussagen,
futurische Aussagen oder Bedingungssätze (vgl. Mhd. Gr. Wortb. § V 192-217; R.
Schrodt / K. Donhauser, Tempus, Aktionsart / Aspekt und Modus im
Deutschen, in: Sprachgeschichte. Hg. von W. Besch u.a. 2. Aufl. 3. Teilbd.
(Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 2.3), Berlin / New York
2003, S. 2504-2525)
2.2
Ein geringer Teil der ge-Verben weist eine abweichende Bedeutung
oder eine zusätzliche Gebrauchsvariante zur Ableitungsbasis auf (z.B.
gebrësten, gedingen).
Die Beurteilung der Fälle ist sehr diffizil, weil auch dann, wenn die oben
genannten Voraussetzungen vorliegen, die ge-lose Ableitungsbasis
stehen kann.
Im Allgemeinen kann während des mhd. Belegzeitraums ein starker Rückgang
der ge-Bildungen beobachtet werden.
– Im MWB wird abweichend zur Tradition der mhd. Lexikographie, in der
ge-Bildungen i.d.R. als selbständige Lexeme angesetzt wurden,
vorgegangen:
Kommen die Belege eines präfigierten Verbs ausschließlich in gleicher
Bedeutung wie die Ableitungsbasis vor und stehen sie zudem in einem der oben
genannten Vorkommenskontexte, so wird das ge-Verb unter der
Ableitungsbasis mitbeschrieben (z.B. gedagen, gediemüeten
unter dagen, diemüeten).
Gibt es Belege mit einer von der Ableitungsbasis abweichenden Bedeutung
oder abweichendem Gebrauch, so wird ein eigener Wortartikel erstellt (z.B.
gebrüstet). In der Wörterbuchstrecke vor h sind auch
Nachtragsartikel zu bereits geschriebenen Artikeln möglich (z.B.
gebrennen), da Belege mit ge- nicht immer vollständig
berücksichtigt wurden; ab h werden Belege mit ge-
konsequent unter der Ableitungsbasis beschrieben.
Lexikalisierte Bildungen mit ge- (z.B. gewinnen)
oder Präfigierungen mit ge-, zu denen kein präfixloses Verb belegt
werden kann (z.B. gemeierscheften), erhalten einen eigenen
Wortartikel.
– Lit.: DWB 4,1,1,1594-1628;
Wilmanns, Dt. Gr. 2,167f. und 241f.;
H.-W. Eroms, Zum Verbal-Präfix ge- bei Wolfram von Eschenbach, in:
Studien zu Wolfram von Eschenbach. Fs. W. Schröder. Hg. von K. Gärtner und J.
Heinzle, Tübingen 1989, S. 19-32
MWB 2 122,45; Bearbeiterin: Herbers
geæder
stN.
1 die Gefäße und Bänder im Körper; besonders Sehnen, Muskeln 2
‘Gezweig, Geäst’ (Glossar z.St.)? 3
1
die Gefäße und Bänder im Körper; besonders Sehnen, Muskeln:
man legte in uf daz cruce nider: / da worden sinen reinen
glider / und sin geeder uf gezogen / als die senewe uf den bogen
HvNstGZ
2793;
wan er gar durchstochen wart / an handen und an vûzen hart /
dâ daz geêder sich durchvlicht / und kumt zenander in sunder phlicht
JvFrst
8459.
7309;
Minneb
1282;
vertebrum: geder VocOpt
1.265
– Blutadern:
und ist daz der mage übergêt, sô gerætet der überfluz etewenne gein dem
houbete, daz dem menschen etewenne die ôren vervallent
[...]. gerætet ez danne in daz geæder, sô werdent
dir die hende zittern PrBerth
1:433,19
2
‘Gezweig, Geäst’ (Glossar z.St.)?:
ain sper, daz het er da, / daz was geluppet und stark, / kain
man [...] moht ez doch erstechen nie, / manc wildez gæder
ez ummvie WhvÖst
10226;
ain sper, daz manic guldin bant / ob wildem gæder besloz
ebd.
15575
3
von saphir cleine geeder [als Schmuck eines
Schildes]
Minneb
2443
MWB 2 123,47; Bearbeiter: Plate
ge|affen
swV.
→
effen
MWB 2 124,3;
geæhten
swV.
→ âhten, æhten
2
‘jmdn. ächten lassen’.
unde anders kain sin friunt mugent in ze aehte bringen, wan die
davor genennet sint. unde swaz anderre friunde da ist, die mugent sine vinde wol sin,
sie mugent sin aber nit geaehten StRAugsb
102,31
u.ö.
MWB 2 124,4; Bearbeiter: Plate
geahten, geehten
swV.
→ ahten swV. 8
‘schätzen, veranschlagen’.
und di uzlude, di in irwedirs gerechte insizzint, di insolin wir
[...] nimmir me geherbergin noch geachten
UrkCorp (WMU)
N282,44;
aͤllû mâsse vnde alles gewæge das stat in der vier vnde zwenzig gewalt eins
ielichen dinges, vnde swenne sû die gemazont vnde geæhtint, so sun sû si einim
enpfelhin, swem sú went ebd.
248A,27
MWB 2 124,10; Bearbeiter: Plate
gealter
swM.
→
galter
MWB 2 124,18;
gealter
stN.
‘Altersstufe, Lebensalter’
anden gealtern [...] der alten vn̄ der
kinde [
in his aetatibus, senum [...]
et infantum
]
BrAsb
37
MWB 2 124,19; Bearbeiter: Plate
geangelet
Part.-Adj.
‘stachelig’ (zu angel stM.):
als di geangiltin kevir [quasi bruchum aculeatum]
Cranc
Jer 51,27
MWB 2 124,22; Bearbeiter: Plate
gearen, gearn
Part.Prät.
→
ern
MWB 2 124,25;
gearnede
stF.
auch garnde, geärnde, gärnde, garne.
‘Verdienst’
dô er [Gott] uns geschuͦf âne
unsere gearnede TrudHL
8,11;
daz enist idoch von unsern garnden niht, niwan von sinen genaden Konr(Sch)
147,35.
177,21.
213,10;
an alle iuwer garne ebd.
84,26.
194,29;
dar gildet got nach gearnden HeslApk
22817.
12675.
16330;
das si [die Bürgergemeinde von Wien] gepriset
[...] werde nach den geærnden irer triwe
UrkCorp (WMU)
2345,18;
so ere die weisen und die von gärnde zeerenn sein
HvHürnh
15,6.
3,17.
4,9;
vnde nit werdin irwelt nah ordin sunder nah des lebens garned
[secundum vitae meritum]
BrZw
21.
63
MWB 2 124,26; Bearbeiter: Plate
gearten
swV.
→ arten
‘guten art zeigen’.
daz wider der natiure / kein herze tugentlîche tuo, / dâ gehœret
michel arbeit zuo: / ez hât diu werlt vür eine lüge, / daz iemer unart garten müge
Tr
11638;
ähnlich TPMA 8,426 Nr. 16 (15. Jh.)
MWB 2 124,39; Bearbeiter: Plate
geæʒe
stN.
‘Speise’
daz mans vleisch zu tode sluc / allen tuvelen zu eime geese
HeslApk
10137;
daz ungarbe [unreine] geêze
JvFrst
3826.
3832
MWB 2 124,44; Bearbeiter: Plate
gebac
stMN.
‘Gebackenes’
wer ouch wil haben sînen mût / zû rûme deme gesmacke
[Geschmackssinn] / mit siedene und gebacke, / mit âze und
ouch mit dranke Erlös
6918
MWB 2 124,47; Bearbeiter: Plate
gebâge, gebæge
stN.
‘Streit, Zank’
dîn eigine mâge huoben dich ane ir gebâge. / der nît was ûf dich
grôz Gen
2940;
die nemuot hunger noh durst, hitze noh vrost, / die nehôrent
gebâge, die sehent einvalte genâde ebd.
1047;
unkiusche ist selten âne nît / und ân gebæge und âne strît WälGa
7204;
iurium: gebæge Gl
4:215,31
MWB 2 124,51; Bearbeiter: Plate
gebant
stSubst.
→
gebende
stN.
MWB 2 124,58;
gebâr
stM.
von gebære, -bâre stFN. nicht immer zu unterscheiden.
– Art, wie man sich bewegt, beträgt, verhält: ‘Gebaren, Gebärde,
Betragen, Verhalten’
1 allg. 2 in Verbindung wort, rede 3 im Hinblick auf den äußeren Anschein
1
allg.:
sus kam diu süeze junge / ze solher bezzerunge / an lêre und
an gebâre / in dem halben jâre, / daz [...]
Tr
8029;
si leiten zaller stunt / den gelieben zwein ir vâre, / an
allem ir gebâre, / an iegelîchem gange / als hunt unde slange ebd.
15106.
14698;
waz hülfe, daz dir [dem als Frau verkleideten
Achilles] wonte mite / wîplicher schîn rein unde clâr, / sô dû niht
hætest den gebâr, / den ein vrouwe solte hân? KvWTroj
14992;
der treit ungerischez hâr, / beierisch ist sîn gebâr Helbl
1,226;
ob ir lop mit schalle var / durch ir tugentlîch gebâr ErnstD
516.
– in Verbindung mit lîp:
er was iedoch zewâre / an lîbe und an gebâre / vollekomen
unde rîch Tr
4032.
10129;
sîn dinc was allez ûz erkorn / an lîbe und an gebâre KvWTroj
691;
an lîbe, an muote und an gebâr / nâch wunsche was er vollekomen
AristPhyll
8
2
in Verbindung wort, rede:
seht sîn gebâr, hœrt sîniu wort: /
[...] kunt ir dan ritters fuore spehen, / ir müezt im
rehter dinge jehen Parz
363,29;
nu si daz mit im hæte / getriben unz an sîn sibende jâr, /
daz er wol rede und ouch gebâr / vernemen
[verstehen] kunde Tr
2058;
herzekünigîn, / nu hüetet iuwer unde mîn / an rede und an
gebâre! ebd.
15085.
12986.
14264;
swaz man erbieten wirde muoz / eim edeln gaste rîche, / die butens’ im
gelîche / mit rede und mit gebâre KvWTroj
20465.
3231.
21706.
– der rede entgegengesetzt:
nû was an schame alsô verzaget / daz herze und daz gemüete sîn, / daz er mit
rede sînen pîn / niht getorste künden ir. / er wolte ir sînes herzen gir /
entsliezen mit gebâre, [...]
KvWTroj
15769
3
im Hinblick auf den äußeren Anschein:
er bar alsô ein mandel / die süezen fruht in herter schâl: / alsam truoc er
[...] / ein süezez herz in heidenschaft
[...]. / mit gebâr was er der werlde kint, / in dem
herzen sam die guoten sint UvEtzWh
655
MWB 2 124,59; Bearbeiter: Tao
gebærde
stF.
sw.
HlReg
59,14.
1 Art, wie man sich bewegt, beträgt, verhält: ‘Gebaren, Gebärde, Betragen,
Verhalten’
1.1 mit charakterisierendem Adj. (s.a. unter 1.3 ) 1.2 mit Präp. 1.3 mit bestimmten Verben 1.4 formelhaft in Vergleichen: in den gebærden, als (ob)... 2
‘Art, Erscheinung’
1
Art, wie man sich bewegt, beträgt, verhält: ‘Gebaren, Gebärde, Betragen,
Verhalten’
1.1
mit charakterisierendem Adj. (s.a. unter 1.3):
sin gebarde were riterlich Rol
8006;
sîn gebærde was vil hêrlîch, / einem edeln manne gelîch Er
288;
ir gebærde was vil bliuclîch, / einer megede gelîch ebd.
1320;
guot gebærde und kiuscher site Parz
414,23;
die gebærde wâren ûz erkorn, / stætelîch und stæte
Tr
6712;
sîn gebærde diu was sæliclich Wig
1551;
vil grôziu schœne was der [Waldweib
Ruel] / und guot gebærde tiure, / wan si was ungehiure ebd.
6290
1.2
mit Präp.:
daz scheiden tete ir herzen wê, / als wol an ir gebærden
schein Iw
2961;
vor gesten sint se an kiuschen siten: / ir herzen wille
hât versniten [vernichtet] / swaz mac an den gebærden
sîn Parz
201,29;
gedenck, das du ein geistlich mensch heist, und schem
dich, das man dich zell zuͦ einem spilwip an wortten oder an
gebaͤrden Seuse
481,14;
daz er die lâge hæte erkant, / wan
sin [
si in
] in den gebærden sach
Tr
14715;
MarLegPass
21,445;
daz ir mich dâ von nement / mit gebærden die iu missezement Er
6397;
sich bôt der lewe ûf sînen vuoz / und zeict im
unsprechende gruoz / mit gebærde und mit stimme Iw
3871;
HvFreibTr
311.
– rechtsspr., formelhaft mit worten (werken) unde gebærden
u.ä.:
[wir] haben daz dem selben clôster gegeben mit
allem rehte, mit worten vnd gebærden, dú ze ainem rehtem vnd redelichen
koufe hoͤrent UrkCorp
1786,31;
das v̓nser lieber burger her Peter Senftli vnd vro Gerdrut
[...] offenlich vor v̓nserm gerichte vrilich
gaben mit aller ehafti vnd mit gemachten
[vorgeschriebenen] worten vnd geberden alles
ir guͦt [...] dem gotshuse ebd.
1337AB,24
u.ö.;
mit worten, werken vnd geberden ebd.
2970,35
1.3
mit bestimmten Verben:
Kurvenal der werde / sach alle die gebêrde, / die sie dâ
begiengen, / wie sie sich umbeviengen HvFreibTr
1868;
ez erzeicten ir gebærde / ir herzen beswærde / an dem lîbe
und an der stimme Iw
1321;
nu habe du die gebærde: diu werc wil ich begân NibA
429,3
(vgl. gebære stFN. 1.3);
nu seht, wie hêrlîche er gât, / wie schœne gebærde er hât
/ in edelem gewande Tr
4088;
wîplîch gebærd sach man si hân Boner
58,4;
ich [Schlange] tuon als ander mîn geslecht. /
mîn gift mag ich nicht abe lân, / slanglîch gebærde muoz ich hân ebd.
71,28;
lâ die gebærde sîn KvWTroj
16752;
ouwî wan wolde sî nû pflegen / gebærde nâch ir güete!
Iw
1661;
sô wold ich harte gerne sehen / ir gebærde und ir ungehabe
ebd.
1437;
beide gebærde unde bete / die man in durch belîben tete,
/ daz was verloren arbeit ebd.
3821;
dô nam er ir beider war, / ir gebærde unde ir muotes
ebd.
4387;
iu zeiget mîn gebærde, / daz ich leb âne liebes trôst KvWTroj
21012
1.4
formelhaft in Vergleichen: in den gebærden, als (ob)...:
sus kams in den gebærden dar, / als si sîn angest wolte
clagen Tr
1258;
der knappe [...] stuont in den
gebêrden, / als er antwurten solde, / ob man in vrâgen wolde
HvFreibTr
1192;
er [...] vuor dort her / in allen
den gebêrden, / als ob in ûf der erden / nieman törste bestân ebd.
1707
2
‘Art, Erscheinung’
[Gott,] der von Davites geslechte / geborn wart in der
erden / in menschlichen geberden HeslApk
5468
MWB 2 125,35; Bearbeiter: Tao
gebærdehalp
Adv.
‘hinsichtlich der äußeren Erscheinung’
dar zuo swie wol gebære / gebærdehalp er
[Tristan] wære, / sô was doch innerthalp der muot / sô
reine gartet und sô guot, / daz edeler muot und reiner art / under helme nie bedecket
wart Tr
6716
MWB 2 126,37; Bearbeiter: Tao
gebære
Adj.
1
‘angemessen, schicklich, passend’
1.1 ohne weitere Erg. 1.2 mit Dat.- bzw. Präp.-Erg. 1.2.1 mit Dat. 1.2.2 mit Dat. und Präp.-Erg. 1.2.3 mit Präp.-Erg. 2
‘übereinstimmend, vergleichbar’ , mit gegen
1
‘angemessen, schicklich, passend’
1.1
ohne weitere Erg.:
swie wol gebære / gebærdehalp er wære, / sô
[...]
Tr
6715;
die lanthêrren sprâchen dô, / daz diu suone wære /
gevellic unde gebære ebd.
11384.
5416;
wê, daz ich der süezen mære / von der werden sol gedagen,
/ diu mich dûhten ie gebære SM:UvS
23: 2,3;
got undirschiet in schiere / welhis vihe in
zezenne [= ze ezzenne
] were, / reine
und gebere RvEWchr
12863
(auch möglich zu 1.2.1)
1.2
mit Dat.- bzw. Präp.-Erg.
1.2.1
mit Dat.:
einen gürtel, der im rehte kam, / ein schapel unde
ein spengelîn, / diu ime gebære mohten sîn Tr
10834;
RvEWchr
6452;
JTit
6293;
vor slâfe süeziu mære / sint frouwen site gebære
Parz
202,18;
RvEWh
9752;
der name was ime gevallesam / und alle wîs gebære
Tr
2005;
mit eime tode der nit wære / eime kuͤnge wol
gebære Rennew
24652;
ob im daz niht gebêre / noch zu willen wêre
Kreuzf
7685;
die [Pilger] wâren gote
gebære [gottgefällig]
Tr
2624;
sældebære, dû bist mir gebære KLD:GvN
27: 3,2.
– mit einem daz-Satz als Subj.:
gebære und ouch gezæme / was dannoch sîner frîen
hant, / daz er sîn gelt gæb und sîn lant / swar in sîn wille trüege
KvWSchwanr
598.
– mit einer Inf.-Konstr. als Subj.:
sô rîche gâbe ich nie gesach, / swem si rehte
wære / zenpfâhen gebære Parz
546,14;
ob ez mir hie wære / ze sagene gebære
Tr
4160
1.2.2
mit Dat. und Präp.-Erg.:
er trahte ange und ange, / waz namen ime gebære /
nâch sînen dingen wære Tr
1985;
swaz minnesiechen liuten / vür seneclîche swære / gemæze ist und
gebære KvWTroj
16740;
ir vrouwen lêrte si dô, / waz antwürte ir gebære / ze
disen listen wære Tr
13747.
ob er ieman vünde dâ, / der ime reht unde gebære / ze
sîner vrâge wære ebd.
3889.
kein geberc [Versteck] , /
daz in reht unde gebære / zuo zir lâge wære
14605
1.2.3
mit Präp.-Erg.:
wâ gewesen wære / ein volc dâ zuo gebære / daz ez des
grâles pflæge Parz
455,6
2
‘übereinstimmend, vergleichbar’, mit gegen:
doch wizzest, daz min [des Evangelisten Johannes]
heilickeit / gein im [Johannes dem Täufer] ist niht gebere
HeinzelJoh
34,6
MWB 2 126,43; Bearbeiter: Tao
gebære, gebâre
stFN.
von gebâr stM. nicht immer zu unterscheiden.
1 Art, wie man sich bewegt, beträgt, verhält: ‘Gebaren, Gebärde, Betragen,
Verhalten’ (mit fließendem Übergang zu 2 ) 1.1 allg.; oft mit charakterisierendem Adj. (s.a. unter 1.2 und
1.3 ) 1.2 mit Präp. 1.3 in Verbindung mit bestimmten Verben 1.4 formelhaft in Vergleichen, z.T. in 2 übergehend 2
‘äußere Erscheinung, Aussehen, Gestalt’ (nicht immer scharf zu
trennen von 1 )
1
Art, wie man sich bewegt, beträgt, verhält: ‘Gebaren, Gebärde, Betragen,
Verhalten’ (mit fließendem Übergang zu 2)
1.1
allg.; oft mit charakterisierendem Adj. (s.a. unter 1.2 und
1.3):
al sîn gebâre was tugentlich Gen
1845;
vil schone sin geberre was Roth
2198;
und was im doch dar zuo gereit / ze der länge grôz
behendikeit / und hübschlîche gebære UvZLanz
7553;
sîn gebêre daz was eislîch SAlex
1813;
Rol
8209;
owi wie jemerliche is nu din gebere, / groze cuͦninc, suze vader,
inde herre! Lilie
36,11;
we ritterlich is syn gebere KarlGalie
4960;
swaz div zunge niht moht gesagen, / daz zaigete ir
[des Esels und des Rindes] gebere: / daz da komen
were / aller werlte herre Wernh
A 3501
1.2
mit Präp.:
in dûht an ir gebâre si wâren spehâre Gen
2149.
1414;
Wh
47,9;
von gutem gelazze, / einfeltic an der gebere
Herb
153;
KarlGalie
10608;
do [...] man an seiner geper vernam / das er ain
pot wer Seifrit
7016;
er vuor ûf von der bâre / in vremder gebâre Er
6599;
grâve Bertholt [...] reit / gar
in grôzer werdicheit, / in heldes gebâren Kreuzf
1755;
in loesem gebere / wart hei van yn intpfangen KarlGalie
631;
mit so getanen gebaren, / die hurlich waren
SüklV
494;
der intfenc ene vrumeliche / mit godeme gebare
Roth
1425;
swer aber sich von mir virret / mit unguotlicher gebâr
Ottok
10108;
ouch clagete sie [Hirschkuh] iz
an der stunde / mit den dinge alse si kvnde, / mit lute ioch mit gebere, / daz
sie in noten were. / die zvngen sie vz racte, / die bein sie uon ir stracte
Ägidius
395
1.3
in Verbindung mit bestimmten Verben:
mir drouwet ir gebere. / ir ouge mich fluet, / ir mvnt
mich schuet, / zv mir zornet ir ganc Herb
9435;
do erzeigten ir gebâre / daz sie niht enswar
Wernh
3634;
ine hân des niht vergezzen, / ine künne wol gemezzen /
beide ir bærde [La. gebære
] unt ir site
Parz
115,1;
sîn tother goumen began / der knappen gebâre KlageB
2867;
nu hab du die gebære [mache du die
Bewegungen] , diu werc wil ich begân NibB
454,3;
sine hende er zv samne sluc / vnde hette sulcher gebere
gnvc, / als man zv habende phlit, / swenne im die sorge bi lit
Herb
15460.
13212;
Rennew
36130;
oich leert sy [...] eyn vil
lieplich guͦt gebeer MinneR496
119;
di kuninge fâhten under in / unz ane den dritten tac, /
sô nieman dâ ne gesach / blôdis mannis gebêre SAlex
4604;
si tet wider in dei gebâre dei ime wâren ummâre
Gen
1879;
ob ez [Tier] rehte vernæme /
ir [Enites] trûrige gebâre Er
5862;
sie vlizen sich [...] na
riterlichen gebare Roth
1374
1.4
formelhaft in Vergleichen, z.T. in 2 übergehend:
ime [Alexander] was ouch sîn
gebâre, / alser ein furste von allen landen wâre VAlex
161;
er hât [...] die gebære, / sam ez im zorn wære
Bit
601;
do ging gein ir ein einig man / reht in der gebere / als
ein gertenere HvNstGZ
4179
– meist in der gebær / den gebæren, als/ sam
... (u.ä.):
her infinc sie vromichliche / in allen den gebere, /
alser sie nie gesege Roth
2097;
SAlex
2736.
5663.
beide samt sie stunden / in sulchen gebaren, / als
sie vurzaget waren Herb
8425;
er warf sich [stellte sich] in gebære / als
er unsinnic wære UvEtzAlex
18473;
ir tuot dem gelîche und sît in der gebære, / sam diu edele Kûdrûn iu
vil guoten helden sippe wære Kudr
1244,3;
David [...] reit vil balde synen weg /
[...] in alle deme gebere, / off hei eyn
pilgerein were KarlGalie
505
2
‘äußere Erscheinung, Aussehen, Gestalt’ (nicht immer scharf zu
trennen von 1):
er [Gott] bigan daz bilede
[sein Ebenbild] machôn: / daz houbit tet er sinewel,
zôch uber den gebel ein vel, / gab ime guot gebâre, bedacte iz mit hâre
[...]
Gen
117;
er lach [schlafend] an dem gebêre,
/ alser wêre vil rîche SAlex
5462;
der engel was in der gebær, / sam er ein jüngelinc wær
EnikWchr
3675;
er [Moses] sach
sie [sc. die gotheit Gott] in der gebær, /
sam si ein fiur wær / ûf dem berg unde brunn ebd.
8691;
got hirre, [...] do du
schuletes [bist verborgen] undir menschlichem gebere
Brun
9464;
ûf der krônen obene / sungen wol die vogele / in allen den gebæren, / sam si
lebende wæren LaurinA
221;
Seifrit
4863;
wie er sâhe, [...] drî
zeinen [Körbe] , melewes folle, / unt in der oberisten
wâre allere brôte gebâre, / dei dehein phister chunde machen Gen
1971.
– verblasst ‘Art und Weise’
duo der geweltige got al sîn werch fole tet / unt nieweht
getân hêta daz ime misselîcheta / in deheinen gebâren, want si vile harto guot
wâren Gen
225;
duo dei wênigen liute fluren daz engliske gewâte / unt
nacchet wâren in suntlichen gebâren / / unt si in dem paradîse wesen nemuosen
ebd.
488;
mîn wille in den gebæren / was, daz ich triuwe gein iu
hielt Wh
66,4;
er sagete im alle die gebâr, / wie er zuo im was komen dar, / manic
engestlîche reise / in gar herter freise ErnstD
3815.
– meist in der gebære / den gebæren (u.ä.) mit folgendem
Komparativsatz:
so luthe [...] daz golt rot / in
allin den gebærin, / alsiz himelbliche werin Roth
3542.
4954;
der berg söllicher höche pflag / in aller der gebere /
als in dem lufte were GTroj
20587;
Dietr
6548;
die [Türriegel] prasten in den
gebaren / sam si nie isen gewunen GvJudenb
3982;
sîne boten er ouh sante / heim ze Kriechlande / und hîz
[...] ein brûtlofte stiften / in allen dem gebêre,
/ alser dâ selbe wêre SAlex
4010
MWB 2 127,22; Bearbeiter: Tao |