e – ëbenbürtecheit ëbendol – ëbenguot ëbenheilec (?) – ebenisch ëbenjunc – ëbenmenden ëbenmensche – ëbenstrenge ëbensuoʒe – ëbenwette ëbenwîch – êbrëchærinne êbrëchec – eckerich eckerlîn – edelkeit edelkint – effede effelîn – ege|sam eges|bærec – êhaftec, ehtec êhafteclîche – ehten ehter – eichermel eichgrabe – eidigen eierære – eigenerge eigengeborn – eigenschaft eigenschaftlich – einbærkeit einbærunge – einent einenthalp, einenthalben – einhalp, einhalben einhël – einlift einlifthalp – einöuge einöugec – einstirn einstrîtec – einvach einvalt – einworhte einwort, einwürte – eischtac eischunge – eiterbluome eiterbrâme – eitertrache eitervar – êkonvrouwe ekub – elfenbein elfenbeinîn – ellendeclich ellenden – elmëʒ
elne, elle – emb- ember – emʒlîche en – enbicobe enbieten – enbore enbœrec – ende endeblat – endeschaft endeslac – enein hëllen enein komen – engegenen engegengân – engelkeiserinne engelkôr – engelvürste engelwësen – englîmen englimmen – enhundert enîdrus – enklieben enklœʒen – enmitten enmittenzwei – enphrüenden enphüelen – ensîten enslîbe (?) – ent- ent|ænegen – enthalben enthalt – enthitzen enthiuten – entlegen entlêhenen – entliutern entlocken – en|toben (?) ent|ordenen – ent|rigeln ent|rîhen – entsagen entsagunge – entschîben entschicken – entsebelich entseben – entslîchen entsliefen – entspitzen entsprëchen – entsüenen entsunkenheit – entvëlhen entvëlhigen – entvliehen entvlieʒen – entwachen entwâfenen – en|twelmen en|tweln – entwësenen entwëten – envalten envar – ênzeclich enzeichenen – enzückunge enzündærinne – ephichwurz ephimera – erargen erarmen – erbarmen erbarmhërze – erbeclîche erbedienest – erbe|insigel 1erbeiten – erbelôsunge erbeman – erbeschilt erbeschrîn – erbeveste erbevîent – erbieten erbietunge – erblœʒen erblüejen – erbrogen erbrüeten – ërden-, ërtmëʒʒer ërden-, ërtvruht – erdiuten erdoln – êregîtec êregîtikeit – êrenhüetære êrenhüge – êrenvest êrenvrëch – ergëben ergëbenheit – ergetzen ergëtzen – erglitzen erglîʒen – ergrisgramen ergriulen – erharn erharten – erhogen erhœhen – eringrieʒ
erinnern – erkennelich erkennen – erklepfen erklîben – erkræjen erkrallen – erkuolen erkuolunge – erlegen erlêhenen – êrlich erlîden – ér|lôn erlônen – erlusten erlustigen – ermelzipf ermen – ernacken ernaʒʒen – ërnesthaftic ërnesthafticheit – erqueln erqueschen – errîhen erringen – erscheinunge erschellen – erschrîben erschricken – ersîhen ersiht – ersnellen ersnîden – erstandunge erstarken – erstieben erstîgen – ersuochære ersuochærinne – ërtbærec ërtber – ërtgerüste ërtgruft – ertougen ertouwen – ertücken ertumben – ervære ervâren – erviselunge erviuhten – ervreisen ervriesen – erwahsen erwæjen – erwëgen erwëgen – erwermen erwern – erwîtern erwîʒen – erzeigen erzeigunge – erziugen erziugunge – eschenbürnen ê|schillinc – esellîp eselmære – esser estel, estelîn – ëtevil ëtewâ – etzweide etzwise – êwelich ê|wëlten – ê|wise ê|worhte – ëʒʒesac ëʒʒic – eʒʒisch|türlîn
|
eintwëderhalp, eintwëderhalben
Adv., Konj.
auch einweder(t)-, entweder(t)-.
1 Adv. 1.1
‘auf/ von einer von beiden Seiten’ (bezogen auf zwei Parteien) 1.2
‘auf keiner von beiden Seiten’
2 Konj., korrelierend mit noch
‘weder … noch’
1
Adv.
1.1
‘auf/ von einer von beiden Seiten’ (bezogen auf zwei Parteien):
daz alle geuangen ledich sin an schaden auf daz reht, die des tages, vnd
si gevangen wurden, eintwederhalben diener waren UrkCorp (WMU)
1541,6;
1368,24;
vnd hant ein ander gelobpt, dz man ein wederthalb sol zem tag senden, der
nu solt sin an dem nechsten meigentage UrkCorp
1845,33.
1.2
‘auf keiner von beiden Seiten’
reht als dâ ein presse den wîn von trûben gît, / sus wurden sie mit kraft
zesamne gevalten, / daz entwederhalp der druc mohte werden gar voldiuhet / vor
den, die zwischen in beliben Loheng
4587;
entwederhalp wart lützel dâ gezartet ebd.
4900
2
Konj., korrelierend mit noch
‘weder … noch’
so bit wir dich, herre, himelischer vater, daz dv vns niht
verlaitest in bechorvnge, daz wir entwederthalben niht bestrichet werden in der
svnden gelvst noch in versovmvnge des gvͦten DvAPatern
290
MWB 1 1550,58; Bearbeiter: Runow
eintwëdersît
Adv.
‘auf/ von einer von beiden Seiten’ (bezogen auf zwei Parteien):
vnd swenne die vierhvndert marg gegeben sint antwedersite oder beidersite
UrkCorp (WMU)
343,30
MWB 1 1551,14; Bearbeiter: Runow
einunc
stM.
→
einunge
MWB 1 1551,18;
1einungære
stM.
‘städtischer Bediensteter’ (zuständig für die Einhaltung der
Gebührenordnung):
es sol oͧch enkein burger, koͧfman noch gast sin gebende in binden, ê das es
von den einungern in den sak geschoͧwet werde StBZürich
86;
daz man [...] zwêne einunger sol hân des kleines
râtes, die ze den heiligen gelêrte eide swernt [...], daz
si die einunge volfüerin die in von klage wegen geklagt werdent StRDinkelsb
100;
StRZürich
250
MWB 1 1551,19; Bearbeiter: Runow
2einungære
stM.
‘(wegen Rechtsbruchs) Ausgewiesener’ (vgl.
einunge
2.5
):
wer vnd welich eynunger mitt der statt paner inkomen mogen StRBern
1:208,23
MWB 1 1551,29; Bearbeiter: Runow
einunge
stF. , einunc
stM.
die mask. Formen überw. im Alem., auch sw. Pl. (vgl. 2.4).
1 theol./ myst. ‘Einheit, Vereinigung’
1.1 von Gott ‘(innertrinitarische) Einheit’
1.2 bezogen auf die Vereinigung von Mensch und Gott 1.3 bezogen auf die Menschwerdung Christi in der Eucharistie 1.4 bezogen auf Leib und Seele 2 überw. rechtssprachl. ‘Übereinkunft, Bündnis, Verordnung’ sowie der Verstoß
dagegen (vgl. detailliert DRW 2,1477-1480 und WMU 1,443f.; s.a. 2 HRG
1,1306-1309) 2.1
‘Einigkeit, Eintracht’ , allg. 2.2
‘(durch beschworene Übereinkunft begründete) Gemeinschaft, Bündnis’
2.3
‘Satzung, (Rechts-) Ordnung (einer Gemeinschaft)’
2.3.1
‘Zunftordnung’
2.3.2
‘Flurordnung’
2.4
‘Bann-, Rechtsbezirk’ (auf den sich die Satzung einer Gemeinschaft bezieht,
vgl. 2.3.2 ) 2.5 Verstoß gegen eine rechtl. Vereinbarung und dessen Ahndung 2.5.1
‘Rechtsbruch’
2.5.2 darauf bezogene Zwangsmaßnahmen
1
theol./ myst. ‘Einheit, Vereinigung’
1.1
von Gott ‘(innertrinitarische) Einheit’
mit drîunge / diu drîe ist ein einunge, / ein got der hôhe hêre
Walth
3,5;
so gruͤs ich [...] die
wunderlichen einunge der heligen drivaltekeit Mechth
7: 25,4;
daz kein einunge grœzer sî, dan daz die drîe persônen sîn ein got
Eckh
1:172,3;
BenGeb
91;
Teichn
3,98
1.2
bezogen auf die Vereinigung von Mensch und Gott:
swenne wir gottes lichamen enpfan, so
[...] mischet sich gottes menscheit mit únserm
grúwelichen lichame, [...] dise selig einunge soͤllen
wir mit grosser huͦte behalten Mechth
4: 8,11;
diu sêle ist vil næher mit gote vereinet dan lîp und
sêle, die éinen menschen machent. disiu einunge ist vil næher, dan der einen
tropfen wazzers güzze in ein vaz wînes Eckh
5: 269,5.
1:172,4
1.3
bezogen auf die Menschwerdung Christi in der Eucharistie:
ditz brot wart zesamen gewollen mit der einvnge der
menslichen natvre vnd der gotlichen person vnd gebachen mit des hiligen geistes
hitze in dem ofen des magtlichen libes miner frowen Sant Marien
DvAPatern
157.
–
‘Kommunion’
swer gotes lîchnam wil enphân, / der sol in der
gemeine bestân / kristlicher einunge / mit des gelouben ordenunge, / wan
swer mit sunden wirt behaft, / di einunge an im verlûst ir kraft
JvFrst
1671
1.4
bezogen auf Leib und Seele:
sy [
anima
] ist geaint mit dem leib [...] die
ainung ist zwaierlay, wann sy ist mit dem leichnam geainet als ein wegeͣr [
motor
]
KvMSel
145.
180
2
überw. rechtssprachl. ‘Übereinkunft, Bündnis, Verordnung’ sowie der Verstoß
dagegen (vgl. detailliert DRW 2,1477-1480 und WMU 1,443f.; s.a. 2HRG
1,1306-1309)
2.1
‘Einigkeit, Eintracht’, allg.:
einunge an in beiden, / der stric ir beider sinne
Tr
12174;
daz si solich zweien [Zwist] /
bræhten an ein einunge Ottok
12453;
der stain hât die kraft, daz er frid und ainung machet
zwischen den läuten BdN
258,6;
Serv
756.
–
‘(einhelliger) Beschluss, Verabredung’
in der einunge [zur Tötung aller
männlichen Neugeborenen] di si heten irchorn / do wart
Moyses geborn VMos
32,8.
32,4;
entzwischen sie do machen / begunden die einunge /
swie disse vrowe junge / queme en zu bestricken Daniel
7491;
das er [König Rudolf] vns an diseme dinge
geruͦche ze gebende sinen gunst vnd och das jngesigel sinre maiestat ze
bestetende disen einung heisse henken an disen brief UrkCorp (WMU)
829,1
2.2
‘(durch beschworene Übereinkunft begründete) Gemeinschaft, Bündnis’
diu ainunge ist zeprochen: / der zwelue ist der turisten
ainer gelegen Rol
5868;
der sich in ein ainvnge zuͦ dem andern gesatzt hat mit eiden oder mit
gelubden UrkCorp (WMU)
467,15;
verbieten wir all einung und alle eide, di [...]
wider uns [...] geschehen mohten UrkSalzb
4,169
(a. 1287).
–
gescheh aber das, daz ir kainer ain messer zuhti uber ieman,
[...], so sol er zwainzig pfunt gen in ainem
manode in die geswornen ainunge [Gerichtsbehörde]
StRVill
8.
–
‘Zunft, Innung’
ez sol auch kain hantwerch kain ainunge machen under in ane dez rates
wort NüP
140;
so wilt der rait, dat si noch ire naykomelynge noch nummer geyne
andere persone die vleishampt oevent [ausüben]
gein samenunge, einunge noch rait noch broyderschaf
[...] haven en solen UrkStVerf
395
(a. 1348)
2.3
‘Satzung, (Rechts-) Ordnung (einer Gemeinschaft)’
vber diz allez mvgent die burger von Colmer vber sich selben einunge
sezzen, alse si dunkit, daz ez in selben vnd der stete nvͦzze si UrkCorp
(WMU)
372,35.
2318,16.
– in der Paarformel reht/ êwe unde ~
:
Minoz ein wisir wigant / von erst ouh bi dén ziten
gap / ê und einunge urhap / ze Crite dem riche / und lerte si wisliche / wie
si sih solten halten, / reht und einunge walten RvEWchr
20199;
die vier vnd zwenzig, die mûn [l. mugen
] machon reht vnd einunga [...], also
sû dunket UrkCorp (WMU)
248A,32.
2.3.1
‘Zunftordnung’
vnd dv́hte oͮch deheinen zvnftmeister, das sin zvnft eines einvnges
bedoͤrfte, der ir nvz vnd ere were UrkCorp (WMU)
1798,38;
der herre hat oͮch [...] gewalt gegeben den
zvnftmeisteren ze Friburg [...] ze sezzende vnd ze
machende einvnga ebd.
1797A,20;
StBZürich
88
2.3.2
‘Flurordnung’
ainunge uber unser und des richs walt StRMosb
546
2.4
‘Bann-, Rechtsbezirk’ (auf den sich die Satzung einer Gemeinschaft bezieht,
vgl. 2.3.2):
jn diseme eînunge sint gelegen mit namen dez frîen Stoͤckahe, der
Sunderban, daz mittel Stockahe UrkCorp (WMU)
N568,33.
1953,1;
daz buweding [...], daz zu deme gerichte gehörich
ist und also von alder herkomen ist, wand unse marcken und einungen dainne
gelegen sint von unserm erbe UrkTrier
322,23
(a. 1351)
2.5
Verstoß gegen eine rechtl. Vereinbarung und dessen Ahndung
2.5.1
‘Rechtsbruch’
jst aber, daz eîn vsman [...] in den welden
howet ane vrlobe, der sol fur den eînunge soliche besserunge tun, alse eîn
schultheîze vnd der rat vͤber eîn koment UrkCorp (WMU)
N568,23;
swer dez eînungez von andern luͤten vber seît wurt ebd.
N568,12;
die, so eynung vnd frefell verschuldt hatten StRBern
1:208,26
2.5.2
darauf bezogene Zwangsmaßnahmen:
swenne oͮch der herre vrlv́gen wil, so sv́ln die burger enheinen
einvng machen v́ber nieman, der ime helfen wil UrkCorp (WMU)
1797A,14;
wir geben den zvnftmeistern gewalt, das sv́ alle, die vnder in sint,
mvgen mit einvngan betwingen, fv́r sich ze komende vnd wafen ze habende
ebd.
1798,36.
–
‘Bußgeld’
swer dem andern sin ewip enwechfuͤrt, der riht die grossun ainung
StRÜberl
14;
swer [...] ane
[...] vrlobe vnd geheîz howet oder heîzet
howen in den selben welden [...], der sol des
eînungez schuldig sin, alse dicke er daz tuͤt UrkCorp (WMU)
N568,9
MWB 1 1551,33; Bearbeiter: Runow
einunt
Adv.
→
einent
MWB 1 1553,21;
einusse
stF.
→
einnisse
MWB 1 1553,22;
einusside
stF.
→
einnissede
MWB 1 1553,23;
einvach
Adj.
‘einfach, schlicht’
ze hulle sol er tragen hie / ein einvachen mantel
grâben [l. grâwen
] , / der sol niht flentschieres [Fransen]
haben Ottok
20032
MWB 1 1553,24; Bearbeiter: Runow
einvalt
Adj., Adv.
adv. auch einvalten.
‘einfach’
1
‘(in sich) eins, nicht teilbar’
2
‘einfach, ungekünstelt, rein’
2.1 personen- und verhaltensbezogen 2.1.1 im Hinblick auf Verstand und innere Haltung 2.1.2 bezogen auf Lebensführung und Handeln 2.2 nicht personenbezogen ‘schlicht’
3 Adv. ‘einfach, bloß’
1
‘(in sich) eins, nicht teilbar’
swaz êweclîchen stât, / daz ist allez ainvalt, / swaz menige
scol hân, / daz muoz allez zegân, / [...] / al daz man
getailen mach, / daz enhat nehain êwechlîche chraft. / swaz ainvalt ist und aine, /
daz enmach niemen getailen, / [...] / iz enhât angenge noh
ende Kchr
3242;
vater, sun, heyliger got, / dreyer wurchen und ains gepot, /
drey genent und doch ainvalt Teichn
332,3;
SM:EvS
2: 1,2.
–
‘ungeteilt’
si wurden ein und einvalt, / die zwei und zwîvalt wâren ê
Tr
11716;
subst.:
drifaldig got einfaldig ist über all einfalt
Mügeln
13,4.
–
‘unvermischt’
sin [des Chrysoliths] varwe ist
ime ainvalt / unte schinet also daz golt HimmlJer
302.
–
‘einzeln, einmal’
cassia lignea [...] hât
cinamomes kraft, aber sein kraft ist niht sô stark und dar umb muoz man ez
zwivalden in den erzneien, dâ cinamomum ainvalt guot ist BdN
363,14;
swes minne mit der liebe hat / staͤte geselleschaft, / da
genzet sich der minne kraft: / ane liebe ist ir gewalt / gehalbieret und ainvalt
RvEWh
5006.
–
Polixena was einfalt [einzigartig
?] , / zv der schonsten gezalt / vnder den andern zwein
Herb
3277
2
‘einfach, ungekünstelt, rein’
2.1
personen- und verhaltensbezogen
2.1.1
im Hinblick auf Verstand und innere Haltung:
er was wis als ein slange, / als ein tube einfalte
[Mt 10,16]
Litan
856;
hoͮtet ivch, daz ir die einualten iht betrieget
Spec
141,33;
so sol man zem minsten einen juden han ze gezivge, vnde ist ez also,
daz nvͥt ivden da sint gewesen, wen erzivget ez wol mit einvalten
[rechtschaffenen] cristenen mannen
SchwSp
117a;
nû was daz einvalte [unbedachte] kint / an
sô getâner minne blint / und diu reine tumbe / enweste niht dar umbe
Greg
345.
–
‘töricht’
ein ietslîch man / sol sînen hêrren hân für vol. /
[...] / dient er dem fremden durch gewalt,
/ sô ist er tump und einvalt Wildon
4,280
2.1.2
bezogen auf Lebensführung und Handeln:
swerz mit einvaltem dienst erholt Wh
322,11;
nû begund er [...] predigen mit einvalten
worten LvRegFr
1166
2.2
nicht personenbezogen ‘schlicht’
keiner leie ander brôt, danne einvalt weizenbrôt PrBerth
2:87,24;
der ander ietweder schrîn / was niht wan einvalt hülzîn, /
die man gezierde gar erliez RvEBarl
1838;
sie machten wende vnde dach /
[...], / zv dem ersten einfalde, / sint baz vnd baz
Herb
4614
3
Adv. ‘einfach, bloß’
die got furhtent [...]. / in sîn
scôz er si setzet, alles leides ergetzet. / [...], / die
nehôrent gebâge, die sehent einvalte genâde Gen
1047;
in wie manigen ort / sie daz konden spalten / drivalten vnde einvalten
Kröllwitz
1024;
seyt sy sich ainvaltig an in lat UvLFrb
1429
MWB 1 1553,28; Bearbeiter: Diehl
einvalte
stF.
‘Einheit, Einfachheit’
1
‘Einheit, das Einssein (Gottes)’
2
‘Schlichtheit, Arglosigkeit’
2.1 in Bezug auf Verstand und innere Haltung 2.2 in Bezug auf Lebensführung und -einstellung
1
‘Einheit, das Einssein (Gottes)’
dâ von mac götelîchiu einvalt von der heiligen drivalt niht sich gemêren
DvAOff
53;
die benanten personen dri / ein essencia an gote si, /
vereinet in rehter einvalt, / mit drin namen ein gewalt Vät
30107;
wie sich gotes magestat / setzt in seiner trinitat, / wie die
lawter ainvalt / in drein person sich ewig halt KvMSph
2,30
2
‘Schlichtheit, Arglosigkeit’
simplicitas kut ‘einvalt’: / diu was an im
[Paulus ’Simplex’, ein Antoniusjünger] vollenkumen /
gar mit tugentlichen vrumen Vät
2512
2.1
in Bezug auf Verstand und innere Haltung:
ích nihabo bihalten [...] rehta ánadâht, rehta
einualti BambGlB
147,28;
mit der reinecheit sines herzen unde mit siner einualte
Spec
110,24;
ez [das Zweifeln] ist von
unwisheit, / die min einvalt an mir treit Vät
23774;
einveltec muot ist stæte, / kument aber wise ræte / mit scharfem sinn in
die einvalt, / so wirt diu einvalt mit gewalt / in ir kraft gestœret / und wol
zwivalt betœret Schreiber
195.
–
‘Geradlinigkeit’
einvalte zimet der minne wol, / diu âne winkel wesen
sol; / der winkel, der an minnen ist, / daz ist âkust unde list
Tr
16933;
zwivalt, drivalt, sibenvalt / hânt dich vertriben, slehtiu einvalt, /
daz du worden bist gar unwert Renner
8618
2.2
in Bezug auf Lebensführung und -einstellung:
glaub in ainvalt / allez daz du glauben salt
Teichn
564,4089;
dem volke wont einvalt bî, / vor aller hande hôchvart / sint sie
volleclich bewart UvEtzAlex
22222;
ob dehein gebrest an der selben schiedvng gewesen ist von einvalt
[ohne böse Absicht] oder von vergezzenheit
UrkCorp (WMU)
1302,37
MWB 1 1554,18; Bearbeiter: Diehl
einvaltec
Adj., Adv.
auch einveltec, adv. einvaltegen.
1
‘(in sich) eins, unteilbar’
2
‘schlicht, einfach, arglos’
2.1 personenbezogen 2.1.1 oft im Hinblick auf Verstand und innere Haltung 2.1.2 bezogen auf Lebensführung und Handeln ‘schlicht, unwissend’
2.2 nicht personenbezogen ‘schlicht’
3 Adv. 3.1
‘einmal’
3.2
‘ohne Umschweife’
1
‘(in sich) eins, unteilbar’
o wi einualdige trinitas, / ein gewaldiger got
Litan
173;
einfaldig got, doch in personen drie Mügeln
172,10;
daz si [die Seele] zu file geteilit ist, daz si
nicht einualdic inist Eckh
3:470,10.
–
‘ungeteilt’
daz weip [des Krebses] hât den
êrsten fuoz gespalten und der man hât in ainvaltig und ungespalten
BdN
248,34.
–
‘unvermischt, rein’
ein ercenie ist einfaltic, als si di nature hat gemachet.
di ander ist zu samne gesetzet uon menschlichem sinne SalArz
81,44
u.ö.;
Ipocr
11;
ez ist ain frâg, wie sô mangerlai kraut auz der erden
wahs, seint diu erd neur ainerlai ist, wan si ist ain ainvaltigz element
BdN
378,7;
StRAugsb
196,22.
196,19
2
‘schlicht, einfach, arglos’
2.1
personenbezogen
2.1.1
oft im Hinblick auf Verstand und innere Haltung:
syt dorumme wyse alse dy slangen unde eynveldik alse
dy tubyn [Mt 10,16]
EvBerl
142,21;
Abel was einvaltich unt semfter,
[...] / an nehein ubel er nedahte
Gen
614;
MarlbRh
83,15;
FvSonnenburg
1,7;
si [Maria Magdalena] brante
sere in einvaltiger minne sunder hohe bekantnisse himelscher dingen
Mechth
5: 23,185;
wîlen was man ungewon / valschlîcher minne; / mit
einvaltigem sinne / minten si ein ander dô Wig
10248;
ain waltrint. daz hât ainen ainvaltigen sänften
anplik, aber ez ist gar [...] grimmig, sô ez zornig
wirt BdN
123,11;
ob man einvaldige vornimet / den sin ane tiefe
list [tiefere Einsicht]
HeslApk
17434.
–
‘rechtschaffen’
so sol mir vnd avch meinen ereben wandel vnd pvezz dar avf gen als
ainem ainvaltign lantmann UrkCorp (WMU)
2544,38;
da sol niemen geziuk umbe sin wan einvaltige
burgaer unde niht uzlute StRAugsb
139,5;
iren einfaltigen worten zuͦ gloubende sin sol StRSchlettst
53.
–
‘unbedacht, einfältig’
man sol die huote kêren / an irriu wîp und an
kint, / diu sô einvaltec sint / daz sî eins alten wîbes rât / bringen
mac ze missetât Iw
2896;
dô was daz liut einvaltic, / daz twanc er
[Jupiter] in sîn gebot
RvEBarl
9952;
daz Symon des tuuels knecht / treib so groz vnreht / vnder
einueldigen schafen Pass I/II
172,35
2.1.2
bezogen auf Lebensführung und Handeln ‘schlicht, unwissend’
einvaltic volc und arm persônen JvFrst
6141;
wan si ungelert læut waren und einvaltich
PrOberalt
114,22;
ez waz ein dore einveldich an uzerlichen und zu werltlichen dingen
HlReg
76,15;
wan ich der kunst einvaltec was / der er
[der Abgesandte des Teufels] mir vil vor las
Vät
8687
2.2
nicht personenbezogen ‘schlicht’
unde sol auh kein lodwaeber
[...] kain tuch ziugen wan von einvaltiger wolle
StRAugsb
42,6;
UrkCorp (WMU)
548ABC,10,36;
Elizabet die gute / einen einveldigen mantel nam / uf ir houbet
Pass III
619,77.
– bezogen auf die Bibel: der reine (nicht bearbeitete, nicht glossierte)
Text:
ditz buch hat di heilige cristenheit zuͦ ir genuͦmen
[...] nach dem einualdigen texte EvBeh
Einl. 16.
Einl. 18.
– einfache Wunde (nicht blutend und ohne schwere Folgen, vgl. DRW
2,1379):
wer sich um einvoltigeu wunden unschuldigen will StRBrünn
358(2x)
3
Adv.
3.1
‘einmal’
daz sol er im mit der zwigvͤlt gelten, [...], ez
si danne, daz er niht fvͤrbaz muͤg, so soll er den schaden einvaltigen gelten
UrkCorp (WMU)
475A,34
3.2
‘ohne Umschweife’
die, die da geordent sint zuo haben daz ewig leben, die
sint einveltig [
simpliciter
‘schlichtweg’
] beschriben in daz buoch dez ewigen lebens ThvASu
290,16
MWB 1 1554,51; Bearbeiter: Diehl
einvaltecheit
stF.
auch einveltecheit.
‘Einfachheit’
1
‘Einheit, das Einssein (Gottes)’
2
‘Schlichtheit, Geradlinigkeit, Aufrichtigkeit; Torheit’
2.1 überw. personenbezogen 2.1.1 im Hinblick auf Verstand und innere Haltung 2.1.2 bezogen auf Lebensführung und Handeln 2.2 nicht personenbezogen
1
‘Einheit, das Einssein (Gottes)’
dv drivalticheite einvalticheit [interl. zu tu trinitatis
unitas
]
PsM
H 24,1;
aͤllú ding, als er sú gar gelassen hát in der manigualtikait, das wirt im
alzemal wider in der ainualtikait Eckh
1:246,3.
5: 412,6;
Tauler
72,9
2
‘Schlichtheit, Geradlinigkeit, Aufrichtigkeit; Torheit’
2.1
überw. personenbezogen
2.1.1
im Hinblick auf Verstand und innere Haltung:
daz üch mit driegen und mit liegen / nieman wol moge
triegen! / flißet uch einfeltikeit / als die duben! [vgl. Mt
10,16]
HvNstGZ
827;
MarlbRh
85,11;
den wisen lerte er
[Dominikus] fúrbas me, das er mit gotlicher
einvaltekeit solte temperen alle sin wisheit Mechth
5: 24,46;
nu begerte er von der ewigen warheit, daz sú im
guͦten underscheid gebi, [...], enzwúschent dien
menschen, die da zilent uf ordenlicher einvaltikeit, und etlichen, die da
zilent, [...], uf ungeordenter friheit
Seuse
327,27;
ein flissig bibliben bi dem grunde. o kinder, wie not
wer dis manigen guͦten menschen die in guͦter einvaltikeit ungewarnet
uzloͮffent von irme grunde Tauler
35,33.
–
‘Sorglosigkeit, Torheit’
mînes vater einvaltekeit / geschuof daz er mit
kreften reit / mit here ûf sîn selbes kint Wh
256,11;
als si den rât an viengen, / den si hâten ûf geleit, / in slehter
einvaltekeit / wânden Troiære, / daz ez gar alsô wære KvWTroj
47136;
‘sich, noch du blibes’, daz wib seit, / ‘sten in diner
eynvaldekeit?’ [
permanes in simplicitate tua, Iob 2,9]
Hiob
1004
2.1.2
bezogen auf Lebensführung und Handeln:
die selben brüeder lêrt er [Franziskus] dô
/ armuot und einvaltecheit LvRegFr
1239
2.2
nicht personenbezogen:
di eynveldikeit der rede [
simplicitas eloquii
] vil ym zu von der stat, do er geboren was Cranc
Vorr. Jer 80,5
MWB 1 1555,56; Bearbeiter: Diehl
einvalteclich
Adj., Adv.
überw. adv.; adv. auch -lîchen.
‘einfach’
1
‘einzig, unteilbar’
2
‘einfach, schlicht, ungekünstelt’
2.1 im Hinblick auf Verstand und innere Haltung ‘ohne Hintergedanken,
aufrichtig’
2.2 bezogen auf Lebensführung und Handeln
1
‘einzig, unteilbar’
di genanten personen dri / sint ein got einvaldiclich
Brun
4638;
glouben an einen got in drivaltikeit der personen, nút
manigvalteklich, sunder einvalteclich Tauler
74,31.
–
‘ungeteilt’
ie luter ainualtiger der mentsch sin selbes in im selber ist, ie
ainualteklicher er alle manigualtikait in im selber verstát Eckh
1:250,14.
–
Îsôt diu hæte ir sene, / ir triuwe und ir durnehtekeit /
einvalteclîchen an geleit Tr
19394.
–
‘einmal’ (im Ggs. zu mehrfach):
[Gott] gert niht mê, wan daz dû einvalteclîche
geltest unde widergebest PrBerth
1:74,39;
tuͦnt sú ime eins, so súln wir ime zwey tuͦn, minnent sú
in einvaltklich, ach, so súln wir in tusentvaltklich minnen Seuse
448,29.
376,17
2
‘einfach, schlicht, ungekünstelt’
2.1
im Hinblick auf Verstand und innere Haltung ‘ohne Hintergedanken,
aufrichtig’
nu lob ich dich herre unde gere ainvaltichlichen diner genaden
LambGeb
A 68;
in guͦtem muͦte / einvalteclih in guͦte
RvEWchr
31076;
vnde hat si [die Buße] ein man einvaltclichen
vnd vnwissende verwvͥrket, die buͦzze svln wir nvͥt gar nemen wan nach gnaden
SchwSp
153a
2.2
bezogen auf Lebensführung und Handeln:
taet [handelte sie] an mir einvalteclîche, /
als ich ir einvaltic bin MF:Joh
1:2,5;
wir loben ouch triwlich vnd ainvaltichlich, daz
[...]
UrkCorp (WMU)
3536,38;
wand er mit reinem hercen gar / einvaltecliche
[demütig] brahte dar / das reine opfir heilig
RvEWchr
5147;
[er] sprach denn dú wort nit einvalteklich, er sprach
sú mit einem suͤssen stillen gedoͤne in siner sele Seuse
17,23.
–
‘bescheiden’
[die hl. Familie] fuͦr wol erlich genuͦg, / als do
was sitte und fuͦg: / wan dennocht edel und rich / fuͦrent gar ainvalteklich
/ und nút mit grosser hoffart, / als sit gewonlichen wart
WernhMl
2554;
ob ein mensche einvalteclîche izzet oder trinket,
[...] daz heizent etelîche liute untugent
PrBerth
1:564,29;
wan sy ainfeltigkleichen gant / mit gepaͤr und mit
gewant Teichn
672,135;
sand Peter und sein genoz / dw got aus den andern
chos / und sew macht tugentreich. / ez waz nicht naturleich: / si waren
ainvaltichleich [von niedrigem Stand] geporen
ebd.
435,193.
–
‘ohne Vorbehalt, ganz und gar’
daz der mentsch sinen willen gebe in ains andren willen und
ainvalteklich gehorsam si PrGeorg
65,26;
also muͦs der mensche sich gotte lossen
einvalteclichen in gantzer getruwunge und in sinen ewigen willen
Tauler
397,4;
Teichn
564,3294;
so sol vns beidú dc guͦt vnd dú gúlte einvaltchliche ledig sin
UrkCorp (WMU)
3003,24;
einveltclich vnd ane gedinge ebd.
2361,25.
– im vereinfachten Rechtsverfahren ‘ohne Eid oder Zeugen’
ist awer daz man di clag ainvoltichleich vuert
[...] iener macht sich [ohne
weitere Zeugen] unschuldig mit czwain vingern
StRBrünn
367;
unde wollen si einvaldikliche klagen eine slechte klage
StRFreiberg
190,21
MWB 1 1556,28; Bearbeiter: Diehl
einvaltege
Adv.
→
einvaltec
MWB 1 1557,22;
einvaltege
stF.
‘Reinheit, Lauterkeit’
scône bist tú an rêinen gedánkon. dîn êinuáltige skînet in
állen dînen uuérchon Will
22,4;
dîn ôugon sínt tûbon ôugon: uuante dîu êinuáltege an dir
skînet, dîe dích der spiritus sanctus lêret ebd.
54,8
MWB 1 1557,23; Bearbeiter: Diehl
einvalten
swV.
1 tr. ‘etw. in eins bringen, einfach machen’
2 intr. ‘eins sein’ (nur Part.)
1
tr. ‘etw. in eins bringen, einfach machen’
Johannes uns veriach, / daz er die engele ruͦfen sach / mit drîn stimmen ein
wort, / vnde in wie manigen ort / sie daz konden spalten, / drîvalten vnde einvalten
Kröllwitz
1024;
ez ist sache [
der geneigunge
] diu einvaltekeit, in der si geeinvaltet ist, daz sî verdriuzet
manicvaltekeit der bilde Eckh (Pf)
645,29
2
intr. ‘eins sein’ (nur Part.):
der ainvaltent got, der mit sines gewaltes kraft
[...] ain creatur nach sin selbes bild schoͤpfen wolt
Stagel
98,31
MWB 1 1557,28; Bearbeiter: Diehl
einvaltlich
Adj., Adv.
adv. auch -lîchen.
1 Adj. ‘lauter, bloß’
2 Adv. 2.1
‘einzig und allein, nur’
2.2
‘ohne Hintergedanken’
1
Adj. ‘lauter, bloß’
daz tet der liebe sun sîn / in einvaltlîcher güete / durch
rehte dêmüete RvEBarl
14343
2
Adv.
2.1
‘einzig und allein, nur’
manege sint, die mere durch werltlichen roͮm goͮt toͮnt
denne einualtlichen durc got Spec
128,31;
tugent minnet manec man / einvalteclîche / durch got Flore
73
2.2
‘ohne Hintergedanken’
daz ich vleizchleichen vnd getrevleich vnd ainvaltleich pitte
UrkCorp (WMU)
2869,33;
daz geloben wir in bey vnsern trewen aynualtleichen vnd werleichen mit
vrchund ditz briefs UrkHeil
2,187
(a. 1343)
MWB 1 1557,39; Bearbeiter: Diehl
einvar
Adj.
‘gleichartig, einheitlich’ (vgl. Kluge, 275 s.v. Farbe):
diu sêle ist gemachet enmitten zwischen einem und zwein. daz ein ist diu
êwicheit, diu sich alle zît aleine heltet und einvar ist. diu zwei daz ist diu zît,
diu sich wandelt und manicvaltiget Eckh
2:134,1;
haiden di grimmen / di wolten gerne unter dringen / der
cristen scâr. / si waren alle ain uâr, / si waren aines muͦtes Rol
4738;
StrKarl
5756;
biz daz verhefelt ez [Teigmasse] gesaz / da mit ein
ander alles gar / wurde in den faszen ez einfar [
donec fermentaretur totum Lc 13,21]
EvStPaul
8557;
ob der rethoricus heizen sol / der verwen kan sîn rede wol, / so ist der
rethoricus gar / der sîn rede machet einvar: / ich meine des rede einvaltec ist
WälGa
9040.
–
‘einfarbig’
daz wart allez ein vare. / dem roten blute glich / wart der
dinge igelich Herb
12420;
der himel einvar unde blâ / schein sô rehte fîn lâzûr
KvWSchwanr
1090;
daz sint scharlachens maentel, rogke unde sukenie unde swaz
von einvarbem gewande ist StRAugsb
151,8;
UrkCorp (WMU)
33A,11
MWB 1 1557,51; Bearbeiter: Diehl
einveltec
Adj., Adv.
→
einvaltec
MWB 1 1558,9;
einveltecheit
stF.
→
einvaltecheit
MWB 1 1558,10;
einveltegen
swV.
1
‘in die Einfachheit überführen’
2
‘demütigen’
1
‘in die Einfachheit überführen’
[der Mensch] sol sin gemuͤt kern in das ainfaͤltig rain
bloͮzz leben gottes [...]. wenne der mensch also
geainfeltiget wirt in goͤtlichem wesen, so ist er ain luter mensch Lilie
77,23
2
‘demütigen’
do hette ich yre feyndt wol geainfeldiget [
humiliassem Ps 80,15] czu hant PsMb
28(Glossar)
MWB 1 1558,11; Bearbeiter: Diehl
einvier
M.
Bed. unklar (vgl. AWB 3,187; auch Etymol.Wb.d.Ahd. 2,999; SchwäbWB 2,605),
‘Einzelgänger, Sonderling’ (?):
ob man vind ain ainfier / der durch lust, durch libes gir /
wil werden brut und brutgan, / so ist och vil offt ain man / der durch gemach in
closter vert Teichn
572,59
MWB 1 1558,18; Bearbeiter: Diehl
einwëder
Pron.
→
eintwëder
MWB 1 1558,24; |