ërdenklôʒ
stMN.
1
‘Erdklumpen’
2
‘Erdkugel, Erde’
1
‘Erdklumpen’
daz her [Amor] als ein erdenkloz /
stet gemalet nacket und bloz, / bezeichent sine soldener
samen [zusammen] , / di do leben sunder schamen
Brun
A 5,23;
ei selecliches erdencloz, / dan uz [woraus] in
ganzer wirde groz / zu einer seleclichen vart / daz corperlin geschaffen wart
Elis
10091.
– zur Bezeichnung des Menschen:
unt was daz niht ein wunder grôz, / daz erz [der Mensch das
Spiegelglas] von aschen worhte, unt was doch selbe ein
erdenclôz? RvZw
189,5;
vür alle wunder ist wunder groz, / daz erden kloz / des scheffers ist
geselle Meissner
4:2,16.
4:3,2;
Boppe
1:11,1;
got [...] ist selber mensche worden vnt ist mit
eigener craft ce himele geuarn vnt do von han wir an ime einen erdencloss ce
himele gesant PrWack
65,64;
wir, eyn armir erdincloz Cranc
Vorr. 42
2
‘Erdkugel, Erde’
erbeben sehe wir ’n erdenklôz WernhSpr
58,7;
biben muz der erdenkloz, / swie er ist kreftec unde groz Pass III
329,9
MWB 1 1840,4; Bearbeiter: Tao
erdenkunge
stF.
‘Trug, Täuschung’
durch erdenckonge und lugenheit, /
[...] mag ich [personifiz.
Habgier] nit laßen, ich muß myn zonge ußziehen / so mir gelt
werden sal und ich daz sehen Pilgerf
10179
MWB 1 1840,24; Bearbeiter: Tao
ërdenlast
stF.
‘Gewicht der Erde’, hier für ‘Erde’
din gotelichez kunden, / deme nie witze gebrast, / geschuf himel und erdenlast
Pass III
1,20
MWB 1 1840,29; Bearbeiter: Tao
ërdenmëʒʒerinne
stF.
‘Geometrie, Feldmesskunst’
ez ist ain lere in der kunst, die man geometriam oder
erdenmezzerinne haizzet KvMSph
19,14.
29,27
MWB 1 1840,32; Bearbeiter: Tao
ërdenplân
stM.
‘Erdboden’
doch rurte er [
rêchboc
] nindert an / die erde noch erden plan, / vaste wart er sich rischen
Daniel
6022
(Dn 8,5)
MWB 1 1840,36; Bearbeiter: Tao
ërdenschate
swM.
‘Erdschatten’
so wirt daz ertreich gesatzt zwischen den mon und die sunnen,
und so velt deu spitz dez erdenschaten auf den monn KvMSph
59,3
MWB 1 1840,39; Bearbeiter: Tao
ërdensippe
swM.
‘Verwandter der Erde (Menschheit)’
Jêsus, dû gotes underbot, / Jêsus, dû menschenkint unt got unt ebenmehtic got,
/ dû himelsippe vaterhalp, dû erdensippe muoterhalp RvZw
8,3
MWB 1 1840,43; Bearbeiter: Tao
ërdentuom
stN. oder stM.
‘irdische Welt’
hat er gewalticlich ælliu rich / gehabt und aller wirde ruͦm,
/ hat er den wunsch uf erden tuͦm / gehabt, nach allem leben / so wirt im nime
gegeben / denne notdurft sines libes WhvÖst
19352
MWB 1 1840,48; Bearbeiter: Tao
erderren
swV.
‘etw. ausdörren’, bildl.:
sver ditze uncrût nieht ûzgitet, der erderret die gotis minne
TrudHL
58,11;
nu ledige mich von dem fluoche / der mich hât erderret, / mine
wambe besperret: / die scholtu herre entsliezen, / daz ich dîner heilicheite genieze
Wernh
525
MWB 1 1840,53; Bearbeiter: Tao
ërdeslunt
stM.
‘Kluft der Erde’
und si [Götzen] werden geen in di
grufte der steinberge und in die erdeslunde [
voragines terrae
] vor deme antlitze der vorchte des herren und der eren siner
achberkeit, wen er sich irhebet di erde zu slan Cranc
Jes 2,19
MWB 1 1840,59; Bearbeiter: Tao
ërdewase
swM.
‘Rasenstück’
die vüeze hâte er gesat / an eine wunderenge stat. / daz was
ein kleiner erdewase, / gewurzet âne kraft mit grase: / dar ûf enthielt er sînen val
RvEBarl
4623
MWB 1 1841,1; Bearbeiter: Tao
erdienen
swV.
‘etw. durch Dienst erwerben’
und solde mir ie dâ vone / geschehen deheiner slahte guot / daz einiu mînen
willen tuot, / des müese ich sî vil kûme erbiten, / wan daz ist nâch den alten siten
/ daz ichz vil kûme erdienen muoz ZwBüchl
741;
er vert dem wol gelîche, / sam er mit sîner hende an uns welle erdienen ein
künicrîche Kudr
1404,4;
sagen ein ander mære / wie bî dem künege wære / vil manic ritter unerkant, /
der golt bürge noch lant / an im erdienen wolde niht Bit
4073
MWB 1 1841,5; Bearbeiter: Tao
erdieʒen
stV.
1
‘laut ertönen, erschallen, erdröhnen’
2
‘mit einem Geräusch sich bewegen’
2.1 meist von Wasser, Tränen, Öl: ‘(aus etw. heraus, wohin) strömen,
rauschen’
2.2 von niederprasselndem Hagel 3
‘laut rufen, brüllen’
1
‘laut ertönen, erschallen, erdröhnen’
vil krefteclîche lûte manic pusûn erdôz NibB
808,1;
GTroj
25034;
nu vugete sichz daz in irdoz / ein stimme als eines menschen
lut Vät
25398;
Pass III
337,40.
526,68;
der Persen ruof vil lûte erdôz, / ir schal, ir singen wart
vil grôz RvEAlex
7031;
die Chriechen [...] schriern so gar permichlich / das
der schal darnach erdos / als es wer ein doner gross Seifrit
8647;
(refl.:)
die wapene also clungen / daz sich der schal wit erdoz Pass I/II
267,68;
vil kreftec an sin wange er sluc / einen slac, so rechte groz, / daz er witen
erdoz / so hin von sime schalle Pass III
402,94;
hey waz rîcher buckelen vor gedrange lûte erdôz!
NibB
585,4;
eyn swert, das in dem storm als eyn glack [Glocke]
erdoß Alph
1490.
–
‘widerhallen’
lvte began er singen do, / daz der walt von der stimme
erdoz ReinFu
K,245;
von des liutes schalle daz gebirge allez erdôz
NibB
961,4;
HvFreibTr
3568;
WvRh
11827;
Seifrit
6810;
dô sluoc der herre Sîvrit daz al daz velt erdôz
NibB
186,1.
2039,2.
– übertr.:
sô verre joch sîn lob irdôz / an gar ellinthaftir tât, / daz herzoge
Cunrât / zu Masow ouch dâ von vornam NvJer
1797;
der zwîtrachte prâlin / wûchs zu jungist alsô grôz, / daz iz vor dî hêrn
irdôz ebd.
9960.
–
nv waz ein vurste [...] / des gewalt wite erdoz
Pass I/II
177,45
2
‘mit einem Geräusch sich bewegen’
2.1
meist von Wasser, Tränen, Öl: ‘(aus etw. heraus, wohin) strömen,
rauschen’
daz wasser ob den wolken rant, / daz ez ergallmt und erdos
Minneb
31;
in den pful [...] / der in den
tale vluzet / unde uz der sunde irduzet Vät
19564;
do waz so groz sin mitedoln / daz im des herzen vlut erdoz / vnde zv den
ougen vz vloz Pass I/II
204,8.
swaz man im gutes guzet, / daz von genaden vluzet / und uf die reinen
erduzet Pass III
223,13.
– in Vergleichen:
Sybilla hette ouch vor gesaget / [...] als
man daz ervinde / daz ein olei erduzet / vnd als ein brunne vluzet, / so
wirt geborn der heilant Pass I/II
21,36;
man saget daz in der gruben [dem Grab des Apostels und
Evangelisten Johannes] / nidene an dem grunde / noch hute
[...] / manna daz brot erdieze / rechte als die
burnen vlieze / die uz der erden wallen ebd.
243,53
2.2
von niederprasselndem Hagel:
ein slôz [Hagel, Hagelkorn] / in dem heumânde
irdôz / mit ungewittere vil grôz, / in dem sich hernidir gôz / sô ungevûge
hagilstein NvJer
1291
3
‘laut rufen, brüllen’
als eines lewen stimme der rîche künec erdôz / mit herzen
leidem wuofe NibB
2234,2
MWB 1 1841,16; Bearbeiter: Tao
erdigelich
Adj.
‘den Bitten nachgebend, gnädig’
erbetelih erdigelih [
deprecabilis; Laa.: gehuldich, geflelich
] wis du uber scalche dine PsWindb
89,13
MWB 1 1842,1; Bearbeiter: Tao
erdigen
swV.
‘etw. durch Bitten von jmdm. (Gott) erlangen’
Mariam unde Martam, / die umbe dich irdigiton / daz ir brudir Lazarus ghenas,
/ der drie nathe begrabin was Paulus
37
MWB 1 1842,4; Bearbeiter: Tao
ërdîn
Adj.
→
irdîn
MWB 1 1842,8;
erdingen
swV.
1
‘(jmdm.) etw. vom Gericht zugestehen lassen’
2
‘etw. durch Gerichtsverfahren erlangen’
1
‘(jmdm.) etw. vom Gericht zugestehen lassen’
sprechen si abir, daz he nicht gestanden si [keinen formell
richtigen Eid abgelegt hat] , so muz man in anderweide manen, wend
im di holunge [Erlaubnis zur Verbesserung von
Formfehlern] gedinget ist. were im abir di holunge nicht irdinget,
so were der gezuk verlorn StRFreiberg
86,20.
129,14.
204,20;
wen he der holunge nicht irdinget hat unde des wandels, so
[...]
ebd.
205,18
2
‘etw. durch Gerichtsverfahren erlangen’
van den hundert marken [...], di he irdingt hadde
UrkNiederrh
3,128
(a. 1317).
– ohne Akk.-Obj.:
auch ist me gein den forgenanten foiden uͦzgedragen, wanne irs hofes ammetman
umme ir foitguͦd, umme ir zinse unde umme ir gulde nach des hofes rehte unde nahc
der lude urteile, die zuͦ rehte darubir sprechen sullint, erdinget unde gefronet in
der herren gewald; wer daz guͦd furbaz anegrifet ane der foide laube, der sal iz
ferbuzen mit der buͦze UrkFrankf
1,422
(a. 1303)
MWB 1 1842,9; Bearbeiter: Tao
erdinsen
stV.
1
‘etw. (Steine) tragen, fortbewegen’
2
‘jmdn. ergreifen’
3
‘kämpfen’
1
‘etw. (Steine) tragen, fortbewegen’
vil steine kint und wîp / ûf die were truoc, ieslîchs lîp /
sô si meiste mohten erdinsen Wh
97,1;
ab den bergen runse get, wit und groz von steinen. / ein starker wagen
erdunse, ich wen, her von dem reine kum ir einen JTit
6173,2
2
‘jmdn. ergreifen’
eins tags man in erdans / an dem selben geverte
Ottok
85996
3
‘kämpfen’
wir sein zu tewer / daz wiͤr mit den pawern zinsen. / wiͤr
muezzen auf dem veld erdinsen / mit schilt, mit sper, wir edel lauͤt, / da wir wagen
muezzen dw hauͤt Teichn
131,38
MWB 1 1842,29; Bearbeiter: Tao
erdiuhen
swV.
‘etw. erdrücken’, hier übertr.:
ir selde was erdieht, / dar zvo ir gelucke / dvr die bœsen tucke, / so siv der
megde zeigton, / da mit siv sich veigton Martina
1112,42
MWB 1 1842,41; Bearbeiter: Tao
erdiuten
swV.
‘(jmdm.) etw. kundtun’
nimanne er [der hl. Silvester] des vergonde / ob im
icht gutes geschach. / sin herze er stete dar uf
brach [richtete] , / daz er ez konde erduten / mit gute
allen luten Pass III
64,65;
ein ander antwort daz [nämlich, dass nur Joseph
und Nikodemus beim Begräbnis waren] bewêrt, / di von gotes willen
vert, / wan got erdûte iz alsô, / daz kein junger wêre dâ JvFrst
11239
MWB 1 1842,45; Bearbeiter: Tao
erdoln
swV.
1
‘etw./jmdn. erdulden, ertragen’
2
‘etw. überstehen’
3 (kausativ zu 1 ) ‘jmdn. etw. erdulden lassen’
1
‘etw./jmdn. erdulden, ertragen’
mir hilfet wol min got / alle dine pine erdoln Pass III
165,32.
380,13;
daz er solde alda erdoln / den tot mit vngemache Pass I/II
84,34.
286,28.
312,39;
vil kume mochte er daz lieht erdoln / daz von ir antlitze gie ebd.
388,25;
die kemerischen[...], / den die iuncvrowe was bevoln,
/ [...] enmochten nicht erdoln / diz unrecht an voller not,
/ als si den grozen goten bot Pass III
340,60.
–
dar uf sin ubel herze in truc, / er wolde in lenger nicht erdoln / und do
liez er in wider holn / und brengen vor die abgote Pass III
479,37
2
‘etw. überstehen’
[der jüdische Gelehrte Zara:] umme den namen
[Gottesnamen] ist ez gewant / also, daz er zu sure /
ist aller creature, / wand si in nicht gehoren mac. / siner worte herten slac / ouch
ein stein nicht mac erdoln Pass III
86,48;
mac er [der Zettel, auf dem der hl. Dominicus die Argumente gegen
Ketzer aufgeschrieben hatte] die hitze wol erdoln / sunder
brunst [ohne verbrannt zu werden] / so ist Dominicus
gerecht ebd.
356,38
3
(kausativ zu 1) ‘jmdn. etw. erdulden lassen’
o Cosma und Damiane, / ir heiligen merterere, / loset mich von dirre swere, /
die mich dirre wil erdoln Pass III
503,71
MWB 1 1842,54; Bearbeiter: Tao
erdorren
swV.
auch erdürren
Seuse
538,9.
‘dürr, trocken werden, verwelken, verdorren (und absterben)’
1 eigentl. 2 bildl. 3 in Vergleichen 4 übertr.
1
eigentl.:
[Urinprobe mit der Nessel:] ist si [
nezel
] grüene sam ê, sô geniset er [der Kranke]
wol; ist ave si erdorret, vil gewislîche sô stirbet er Barth
135,23;
sô gar was ez [die Pflanzen] verbrunnen / unt
erdorret von der sunnen KvFuss
1420;
do kom ain wurn und baiz [...] den boͮm hinz, dc er
erdorrot und [...] niderviel PrSchw
2,103;
wie schier verblichen, erdorret und erdarbet ist der bluͦme,
den disú welt brichet! Seuse
212,1;
EvAug
28,17;
her [Pelikan] walgert sich in dicken phuͦle oben
unde under / unde let den slim an im irdurren Meissner
12:3,6;
ist mir daz herz erdorret, / iedoch ich dester minner niht enweine JTit
5453,4.
– Part.-Adj.:
alle ertorreten bluͦmen Seuse
210,11
2
bildl.:
got aine treit die segense, dâ die iungen mitte ze der
gedigenhait gemêt werdent, daz siu howe werdent unde an in irdorrent die girde des
flaiskes TrudHL
123,10;
min kint, sich an, war ist der frœlich minnenklich meiie worden
[...]. [...] er ist erdorret.
und diu schœne bluost ist verrisen PrEngelb
194,49;
daz unser hertze so fuͤhte und so stætich si,
[...] daz der same dez hiligen gotes wortes hie ze uns
iht erdorre PrOberalt
52,10;
KvWGS
1576
3
in Vergleichen:
sam ein hov snelle erdorrent si [die Bösen] unde
sam daz chrut des grases schiere nideruallent PsM
36,2.
128,6.
89,6;
erdorret ist als div dahe [Scherbe] div chraft min
ebd.
21,16
4
übertr.:
er [der Engel] dwang
ime [Jakob] die huf, daz march swizte dar ûz, / same
in ime erdorrete swaz er gelustes hête Gen
1529;
ob daz hvr vnd des fleisches gelvste an vns ersterbent vnd erdorrent, so wirt
vns der segene gegebene [l. gegeben
]
PrFrgmLpz
379;
wie sú doch ettewenne zuͦmole engont in selber und zuͦmole
erdorret sint und alle goͤtteliche ding hinder sich werffent, doch hant sú eine
grosse vorhte, [...] also sú zuͦ in selber kumment, und daz
tuͦt der heilge geist Tauler
394,5;
wie ellú sinú [Jesu Christi] kraft
erdorret und sin natur ertodet Seuse
35,17;
swenne ich dich lan in trostlosem lidenne, in hertikeit
erdarben und ertorren ane alle suͤzikeit, als mich min himelscher vatter lie ebd.
273,31
u.ö.
MWB 1 1843,14; Bearbeiter: Tao
erdœʒen
swV.
‘etw. schallen, klingen machen’
alsô dicke wurden lân / die schüzze nider ûf sie. / ouch wart von slingen
würfen hie / erdœzet [Hs.: es toset
] manic helmvaz Bit
1601
MWB 1 1843,59; Bearbeiter: Tao
erdrëschen
stV.
1
‘jmdn. verprügeln’
2
‘jmdn. erschlagen’
1
‘jmdn. verprügeln’
im was zeblowen sin lip, / erdroschen was ovch wol sin wip
ReinFu
K,532;
die begunnen in wol erdreschen, / daz von keiner weschen, / diu in der hant
einen bliuwel hât, / weder hemed noch niderwât / nie sô wol gebliuwen wart
Fressant
347
2
‘jmdn. erschlagen’
da nu virlasch / Abel, den Cain irdrasch, / da floch er hin her und dar
HistAE
220
MWB 1 1843,63; Bearbeiter: Tao
erdrieʒen
stV.
‘jmdn. verdrießen, einer Sache überdrüssig werden’, unpers.
1 ohne Subj., mit Akk.d.P. und Gen.d.S. (oder Inf.-Konstr.) 2 mit sachl. Subj. und Akk.d.P.
1
ohne Subj., mit Akk.d.P. und Gen.d.S. (oder Inf.-Konstr.):
alsô chument iene uon eineme lastere zaineme mêren lastere.
wande si erdrûzzet alles daz siu gesehent guͦter dinge TrudHL
138,16;
einen engel sach er do / stan mit einem swerte bloz / gein
im, des in vil sere erdroz RvEWchr
16105;
do mich ungetrúwen menschen erdros miner pine, do gab mir got
disen trost Mechth
5: 2,14;
RvEWchr
19373;
PrGeorg
15,22;
JTit
3862,3
(La. zu verdriezen);
(mit Inf.-Konstr.:)
und ob mich erdrieze / ze fürdern iuwer êre / hinnen fürder iemer mêre, / sô
geswîche mir got Flore
5274.
– in negierten Sätzen:
in der gotelichen crahft / da sin si brinnendez liht / si
[die drei höchsten Engelchöre] ne irdruzet es niht
VMos
3,22;
derne [
der rede
] solde mich nîht erdrîzen / mahte ich ir genîzen / vor den
nîdêren JJud
5;
nu lern mit den hirten hie / din vih behúeten und dich, /
so let daz kint [Jesuskind] in gnaden sich, / der
nieman mag erdrizzen, / dich vinden, schowen, niessen SHort
1343.
–
niht ~ dürfen:
er bat sich lâzzen [gehen
lassen] , daz is sînen hêrren ieht dorfte irdrîzzen
Gen
1017;
ir mugent dâ manic dinc schouwen, / des iuch niht darf erdriezen
UvZLanz (K)
2423;
SM:UvS
21: 2,5.
–
sich (niht) ~ lâzen:
swes ein man wol allen tac / sô rechte lîhte engelten mac / und nimmer
niht geniezen, / des lât iuch, vriunt, erdriezen [La.
verdriezen
]
Er
7641;
(mit Inf.-Konstr.:)
so la dich nit erdriessen / arbait liden in gedult
SHort
1648
2
mit sachl. Subj. und Akk.d.P.:
in ein gaden er si stiez / und bat si drîn besliezen, / wan in begunde
erdriezen / ir clegelîche swære KvWTroj
23382.
–
niht ich iu gezellen kan, / wer die hundert rîter wæren; / ez müese iuch
beswæren / und billîch erdriezen UvZLanz (K)
5505;
iz ist zu vil und wil mich liht verdriezen [La.
erdriezen
]
JTit
1666,3.
932,3
(La. zu verdriezen);
Martina
22,108.
– mit Ersparung des Akk.d.P.:
des honeges süeze verdriuzet [La. erdriuzet
] , / sô mans ze vil geniuzet Freid
55,13
MWB 1 1844,7; Bearbeiter: Tao |