ëberborste
swF.
‘Wildschweinborste’
zwo klafter lanc von stahele die pfil gespitzet alumbe sint dran gezeinet
[geschmiedet] , / die karratsch alle viere gelich den
eber porsten JTit
3150,1
MWB 1 1481,37; Bearbeiterin: Baumgarte
ëberdrische
stF.
‘Brunstzeit der Wildschweine’ (vgl. Dalby, Mediaeval Hunt, 45a):
auch deilent sie, das ein apt von Fuelde in hirtzferte [La.
hirzfeiste
] sehs hirtze jagen mag zu zuchtin, und in der ebirdrische sehs
howinde swin [Keiler]
WeistGr
6,399
(a. 1338)
MWB 1 1481,41; Bearbeiterin: Baumgarte
ëbereiʒe
F.
→
ebreze
MWB 1 1481,47;
ëberîn
Adj.
‘vom Eber’
ein versoten hvn svl wir han / mit gvtem specke eberin
ReinFu
K,1937
MWB 1 1481,48; Bearbeiterin: Baumgarte
ëberspieʒ
stM.
‘Saufeder’ (Jagdspieß zum Erlegen von Wildschweinen):
excipium: eberspiez SummHeinr
1:352,76.
2:94,187
MWB 1 1481,50; Bearbeiterin: Baumgarte
ëberspieʒelîn
stN.
Dimin. zu ëberspieʒ
‘Spieß zum Töten von Wildschweinen, Saufeder’
er treit ein eberspiezelîn Virg
450,7
MWB 1 1481,53; Bearbeiterin: Baumgarte
ëberswîn
stN.
‘männliches Wildschwein, Keiler’
dô gie er vor den vîenden als ein eberswîn / ze walde tuot
vor hunden NibB
1946,3;
MF:Reinm
63: 3;
Rol
4879
MWB 1 1481,56; Bearbeiterin: Baumgarte
ëberwurz
stF.
Bezeichnung für unterschiedliche Pflanzen (vgl. Marzell 1,840-47, (847-51),
412-20):
cardopana: ert wurtze oder eberswurtze VocClos
Ca279.
Ca22;
VocBV945
3:479,37;
apri radix: eberwurz VocBV887
3:485,41;
agramen: eberworz VocBV947
3:534,57;
ebera: eber wurtze VocClos
Eb5
MWB 1 1481,60; Bearbeiterin: Baumgarte
ëberzant
stM.
‘Eberzahn; Eckzahn (Hauer) des Wildschweins’
uncomorsus ab unco et dente morsum incurvo: eberzant SummHeinr
2:535,294
MWB 1 1482,3; Bearbeiterin: Baumgarte
ê|beschriben
Adj.
‘oben dargelegt’
mit hern Nyclas [...] insigel,
[...] der auch mit sampt mir vber den ebeschriben chauf
scherm und gwer ist UrkEnns
6,253
(a. 1337)
MWB 1 1482,6; Bearbeiterin: Baumgarte
ebgründe
stN.
→ abegründe
MWB 1 1482,10;
eblich
Adv.
→
ëbenlich
MWB 1 1482,11;
ebor
stM. oder N.
‘Elfenbein’ (zu lat. ebur):
rotir dem ebore drilch [Anm.z.St.: ‘dreimal röter
als Elfenbein’ (Fehler der Vulgata: statt Koralle)]
Daniel
2276
MWB 1 1482,12; Bearbeiterin: Baumgarte
êbrëchære
stM.
‘Ehebrecher’
rouber und unrehte lute und ebrecher HlReg
16,12;
unzimlich minne stêt niht wol: / wenne manic êbrechêre / machent fröuden lêre
/ die frouwen Renner
11927
MWB 1 1482,16; Bearbeiterin: Baumgarte
êbrëchærinne
stF.
‘Ehebrecherin’
wir haben ouch ofte wol gehôrt / wie Troye mit fiure wart zestôrt, /
[...] / daz kam von einer êbrecherinne, / von hôchferte
und unrehter minne Renner
15867;
welher man well wizen, ob sein fraw ain êprechærinn sei oder
niht, der leg ir den stain [den Magneten] under daz haupt,
wenn si slâf BdN
451,27;
ist aber [...] ein eprecherin, so sol man den man,
der mit jr gesundet hat, pessern vmb xxv lb, ob er nit frid hat von dem man der
frauen StatTrient
122
MWB 1 1482,20; Bearbeiterin: Baumgarte
êbrëchec
Adj.
‘ehebrecherisch’
div böse gepvrte vnd eprechigiv [
generatio mala et adultera Mt 12,39] svchet zeichen
EvAug
27,8
MWB 1 1482,30; Bearbeiterin: Baumgarte
êbrëchen
stV.
‘Ehebruch begehen’
swelicher der da laet sin husvrawen dann von sache der
vnküscheit vnd ein andriv nimet der eprichet EvAug
45,1;
subst.:
daz er heymelich sine genge / und sin ebrechen vol brenge
Hiob
9714;
was schaden und was súnden beschehent alleine von ebrechende MerswSend
191
MWB 1 1482,33; Bearbeiterin: Baumgarte
êbrëchunge
stF.
‘Ehebruch’
wer sîne hûsvrowe lêzit und nimet eine andere, der tuͦt eine êbrechunge ubir
sie EvBeh
Mc 10,11
u.ö.;
di sunde der ebrechunge Köditz
21,19
MWB 1 1482,40; Bearbeiterin: Baumgarte
êbrêisch
Adj. , êbrêischen
Adv.
‘hebräisch’
daz er sineme sune gewunne / ein wip uon deme ebreisken chunne
VMos
19,27;
alle arzete die schívheten in, / wen ein ebreis man
TrSilv
53;
daz ist ein ebreisch wort PrOberalt
152,9;
der dritte [...] buchstab e, / des
name clar ist so hel, / bezeichent ebreschen Hemanuel / und bedutet uns den sun
Brun
2252
MWB 1 1482,44; Bearbeiterin: Baumgarte
Êbrêisch
swSubst.
‘das Hebräische’, die hebräische Sprache:
‘sag an, wie hâstû daz vernomen?’ / sprâchen die juden zehant,
/ ‘dir ist ebræisch unbechant.’ KvHeimUrst
370;
ir sprâch was ebraisch genant EnikWchr
27385;
der sprâch under den heiden / was ein und sibenzic bekant /
über al in der heiden lant. / die juden habent ouch eine / und ouch mê deheine: /
ebraisch ist si genant ebd.
3385;
a bezeichent in ebreschen [auf
hebräisch] alma / und bezeichent uns zu dutze sa / eine unbewolne
maget Brun
4560
MWB 1 1482,52; Bearbeiterin: Baumgarte
ebreze
F.
‘Eberraute, Eberreiß’ (Artemisia abrotanum, vgl. Marzell 1,412f., s.a.
ëberwurz
):
abrotanum heiset zu dute ebreze Macer
2,1.
2,9
u.ö.
MWB 1 1482,63; Bearbeiterin: Baumgarte
êbruch
stM.
‘Ehebruch’
ebruch benymt gewisheit noch / des worhaften erbekindes
Hiob
11702;
meister, diz wip ist begriffen an dem e
bruche [Hs. bruche
]
EvBerl
35,2
MWB 1 1483,1; Bearbeiterin: Baumgarte
ecclesie
swF.
‘Kirche’
die gesihte bezeichent uns, daz die ecclesie etteliche rittere
nû sal haben, der begerunge sie der ecclesien vîende mit craft ze vertrîbene
StatDtOrd
24,10
u.ö.;
Spec
133,17;
UrkCorp (WMU)
93,40;
Thomas der erzebischof, / der durch siner ecclesien hof / begriffen wart und
erslagen Pass III
53,2
MWB 1 1483,5; Bearbeiterin: Baumgarte
ech
swM.
ein Seeungeheuer:
echinus [heute fachspr.: ‘Seeigel’
] haizt ain ech. der visch ist halpfüezig,
[...], und ist sô kreftig, daz er ain schef still helt
BdN
251,5;
die echen sint der krebzen geslähtes,
[...], wan si habent auch dorn an der füez stat ebd.
251,21
MWB 1 1483,12; Bearbeiterin: Baumgarte
echisch
Adj.
‘aus Aachen, Aachener’
so sal si nemen echsche penninge, zweilf schillinge vor die marc
UrkCorp (WMU)
255,29
MWB 1 1483,18; Bearbeiterin: Baumgarte |