Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
komen stV. (9649 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| breiten schilde,/ ez würde maneger sêre wunt,/ der ûz strîte kumt gesunt.’/ Eraclîus sprach ‘ez ist niht guot,/ swer dem wîbe | |
| vil reine Athânais./ daz widerredete sie deheinen wîs./ die frouwen kâmen und ir man,/ die der keiser dar zuo gewan,/ den | |
| gemeinem râte/ sanden sie boten drâte/ der frouwen, daz sie kæme dar/ und ir spiles næme war/ und niht langer dâ | |
| daz sie zehant wider rite,/ swenne ir liep wære./ schiere kam daz mære./ diu frouwe und die ir phlâgen,/ dô sie | |
| rosse, ze fuoze was der vil,/ die gegen ir dâ kâmen./ dô sie daz mære vernâmen/ daz diu frouwe geriten kam,/ | |
| sie gesæhe,/ als lîhte noch geschæhe,/ dâ ein wîp geriten kæme,/ sô gewaltec und sô genæme,/ als diu reine Athânais./ doch | |
| ir gwalt tuot sie dicke schîn./ der vil edeln keiserîn/ kam zehant in den muot/ ‘des wîbes freude wære guot,/ als | |
| himel got bewarn/ mîn sinne und mîn witze./ wâ von kumt mir diu hitze?/ mir ist ûz der mâzen heiz,/ ich | |
| der mære kunde,/ diu er ê nie het ervarn./ daz enkunder nie bewarn:/ diu minne wolde des niht enbern/ sie enwolde | |
| gewar./ mislîche wart er gevar,/ val bleich unde rôt./ er kam noch nie in solhe nôt:/ deste grœzer was sîn ungemach./ | |
| des deheinen war,/ er gienge her oder dar./ sîn ougen kâmen von ir niet,/ als im diu grôze liebe riet:/ getorster | |
| ich næme sîn harte kleinen fromen./ enwære sie hiute her komen,/ ez wære mir alse mære./ ich liuge, ez enwære./ der | |
| über aht tage,/ ist, daz ich sô lange wer,/ sô kumt sie nemelîchen her,/ Rômære suln sies niht erlân,/ daz ist | |
| vernemt, wie Parides/ des tages sîn dinc ane vienc./ er kam hin heim unde gienc/ in sîner muoter kemenâten./ diu minne | |
| er hie heime wære,/ der dir ze dîner swære/ wol kæme unde rehte.’/ dô hiez sie zwêne knehte/ nâch einem alten | |
| dich des smerzen?’/ ‘frouwe, an mînem herzen.’/ ‘wiest dir daz komen?’ ‘ich enweiz.’/ ‘ist dir kalt oder heiz?’/ ‘mir ist ze | |
| wil wider heim varn,/ ir sult ze mâzen sorgen.’/ ‘dû kumst mir aber morgen,/ muoter.’ sprach dô Parides./ ‘deheinen zwîvel habe | |
| muoter.’ sprach dô Parides./ ‘deheinen zwîvel habe dû des,/ ich kume her wider vil fruo.’/ ‘liebiu muoter, alsô tuo,/ daz dir | |
| tac,/ wâ sie den list næme,/ daz sie ze hove kæme/ für die keiserinne./ daz was in ir sinne,/ wan siz | |
| daz mir bezzer wære der tôt,/ denne ich dar wære komen.’/ ‘frouwe, ich hân ouch vernomen/ ein wunderlîche mære./ ez lebt | |
| mich ze mâze flên,/ mir beneme got mîn maht,/ ich kume her wider noch vor naht/ und bringe ir solche salben,/ | |
| got, muoter, ez wære guot,/ möht ir iezuo hin wider komen.’/ ‘des gewünnestû deheinen fromen./ lâ mich der rede walden:/ muoz | |
| tuot!/ möhte ich noch mînen muot/ betwingen ode bekêren,/ daz kæme mir ze allen êren/ und tæte ouch wîslîche./ herre got | |
| was schiere funden./ ze den selben stunden/ Morphêâ diu alde/ kam geloufen balde/ ûz dem hûse zuo dem tor./ ez was | |
| daz tuot mir wê/ und ist mîn meistiu swære.’/ nû kam der kamerære/ vil balde gerant/ und brâhte der frouwen wîz | |
| des wart niht grôz war genomen./ nû was Eraclîus dar komen/ ê der keiser mære/ von dem münster komen wære,/ wan | |
| Eraclîus dar komen/ ê der keiser mære/ von dem münster komen wære,/ wan er der frouwen gemach/ gerne weste unde sach/ | |
| umbe ein hâr,/ daz wir dâ heizen huote.’/ ‘jâ, sie kumt manegem man ze guote/ und schadet doch under stunden.’/ ‘daz | |
| verdienet eine.’/ ‘jâ ir vil unreine,/ war ist iuwer sin komen?/ durch waz het ich iuch genomen/ von grôzer armüete,/ wan | |
| habet sîn, herre, mînen rât’/ sprach Eraclîus der wîse./ ‘ez kumt iu ze grôzem prîse/ und wirt ouch iuwer sælecheit.’/ ‘Eraclî, | |
| phafheit besenden,/ die kunden imz wol enden./ dô sie dar quâmen/ und ir missetât vernâmen,/ daz vindet man an dem liede,/ | |
| tet ir wazzer baz,/ denne bî dem keiser lûtertranc./ ez kam nie in ir gedanc,/ daz sien mit ihte beswârte./ ir | |
| manec lant/ mit sîner ellenthaften hant./ Eraclîus was dar zuo komen,/ als ir wol habt vernomen,/ daz er keiser hiez unde | |
| sîn lant./ wîten was er bekant/ in der heidenschefte,/ daz kam von sîner krefte./ er was harte rîche/ und fuor gewalteclîche,/ | |
| und den mannen;/ swen sô des gezæme,/ daz er dar quæme;/ swenne ers im gedæhte/ und dar sîn opfer bræhte,/ einen | |
| golde,/ ob er daz kriuze sehen wolde./ swenne die kristen kâmen dar/ under stunden mit grôzer schar/ und ûf des küneges | |
| wider,/ daz er im hete genomen,/ er wolde nimmer wider komen:/ alsô stuont im der muot./ nû gesamnete der helt guot/ | |
| den schaden die heiden/ alle zît nâmen,/ dô sie zesamen kâmen./ der schade was unzalhaft./ und heten doch grôze kraft,/ doch | |
| diu im niht wol behagte./ ichn weiz, wiez ze jungste kam,/ daz er daz mære doch vernam./ als er die wârheit | |
| wan sie der reise wol gezam./ dô daz her zesamne quam,/ frœlîchen kêrter dan./ manec zeichen unde van/ in den selben | |
| dâ man über reit,/ dâ het Eraclîus sich geleit:/ daz kam im ze grôzem fromen./ überz wazzer mohte niemen komen,/ wan | |
| daz kam im ze grôzem fromen./ überz wazzer mohte niemen komen,/ wan rehte an der selben stat./ Cosdrôas die sînen bat,/ | |
| bat,/ daz sie herberge næmen./ wie sie über daz wazzer quæmen,/ des muoser sich berâten./ vil gerne sie daz tâten./ sie | |
| der brücke./ daz wart ir ungelücke/ daz sie dar ûf quâmen,/ wan sie grôzen schaden nâmen./ dô ir Eraclîus wart gewar,/ | |
| suln vil unlange leben:/ ezn sî, daz sie entrinnen,/ sô koment sie nimmer hinnen./ ez ist ein verworhtiu diet,/ helde, lât | |
| ez wirt ir ungevelle.’/ /dô diu rede was getân,/ sie kâmen an ein ander sân,/ die kristen und die heiden./ in | |
| gesige, der habe den fromen./ niemen sol uns ze helfe komen,/ swie wir mit ein ander leben./ des sul wir swern und | |
| wære,/ als ez sînem namen zæme/ und im ze helfe quæme/ als er wol bedorfte,/ wan er got sêre vorhte./ Eraclîus | |
| leiste./ den herren des gezam,/ er nam gotes lîchnam,/ daz kam von guoten sinnen./ dô hiez er im gewinnen/ allen sînen | |
| hiez er im gewinnen/ allen sînen harnas,/ der im schiere komen was./ ein tepech wart nider gespreit/ und ein küsse darûf | |
Ergebnis-Seite: << 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 >> |