Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
genuoc Adj. (1368 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| diu vordere lêre./ si kunde ê schœne vuoge/ und höfscheit genuoge/ mit handen und mit munde:/ diu schœne si kunde/ ir | |
| dan ê,/ den si Tristande truogen,/ und begunde ouch an genuogen/ ûz brechen alsô sêre,/ daz siz in dô nie mêre/ | |
| keinem in wâne:/ si wâren beider âne./ doch sprâchen ir genuoge:/ ‘wîsheit unde vuoge/ derst harte vil an disem man./ ist | |
| munde,/ sô er suozeste kunde./ swaz aber des gruozes wære,/ genuoge burgære/ zen schiffelînen liefen,/ von stade genuoge riefen:/ ‘habe an | |
| des gruozes wære,/ genuoge burgære/ zen schiffelînen liefen,/ von stade genuoge riefen:/ ‘habe an lant, habe an lant!’/ //Tristan stiez in | |
| mer;/ dâ hân ich al der werlde wer/ und strît genuogen an der vluht./ //Geruochet aber ir iuwer zuht/ und iuwer | |
| ûz der erden sluoc./ des treib er vil und sô genuoc,/ biz in der smerze überwant/ und under eine steinwant/ vil | |
| vil wâ unde wâ,/ biz ern verschriet dâ unde dâ./ genuoc versuohterz an den cragen:/ den hæter ime gern abe geslagen;/ | |
| hæte michel leit/ sîn kiel und sîn geselleschaft,/ der was genuoc als angesthaft,/ dazs ungenesen wânden wesen:/ ir dekeiner trûwete genesen,/ | |
| wider sagende,/ als er si hæte ervunden./ diu mære begunden/ genuogen missevallen/ und iedoch niht in allen;/ daz selbe swære mære/ | |
| allen;/ daz selbe swære mære/ was niht ir aller swære:/ genuoge ez wol vertruogen;/ ouch sach man an genuogen,/ daz ez | |
| aller swære:/ genuoge ez wol vertruogen;/ ouch sach man an genuogen,/ daz ez in grôze riuwe bar,/ und was ouch der | |
| alsô gelanc, daz ich in sluoc./ ist ez dâ mite genuoc:/ hie lît daz houbet, seht ez an;/ daz selbe urkünde | |
| selben der den trachen sluoc.’/ der künic sprach: ‘des ist genuoc.’/ ouch sprâchen al die hêrren dô:/ ‘truhsæze, es ist genuoc | |
| genuoc.’/ ouch sprâchen al die hêrren dô:/ ‘truhsæze, es ist genuoc alsô;/ diz ist ein kurzlîchiu bite:/ gâ dar, bestæte den | |
| juncvrouwen unde kint/ gelustic unde gelengic sint/ und weizgot ouch genuoge man./ si zôch ez ûz und sach ez an/ und | |
| dâ mite er dînen œheim sluoc,/ sô ist der râche genuoc!’/ si nam daz swert ze handen,/ si gienc über Tristanden,/ | |
| //Tristan, der dînen bruoder sluoc./ nu habe wir guoter state genuoc,/ daz wir uns an im rechen/ und diz swert durch | |
| ‘jâ, swaz ir wellet, daz sol sîn.’/ ‘genâde hêrre, deist genuoc:/ hêrre, der mînen bruoder sluoc,/ //Tristan, den hân ich hinne;/ | |
| genesen:/ als vröuten si sich alle dô./ dâ wâren aber genuoge vrô/ durch die lantsuone mêre/ dan durch Tristandes êre./ die | |
| beschouweten besunder/ der cleidere wunder,/ dius an in allen sâhen./ genuoge dâ jâhen,/ ezn getrüege nie sô manic man/ als ebenguotiu | |
| der den trachen dâ sluoc./ den bringet, sôst der rede genuoc.’/ //’Truhsæze’ sprach diu künigîn/ ‘ich hœre wol, ez muoz et | |
| ime lob unde prîs/ maneger hande und manege wîs./ ir genuoge sprâchen daz:/ ‘wâ geschuof ie got figiure baz/ ze ritterlîchem | |
| sî/ erst muotes unde guotes vrî.’/ alsolher rede was dâ genuoc./ der truhsæze der truoc/ den ezzich in den ougen./ diu | |
| dir ergeben/ ûf alle dîne sælekeit:/ hie mite sî dir genuoc geseit.’/ ‘trût vrouwe’ sprach Brangæne dô/ ‘ist iuwer beider wille | |
| dem sinne./ //Minne die verwærinne/ dien dûhtes niht dâ mite genuoc,/ daz mans in edelen herzen truoc/ verholne unde tougen,/ sin | |
| diu sint in iuwer hant gegeben./ hie mite ist iu genuoc gesaget./ //Brangæne, sæligiu maget,/ nu helfet unde genâdet ir/ iuwerre | |
| die gedanken anget./ swes gelieben gelanget,/ des tribens under in genuoc,/ sô sich diu zît alsô getruoc:/ sô si zir state | |
| unde wîn./ der künec tranc und diu künigîn./ ouch sagent genuoge mære,/ daz ez des trankes wære,/ von dem Tristan unde | |
| künege, wer er wære./ den dûhtez alwære/ unde wundert in genuoc,/ daz er die rotten ûf im truoc,/ und nam sis | |
| künigîn/ die liezen ez mit guote sîn;/ sô dûhtez aber genuoge/ unhöfscheit unde unvuoge./ ouch engieng ez sô niht hin,/ sin | |
| in welhen triuwen er ez tuot./ ouch weiz ichs selbe genuoc:/ wan er mir mînen œheim sluoc/ und an mir vürhtet | |
| haz,/ daz er mînen œheim sluoc./ dâ würde rede von genuoc,/ diu mir lasterbære/ und iu kein êre wære./ ine gevolges | |
| gotes segene/ ze bewarne und ze pflegene./ //Nu wâren dâ genuoge/ sô grôzer unvuoge,/ daz si der küniginne ir eit/ vil | |
| und ze heile/ an disem urteile!/ hân ich es niht genuoc geseit,/ hêrre, ich bezzer iu den eit,/ als ir mir | |
| oder sô.’/ //’Vrouwe’ sprach der künic dô,/ ‘es dunket mich genuoc hier an,/ alse ich michs versinnen kan./ nu nemet daz | |
| Îsôt/ in ein gezogen ze hûse/ in dirre wilden clûse./ //Genuoge nimet hier under/ virwitze unde wunder/ und habent mit vrâge | |
| ouch dem lîbe rehte kam./ hie mite sô hæten si genuoc./ in streich diu liebe ir erbepfluoc/ niwan an iegelîchem trite/ | |
| si solten,/ und wâren dâ si wolten./ //Nu trîbent aber genuoge/ ir mære und ir unvuoge,/ des ich doch niht gevolgen | |
| dân weiz ich rehte, weder ez tuo./ es dunket mich genuoc hier an./ ist aber anders ieman,/ der bezzeren lîprât/ an | |
| ich treib ouch eteswenne/ alsus getâne lebesite:/ dô dûhtes mich genuoc dermite./ //Nun sol iuch niht verdriezen,/ irn lât iu daz | |
| daz,/ dâ si daz herze zuo getruoc./ //Der kurzewîle was genuoc,/ ders in dem tage begunden:/ si riten under stunden,/ sô | |
| ir vüeze/ und was ir herzen gemach./ und alse des genuoc geschach,/ si slîchen wider in ir stein/ und wurden under | |
| er sach ez doch mit ougen an/ und wistes ungesehen genuoc,/ dazs ime dekeine liebe truoc/ und was sim doch liep | |
| er ir holdez herze truoc./ ouch hæte si dâ vor genuoc/ durch in gedanke vür brâht;/ si hæte vil durch in | |
| er der megede Îsôte truoc;/ iedoch sô bôt er ir genuoc/ sô süezer gebærde,/ dazs alle die bewærde/ sîner minne wânde | |
| und die güete,/ die sime sô stæteclîche truoc,/ die betrûreter genuoc./ in erbarmete, dazs ir sinne/ sô verre an sîne minne/ | |
| der sele./ Iz wirbit in diesen geciten/ ein gewoneheit witen:/ gnvͦge irdenkint in lvgene/ vnde uůgent die ze samene/ mit schoflichen worten./ | |
| tochten,/ daz man gote drinne gedienen mochte./ sumeliche her sparte,/ gnvͦge her der brante./ dvͦ der tuuil des uirhancte,/ daz her | |
| dir intbutit din můter holden můt,/ heil unde allis liebis gnvͦc,/ vnde loben des den ewigen got,/ daz dvͦ der abgote | |
Ergebnis-Seite: << 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 >> |