Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sunne fstm (1109 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| und daz geschiht in der samenung des monen mit der sunnen, so mag geschehen, daz der mon kuͤmt zwischen unser gesiht | |
| daz der mon kuͤmt zwischen unser gesiht und zwischen die sunnen. Und seit der mon an im selber ist dikke und | |
| ist niht durchscheinig, so bedekt er uns die clarhait der sunnen. Und so hab wir der sunnen scheingeprechen niht also ze | |
| uns die clarhait der sunnen. Und so hab wir der sunnen scheingeprechen niht also ze versten, daz deu sunne an ir | |
| wir der sunnen scheingeprechen niht also ze versten, daz deu sunne an ir selber kain lieht hab, sunder uns gepricht der | |
| an ir selber kain lieht hab, sunder uns gepricht der sunnen lieht von dem zwischensatzze $[*9*zwisacze$] $[*9*zwystant$] des monen. Davon ist | |
| $[*9*zwystant$] des monen. Davon ist uns kunt, $f:(30rb)$f. daz der sunnen scheingeprechen $t alle zeit schol sein, so der mon neu | |
| neu ist, oder in der samenung des monen mit der sunnen. Du scholt auch pruͤfen, wenne dez monen scheingeprech ist, daz | |
| daz ertreich, als wir vor gesprochen haben. Aber so der sunnen scheingeprech ist, so ist er neur in ainer wonung oder | |
| angesiht an die selben planeten. Daruͤmb verlisen etleich leut der sunnen $t schein und die andern niht. Und davon begraif Virgilius | |
| und sprach also: ’des monen vil geprechen $t und der sunnen arbait.’ Daz allez pruͤfe in disem ebenpild oder in diser | |
| der vorgenanten warhait ist uns kunt und offenbar, seit der sunnen scheingeprech der waz an dem martertag unsers herren Jhesu Cristi, | |
| von gotes kraft und waz widerwartig der natur. Wanne der sunnen scheingeprech schol von natur sein, so der mon neu ist | |
| er bi dir wære/ ſam in der liehten ouwe/ diu ſunne iſt bi dem touwe,/ diu gar ſin fiuhte ſweinet./ er | |
| mandel-/ kerne durch die ſchalen ganʒ:/ reht als der liehten ſunnen glanʒ/ durch daz unverwerte glas;/ din geburt gefriet was/ vor | |
| ſtriche ir an fleiſch unde bluot,/ do Criſt, diu ware ſunne,/ mit lebelicher wunne/ ſchein dur dinen ganʒen lip,/ alſo daz | |
| ir kiuschem lîbe dich gestalt,/ alsam nâch einem glase diu sunne verwet sich./ swâ si ganz $s ân allen schranz/ dur | |
| dir an fleisch unde bluot./ ir edel herze, alsam diu sunne lûterlich,/ wart ein schrîn, $s dâ slôz sich în/ sun | |
| bluome durch den clê/ wol betouwet âne wê/ gein der sunnen lachet/ gar ân underscheit./ Meienbluot/ mannes lîp/ frœlich tuot,/ liebez | |
| gan/ von herzen wol,/ unde swendet sîniu leit/ alsam diu sunne kalten snê./ swâ des liehten meien bluot/ durch diu spilnden | |
| verworren/ alle sîne tage/ in der schanden stricke;/ von der sunnen blicke/ mac sîn herze in tugent niht betouwen./ /Manger nû | |
| tôt bediutet mir der slâf mit sîner lêre./ bî der sunnen kêre/ bezeichent mir der schate mîn,/ daz im gelîch zergât | |
| sam dur einen clâren mîol lûter wîn,/ reht alsam der sunnen schîn/ dur blâwen himel schœne,/ und kan ouch glesten sam | |
| schîn den ougen bar,/ von palmâtsîden rôsenvar,/ in dem diu sunne spilte./ der helt ûz sîme schilte/ gemachet hæte ein küssîn,/ | |
| widerstrît,/ unz gein der schœnen tagezît./ /Des morgens dô diu sunne/ mit lûterlicher wunne/ den grüenen plân gezierte/ und ûz dem | |
| erlûhte <dô> tal unde berc/ mit sîme tiuren glaste./ diu sunne schein sô vaste/ und alsô lûterlichen dran/ daz von ir | |
| wüefen unde braht./ dô wart mit stoube alsô verdaht/ diu sunne liehtebære,/ als ob gegangen wære/ dafür ein wolken tunkel./ smaragden | |
| ein burg neben Gaune stende an der syten da die sůnne under gett, die im Claudas $t hett geben, wann sie | |
| das felt kam da man striten solt, da ging die sůnne off. Er bleib off derselben $t statt halten da im | |
| so von der hicze, so von der amechte, wann die sůnne heiß schein, so von dem blůt das er ein michel | |
| lande, herre, von Norgales und zu der siten da die sůn under gett. Er ist aber so heimlich da das yn | |
| rehte sam ein liechtfaz/ schine durh alle vinster./ alse di sunne durh daz glase uenster/ irluchtit den tunkelen sal,/ also tete dv | |
| ewigen tot./ dv bist der ufflang%-ine morgenrot,/ irwelt alse di sunne,/ liecht alse di maninne,/ eislicher dan di gewafinde scare,/ wande | |
| gotheit in drú geteilen? Do ſprach der meiſter: Jn dem ſunnen iſt die ſchoni vnde der ſchin vnde die hiʒʒe, vnde | |
| ſchin vnde die hiʒʒe, vnde iſt doch nút wan ein ſunne. Vnde wa dirre drier dinge eineſ iſt, da ſint ſie | |
| der helige geiſt? Do ſprach der meiſter: So wir die ſunnen ſehin, ſo muge wir wol merken, $t wie eſ [2#’r] | |
| wie eſ [2#’r] umbe die rede iſt getan: Wen die ſunne mac ſich niemer geteilen, $t iedoch truken wir uon der | |
| uon oſtert hin in weſtert. $t Da engegen loufet die ſunne vnde der Mane vnde alleʒ daʒ geſtirne. //[5#’r] Do ſprach | |
| Wie mac daʒ geſchehen, wen wir ſehen wol, daʒ die ſunne vnde der mane von oſtirt hin in weſtert loufet? Der | |
| uon, wen der himel iſt ſo creftic, daʒ er die ſunne vnde den manen vnde die ſternen in ir vngewalt mit | |
| daʒ daʒ die himeleſche geſchaft ith ʒerbreche. Wenne enſtrebete die ſunne vnde der mane vnde daʒ geſtirne wider dem himel nith, | |
| meſchen bewarn. // Do ſprach der iunger: Wenne wart die ſunne geſchaffen? Der meiſter ſprach: Die ſunne wart an deme vierden | |
| iunger: Wenne wart die ſunne geſchaffen? Der meiſter ſprach: Die ſunne wart an deme vierden dage geſchaffen. //Do ſprach der iunger: | |
| geſchaffen. //Do ſprach der iunger: Waʒ liehteſ waʒ, e die ſunne ſchein? Do ſprach der meiſter: Sumeliche bůch ſprechent, die welt | |
| daʒ eſſen? Der meiſter ſprach: Alſe daʒ waſſer uon der ſunnen trukeneth. //Do ſprach der iunger: Wie ſoltent die menſchen han | |
| enmiten durch die welt. Die iſt ſo uerbrennet uon der ſunnen, daʒ da deheineʒ menſchen weſen mac ſin. Die uʒeren ʒua | |
| Wen eʒ iſt umbe die lant alſo getan, daʒ die ſunne niemer volle da geſchinet. Die ʒwo ſtraʒen enmitten ſint [8#’r] | |
| heiʒet aſya. Der meiſter ſprach: Aſia hebit ſich, da die ſunne ufgat, vnde gat nordenthalben $t vnʒ an daʒ mer. Jn | |
| mer. Jn deme deile iſt daʒ paradiſ rethe da die ſunne ufgat. Jn dem paradiſe entſpringet ein burne, dar uʒ rinnent | |
| gegene, die heiʒet ſchocia. Ob dem lande wendit ſich die ſunne. Vmbe [15#’r] ſunnen wenden iſt da viercic tage ſteticliche dac vnde | |
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