Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| wunden, auch wart er selb an manger stat gewunt. Er stunt vor jhener porten und wert sich, das nymant on syn | |
| der helenbarten mocht gereichen, und macht im allen rum. Alsus stunt er lang vor der porten und hett syn helenbarten an | |
| roß mit den sporn und reyt off Claudas da er stunt in der porte, und stach yn durch all syn wapen | |
| wol zweyer finger tieff. Der ritter was starck und bleib steen und sprang von im einhalb abe und ließ yn farn. | |
| han erlanget mit der helnbarten. Da Claudas gut wil also gestanden hett, da kam einer off eim starcken roß gerant und | |
| trieben die mit gewalt $t von im die ob im stunden ußer der porten und von der brucken, und hůben yren | |
| herren, die wonde er verlorn han, da aller syn trost anstunt und da er den lip so sere umb gewaget hett, | |
| keins tages noch keins nachtes sicherlichen schlaffen mag. Ich laß stan die großen sunde die er da mit begeet. Er hatt | |
| nit geschaden. Ich han ein so fest burgk hie by stan, die ich im morn fru wil offgeben, das er darinn | |
| wesen, biß wir wol gefreischen wie es mit den kinden stee. Der ein von dißen dryen sol syn der herre von | |
| biß man die warheit erfriesch wie es umb die kind stúnd, wedder sie lebten oder dot weren. ‘Das wil er gern | |
| jhene horten die Pharien geschworn heten, da bliben sie allesampt steen, biß an den herren alleyn von der Hohen @@s@Muren, der | |
| ‘das ich uch kurczlich wil sagen wie es umb sie stee, und hút uch auch, als lieb uch myn fruntschafft sy, | |
| solt ir fragen umb den konig Claudas wies umb yn stee, darnach umb des Bohortes zwey kint und darnach umb ir | |
| der jungfrauwen und sprach: ‘Jungfrauw, ir seht wol wies mir stett: ich bin hieinn gefangen und myn lút mit mir; ich | |
| yn wie er sitherre gethon hett und wie sin dinck stunde. ‘Das wil ich uch sagen’, sprach er, ‘ich bin unfro | |
| er, ‘ich bin unfro und unselig sitt gewesen, wann nů stet es mir wol, und bin fröer dann ich ye wart | |
| hett ein rosenkrancz off synem heubt, der im fast wol stunt uff synem schönen hare, das was kruselecht und liecht als | |
| winter oder sumer, als frů als er von sym bette stunt, wann fritages und an vigilien und an fronefasten und die | |
| sie sehe yn doch des tages zu eynem mal, herzu stunt aller ir gedanck. Und reyt also gedencken biß in ir | |
| und wißent das furware das hie dheyn man fur uch stett der des volgen wolt das uch diß verretery $t wart | |
| kam zu Claudas pavilune. Er det synen helm abe und stunt von sym roß und ging vor yne. Da yn Claudas | |
| sprach: ‘Hey liebe statt, die manigen tag mit großen eren gestanden hatt, zu dir hört manig getruwe man! Rechte koniges stat, | |
| gedacht das Lambegus gewapent solt komen. Er det by sich stan gewapent ritter, umb das er nicht wol sicher was von | |
| Das wart zuhant gethan. Da er entwapent wart, er bleib stende in einem pfellornne rockelin kurcz und was ein ußermaßen schön | |
| forcht.’ ‘Sieh hie, din dot lyt in myner hant, und stest nochdann und redest stolczeclich!’ ‘Das meynet das ich uch wenig | |
| best ritter ist der ye schilt umb synen hals getet. Stúnde er alhie vor uch niht, so wolt ich me sagen | |
| Lancelotes geberde und syn thete; er prúfete syn gan, syn stan, syn sprechen, das man wol hören mocht, so herlich sprach | |
| wil uch sagen wie wirn daruß bringen. Nu belibent alhie stan!’ sprach er. Key lieff hinweg und ergreyff ein horn an | |
| der wirt schier unwert, und der sich beßsert und darnach stett mit allem fliß das ers baß thu dann ein ander, | |
| das er zu recht mit guten lúten wedder gan noch stan ensol, wann er syns herren geluget hat der yn geschuff | |
| zu ende bringent, also vil bestent die andern kúnlicher, und stent darnach das ir sie mit großen eren endent, das die | |
| mögent yn wol sehen’, und gingen beid fur den ritter stan. ‘Herre ritter’, sprach der knapp, ‘wer hatt uch so sere | |
| herren, sie ist uwer eigen wip, das ir ir zustatten steet zu dißen nöten und das du ir sendest einen ritter | |
| frunt’, sprach der konig, ‘ich wil uch gern zu statten steen, ich weiß wol das ichs zu recht thůn sol, wann | |
| Er thet als er mit gewalt ins pavilune brechen wolt. ‘Stent schon, lieber herre!’ sprach der ritter, ‘ir mögent darinn nicht, | |
| und gab ims. Da der knapp das swert gewann: ‘Nu stent off hoher’, sprach er zu sym gesellen, ‘und laßt mir | |
| herre komen, ir detet wol, ir seht wol wieß hie steet. Nu laßent mir den, ich rat es uch, ich han | |
| handen. Er was mit zaubery also off geriecht, das er stan solt biß der kem der die burg gewinnen solt. Als | |
| warheit $t gesagen da von wie es in der burg stee oder was thůnens darinn sy?’ Die jungfrauw hett sich bewunden | |
| furwert und kamen zu den logen von eim schönen sale stande. Sie funden ein jungfrauw gar jemerlich weynend, die sie ußermaßen | |
| da, das sie baß erfuren wie es umb die burg stunde. – Nu múßen wir diße rede laßen von mym herren | |
| mir, gut man’, sprach er, ‘hatt diße port bißherre offen gestanden?’ ‘Ja sie, herre’, sprach der man. ‘Gebent ir uns keynen | |
| zu můt werde, ich wiß dann wie es umb sie stee und wo sie sint!’ Er sprang zuhant off von der | |
| der porten wert und sah den ritter ob der porten steen und besah die koniginn. ‘Herre ritter’, sprach er, ‘ir hant | |
| Er sah umb und sah die konigin vor dem pallast steen; er gedacht das er nyrgent wolt farn, er hett die | |
| hett noch dheyn muß der konigin zu sagen wies darumb stúnde, und die trehen sprungen im zůn augen uß von großem | |
| wechter hort off dem thorn der by dem großen sale stunde. Under im in eyner kamern waren zwo jungfrauwen besloßen, das | |
| Er reyt furwert und fant ein crúcz off eim kirchoff stende, vor dem crucz lag ein geistlich man off syn knyen | |
| geriet, da sah er ein fast schone pavilune vor im stan, das was umb und umb mit speren wol beseczt. Er | |
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