Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
soln stV. (6751 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ez niht ze sêre«, $s sprach aber ir muoter dô./ »soltu immer herzenlîche $s zer werlde werden vrô,/ daz gesciht von | |
| sach./ wider sîne muoter $s er güetlîche sprach:/ »frouwe, ir sult niht weinen $s durch den willen mîn./ jâ wil ich | |
| er ie gereit/ durch strîten her ze Rîne; $s er soltez haben lân./ im heten mîne herren $s sölher leide niht | |
| si muosen rede vermîden: $s daz was Gêrnôtes rât./ »Ir sult uns wesen willekomen«, $s sô sprach daz Uoten kint,/ »mit | |
| manec frouwe sint./ Er gedâht$’ ouch manege zîte: $s »wie sol daz gescehen,/ daz ich die maget edele $s mit ougen | |
| Liudegêres $s ze hove giengen dô./ daz si ze lande solden, $s des wâren si vil vrô./ dô bôt in rîche | |
| ûf den Rîn./ dô sprach der künec Gunther: $s »wer sol nu der scifmeister sîn?«/ »Daz wil ich«, sprach Sîvrit: $s | |
| gegen der küneginne; $s er sold%..e ân$’ angest sîn./ »ich sol iuch wol behüeten $s vor ir mit den listen mîn.«/ | |
| übermüete $s alle Prünhilde man./ Daz wizzet sicherlîchen, $s si soldenz wol bewarn./ unt het ich tûsent eide $s ze einem | |
| grôzen sorgen geborn.«/ Dô sprach der starke Sîfrit: $s »daz sol ich understên./ des ir dâ habt sorge, $s des lâz$’ | |
| kômen, $s er sagts in allen danc./ er sprach: »ir sult von hinnen $s mit mir über fluot.«/ des vant er | |
| iz werben gerne $s durch die vil schœnen maget./ zwiu sold$’ ich die verzîhen $s die ich in herzen hân?/ swaz | |
| swaz du wellest: $s unt næmest ir den lîp,/ daz sold ich wol verkiesen; $s si ist ein vreislîchez wîp.«/ »Daz | |
| niht wold$’ erwinden, $s diu maget ûf dô spranc:/ »ir ensult mir niht zefüeren $s mîn hemde sô blanc./ ir sît | |
| die want und ein schrîn./ »Owê«, dâht$’ der recke, $s »sol ich nu mînen lîp/ von einer magt verliesen, $s sô | |
| gevarn,/ dô sprach ze sînem gesinde $s Sigemundes barn:/ »wir suln uns ouch bereiten $s heim in mîniu lant.«/ liep was | |
| des âne zwîfel sît./ Unde bitent mîne vrouwen, $s si sül mit iu dar komen./ swenne daz der winder $s ein | |
| vriunden gesant./ Er vrâgte, waz si rieten, $s ob si solden an den Rîn./ »ez hât nâch mir gesendet $s Gunther, | |
| leben./ hort der Nibelunge $s beslozzen hât sîn hant./ hey sold er komen immer $s in der Burgonden lant!«/ Allez daz | |
| ist es harte lîhte, $s dar umbe zürnent diu wîp.«/ »Suln wir gouche ziehen?« $s sprach aber Hagene:/ »des habent lützel | |
| getragen:/ daz Prünhilde weinen $s sol im werden leit./ jâ sol im von Hagenen $s immer wesen widerseit.«/ Dô sprach der | |
| ir sô willeclîche $s tuot, des ich iuch bit,/ daz sol ich immer dienen, $s als ich von rehte sol./ vor | |
| daz sol ich immer dienen, $s als ich von rehte sol./ vor allen mînen vriunden $s sô getrûwe ich iu wol./ | |
| zem münster wolde gân,/ dô sprach der kamerære: $s »ir sult stille stân!/ ez lît vor disem gademe $s ein ritter | |
| râtent vriunde mîn,/ swaz ich hân der getriuwen, $s ich sül hie bî in sîn./ ich habe niemen mâge $s in | |
| tragen/ alsô gewalteclîche, $s als ir ê habt getân./ ir ensult des niht engelten, $s daz wir den helt verloren hân./ | |
| vart ouch mit uns widere $s durch iuwer kindelîn./ daz ensult ir niht, vrouwe, $s weise lâzen sîn./ swenn%..e iuwer sun | |
| gewinnen, $s würd$’ uns diu küneginne holt.«/ Er sprach: »wir sulnz versuochen; $s mîne bruoder sint ir bî./ die sul wir$’z | |
| der künec Gunther: $s »ir ist lîp und guot./ zwiu sol ich daz wenden, $s swaz si dâ mit getuot?/ ja | |
| daz wir immer sîn/ gemüet mit dem golde, $s wir soldenz in den Rîn/ allez heizen senken, $s daz ez nimmer | |
| »nu wenne welt ir varn/ nâch der minneclîchen? $s got sol iuch bewarn/ der reise an allen êren $s unt ouch | |
| von hiunischen landen $s der degen küene unde hêr.«/ »Wie sol ich daz gelouben«, $s sprach der künic zehant,/ »daz der | |
| drîen tagen./ ê ich ez an ir erfünde, $s zwiu sold$’ ich Etzeln versagen?«/ Die wîle man den gesten $s hiez | |
| daz irz nimmer getuot.«/ »War umbe?« sprach dô Gunther, $s »sold$’ ichs volgen niht?/ swaz der küneginne $s liebes geschiht,/ des | |
| ir wol gunnen: $s si ist diu swester mîn./ wir soldenz selbe werben, $s ob ez ir êre möhte sîn.«/ Dô | |
| iuwer bruoder sagen.«/ Dô sprach diu jâmers rîche: $s »iu sol verbieten got/ und allen mînen vriunden, $s daz si deheinen | |
| diu küneginne $s ze Everdingen komen./ genuoge ûz Beyerlande, $s solden si hân genomen/ den roub ûf der strâzen $s nâch | |
| diu hôhzît, $s oder in welhen tagen/ wir dar komen solden?« $s dô sprach Swemmelîn:/ »zen næhsten sunewenden $s sol si | |
| wil ich volgen«, $s sô sprach Gîselher der degen./ »Wer sol daz gesinde $s wîsen über lant?«/ si sprâchen: »daz tuo | |
| wir ir gerne dienten, $s ich unde sîne man,/ und soldes$’ under krône $s dâ zen Burgonden gân.«/ Diu rede Rüedegêren | |
| mîne triuwe, $s und hât in iemen iht getân./ Ich solz in gerne büezen, $s swie si dunket guot,/ hât iemen | |
| vollen drîen tagen./ swaz man uns hie getæte, $s wir soltenz Etzelen sagen.«/ Vil wol hôrte Kriemhilt, $s waz dô Hagen | |
| zwâre ninder baz.«/ »Zen herbergen füeren«, $s sprach aber Volkêr,/ »sol man uns die mœre, $s und rîten danne mêr/ gegen | |
| twinget nôt./ unser ingesinde $s lît vor in unverdienet tôt.«/ »Sol ich sîn kamerære«, $s sprach der küene man,/ »alsô rîchen | |
| wætlîcher man./ Dô sprach der marcgrâve, $s der edel Rüedegêr:/ »sol aber ûzem hûse $s iemen komen mêr,/ die iu doch | |
| bezîte daz./ hie belîbet niemen, $s wan der doch sterben sol.«/ dô sach man schier$’ ir schilde $s stecken gêrschüzze vol./ | |
| $s sprach Gunther der degen,/ »daz ir iuch genâden $s sült an uns bewegen/ unt der vil grôzen triuwe, $s der | |
| ob irz an dem ende $s woldet güetlîcher lân./ Wir soldenz immer dienen, $s daz ir uns habt gegeben,/ ich unde | |
| hin, Hagene, $s unt trag$’ in an der hant./ hey soldest du in füeren heim $s in der Burgonden lant!«/ Do | |
| er wolde? $s der helt hât missetân./ der uns dâ solde rechen, $s der wil der suone pflegen.«/ des antwurte Volkêr, | |
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