Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
senfte Adj. (222 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| luͤt, wan daz schaf daz ist ein reines und ein senftes vich. daz gewæt der schaffe daz sint diu guten werch, | |
| im wein und oͤl in sein wunden. daz oͤl ist senfte, daz goz er im in sin wunden, do er sprach: | |
| zeichen da dar umbe, daz si dest vrilicher und mit senftem hertzen daz heilig gotes wort von sinem munde vernamen. alz | |
| strite./ di ê waren sam der lewe ergramt,/ di wurden senfte sam daz lámp;/ di sich ê uermazen,/ do si uor | |
| got daz hail wil geben,/ der mac nu uor dir samphte puwen.’/ er uiel tot unter aine studen./ Haiden di grimmen/ | |
| Swar sie woldin hinnin keren./ Do lagin die haftin./ in sanftin vncreftin./ Die botin lagen dar alle/ zvencih tage vulle./ Vnde | |
| er die liste vunde,/ daz er mit wîsen sachen/ möhte senfter machen/ des küniges haz wider in./ daz kom sô sêre | |
| und harte bleich./ des küneges muot von hœhe weich/ in senfte dêmüete./ durch sîne grôzen güete/ viel er nâch dem gruoze/ | |
| ich von hinnen var mit dir,/ wan ich in den senften tagen/ vil unsanfte mac bejagen/ daz süeze gotes rîche./ wan | |
| dîn gemüete selbe wil:/ ob wir mit disen sachen/ mugen senfter machen/ gên uns ir zornlîchen muot./ ich hân doch êre | |
| //Dô sprach der zouberære:/ "herre, dîne swære/ kan ich dir senfter machen/ mit alsô wîsen sachen,/ daz mîner lêre Jôsaphât/ vil | |
| sich/ der geschaft vil wünneclich./ sô sich von einem winde,/ senfte, süeze und linde/ der löuber dicke underdranc,/ sô wart ein | |
| az wênec oder tranc/ und beidiu naht unde tac/ selten senfter ruowe phlac:/ im was niht wan gebetes gâch./ über ahte | |
| hinevart/ in daz gotes rîche;/ dâ lebet er êwiclîche/ mit senfter ruowe, sunder wê./ sich sûmde Jôsaphât niht mê:/ den lîchamen | |
| bar/ das schone holz des suͤzú fruht/ vil suͤzú und senftú mit genuht/ zezzenne und ze niezinne schein/ und dem menschin | |
| brahte demuͤtcliche/ Gote sin reinis opfir hie,/ in dem Got semphtin smak empfie,/ der von dem opfir do geschach./ Got mit | |
| ich dir wol gedienit han!’/ vil guͤtliche sprah Laban/ mit senften worten widir in:/ ‘vil wol ih innin worden bin/ das | |
| suͤzin/ sinen brůder solten gruͤzin/ und sinen zorn slihten,/ gein senftir guͤte rihten./ __ Do Jacob von dannin schiet,/ sine gesinde | |
| uf dem wege/ ein wulcken dick, das al der schar/ senften luft und schaten bar/ fúr der heizen sunnin schin./ ein | |
| sie umbe die geschiht/ nah vaterlichin witzen niht:/ mit lindin, senften worten,/ dú niht ze strafenne horten,/ seit er in ir | |
| harpfen gie fúr in/ David und woltim sinin můt/ machin sempfter unde gůt./ do twang in sin tobesuht/ das er mit | |
| des kúnigis zorn damite/ und sin ungůt gemuͤte/ kerten in senfte guͤte,/ das si doh half vil we%<nig iht./ do si | |
| st#;eate minne/ Wendent gar ir sinne./ Dú minne ist ain senftes wort,/ Dem herzen ain unsenfter hort,/ Ain froͮdeb#;eares herzelait,/ Ain | |
| tranke. Nach der wache sal man ouch kaldiz wazzer miden. Senftiz crowen in dem bade tut di sveizloch uf. vnde machit | |
| dînen worten benomen,/ und wâriz ze Kriechen comen/ mit sus samfter arbeit,/ wênistu, iz ne wêre mir leit?’/ //Vile hart ih | |
| er kêrte/ dem, den er sîn hulde lêrte/ oder sînen senften muot./ Swer hie dîne gnâde vindet,/ dem wirt dort got | |
| sament/ in dien boungarten sicht gân./ Dâ hœrt man ir senften wort,/ wan si sich so wîblîch schament,/ sô ir achtent | |
| dem tage./ Sî sprach: ‘friunt, getriuwer lîb,/ sage mir mit senftem worte,/ hœrst dû die voglîn in dem hage?/ Du hâst | |
| bist stæter sinne,/ dir wont wîbes güete bî,/ dû bist senfter sprüche und niht ze balt./ Dû bist kiusche, zühtig gar,/ | |
| heizzet: ‘ouwê, daz ichs ie gesach!’/ Wer mochte haben so senften sin,/ daz in nit muote solich ungemach,/ Als mir, in | |
| //Daz müeste sî beweinen/ doch von ir wîbes güete/ Und senften muot erscheinen/ nach tôd an mir: sust kenn ich ir | |
| nachtegal./ Wan $s $s man $s $s kan/ dicke ir semftem brache nicht entwîchen:/ wan sie echt alle ruowen, so lât | |
| heilige ſchrift ſprichet, in ſiner erſtin chunfte chom er vil ſenfter; an der urteile chumit er mit vil michelm zorne. Dar | |
| herzen, mit der zvngen, mit vbeln werken. Dande ſvlt ir ſenfte vnde devmvͦte ſin, alſ iv der heilige Kriſt bilde hat | |
| unſ ze trôſte. Er ſtarb, daz unſ der tôt deſte ſenfter wâre, deſ er ſelbe bechort hêti. Er erſtůnt uon dem | |
| mâzze chunnen gehaben, daz ſi weder ze ſcerfe noch ze ſenfte ſîn den undertanen, daz ſi ſich chunnen $t behalten an | |
| die siechen unde sulen alle ir dînest vollenbrengen in eime semften $t geiste. Darumme disen sunderlichen orden, der sich gemeinlîche erbûtet | |
| giscaft,/ du dir ist scarf undi darihaft,/ swaz dir ist sempfti undi wunniclich,/ daz dinot al deme gidingi in daz himelrich./ | |
| don/ von al den kleinen vogellin./ diu heide gap in senften lon/ mit maneger hande bluomen schin./ /Der selben bluomen brach | |
| alda ichs uf der heide sach;/ ez duhte mich ein senftez spil./ ein aventiure mir geschach,/ /Da von min herze in | |
| disem morgen fruo?"/ si sprach: "ir sult gelouben mir:/ /Durch senften luft ich in dem touwe/ her nach rosenbluomen gie."/ ich | |
| selten wirt, daz leben ist unstaete./ dunk ieman, daz ez senfte si, der tuo, also ich taete./ /So mir min dinc | |
| Got. Amen. //6. #s+Die ewige worheit: min joch daz ist senfte#s- ___Die bredie usser sancte Matheus evangelio des sunnentages vor der | |
| woren, si wurden bekert von sinem stroffende. ___Also sol ein senfter mensche einen herten strengen menschen senft machen mit siner gedult. | |
| och nút. Nach allem disem so kam ein suͤsse stille senft dúnne gerúne als ein wispelen, und in dem so kam | |
| die minnekliche persone des sunes in der gotheit, und das senfte stille gerúne in dem der herre kam, das was der | |
| dem menschen mit ruͤft. Wer das der mensche den suͤssen senften ruͤffen volgete, so endoͤrfte er der maniger herter stimme nút | |
| unser herre leret senftmuͤtikeit und demuͤtkeit, und sin joch were senft und sin búrde die were licht. Ein joch das ist | |
| wunderlichem ufvalle und sweren wisen; das ist disen menschen alles senfte und alle búrdin sint in wunderlich licht, der vatter mag | |
| worheit sin búrden sint lihte und sin joch daz ist senfte. Lieben kinder, ich bevilhe úch von grunde mins hertzen under | |
Ergebnis-Seite: << 1 2 3 4 5 >> |