Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
senfte Adj. (222 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| wan de himel is schöner verre,/ de himel, de $’n senfte v#;iur is algare,/ darinne want diͤ engelsche schare./ wiͤ schön | |
| de gůt wirt hat si so wal behůt,/ des joch senft is ind licht sin bürden;/ wal in, diͤ damit besweret | |
| mere würd diͤ bürden./ //Disen suͤʒen wirt herbergd ich,/ dis senfte bürden erlichte mich,/ dů de liͤve wirt wider mich sprach,/ | |
| mir umbe in; ich weiz wol, frouwe, daz du in senftin vindest./ //Dinir bete mach dich din liebir sun niemir virzihin:/ | |
| liebkoset mit der sele an sehs dingen</KAP> Du bist min senftest legerkússin, min minneklichest bette, min heimlichestú růwe, min tiefeste gerunge, | |
| sument nút lange!» So zúhet si an ein hemede der sanften demuͤtekeit $t und also demuͤtig, das si under ir nit | |
| doch gerne des súndigen meres bitterkeit. Dis tier hat einen senften munt und ein reine zungen; es enhat oͮch enkeine zene, | |
| gemeine siner langen gegenwúrtekeit, und sin suͤssú geselleschaft mahte inen senfte alle ir kumberliche erbeit. Dirre orden was in den ersten | |
| den túfelen manig leit. Minne, din vil suͤsse vride bringet senfte gemuͤte und reine sitten. Minne, din heligú genuͤgunge machet vri | |
| din bant und wie durnehtig ist din wesen und wie senfte ist din vlus und wie gros ist din koste und | |
| Von der geistlichen spise</KAP> Nach bitterme tranke bedarf man wol senfter spise. Die ufstigende gerunge und die sinkende diemuͤtekeit und <FOLIO>(147#’v)</FOLIO> | |
| heliger hoffunge ob allen vorhten mit suͤssem herzen iemer in senftem gemuͤte. So smeket man siner guͤtin. Die reinen minnenden juncfroͮwen | |
| můs úch sere minnen; ir machent mir min herte bette senft, mine groben spise smakhaft; ir gebent mir macht in dem | |
| denne mit rúwen zů mir vlúhet, so leit si ire senften hant uf das crumbe; so stan ich als ein tumbe | |
| unstaete verkôs,/ Dô man si lobte als reine unde wîse,/ senfte unde lôs;/ dar umbe ich si noch prîse./ /Ir tugent | |
| ir bevêle/ und daz er mir stêle/ von ir éin senftez küssen, sô waer ich iemer gesunt./ /Wie wirde ich gehaz/ | |
| sach,/ sô weste ich wol, waz ich sprach./ /Vil süeziu senftiu toeterinne,/ war umbe welt ir toeten mir den lîp,/ und | |
| noch tac niht kan gedagen./ nû hân eht ich sô senften muot,/ daz ich ir haz ze vröiden nime./ owê, wie | |
| ich mich gebâre.’/ /Got gebiete mîner vrouwen, daz si sî/ senftes muotes und ân argen willen!/ zwâre, ê ich ir laege | |
| ich mich schérn únde villen./ In gesach nie wîp mit senfter’ güete./ sî sol dur mich lâzen, daz ir laster sî:/ | |
| So man danne gisset ze inbisse, so sol man uf senften betten ein wile //slafen uf der rehten siten, unde darnach | |
| grunde laßen./ darnach sie quamen wider gar/ und uf des senften küniges achseln saßen./ umb einen künig sie riefen me;/ den | |
| se/ den stork, der sie verslant in grimme alle./ ist senfte, gut der here din, $s des in nicht laß entgelden,/ | |
| die wisen sagen./ darumbe salt du folgen nach $s dem senften joch./ welch man im nicht genügen lat, $s der muß | |
| der tummheit ise/ erkaldet hoer wirde glut./ Kunst ist ein senfte last,/ wer sie in arm der tugent faßt./ ie mer | |
| ir bruoder; $s si kuste$’n z$’aller stunt/ vil ofte in senftem slâfe: $s sît wart in arbeiten kunt./ Ich wæne der | |
| der fuoge $s diu beidiu wâren grôz./ ie süezer und senfter $s videln er began:/ do entswebt%..e er an den betten | |
| strît/ gewislichen komen,/ den ich alsô hân genomen:/ ez werde senfte oder bitter,/ niht mêr wan hundert ritter/ sol unser ietweder | |
| Brûn im vor las,/ swaz er kunde guotes,/ dâmit er senftes muotes/ den kunic moht gemachen;/ mit maniger hande sachen/ begund | |
| allin iren werkin daz alle ire werc suze werdin und senfte. also smeckit si und schowit Got one wanc; so si | |
| di fore alse wech waren daz in nicht gnugite an senften betten: den gnugit sider wol an deme stro. daz fuir | |
| bade/ der herzoge Orilus./ Jeschûte und er gewurben sus./ ___diu senfte süeze wol getân/ gieng ouch ûz ir bade sân/ an | |
| Lähelîn/ mit einer tjoste rîche/ in twanc sô volleclîche./ diu senfte süeze wol gevar/ ze pfande sazt ir houbet dar,/ roin | |
| mohte wol ein hêrre sîn./ dâ liefen frouwen bräckelîn./ mit senften siten niht ze hêr/ gienc dâ rittr und knappen mêr/ | |
| aber sîn kiuscher wirt/ "ir müest aldâ vor hôchvart/ mit senften willen sîn bewart./ iuch verleit lîht iwer jugent/ daz ir | |
| maneger sîniu ougen bolt,/ er möhts ûf einer slingen/ ze senfterm wurfe bringen,/ ob er sehen niht vermîdet/ daz im sîn | |
| dan von andern schulden."/ ___des wirtes sun, ein knappe, truoc/ senfter bette dar genuoc/ an der want gein der tür:/ ein | |
| het ein armer wirt ervorht./ alumbe an allen sîten/ mit senften plûmîten/ manec gesiz dâ wart geleit,/ dar ûf man tiure | |
| bî im gelegen,/ het er minne gepflegen,/ daz wære im senfte unde guot./ er het ouch bezzern slâfes muot,/ dan des | |
| pfell vier ruclachen/ mit rîlîchen sachen,/ gein ein_ander viersîte;/ darunde senfte plumîte,/ mit kultern verdecket,/ ruclachen drüber gestecket./ ___der rinc begreif | |
| von niemen betrub. Alſo was Moyſes, $t der was der ſenftiſt menſch der bi ſinen ʒiten $t was, dem tet ovch | |
| tet mit im als ein frivnt mit ſinem frivnt. Der ſenft ware, dem tát got vil genaden. Vnd div tvgent iſt | |
| diser werlt durch in lident, daz in daz ring und senft ist und git in nach disem lib den ewigen lip. | |
| siner taugen niht mohten gevahen noch erfuͤllen, den hat er senfteriu und lichteriu gebot gegeben. nu schuͤln wir daz sehen wie | |
| gotes, sich fræut der himel und der luft, daz si senfter und lichter sint denn ze andern ziten. diu sunne, der | |
| ze andern ziten. diu sunne, der mane sint lichter und senfter denn ze andern ziten. diu wazzer habent sih auf getan. | |
| straffigen worten, mit dem besem, mit der vermainsamnung, $t mit senften worten, mit guten pilden wider pringet, so hat er sein | |
| diu christenheit enpholhen ist. umb daz ezzen da enist nicht senft umb zerteilen. an dem anegenge der christenheit do waren suͤmlich | |
| zergænchlichen leip. der ist alsam daz mer: daz ist etwenne senft, etwenne unsenft. also ist unser leben: etwenn sei wir senft, | |
| senft, etwenne unsenft. also ist unser leben: etwenn sei wir senft, etwenne unsenft; etwenn mit fræuden, etwenn mit unfræuden; $t etwenne | |
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