Mhd. Gesamtlemmaliste/Belegarchiv
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  Belegarchiv/Konkordanz

Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.

senfte Adj. (222 Belege) Lexer BMZ Findeb.  

Herb 9524 irre zeswe1n hant./ Vf sine1n schaft er daz bant./ Eine senfte1n er enphinc/ Vn2de neic der frowe1n vn2de ginc/ Froliche dannen/
Herb 15161 zit./ Als liep als ir mir sit,/ So habet dar=zv samfte1n mvt./ Mich dunket vwer rede gut./ Ouch behaget mir der
HeslApk 4087 Und spricht: ‘nemet uf uch min joch;/ Min joch ist semfte, min burde licht.’/ Got hat die maze vor geticht/ In
HeslApk 12016 getten,/ Under wand der frowen sich./ Der edell und der ellenttrich/ Mitt unverzagttem mütte tratt/ Zü dem ringe an die statt/
HvBurg 383 sich twingt das er die lat./ __Der guet smach, wie sonft er sey,/ Da wonet uncheusche pey./ Das du es gelaubest
HvFreibTr 4471 in diser werlt von wîben treit./ ir pfert hête einen senften ganc,/ von golde erglenzete und erclanc/ gar allez ir gereite./
HvNstGZ 6882 schinet in der maiestat,/ Got einig in der trinitat,/ Lieb, senfte und guͤtig/ Und als ein lamp demutig./ Der verdampte goteleit/
Iw 1749 iuch gân:/ mac ein man danne hân/ guoten tac und senfte zît/ der ûf den lîp gevangen lît,/ ern wære danne
Iw 2008 baz,/ ob sî ir vrouwen haz/ bekêrte mit guote/ ze senfterem muote./ //Dô diu vrouwe ir maget vertreip/ und sî eine
Iw 2954 niht./ sînes steines kraft ist guot:/ er gît gelücke und senften muot:/ er ist sælec der in treit.’/ nû was der
Iw 4818 niuwan als ein ander schâf./ guot spîse und dar nâch senfter slâf/ diu wâren im bereit hie,/ und erwachte dô der
Iw 5417 den lewen wunden sach./ daz bescheinder wol: wander brach/ sîne senfte gebærde,/ von des lewen beswærde/ gewan er zornes alsô vil/
JPhys 16, 2 tîer und heizit caſtor piber. unt iſt uil milte. unde ſenfte. Sine gemahte ſint uil nutzi zů arzintůme. Phiſiologuſ zellit ſin
KLD:GvN 32: 4, 6 ûz minnebande./ brande $s sie mich niht, sô hæte ich senfte dol:/ sus hât mich diu minneclîche enzündet./ ich enweiz wes
KLD:UvL 10: 2, 6 undertân?/ tuot dir den tôt $s sô süeziu nôt,/ sô senftiu swære, $s sô lieplîch getwanc,/ wê zwîvelære, $s sô bistu
KLD:UvL 22: 5, 3 nie windes prût als swinde enwart,/ under wîlen süeze in senfter stille,/ schiere wider an ir irrevart:/ dar nâch schînet meien
KLD:UvL 32: 5, 5 hât êre,/ sîst ein reine süeze wîp,/ hôch geborn, gar senfte und hêre,/ guot, in rehter mâze balt:/ ir lîp wîplîchen
KLD:UvL 46: 3, 2 gibt mir dîn wol redender munt,/ hôhen muot dîn reine senfte sit:/ fröiden tou mir ûz des herzen grunt/ kumt von
Konr 11,74 niht ʒerprochen, $t ſone mohten wier niemer volchomen ſin, noch ſemphte vͦfuart haben gewunnen hincʒe den choren, da imer lieht iſt
Konr 12,11 kæiſer in welliges ole werfen. Das wart im alſo ein ſemfter pat vnd gie drouͤʒ wol geſvnt. Do hieʒ in der
Konr 23,75 ich baʒ, denne da ʒu dem diemutiͤgen vnd ʒuͤ dem ſenften, der mineu wort furhte vnd minev gepot behaltet.#.’ Das iſt
Kreuzf 4453 der edele Witige,/ gegen den vînden der unsitige,/ den frunden senfte unde zam,/ sîn leben dâ manigem heiden nam./ alsô tet
Kreuzf 5238 ir ors sie sâzen dô,/ wie sie mohten, mit in/ semfter reise sie riten hin/ biz uf der Cristen hûte/ und
Kreuzf 7927 sô vindet ir daz, wie er hât/ geduldic gar in senften siten/ al sîne marter nôt erliten/ durch ûch: geduldic sult
Kreuzf 8114 crefte mir.»/ alsô ob er entsliefe in got,/ sô gar senfter was sîn tôt./ der brûder sîn gebeine/ von dem fleische
KvHeimUrst 1241 Aramathî./ si sprâchen: ob er dâ sî/ und er sô senftes muotes wese,/ daz er si hœre unde lese,/ ‘sô enzwîvelt
KvHeimUrst 1936 ich von hûse gie./ der quam mit einem winde,/ sô senfte und sô linde,/ alsô diu süeziu meienzît/ den trôr mit
KvMSph 23, 30 sunne in daz zaichen tritte, so ist si dez ersten senft und ze letzest scharpf. Daz neunt zaichen haizzet der schuͤtz,
KvWHerzm 225 lag ir beider herze tôt:/ ir liehten münde rôsenrôt/ vil senfter küsse pflâgen,/ dar nâch si sich verwâgen/ aller fröuden under
KvWLd 8, 24 vil êren; $s ir sêren $s dienestman/ heilen si mit senfter arzenîe kan./ / Meie $s den grüenen walt/ hât becleit/
KvWLd 12, 33 der süezen wîbe solt:/ wol im der verschulden kan ir senften umbevanc!/ / Jârlanc vrîjet sich diu grüene linde/ loubes unde
Lanc 122, 20 gottes dienst gemacht. Der ritter muß zwey hercz han, ein senffts und ein hertes als ein adamas. Das senfft hercz muß
Lanc 122, 21 han, ein senffts und ein hertes als ein adamas. Das senfft hercz muß weich wesen als ein wahs, das hert hercz
Lanc 122, 26 biegen mag war man wil, also muß des ritters hercz senfft wesen und súß wiedder gut lút und wiedder demutig. Er
Lanc 122, 29 lieb im syn ere ist, das er nymer weich noch senfft enwerd wiedder dieb noch wiedder verreter noch wiedder mörder. Die
Lanc 122, 33 und untrúwe der haßet sinselbs sele; darumb muß der ritter senfft wesen und weich als ein warm wahs wiedder gůt lút
Lanc 126, 12 wald komen ein roßbare, und brachten sie zwey pfert getragen sanfft und schön. Er sah, das sye recht zu im kam
Lanc 505, 3 also sol der ritter sin fur dißen. Sin stimme soll senfft syn und cleyn als einer jungfrauwen, sin lichnam reyn und
Lanc 570, 3 wiedder ligen uff ir leger. Auch was der herczog so sanfft nit durch gewuschet, er were sere geqwetschet da sie yn
Litan 541 suzin vnde dih seligen,/ dih milden vnde dih gnedigen,/ dih semften vnde dih linden./ an weme mochtih nv vinden/ sus vzgenumene
Macer 31, 17 senftet im an aller suche. Di selbe salbe angestrichen machet senften slaf. Zu der salben tů sidvarwe unde tu das in
Macer 38, 10 hitze nicht, her nutze iz mit mulsa unde gewinnet eine senfte růre. Di bleter gestosen mit salze unde als ein plaster
Macer 38, 24 wassersuchtigen. Di wurzel gepulvert unde mit mulsa zutriben machet eine senfte spiunge, di den menschen obene subert. Di bleter gepulvert unde
Macer 93, 2 saffe getempert mit ezsige. // Pepones heisent pfedemin. Di sint senfte zu essene. Man douͤwet si doch swerlichen durch ir kalde
MarlbRh 16, 29 dem entspringent alle d#;iude,/ dem glichet allermeist din guͤde,/ so senft ind rein is din gemuͤde!/ ////Maria, du bis de leidesterre,/
MarlbRh 19, 6 genade vür im vinde!/ ich bin an din help verlorn,/ senfte ros al ane dorn,/ heil vür god miner selen wunden!/
MarlbRh 67, 38 ind süverlich!/ ////Ei edel thron vast ind schone,/ gevuͤg ind senft üver alle throne,/ des himels ind der erden riche/ enhat
MarlbRh 68, 8 van dir nam./ he saʒ liflich in dinem live,/ ei allersenftest aller wive!/ n#;iun mande vol saʒ he darinne./ dit inne sitzen
MarlbRh 68, 14 mir,/ wiͤ dir wer, dů he in dir saʒ,/ ei senfte thron, erwelet vaʒ!/ //Wiͤ was dim herzen, dů din lif/
MarlbRh 69, 33 gods throne;/ du bis üver si alle schone;/ du bis senfter, dan si sin,/ si üvergeit ser diner eren schin./ ////Schöne

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