Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
senfte Adj. (222 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| irre zeswe1n hant./ Vf sine1n schaft er daz bant./ Eine senfte1n er enphinc/ Vn2de neic der frowe1n vn2de ginc/ Froliche dannen/ | |
| zit./ Als liep als ir mir sit,/ So habet dar=zv samfte1n mvt./ Mich dunket vwer rede gut./ Ouch behaget mir der | |
| Und spricht: ‘nemet uf uch min joch;/ Min joch ist semfte, min burde licht.’/ Got hat die maze vor geticht/ In | |
| getten,/ Under wand der frowen sich./ Der edell und der ellenttrich/ Mitt unverzagttem mütte tratt/ Zü dem ringe an die statt/ | |
| sich twingt das er die lat./ __Der guet smach, wie sonft er sey,/ Da wonet uncheusche pey./ Das du es gelaubest | |
| in diser werlt von wîben treit./ ir pfert hête einen senften ganc,/ von golde erglenzete und erclanc/ gar allez ir gereite./ | |
| schinet in der maiestat,/ Got einig in der trinitat,/ Lieb, senfte und guͤtig/ Und als ein lamp demutig./ Der verdampte goteleit/ | |
| iuch gân:/ mac ein man danne hân/ guoten tac und senfte zît/ der ûf den lîp gevangen lît,/ ern wære danne | |
| baz,/ ob sî ir vrouwen haz/ bekêrte mit guote/ ze senfterem muote./ //Dô diu vrouwe ir maget vertreip/ und sî eine | |
| niht./ sînes steines kraft ist guot:/ er gît gelücke und senften muot:/ er ist sælec der in treit.’/ nû was der | |
| niuwan als ein ander schâf./ guot spîse und dar nâch senfter slâf/ diu wâren im bereit hie,/ und erwachte dô der | |
| den lewen wunden sach./ daz bescheinder wol: wander brach/ sîne senfte gebærde,/ von des lewen beswærde/ gewan er zornes alsô vil/ | |
| tîer und heizit caſtor piber. unt iſt uil milte. unde ſenfte. Sine gemahte ſint uil nutzi zů arzintůme. Phiſiologuſ zellit ſin | |
| ûz minnebande./ brande $s sie mich niht, sô hæte ich senfte dol:/ sus hât mich diu minneclîche enzündet./ ich enweiz wes | |
| undertân?/ tuot dir den tôt $s sô süeziu nôt,/ sô senftiu swære, $s sô lieplîch getwanc,/ wê zwîvelære, $s sô bistu | |
| nie windes prût als swinde enwart,/ under wîlen süeze in senfter stille,/ schiere wider an ir irrevart:/ dar nâch schînet meien | |
| hât êre,/ sîst ein reine süeze wîp,/ hôch geborn, gar senfte und hêre,/ guot, in rehter mâze balt:/ ir lîp wîplîchen | |
| gibt mir dîn wol redender munt,/ hôhen muot dîn reine senfte sit:/ fröiden tou mir ûz des herzen grunt/ kumt von | |
| niht ʒerprochen, $t ſone mohten wier niemer volchomen ſin, noch ſemphte vͦfuart haben gewunnen hincʒe den choren, da imer lieht iſt | |
| kæiſer in welliges ole werfen. Das wart im alſo ein ſemfter pat vnd gie drouͤʒ wol geſvnt. Do hieʒ in der | |
| ich baʒ, denne da ʒu dem diemutiͤgen vnd ʒuͤ dem ſenften, der mineu wort furhte vnd minev gepot behaltet.#.’ Das iſt | |
| der edele Witige,/ gegen den vînden der unsitige,/ den frunden senfte unde zam,/ sîn leben dâ manigem heiden nam./ alsô tet | |
| ir ors sie sâzen dô,/ wie sie mohten, mit in/ semfter reise sie riten hin/ biz uf der Cristen hûte/ und | |
| sô vindet ir daz, wie er hât/ geduldic gar in senften siten/ al sîne marter nôt erliten/ durch ûch: geduldic sult | |
| crefte mir.»/ alsô ob er entsliefe in got,/ sô gar senfter was sîn tôt./ der brûder sîn gebeine/ von dem fleische | |
| Aramathî./ si sprâchen: ob er dâ sî/ und er sô senftes muotes wese,/ daz er si hœre unde lese,/ ‘sô enzwîvelt | |
| ich von hûse gie./ der quam mit einem winde,/ sô senfte und sô linde,/ alsô diu süeziu meienzît/ den trôr mit | |
| sunne in daz zaichen tritte, so ist si dez ersten senft und ze letzest scharpf. Daz neunt zaichen haizzet der schuͤtz, | |
| lag ir beider herze tôt:/ ir liehten münde rôsenrôt/ vil senfter küsse pflâgen,/ dar nâch si sich verwâgen/ aller fröuden under | |
| vil êren; $s ir sêren $s dienestman/ heilen si mit senfter arzenîe kan./ / Meie $s den grüenen walt/ hât becleit/ | |
| der süezen wîbe solt:/ wol im der verschulden kan ir senften umbevanc!/ / Jârlanc vrîjet sich diu grüene linde/ loubes unde | |
| gottes dienst gemacht. Der ritter muß zwey hercz han, ein senffts und ein hertes als ein adamas. Das senfft hercz muß | |
| han, ein senffts und ein hertes als ein adamas. Das senfft hercz muß weich wesen als ein wahs, das hert hercz | |
| biegen mag war man wil, also muß des ritters hercz senfft wesen und súß wiedder gut lút und wiedder demutig. Er | |
| lieb im syn ere ist, das er nymer weich noch senfft enwerd wiedder dieb noch wiedder verreter noch wiedder mörder. Die | |
| und untrúwe der haßet sinselbs sele; darumb muß der ritter senfft wesen und weich als ein warm wahs wiedder gůt lút | |
| wald komen ein roßbare, und brachten sie zwey pfert getragen sanfft und schön. Er sah, das sye recht zu im kam | |
| also sol der ritter sin fur dißen. Sin stimme soll senfft syn und cleyn als einer jungfrauwen, sin lichnam reyn und | |
| wiedder ligen uff ir leger. Auch was der herczog so sanfft nit durch gewuschet, er were sere geqwetschet da sie yn | |
| suzin vnde dih seligen,/ dih milden vnde dih gnedigen,/ dih semften vnde dih linden./ an weme mochtih nv vinden/ sus vzgenumene | |
| senftet im an aller suche. Di selbe salbe angestrichen machet senften slaf. Zu der salben tů sidvarwe unde tu das in | |
| hitze nicht, her nutze iz mit mulsa unde gewinnet eine senfte růre. Di bleter gestosen mit salze unde als ein plaster | |
| wassersuchtigen. Di wurzel gepulvert unde mit mulsa zutriben machet eine senfte spiunge, di den menschen obene subert. Di bleter gepulvert unde | |
| saffe getempert mit ezsige. // Pepones heisent pfedemin. Di sint senfte zu essene. Man douͤwet si doch swerlichen durch ir kalde | |
| dem entspringent alle d#;iude,/ dem glichet allermeist din guͤde,/ so senft ind rein is din gemuͤde!/ ////Maria, du bis de leidesterre,/ | |
| genade vür im vinde!/ ich bin an din help verlorn,/ senfte ros al ane dorn,/ heil vür god miner selen wunden!/ | |
| ind süverlich!/ ////Ei edel thron vast ind schone,/ gevuͤg ind senft üver alle throne,/ des himels ind der erden riche/ enhat | |
| van dir nam./ he saʒ liflich in dinem live,/ ei allersenftest aller wive!/ n#;iun mande vol saʒ he darinne./ dit inne sitzen | |
| mir,/ wiͤ dir wer, dů he in dir saʒ,/ ei senfte thron, erwelet vaʒ!/ //Wiͤ was dim herzen, dů din lif/ | |
| gods throne;/ du bis üver si alle schone;/ du bis senfter, dan si sin,/ si üvergeit ser diner eren schin./ ////Schöne | |
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