Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
senfte Adj. (222 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| er iht des vunde,/ dâ mite er swære stunde/ möhte senfter machen,/ und von sô gewanten sachen,/ daz gotes êren töhte/ | |
| er sprach: #.:gemahel, ja enist der tôt/ iedoch niht ein senftiu nôt,/ als dû dir lîhte hâst gedâht./ dû hâst mich | |
| mích uahínde/ Vn̄ san zů tode írslahínde./ Der tot ist samftír harte uíl/ (Sít ich ot nícht gnesín wíl/ Mít iemírlichír | |
| Vn̄ hetín sich uf gemachít/ In muozílíchír muoze./ Mít manígín semftín grůze/ Schíet sich Athís dannín/ Vnd gíenc zů den mannín/ | |
| daz vel dik ist, dâ ist ez sleht und ains senften griffs, wâ ez dünn ist und zesträut auz ainander, dâ | |
| peihtiger den sünder erschreckt, und wirt wider enzunt von ringer sänfter anweisung. wenn des feurs lieht erlischt, sô stinket der rauch, | |
| oben in dem nidristen reich des luftes, dâ der luft sänft und lind ist. sô nu der naht kelten sumerzeiten kümt, | |
| der dunst dann aber gedicket an im selber von der sänften kelten, diu dâ ist gar nâhent pei dem obristen reich | |
| werden. aber winterszeiten sô ist diu hitz in den landen sänft, reht sam si ist in dem sumer mit uns. dar | |
| aber er scheint gegen der sunnen underganch, sô bedäut er sänften regen und sumerzeiten donr. sô aber er scheint gegen der | |
| in dem andern däutsch ain waltrint. daz hât ainen ainvaltigen sänften anplik, aber ez ist gar üppig und grimmig, sô ez | |
| oder haizt agnus, von dem kriechischen wort agnon, daz ist sänft, wan ez ist ain sänftez tierl. Alexander spricht, ain schæffenz | |
| kriechischen wort agnon, daz ist sänft, wan ez ist ain sänftez tierl. Alexander spricht, ain schæffenz vel wirt nümmer guot ze | |
| speisent si auch. dâ von haizt man den vogel den sänften vogel. der vogel ist den slangen gar gehaz und setzet | |
| swindet in ir kraft. er ruoft seinen weiben mit seinem sänften quiteln zuo dem ezzen, sô er daz korn vindet. ez | |
| vaiztin und vernewt sich alsô. er hât auch edler und senfter flaisch danne ander waltvogel, und dar umb ist er ain | |
| nest oder mêr auf ainem paum siht. ez sint gar sänft vogel gegen enander, und dâ von beleibent si pei enander. | |
| Fulgentius spricht. ach wie ain schœn ebenpild daz ist den sänften pärmigen herzen! aber wê den, die allain enpfangner guottæt niht | |
| spricht, diu slang locket die murên auz dem wazzer mit sänftem wispeln und unkäuscht dann mit ir. und dar umb lockent | |
| sô suocht si der man und lokt ir mit ainem senften wispeln, und sô er si siht, daz si kümt, sô | |
| angel, aber er stech dâ mit niht, wan er ist sänft von nâtûr. der peinen volk ist dreirlai. die êrsten peinn | |
| pein ant vor hin an ir nâtûr, ob der tag sanft well sein und schœn, wan sô vliegent si auz all | |
| DEM LENDPAUM. /Lentiscus haizt ain lendpaum. des paums stam ist sänft und waich, sam Isidorus spricht, dar umb hât er den | |
| paum ist gar ain freuntleich paum. sein öl ist grüen, sänft und vaizt. daz macht diu augen lieht und die siechen | |
| hail mein scharpf wunden meiner durchsiechen sêl mit dem süezen sänften öl deiner überflüzzigen güet, mach mein müeden glider an guoten | |
| aber daz würmel an dem end ist, sô kümt ain sänfter winter. die aicheln sint pœs, die leiht sint und dâ | |
| gar kalt ist, oder in unserm land, sô der winter sänft ist, wan diu gar grôz kelten erfrœret daz saf in | |
| tugent, er kêret von unmilt in milt, von unsänft in sänften muot, von hôchvart in diemuot, von trâkhait in snellikait, von | |
| ist unmæzleich grôz und voller est und hât gar ain sänft rinden und hât pleter, diu sint klainer wan die pirpaumpleter | |
| haizt weiz und daz ander swarz, und daz swarz ist sänfter dann daz weiz, aber die ez samnent die müezent sich | |
| an: ave virgo pregnans prole, wan si ist süez und senft mit iren genâden sam der stain mit seinen kreften. ruoch, | |
| todes vnd minnent die arbeit vnd leident den wetagen mit senften mvͤte dvrich daz gvͦt, des si da von gewortent. Wan | |
| niht virdecken kan, da mitte das herze enz%/vndet iſt. Der ſenfte weter $t wiſpel iſt d%/v ſvͤzze rvͦwe in gottis lvterre | |
| vnde edeler vnde ſvͤzzer denne der dritte, wande er iſt ſenfter vnde gervͦweter vnde] in lvterre irkantniſte gottis vnde in frvntlicher | |
| der wol getrvnken hat vnde da von get in ein ſenfter ſlaf an, das er niht war nimet, was man bi | |
| gebresten und sîn swær,/ wie im diu naht wær/ gewesen, senft oder hert:/ dô er dô sîn gevert/ vernam, wie im | |
| ze kleine./ sîn houbet truocz ze rehte hô./ ez was senfte unde vrô,/ mit langen sîten,/ man mohtez wol gerîten,/ rücke | |
| man mir den lîp dâ næme:/ daz wære mir ein senftiu nôt./ bî ir læge ich gerner tôt,/ denne daz ich | |
| ’unt wellent si selbe nicht erwegen’./ sumlîche die aber sô senfte sint,/ die trôstent uber recht des tîvels chint/ unt liebent | |
| wan daz riche der himel ist ir. selik sint di senften. wan si sülen besitzen div erden. selik sint di da | |
| so vyndet ir rue uweren selen._(30) Wen myn joch ist senfte unde myne burde lichte.’ __Matheus_(13?):_(31?) In der czit saite unse | |
| ungenâme, $s got newolt iz inphâhen./ /Abel was einvaltich unt semfter, $s er hielt sîniu lember:/ an nehein ubel er nedahte, | |
| ich reit/ âne des lîbes arbeit:/ ich gap im sô senften gelimph/ als ez wære mîn schimph,/ und sô ich mich | |
| do du Bonifaiten neme,/ den tu[wer]en unde den guten,/ den senf[t]en gemůten.’/ | |
| Wissen, man sprech ier schonhaitt/ By andren megtten gemaitt./ Dü senfte tütt uch alle bitten/ [125#’v] Mit vil wiplichem sitten/ Daz | |
| der strazzen,/ Da wir ez han vurlazze1n./ Polixena was envalt,/ Semfte, kvsch, wol|gestalt./ Ob ich ez rechte vernam,/ De1nnoch hette priam/ | |
| geselleschaft,/ Vater, bruder, dinstman./ Do bu1nden sie ir segel an./ Senfte weter, lichter tag,/ Blume1n schin, wurze smac,/ Der vogel sanc, | |
| wol wibe/ Wipliche zvcht vn2de ere./ Elena was gewere,/ Suzze, senfte, reine, frut,/ Kvsche, schone, milde, gut,/ Edel, einfalt, ersam,/ Hubisch, | |
| er vnuerdrozze1n/ Swie er gemvwet were,/ Mit stolzer gebere,/ Mit senftem gemvte/ In sin heimvte./ E er doch queme dar in,/ | |
| Tut an einer ruten./ Kvnde ich ioch die gute1n/ Erbite samfter gruzze,/ Ez queme mir zv buzze./ Nv ist sie harte | |
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