Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîche stN. (512 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| Swa in den landen war ain wip/ An der diu riche soltint stan,/ Soͤlde si die varwe han/ Die sin lip | |
| allez, daz ich bin,/ lîb unde sin./ Ich wolde ins rîches âhte sîn/ und vallen in des bâbstes ban,/ daz ich | |
| ein nôt:/ ir liebe mir alsô gebôt)/ danne ich daz rîche solde hân/ und aber ir hulde müese lân./ ine wolde | |
| Wiene,/ dâ der künig lît mit gewalt./ Der bedenket des rîches nôt –,/ sô gedenke ich nâch dem gruozze,/ den so | |
| künig, nu seht derzuo:/ er hât an iuch gelâzzen rœmschez rîche,/ er schaffet, daz man rehte tuo./ unreht gewalteklîche vert: daz | |
| du hâst ir gewalt!/ Ald ich wil kempfen vor dem rîche/ mit ir sicherlîche,/ daz ich nicht entwîche,/ ob ich lenger | |
| ist kein zal ûf gesetzet; gibet aver der künic des rîches guot dar, dâ hât diu vrauwe niht rehtes an; unde | |
| letze: daz ist vancnüsse, $t oder ob er in des rîches dienst ist oder in gotes dienst ûzerhalp landes, oder siechtuom. | |
| ir erbe inner drîzic jâren, âne den künic der daz rîche hât, und die Swabe. Daz rîche und die Swâbe mugen | |
| den künic der daz rîche hât, und die Swabe. Daz rîche und die Swâbe mugen sich nimmer versûmen $t an ir | |
| Megenze. Dâ swuoren sîne fürsten und die herren und des rîches dienstman $t mit im eine hervart für Rôme. Die Rômære | |
| /Swer triuwelôs beredet wirt vor gerihte oder herfluhtic ûz des rîches dienste, dem verteilet man sîn êre unde sîn lêhenreht $t | |
| //Umbe eine urteile mac man niht gevehten wan vor dem rîche. //Vindet ein man urteile, unde wirt si im widerworfen, unde | |
| dar nâch niht wan nâch rehte. /Vrîe liute und des rîches dienstman die mugen vor ieglîchem $t rihter wol geziuge sîn | |
| rîche hulde tuon ieweder nâch sînem rehte. Doch enmac des rîches dienstman über den schephenbæren vrîen man deheine $t urteile vinden | |
| ze verdienenne, vnde daz ir in geſehen mvͦzet in ſinem riche. Amen. //INNOCENTUM. Ambvlabvnt mecum in albiſ, quoniam digni sunt. Bi | |
| werlte, do forhte der arm man, daz er in ſineſ richeſ verſtieze, vnde gedahte, wie er daz kint ze dem tode | |
| minnin wir lêidir mere den wereltlichen richtům den daz êuuige rîche. An der gotiſ urtêile, ſo wir ûf ſtên uon dem | |
| tâge unde ivch froͮwen můzzit mit ſanti ime in dem êwigem rîche. Per omnia secula ſeculorum. Amen. //SERMO IN QUADRAGESIMA. Nv iſt | |
| nach unſerſ herrin wortin, ſo chomin wir niht in ſin rîche. iſt auer, daz wir in vnwirdechliche nemin, alſo $.s$. Paulus | |
| daz du her ze dime ſêre brahtiſt êinin ſtôrar dineſ rîcheſ. Waz woldiſtu deſ here in unſir heimôde, an dem du | |
| lîp uerderbte. $t Mit ſogetânin werchin virloſe er niht ſin rîche, da mit garneti $t er ſalde ſele unde libiſ. Gvͦt | |
| eine, der mineſ vater willin tvͦt, der chumit in min rîche.’ Daz enhilfit oͮch niht, daz wir deſ beginnin, wirne wellin | |
| rehten werden uunden unde ſî geſehen moͮzzen in dem ewigen rîche mit ire trûtſune, unſerme $t herren, der uon ire roͮhte | |
| ſprach unſer herre, ‘die goͮten ze ladenne in mîneſ uater rîche ſunder die ſuntære ze rehter erchantnuſſe.’ Vil lieben, hieran muget | |
| aller uppecheit, uon aller boſheit, die beſcoͮwent got in ſimme riche. Er kût, oͮch die ſin ſalic, die barmherze ſîn, die | |
| daz wir mit in geuoͮret moͮzzen werden in daz ewige riche. Per eum qui uiuit et regnat. // Ecce ego mitto | |
| hie, daz wir mit in geuoͮret werden in daz ewige rîche. Preſtante domino noſtro Ieſu Chriſto, cui eſt. //DE CONFESSORIBUS. Sint | |
| gedultecheit, mit aller ſlahte ahteſale garnoten alle heiligen daz goteſ rîche. Uon div ſcult ir lutterlichen hiute alle goteſ heiligen ane | |
| broͮderliche minne hat, der moͮz uzzerhalb der borte deſ ewigen richeſ beſten. Dannen ſprichet $.ſ$. Pauluſ: ‘Swer der ſiner heimholden unde | |
| lant, div Rome undertan waren, div entwichent elliv uon romiſcime riche. Alſ daz ergêt, ſo chumet der Antichriſt unde zeſtôret allez, | |
| wir ſprechen: Adueniat regnum tuum. ‘Herre, zoͮ chome unſ din riche.’ Mine uil lieben, daz goteſ riche iſt daz heil der | |
| oͮch deſ beiehen unde gewnſcet, daz ſin riche chome. Sîn rîche daz iſt div ewige wnne; gegen deme ſculen wir unſ | |
| dritte ist, daz man dehein urteil sô rehte vor dem rîche bî den Swâben vindet, wil si ein Swâp schelten, und | |
| daz er den vride an im gebrochen habe ûf des rîches strâze oder in einem dorfe, oder swâ er ez getân | |
| geschrîben stênt: der êrbere patriarche von Jherusalem $t unde desselben rîches kunich Heinrîch unde der herzoge Heinrîch von Brâbant, der dâ | |
| von dem Temple, die erzebischove unde die hôhen lûte desselben rîches, mit der râte dirre vorgenante herzoge von Swâben sîne boten | |
| Hêr David was ein kunic, den Got selbe zu dem rîche hette erwelt, darzu ein grôze prophête, der hête sumeliche lûte | |
| sache, darumbe man kemphen muz: daz ist swer an daz riche ratet, unde swaer sinen rehten herren verratet, unde der ander | |
| maget, dine sele;/ iz solde wesen herre/ uber elliu diu riche./ er sah iz wærlichen:/ do daz also irgie,/ daz man | |
| ze jungest der bi/ vil harte erbarmiclichen./ nach deme ewigen riche/ werven nu alle, die der sin,/ daz ist hinen vur | |
| die mich herehaft/ ane vehtent tegelichen/ unde mich des ewigen riches/ vil gerne bestiezen,/ ob sie din guote lieze./ wande dich | |
| ist der ougin wunni./ //Herro, di dir dinint, ist daz richi:/ wi mugin wir dir gilonin?/ du dir nidir ginigi uf | |
| Ungern und die Riuzen klagen./ /Der Beheim solde wol dem riche hellen mite,/ Cecilje sol dem keiser wesen undertan./ die Sarden | |
| Friderichen./ owe daz man niht vinden kan/ in allen tiutschen richen/ /Einen künec, dem zaeme wol/ nach im des riches krone!/ | |
| tiutschen richen/ /Einen künec, dem zaeme wol/ nach im des riches krone!/ owe daz er niht leben sol,/ dem si stuont | |
| staete./ daz nieman nu tuot dem gelich,/ der zuo dem riche traete/ /Und im mit triuwen waere bi!/ nu ist der | |
| waere bi!/ nu ist der künec erstorben/ und ist daz rich gar erben fri./ da bi ist vil verdorben,/ /Des besten | |
| lebte,/ künc Kuonrat, do was maneger geil,/ der nach dem riche strebte./ /Nu ist aller schal gelegen./ wa siht man noch | |
| erkennet./ /Het er tusent fürsten guot,/ seit man in tiutschen richen,/ daz vergaeb sin milter muot/ und taet ez willeclichen./ /Fride | |
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