Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
mâʒe stswF. (986 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| hæte sîne huote/ an rede und an gelâze/ in bezzerre mâze,/ danner ê mâles tæte./ nu was ez aber ze spæte:/ | |
| niht sô sêre/ gedæhtet an sîn êre/ und hætet iuwer mâze/ an übelem gelâze/ dise ahte tage doch wider in,/ biz | |
| edel unde rîch,/ vremede unde wunderlîch/ al nâch des tisches mâze breit/ wart vür in ûf den tisch geleit,/ ein hundelîn | |
| swanc,/ der was grôz unde lanc:/ dem hæte er sîne mâze/ an der seige und an dem lâze/ reht in der | |
| hant lie gân:/ im hæte leit unde zorn/ sinne unde mâze verlorn./ ez was sîner sinne ein tôt,/ daz sîn herzeliep | |
| mit micheler arbeit./ bevelhe unde lâze/ ir leben an die mâze;/ dâ besetze ir sinne mite,/ dâ ziere mite lîp unde | |
| besetze ir sinne mite,/ dâ ziere mite lîp unde site:/ mâze diu hêre/ diu hêret lîp und êre./ //Ezn ist al | |
| daz wîp,/ diu ir leben unde ir lîp/ an die mâze verlât,/ sich selben rehte liebe hât;/ und al die wîle | |
| man dri mvtte waitzen vnde dri mvtte habern der minnær maze, dar vz werdent ahte mvtte diz herzogen mazes, vnde ain | |
| von manegen kriegen wart er grîs,/ der pflac er âne mâʒen vil,/ als maneger der mê haben wil/ dan im daʒ | |
| deheinen wîplîchen zorn,/ wan er von adele was geborn./ ze mâʒe muos er swîgen./ harpfen unde gîgen/ und allerhande seiten spil,/ des | |
| an war./ ouch muost er loufen alebar/ und ûʒ der mâʒe springen/ und starclîche ringen,/ verre werfen steine,/ grôʒ unde cleine,/ | |
| wol getân,/ nâhen bî der strâʒe./ daʒ ros nam die mâʒe/ und kêrte gein dem bürgetor./ dô hielt ein getwerc dâ | |
| komen:/ dem begegent er an der strâʒe,/ mit knappen guoter mâʒe,/ die etwaʒ wolten bejagen./ der knappe begunde im sagen/ von | |
| beiden alsô heiʒ,/ daʒ in beiden der sweiʒ/ ûʒ der mâʒe wê tet./ des wart der küene Iweret/ geslagen durch sîn | |
| zellende worden bin,/ sô stuont dar nâch geschriben./ ‘minne hât mâʒe vertriben./ sine mugent samen niht bestân.’/ in ditz gezelt moht | |
| würmegarte./ dâ durch gât ein strâʒe:/ die würme nement die mâʒe,/ daʒ si nimer koment dran,/ ê Valerîn der küene man/ | |
| wa er gelac./ dô nam Lanzelet_du_Lac/ ein ros ûʒ der mâʒe guot,/ daʒ der degen wol gemuot/ nie kein beʒʒerʒ überschreit,/ | |
| gezalt./ manic frowe und degene balt,/ der was dâ ûʒer mâʒe vil./ nu werte dirre wünne spil/ unz an den zweinzigesten | |
| vil güetlîchen./ sus wolt er si beswîchen,/ diun ûʒ der mâʒe minnete,/ wand er heim sinnete/ in sînes œheimes hûs./ der | |
| diu künegîn:/ nuschen, bouge, vingerlîn,/ der gewan si ûʒ der mâʒe vil./ die rede ich iu kürzen wil,/ wan ich daʒ | |
| ze rehte./ daʒ was dem guoten knehte/ swære und âne mâʒe leit/ und ouch der vrouwen gemeit./ diu maget diuʒ alleʒ | |
| tuot,/ swâ si den liuten an gesiget,/ daʒ si deheiner mâʒe pfliget,/ wan siu aller vreude nimt den zol./ daʒ schein | |
| in,/ der enkunde iu niht ein kranker sin/ ze rehter mâʒe verjehen./ wenne diz wære geschehen/ und war der künic Valerîn/ | |
| iuch nu bewîse,/ bereitet wol ze brîse./ si heten ûʒer mâʒe vil/ swes ein ritter wünschen wil/ und sînen lîp gelüstet./ | |
| manec geselleschaft/ tegelich ûf der strâʒe,/ die sich ze guoter mâʒe/ gasten ûf den hoveschal./ si dûhte, daʒ berc unde tal/ | |
| dâ gar,/ unde was gesamenet dar/ vil getregdes ûʒ der mâʒe./ an die schaffenær ichʒ lâʒe,/ den eʒ gebôt Lanzelet,/ daʒ | |
| des niht daz wazzer vri:/ Hie von so habe die maze!/ [14#’r#’b] Daz ist ein sicher straze.’/ Sus tet er, als | |
| er niht vergezzen/ Er enwander in der straze/ Der tugentlichen maze./ Niht bezzers sie vunden/ Die in den ersten stunden/ Uns | |
| vil/ Getet, ob ich war sprechen wil,/ Daz an der maze were ein vuz./ Leider ich ez sprechen muz,/ Mine ubeltat | |
| man in dem mere mach vâhen;/ ez was ime ze mâzen dicke,/ grispe alsô lewen locke./ umbe sîn gesûne wil ich | |
| er solt in sîn dâ haime wern/ mit alsô getâner mâze,/ er solte ime sîn houbet lâzen./ diz inbôt er ime | |
| hêre chunich, tût./ nû bedwinget iweren mût/ unde habet unser mâze./ wande wir getorsten die botscaf niet lâzen.’/ //Alexander bedâhte sich,/ | |
| enpern,/ er solte sîn dâ heime wern/ mit alsô getâner mâze,/ er solt im sîn houbet lâzen./ unde ob er daz | |
| liet ist wâr unde rehth./ hie dûhte si beide diu mâze./ nû ist zîth daz lâzen./ | |
| ſcule wir ſagen ſchone. di lenge unde di hohe. drizec maze $t was ez hoh. da dize allez umbeʒoh. $t uirzec | |
| $t was ez hoh. da dize allez umbeʒoh. $t uirzec maze in lenge. ez ne waſ niht enge. zveinzec maze hine | |
| uirzec maze in lenge. ez ne waſ niht enge. zveinzec maze hine fůre. darin gi der ewarten tůre. da ſtunt inne | |
| daz wir nennen. Svannez iuden âzen. daʒ taten ſi mit maze. iegelicher zeines tages friſt. namen ein gomor ſoz geſcriben iſt. | |
| vil tûre/ von edeler natûre./ der ist noch ûz der mâzen vil./ der ich ein teil nennen wil./ //Ein stein heizet | |
| dô si von lande wurden triben./ der ist ûz der mâzen vil./ ein teil ich ir nennen wil./ //Swelch man den | |
| daz)/ uber die steinherten strazze./ ir gûte cham ez ce$/ mâzze,/ daz sie die lieben sæhe/ vnde mit ir got ueri%<æhe/ | |
| der kunich aller kunige hat,/ dem daz golt wol ze mazze stat./ der ander brahte wiroͮch:/ daran erzaiget er oͮch/ daz | |
| sú bald gehorsam/ Und giengent denne ir str#;vasse/ Mit zúchteklicher m#;vasse/ (Und e sú von in kerten,/ Die rechten wege sú | |
| bedurfent uf den wegen:/ Da múgint wir gemaches pflegen/ Inetlicher m#;vasse/ Uf dirre langen strassen/ Und mænig úbel miden/ Das wir | |
| maisterlich wes er began,)/ Und bevalch es sinem knechte/ Mit masse und rechte/ Ze wúrkende und machen/ Wol nach rechten sachen./ | |
| umbesich,/ So das der rok im jung und alt/ Inrechter m#;vasse was gestalt,/ Mit lengi und mit witen,/ Als sam zů | |
| noch zevais:/ Sú hant baidú der enkains/ Das úber die masse da wære_út;/ Kain wunsch sú schoͤner machte nút./ __Ob hůneges | |
| ze allen sachen./ Sin lefczen warent dikelecht,/ Nút dúnne, gar zem#;vasse recht/ Und wunnekliche rot gevar/ Nach dem hoͤchsten prise gar,/ | |
| rain,/ Nút zekúrcz und nút zelang,/ Sú gar ain rechtú m#;vasse twang./ __Sin zunge was gespræche wol,/ Aller suͤssi und wishait | |
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