Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
mâʒe stswF. (986 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| mitteilen, $t ob sie wollent. 58. Diz ist von der mâze des trinkenes. /Die mâze des trinkenes sal glîche grôz sîn, | |
| wollent. 58. Diz ist von der mâze des trinkenes. /Die mâze des trinkenes sal glîche grôz sîn, vier quarte sal man | |
| dem wisem manne nimmer tr#;uot;/ si chumt dem toren ze$/ mazze/ sam daz veil ^+wiltbræ ze$/ frazze./ si ist niht freu<de>bære/ | |
| ist wiser, danne der tivel si./ dem tivel ist diu maze bi,/ swie sere im maze missezimt,/ daz er niwan daz | |
| si./ dem tivel ist diu maze bi,/ swie sere im maze missezimt,/ daz er niwan daz sine nimt./ des entůt der | |
| bedaht./ ein roubær uf der straze,/ der hat doch etlich maze./ der enroubet, swenne er izzet, niht,/ und swenne er sinen | |
| so groze noch so swere,/ so mine meindethe weren./ der maze rethe,/ die mir mine ewarthen dathen,/ di nebehilth ich mit | |
| stal,/ daz unrehte ich verhal/ mere dan ich solde./ neheine maze ich newolde/ mit huore began;/ dem manne ich sine konen | |
| ich von rehte solde;/ swenne ich aver denne wolde/ die maze iemer iht began,/ wande min gnist dar ane scolde stan,/ | |
| ist rot, ir kele ist blanc,/ ir har reitval, ze maze lanc,/ gevar alsam die siden./ solde ich vor ir ligen | |
| straze./ der junge künec uz Beheimlant,/ der lebt in küneges maze./ /Wer sach bi manegen ziten ie/ so werdes fürsten krone,/ | |
| solt du zallen ziten fliehen./ und trinke ouch in der maze so, dazz ieman missevalle./ du solt den frouwen sprechen wol, | |
| ob er da ane altet./ daz ist der sel tzuo maze guot./ er ist der hoeste, der des alles waltet,/ er | |
| und obe man es getoͤrste gesprechen, sú ensint nút etlicher mossen, sunder Got ist in in. Ach dis sint minnencliche menschen, | |
| ire mere gebresten, und het doch Cristus gesprochen: ‘mit der mossen domitte du missest, domitte sol dir wieder gemessen werden’; und | |
| jor und himmelsch und goͤttelich worden ist und naturen ettelicher mossen úberkummen ist, noch dan gehoͤret do zehen jor darzů, das | |
| nút keime froͤmden, und darumb wurt in ouch mit voller massen gegeben das edel túre minnecliche fůter, daz ist das sú | |
| mosse, und ein volle und ein getruckte und ein úberflússige mosse sol man úch geben in úwer schos, und mit der | |
| Wan der munt der worheit der sprach alhie: ‘mit derselben mosse mit der ir usmessent, mit der sol man úch wider | |
| bewisen. ___Nu vor so sprach das ewangelium von einer gůten mosse. Dise mosse das ist des menschen gemuͤte: do mit wirt | |
| inwendig mensche werden, so můst du vor haben ein úberstrichende mosse: als wie? Entrúwen, kint, du můst uswendige ding abstrichen als | |
| wúrdent. ___Nu sol hie sin ein getrukte ze samene gejagte mosse. Vil lieben kint, nu verstont das ich sage. Swenne der | |
| wirt im do ein als in getrukte und zesamen gejagte mosse, und wirt ze grunde in sich selber geslagen, das im | |
| alles an gelit, denne kumet der herre mit der úberflússigen mosse und gússet sich selber in die mosse, wann ir enmag | |
| iemer kúnnent; si súllent ir ie ein zit und ein mosse geben si ze erende und ir ze dienende. ___Das wir | |
| naher sin. Wan Got der misset dise wirtschaft mit der mosse der minne und git eime ieklichen als im aller best | |
| und hæte ir mit gewalte genomen/ den besten teil ir mâze./ sin was an ir gelâze/ ir selber noch der werlt | |
| er in/ ûf eine schœne strâze,/ diu was ze guoter mâze/ breit unde geriten hin unde her./ //An dem selben wege | |
| bôt/ niwan ze staten und ze nôt./ er hæte sîne mâze/ an rede und an gelâze/ sô wol, daz es die | |
| sprach er ‘nu lîhet mir/ ein horn, daz mir ze mâze sî,/ und sît ouch des gemant dâ bî,/ swenn ich | |
| sîne hende/ wol gestellet unde blanc;/ sîn lîp ze guoter mâze lanc;/ sîne vüeze und sîniu bein,/ dar an sîn schœne | |
| rîcheite,/ als in der künec vür leite/ und in diu mâze was gegeben./ //Nu strîte ich umbe ir beider leben/ beidiu | |
| under/ und sînes rehtes wielte,/ sô daz Rûal behielte/ die mâze an dem guote/ und Tristan sînem muote/ mit vollem guote | |
| behieltens under in/ //Tristan sîn reht an muote,/ //Rûal die mâze an guote,/ daz ir ietwederer an der stete/ niht wider | |
| cleider an/ von gebâre und von gelâze/ gezieret ûz der mâze./ er hætes alle an schœnen siten/ unde an tugenden übersniten./ | |
| rehte nider/ und lac ûf sîner strâze/ in sô gevüeger mâze,/ daz ez noch ûf noch nider wac/ wan rehte, dâ | |
| sîne harpfen hiez er ouch dar în/ und in der mâze spîse geben,/ daz er ir möhte geleben/ drî tage oder | |
| harte wol genesen:/ ich hân der buoche gelesen/ in der mâze und alsô vil,/ daz ich mir wol getrûwen wil,/ ich | |
| in franzoiser wîse/ von Sanze und San_Dinîse:/ der kundes ûzer mâze vil./ ir lîren unde ir harpfenspil/ sluoc si ze beiden | |
| gan,/ wir mugen vil wol mit ime genesen,/ wolter dekeiner mâze wesen/ an sîner blinden vrecheit;/ der ist ze vil an | |
| ir iuwer zuht/ und iuwer êre an mir begân,/ der mâze als ich hie guotes hân,/ daz teile ich iu vil | |
| rachen er im sneit/ der zungen mit dem swerte/ der mâze, als er ir gerte;/ in sînen buosem er si stiez;/ | |
| liebem wîbe vinden kan:/ schœne unde wîsheit,/ der was der mâze an si geleit,/ dazs ime wol mohte liep sîn./ diu | |
| var./ nu nam Îsôt sîn dicke war/ und marctin ûzer mâze/ an lîbe und an gelâze;/ si blicte im dicke tougen/ | |
| erden noch enbor./ dâ stuont ein höfscher zobel vor/ der mâze, als in diu Mâze sneit,/ weder ze smal noch ze | |
| stuont ein höfscher zobel vor/ der mâze, als in diu Mâze sneit,/ weder ze smal noch ze breit,/ gesprenget, swarz unde | |
| ir swanc/ gemezzen weder kurz noch lanc/ und iedoch beider mâze./ si was an ir gelâze/ ûfreht und offenbære,/ gelîch dem | |
| im sitelîche mite,/ an lîbe und an gelâze/ liutsælic ûzer mâze,/ ir muotes stolz unde vrî./ ouch gieng ir ir geverte | |
| ritterlîchen man./ er truoc cyclâdes cleider an,/ diu wâren ûzer mâze rîch,/ vremede unde lobelîch./ sin wâren niht von hove geben:/ | |
| dem gezelte vant!’/ //Tristan reit sîne strâze./ //Gandîn was âne mâze/ trûric unde trûresam:/ im tet schade unde scham/ vil sêre | |
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