Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
leit stN. (1371 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ist ein dinc, dâ von ich hân/ erworben nâhe gêndiu leit./ mîn herze, daz nie nôt erleit,/ daz ist dâ von | |
| wâ mite mag ich geschulden daz,/ daz mir von ieman leit geschehe,/ den ich mit vriundes ougen sehe?/ //Waz wîze ich | |
| von ich/ mîn selber sus vergezzen hân./ ern hât mir leides niht getân,/ der liebe man, von dem ich clage,/ den | |
| trage./ mîn tumber meisterlôser muot/ der ist, der mir dâ leide tuot,/ der ist, der mînen schaden wil./ er wil und | |
| ir leben genomen;/ und wære iedoch verdorben/ und in dem leide erstorben,/ wan daz si der trôst labete/ und der gedinge | |
| daz ir aber dô beide/ von liebe und ouch von leide/ ir lîbes craft dâ von gesweich:/ ir rôsevarwer munt wart | |
| von ime entladen unde beladen/ mit zweier hande herzeschaden:/ grôz leit lie si bî dem man/ unde truoc daz grœzer dan;/ | |
| dû si von êrste reizest/ mit kurzem liebe ûf langez leit./ dîn gespenstigiu trügeheit,/ diu in sô valscher süeze swebet,/ diu | |
| leiste ir wol gesellekeit;/ wan er nam sich ir senede leit/ vil inneclîche mit ir an./ sîn varwe und al sîn | |
| ze mir./ hêrre unde vriunt, ich hân von iu/ manc leit und vor den allen driu,/ diu tœdic unde unwendic sint:/ | |
| vür disen tac,/ daz iu durch mîne schulde iht mê/ leit oder laster ûf erstê./ ich hân, swaz her nâch süle | |
| wil iu rehte sagen/ mîn herze und allen mînen muot:/ leit unde liep, übel unde guot/ und allez daz, daz iu | |
| herzesmerzen,/ dern wære ouch in ir herzen./ daz was tôtlîches leides vol./ si bewârte al der werlde wol,/ daz ir sîn | |
| herzen gie./ ir ougen diu enwurden nie/ in allem disem leide naz./ jâ got hêrre, wie kam daz,/ daz dâ niht | |
| lebenes inne/ niwan diu lebende minne/ und daz vil lebelîche leit,/ daz lebende ûf ir leben streit./ geclagetes aber ir hêrren | |
| lac si tôt./ //Ôwê der ougenweide,/ dâ man nâch leidem leide/ mit leiderem leide/ siht leider ougenweide!/ //Der êre an Riwalîne | |
| //Ôwê der ougenweide,/ dâ man nâch leidem leide/ mit leiderem leide/ siht leider ougenweide!/ //Der êre an Riwalîne lac,/ der er | |
| wîle ez got wolte,/ daz er ir pflegen solte,/ der leit was leider alze grôz/ und alles leides übergenôz;/ wan al | |
| pflegen solte,/ der leit was leider alze grôz/ und alles leides übergenôz;/ wan al ir trôst und al ir craft,/ ir | |
| dinge/ guoten liuten ûf erstât,/ wie lîhte ez in ze leide ergât/ an vröuden unde an lîbe,/ und sî dem reinen | |
| gangen wære./ sus giengen si dô beide/ in ir gemeinem leide/ und al ir ingesinde/ nâch ir verlornem kinde/ weinen ûf | |
| nu quelest, daz weiz ich wol;/ vater, dîn herze ist leides vol:/ ich weiz wol, ir sît beide/ sêre überladen mit | |
| vol:/ ich weiz wol, ir sît beide/ sêre überladen mit leide./ und ouwê hêrre, wiste ich doch,/ daz ir daz wistet, | |
| sint ir dinges wol bereit/ und kunnen alle ir senede leit/ sô wol besingen unde besagen:/ welhiu sol ir baniere tragen,/ | |
| ritterlîchez leben/ zir ritterschefte müeze geben!/ //Truoc ieman lebender stæte leit/ bî stæteclîcher sælekeit,/ sô truoc Tristan ie stæte leit/ bî | |
| stæte leit/ bî stæteclîcher sælekeit,/ sô truoc Tristan ie stæte leit/ bî stæteclîcher sælekeit,/ //Als ich ez iu bescheiden wil:/ im | |
| wil:/ im was ein endeclîchez zil/ gegeben der zweier dinge,/ leides unde linge;/ wan allez daz, des er began,/ dâ lang | |
| er began,/ dâ lang im allerdickest an/ und was ie leit der linge bî,/ swie ungelîch diz jenem sî./ sus wâren | |
| sî./ sus wâren diu zwei conterfeit,/ stætiu linge und wernde leit,/ gesellet an dem einen man./ ‘sô helfe iu got, nu | |
| rîcher linge komen/ mit ritterlîcher werdekeit:/ lât hœren, welher hande leit/ hæt er bî dirre linge?’/ weiz got an einem dinge,/ | |
| alsus was übel bî guote,/ bî linge schade, bî liebe leit/ eines herzen stætiu sicherheit./ //Ir aller jehe lît dar an,/ | |
| man./ //Ob aller sîner werdekeit/ sô swebete Tristand ie daz leit/ und daz verborgen ungemach,/ daz nieman lebender an im sach,/ | |
| sach,/ daz im Riwalînes tôt/ und Morgânes leben bôt;/ daz leit lag ime mit sorgen an./ der sorcsame Tristan/ und sîn | |
| willekomen/ von iegelîches munde./ liut unde lant begunde/ von langem leide erwachen/ und sich ze vröuden machen,/ ze wunderlîchem wunder:/ si | |
| wânde doch, ez wære/ gevellec unde gebære,/ swer dem man leide tæte,/ daz er mit rede doch hæte/ sin unde vuoge | |
| vuoge wider in./ hætet ir nu vuoge unde sin,/ sô leide als ir mir habet getân,/ ir möhtet mich doch rede | |
| mir den vater doch;/ hie mite endunket iuch noch/ mînes leides niht genuoc,/ irn jehet, mîn muoter, diu mich truoc,/ [[diu]] | |
| steten und von vesten/ gelônen disen gesten,/ dess uns ze leide haben getân!’/ sus liezens ûf ir rucke gân/ mit stæteclîchem | |
| und hæte wir iuch nie gesehen;/ sôn wære ouch disses leides niht,/ daz uns nu von iu geschiht./ hêrre, unser trôst | |
| kêret;/ hêrre, ir habt uns gemêret/ und niht geminret unser leit./ unser aller sælekeit/ diu was ein lützel ûf gestigen/ und | |
| wider zem mære komen:/ //Tristan der hæte wol vernomen/ diz leit ze Curnewâle;/ ouch was im vor dem mâle/ wol kunt, | |
| tage/ von der lantliute sage/ des landes laster und sîn leit,/ swelhen enden er gereit/ vür stete oder vür castêl;/ und | |
| vrô meine ich aber, als ez in dô/ nâch ir leide was gewant;/ wan dallerbesten, die man vant/ in allem Curnewâle,/ | |
| suoze,/ als er doch wære getân,/ und hæte si diz leit verlân./ //Des nam aber Tristan cleine war,/ wan gienc et | |
| niht muget geherzen hier an,/ daz er durch iuwer aller leit/ und durch des landes armekeit/ getürre nâch dem rehten/ in | |
| daz got mit sînem gebote/ bedæhte ir laster unde ir leit/ und lôste si von schalcheit./ swaz aber ir aller swære/ | |
| leiden gesten von Îrlant,/ die dar wâren gesant,/ ze michelem leide ertaget:/ von den wart als vil geclaget,/ als von disen | |
| sol:/ der künec Gurmûn Gemuotheit/ der hæte unmuot und michel leit/ und giengin ouch des nôt an:/ er verlôs an disem | |
| diu was dô nider gevallen./ diu künigîn sîn swester,/ der leit was aber noch vester,/ ir jâmer unde ir clagenôt:/ si | |
| diu wîp/ vil nâhe gênde clage hânt,/ dâ in diu leit ze herzen gânt./ si sâhen disen tôten man/ durch niht | |
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