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ABCDEF s.VGHIJKL
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k – cadmia
kaf – kalc
calcaire – 2kalle
3kalle – kaltlîchen
kaltnisse – kamerærse
kamerbëlle – kamerselde
kamersidel – kampfer
kampfgenôʒ – kampfwât
kampfwërc – kanonîen
kanonike – kanzelschrîbære
kanzwagen – Cappadociære
kappân – kappûnen
capût (?) – kardenâldiaconus
karele – karra(t)sche
karre – karthiusære
kartur – kæselîn
kæse|lüppe – kasten
kastenære – kathecuminus
kathezizieren – kauerære (?)
kauergerihte – kefse
1kegel – keisertuom
keitivic (?) – kelken
këllære – këlre
këlstëchære – 2kemelîn
kemelînvleisch – kendelîn
kenecte – keppechîn
keppeler – kerkerhaft
kerl – kerrîne
kerschlich – kerzîn
kerzlach – ketenwambîs
kettelinc – keʒʒelære
keʒʒelærinne – kîche
kîchen – kiesærinne
kiesen – kindebet
kindechîn – kindestac
kindestohter – kintbettegemach
kintbetten – Kiperære
Kiper(e) – kirchenbrëchære
kirchenerbe – kirchhërre
kirchhof – kirchtac
kirchtor – kirnen
kirnîn – kitzelen
kitzelîn – kiuwe
kiuwen – klâfterlanc
klâftermâʒe – klagenôt
klagerede – klamben
klamen – klæret
klârheit – klëber
klëbereht – klegerse
klêgrüene – kleinlîche
kleinlîcheit – kleinvüegunge
kleinzëhende – klepfze
kleppisch – klinge
klingelære – klobeholz
klobelouch – klôsterknëht
      klobelouch stM.
      kloben (?) swV.
      klobewurst stF.
      klockehamer stM.
      klocken swV.
      klocker (?) stM.
      klopf stM.
      klopfære stM.
      klopfel stM.
      klopfen swV.
      klopfunge stF.
      klôse-
      klôster stN.
      klôsterambet stN.
      klôsterâme swM.
      klôsterbrôt stM.
      klôsterbruoder stM.
      klôstereimer stM.
      klôstergiege swM.
      klôsterhalbe Adv.
      klôsterhêrre swM.
      klôsterhof stM.
      klôsterkleit stN.
      klôsterknappe swM.
      klôsterknëht stM.
klôsterlëben – klôsterweide
klôsterwërre – klûde
klüege – klupfen
kluppe – klutterât
klûwen – knëhtelîn
knëhten – kniel (?)
knieleip – knodebôʒe
knödel – knubelen
knugelîn – kobel
kobel – kochman
kochsudel – kôle
kôlegruobe – kolner
kölnisch – komelinc
komen – condewier
condewierde – konkavelite, konkavelit
conplêt – convëntkopf
convëntswester – koraze (?)
körbelîn, körbel, körblî – körnære
kornban – kornmesse
kornmetze – corporâl
corporâlgewæte – kostebæric
kostebærlich – kötze
kotzeht – koufgenôʒ
koufgiric – koufschalc
koufschanze – krachen
kradem – krâme
kræmel – kranc-
krancmüetic – 1krapfe
2krapfe – krëb(e)ʒ
krëbeʒen – krefticheit
krefticlich – kreiʒgengel
kreiʒlingen – kreter
kretscheme – kriechelîn
kriechen – krîgen
krîieren – krippen-
krîsch – kristâbent
kristalle – kristenin
kristenisch – kristiâne
kristier – kriutener
kriuzaltære – kriuzloht
kriuzphenninc – 1krœnen
2krœnen – krotenstein
krotenstutz – krülle
krüllel – krupfei
krüpfen – krûtmezzer
Krûtnowe? – kûchen
kuchenære – küechelmël
küefelære – kugelhuot
kügellîn – kumberlich
kumberlîn – kûmen
kumer – kunde
künde – künftigære
kunftlich – künigeslêhen
künigessilber – künstelîn
künstelôs – kuntmeister
kuntsame – kuosërtærinnesun
kuo|smër – kuppe
1kuppel – kurdewân
kurdewænære – kurpen
kürre – kurtois
kurtoisîe – kurzwîle
kurzwîlen – kuster
kusterîe – kutzelvleisch
kützen – kûze

   klobelouch - klôsterknëht    


klobelouch stM. knobelouch

MWB 3,1 360,37;

kloben (?) swV. ‘etw. spalten, zerschlagen’ ( Konjektur klopte WolfdD (H) 1247,2 zu WolfdD 1247,2, s.u. klopfen 2.1; vgl. klieben stV. und klûben 3 )

MWB 3,1 360,38; Bearbeiter: Hansen

klobewurst stF. eine Wurst, genauere Bed. unklar, erwogen wurde ‘an einer (gegabelten bzw. gespaltenen) hölzernen Tragestange aufgehängte (geräucherte?) Wurst’ (vgl. 1klobe 5), ‘in den Fettdarm (Klobdarm) gefüllte Wurst’ (vgl. Anm.z.St. und SchweizId 16,1563 s.v. Chlobwurst) oder ‘Knoblauchwurst’ (vgl. Anm.z.St. in Leppin, Had., S. 207 und knobelouch ): nû sol ein wirt sînen gesten / gebens besten, des uns gît / herbstes zît, so hât er wol getân: / [...] / ân klobwürste solt dûs nicht lân SM:Had 20: 3,7; klobewürste und niuwen wîn ebd. 44: 2,8

MWB 3,1 360,42; Bearbeiter: Hansen

klockehamer stM. hier clukehamir. als Personenname; Satzname i.S.v. ‘klopfe den Hammer’, wohl zur Bezeichnung eines mit dem Hammer arbeitenden Handwerkers (vgl. Nölle-Hornkamp, Handwerkerbez. S. 299): an das seilbe deil horint die luͦthe die hie gescribin [sint]: Sibele. Cuͦnrat. Spiznageles suͦn. [...] Juͦver. Clukehamir UrkCorp 2173,33

MWB 3,1 360,54; Bearbeiter: Hansen

klocken swV. ‘klopfen’ er begund an den palast gân, / da die râtgeben inne / sâzen mit ir sinne. / er klocket an tür und an tor EnikWchr 21415; dô ich was an der ruowe mînes bettes, dô kam mîn liep unde klockete an mîn venster unde tet sîne hant hin în unde ruorte mich [vgl. Ct 5,2] Eckh (Pf) 411,30. – im bildhaften Vergleich: her küng, nu seht, / [...] / sus zît iuch ritter unde kneht, / ir klockent umbe ir hüebel [in Bezug auf ihre Hufe, Ackerland] alse umb einen fûlen boun ein speht [weil er noch den letzten Wurm herauslocken will] KLD:Schulm 5:19. – von Herzklopfen: ir herze in ruwen clockete Elis 5767

MWB 3,1 360,62; Bearbeiter: Hansen

klocker (?) stM. Bed. unklar, als ‘Klopfer’ als Bez. für einen mit einem Schlaggerät arbeitenden Handwerker oder synonym zu → klopfære 2? (vgl. auch WMU 3,2585; weitere Deutung bei Nölle-Hornkamp, Handwerkerbez. S. 279); hier als Personenname: der Klokker burger ze Herbrehtingen UrkCorp 3300,35

MWB 3,1 361,11; Bearbeiter: Hansen

klopf stM. ‘Schlag’ ir swertes spitz kan klopf / durch gesærwe [Rüstung] clain WhvÖst 8026. – vom Herzschlag (vgl. klupf ): mein hertze mangen schrik [La. manigen kloppff ] nimt, / vnd enweiz ich, waz daz machet Krone 5410

MWB 3,1 361,18; Bearbeiter: Hansen

klopfære stM. auch klopper. ‘jmd., der klopft, schlägt’ 1 jmd., der (an einer Tür) anklopft (hier bildl. vom Tod)
2 bergm. jmd., der aus dem tauben Gestein einer Halde noch kleinere Erzstücke herausschlägt (vgl. JelinekWB S. 416 s.v. klopfer )
   1 jmd., der (an einer Tür) anklopft (hier bildl. vom Tod): dar nach stalt er sin leben / daz er bereite w#;aęere / ze vͦftuͦnne deme klopph#;aęere Albert 1329    2 bergm. jmd., der aus dem tauben Gestein einer Halde noch kleinere Erzstücke herausschlägt (vgl. JelinekWB S. 416 s.v. klopfer): ein man czuhet perk aus einer gruben und schutet den auf ein halden und wil di klopper auf der selben halden nicht lassen kloppen BgRIglau 326,28

MWB 3,1 361,23; Bearbeiter: Hansen

klopfel stM. hier kloppel. ‘Knüppel’ (hier metonymisch ‘Knüppelschläge’): alle die toͤde der bluͦt stúrzungen [Blutvergießen] , die kloppele, die kulben [Kolbenschläge] , die wunden, die vientliche antlitze der boͤsen lúte: dis alles ging ir durch ir herze Tauler 431,7

MWB 3,1 361,34; Bearbeiter: Hansen

klopfen swV. auch kloppen, kloffen (z.B. BgRIglau 326,29, BrZw 58 ). 1 intr. ‘klopfen’
1.1 ‘(an/  auf etw.) klopfen, pochen’ , überw. mit präp. Erg. ( ane, ûf )
1.2 ‘ein klopfendes Geräusch machen, schlagend lärmen’ , auch ‘klatschen’
1.3 ‘schlagen, hauen’
1.4 rhythmisch schlagen, pulsieren, ‘pochen, klopfen’ (häufig subst.; vgl. klupf )
1.5 übertr. ‘nach etw. verlangen, um etw. bitten’ (offen zu 1.1 )
2 tr.
2.1 ‘etw. schlagen’
2.2 ‘etw. (eine Flüssigkeit) schlagend rühren’
2.3 ‘etw. durch Schlagen entfernen, von etw. abklopfen’ , mit präp. Erg. ( von )
   1 intr. ‘klopfen’    1.1 ‘(an/  auf etw.) klopfen, pochen’, überw. mit präp. Erg. (ane, ûf): ie clopfe ich ein wenig an die want Frl 5:75,17; der konynck kloppde up synen zant [zum Schwur] KarlGalie 2004; bildl.: si clopphet an den stætigen man, / er clinget sam der ganze haven Vateruns 187. – meist spez. ‘(an eine Tür) klopfen, klopfend Einlass erbitten bzw. sein Kommen ankündigen’ [er] hob sich wil drate / zo iris vater kemenaten / vnde clofphete an daz turlin Roth 2333; besliezet vaste zuo die tür; / ob er ûzen klopfe dran, / daz man in wîse iedoch hin dan Wh 130,1; ohne präp. Erg.: an die tür gienc er zuhant / der kemenâten [...], / er clopte gar gemechlich HvFreibTr 2779; als er quam vur daz tor, / do clopfete er da vor / vnde sprach: "tut vf die porten!" Herb 18321; genre kloppfete aber; er sprach: ‘was wiltu?’ Tauler 27,6 u.ö.; BrEb 66. – bildl. ‘Einlass erbitten’ (vgl. 1.5): [Gott] klophet an die herze mit drin dingen PrSchw 1,139; [der Tod] an daz herze clopfte Vät 26567; mir ist verspart der sælden tor / [...]. / mich hilfet niht, swaz ich dar an geklopfe Walth 20,33; set da clopfet got zur tur / der herzen aller der da sten HeslApk 7336. 21842 u.ö.; ohne präp. Erg.: daz himelrîche schulin wir suͦchin mit rehtime lebin [...]. mit lûterm gebet schulin wir statilichen klophin Spec 65,22; alle tage chumet got unde clopfet [macht auf sich aufmerksam] , swenne er uns mit siechtoͮme chundet ebd. 127,10. 65,19 u.ö.; Tauler 206,24; EvBeh Lc 12,36. – subst.: ein klopfen vor der himmelporte Mechth 6: 24,9; Gnadenl 3:A2,69. – subst. Part.Präs.: dem chlopfenden wirt vfgetan EvAug 161,16    1.2 ‘ein klopfendes Geräusch machen, schlagend lärmen’, auch ‘klatschen’ dô klopft ich [als Aussätziger] , daz ez lûte erschal UvLFrd 331,23. 331,7 u.ö.; ir oren sie verstopten / swen mine hende clopten, / uf daz sie mich nicht horten Daniel 3238; sô sal man an der venien alsô lange sîn, biz der priester clopphet StatDtOrd 125,1; subst.: gêt einem ein imp [Bienenschwarm] ab aus seinem peichar [Bienenkorb] , der sol im under dem flug nâch gên mit chlophen und mit læutten RbRupr 124 (vgl. BdN 292,21 unter 2.1)    1.3 ‘schlagen, hauen’ das leret dich die gottes minne, wie der smiden hammere klopfeten und sluͦgen dur sine hende und voͤsse an dem crúze Mechth 7: 27,39; klopfen und demmern [schlagen, hämmern] / muͦsten sie do pflegen vil HvNstGZ 3324. – bergm. ‘Steine schlagend bearbeiten, behauen (um Erz herauszuschlagen)’ (vgl. klopfære 2): ein man czuhet perk aus einer gruben und schutet den auf ein halden und wil di klopper auf der selben halden nicht lassen kloppen BgRIglau 326,29. – mit präp. Erg. an sîne brust ~ ‘sich auf die Brust schlagen’ (als Klagegebärde): an seine brust begunder chlophen; / ez vielen hæize trophen / ze tal über sein wange Serv 829; vgl.: im zeherten diu ougen / unde [erg.: er ] klophet an die brust, / sîn houbet neict er mit gelust / in grôzer andâht gein dem grabe LvRegFr 4877    1.4 rhythmisch schlagen, pulsieren, ‘pochen, klopfen’ (häufig subst.; vgl. klupf ): daz herze [...] klopfet und reget sich âne underlâz Eckh 3:403,20; sîn [des Menschen] herze klopfet z’aller zît Freid 22,24; da [in der Blase] vult he clopfen inne SalArz 60,24. – von Ohrgeräuschen: der wermaten saf mit ochsengallen gemischet unde in das ore gelassen vortribet das clophen Macer 3,24. 17,16    1.5 übertr. ‘nach etw. verlangen, um etw. bitten’ (offen zu 1.1): der freunt der uns diu driu brot pitet lihen, der chlopfet vast, daz sag ich eu zwar PrOberalt 103,30; wir schuͤln suchen, wir schuͤln chlopfen, daz uns gegeben werde diu verstandnuͤsse dez hiligen gotes wortes ebd. 104,1 u.ö.; ib er [der Bewerber] kominde vollestat cloffende [ si veniens perseveraverit pulsans, sinngemäß ‘beharrlich weiter Aufnahme begehrt’ ] BrZw 58; cloffende BrHoh 58; BrEng 58. – mir Pron.-Adv.: noch kêr ich mich herwider sâ / und kloph ich anderswar darnâ SM:UvS 27: 1,7. – mit Gen.: nv ist reht vnde brudirlih, / daz wir umbeinander gemeinlih / diner irbarmunge / herre keiser allir kuninge / vil emzliche cloppen Litan 1397    2 tr.    2.1 ‘etw. schlagen’ die peinen fräwent sich, wenn man die hend ze samen klopfet, und wenn man klingelt mit gesmeid, sô samnent si sich BdN 292,21; wohl hierher: Wolfherdietrich, der milte, grosser krefte wielt. / er kloppfete vil der schilte, vil manigen helm er schriet WolfdD 1247,2 (vgl. aber die Konjekturen klopte WolfdD (H) 1247,2 und kloupte WolfdD (J) 6:188,2, vgl. kloben bzw. klûben 3 swV.)    2.2 ‘etw. (eine Flüssigkeit) schlagend rühren’ wer warm wazzer vast klopfet und trüftelt mit öl, daz ist den müeden glidern gar guot [ oleo aqua fortiter conquassata prodest multum membris lassis ] BdN 336,11    2.3 ‘etw. durch Schlagen entfernen, von etw. abklopfen’, mit präp. Erg. (von): gêt ûz von dannen und clopfit den stoup von ûweren fûzen [ excutite pulverem de pedibus vestris ] EvBeh Mc 6,11

MWB 3,1 361,40; Bearbeiter: Hansen

klopfunge stF. ‘Anklopfen’ (hier bildl.): dis ist ein zuͦwurf [ein Verschließen der Tür] uf dise klopfunge, do dis ewangelium ab sprach Tauler 284,16

MWB 3,1 363,14; Bearbeiter: Hansen

klôse- klûse-

MWB 3,1 363,17;

klôster stN. Pl. klôster, klœster. ‘Kloster’, als Bez. sowohl für den Gebäudekomplex als auch metonymisch für die darin lebende (Ordens-)Gemeinschaft als geistliche Institution (zur Sache vgl. LexMA 5,1218ff., 2HRG 2,1897ff. und 2RGA 17,21ff. mit Lit.): liutkirchen, klôster, bistuom / der wart durch gotlîchen ruom / vil gemachet überz lant RvEBarl 13607; der künic die bischove bat / und alle die prêlâten, / daz sie doch gerne tâten, / ein clôster stiften aldâ HvFreibTr 6803; wir swester Anne Lepin ebtischin des klosters von Gv́nterstal UrkFreiburg 2:274,34 (a. 1297); ze tûsent marken der geniez / was, der dem klôster galt / (sus was sîn urbor [Zins] gezalt) Wh 202,25; der marhgrâve [...] nam des grôzen schaden war, / den er unt daz klôster dâ gewan ebd. 203,3. 202,30; ez werde daz chloster arme oder swie ez erge PrBerthKl 3,122; mit großen eren wart er in dem closter begraben Lanc 16,15; in clostern und in clusen / und in der stete husen Vät 3401; so hant si doch weltlicher leben / dann die man siht zer e geben, / in clostern swartzen, wizen [Benediktiner- und Prämonstratenserklöstern] SHort 4945; claustrum: kloster SummHeinr 2:83,113; Physiogn 329; UrkEnns 6,61 (a. 1332); UrkHohenz 3,15 (a. 1333). – bildl.: die wonent in dem kloster der minne Tauler 369,18; personif.: her Hof, müget ir iuch münchen, lat / die kloster hoven an iuwer stat Frl 5:33,14. 5:33,7. ze ~ komen/ in ein ~ varn (u.ä.) auch spez. ‘ins Kloster eintreten’ do ich ze kloster kam dar nach nit lange, do wart ich also sere gepinget von súche, das es mine vrowen erbarmete Mechth 7: 4,2; wer dur sîn sêl ze klôster kunt, / der sech, daz er nicht werde wunt / an der sêle Boner 85,55; in ein klôster fuor sie sâ, / sie zôch sich in der frouwen leben Eracl 844; dô begunde in got bekêren, / daz er die lüge verswuor / und in ein grâwez klôster [Zisterzienserkloster] vuor StrAmis 2492; EbvErf 4735; Mechth 7: 36,57; vgl. daneben aber bloß örtlich: dem here was herberge genomen / und was der künic selbe komen / zeime klôster Wh 202,21; Eckh 1:271,4

MWB 3,1 363,18; Bearbeiter: Hansen

klôsterambet stN. (mit Pfründen ausgestattetes) Amt in einem Kloster (vgl. DRW 7,1092): oblei [Obleiamt, Verwaltung der Abgaben] und klôster ampt / habent ofte manige sêle verdampt Renner 17142

MWB 3,1 363,60; Bearbeiter: Hansen

klôsterâme swM. ein spezielles Messgefäß nach Vorgaben des Klosters (für Abgaben, hier Wein; vgl. âme swM. und klôstereimer ; vgl. DRW 7,1111 mit einem weiteren Beleg): der [...] marschalk und der vorgen. vogt [...] sullent da vorderen [...] zwei malter futers, einen closteramen wines, ein pfunt pfeffer WeistGr 1,700 (a. 1336)

MWB 3,1 364,1; Bearbeiter: Hansen

klôsterbrôt stM. spezielles, in einem Kloster oder nach den Vorgaben eines Klosters gebackenes Brot (vgl. DRW 7,1094): [der Schenk des Domstifts] sal hain alle woiche eyn cloister broit vnd eyn halffe, wanne die becker backent zu dem cloister DRW 7,1094 (Bastgen, DomkapTrier; 13. Jh.); die vier vorster sullent ouch komen an dem zinsstage früge, iederman mit [...] aht closterbroten und mit eime clostereymer wines WeistGr 1,700 (a. 1336); so soll man jeglichem gen ein klosterbrot ebd. 1,728 (a. 1338)

MWB 3,1 364,8; Bearbeiter: Hansen

klôsterbruoder stM. ‘Mönch’ waz wi vormogin, wi armen clostirbrudere Köditz 51,16

MWB 3,1 364,19; Bearbeiter: Hansen

klôstereimer stM. ein spezielles Messgefäß nach Vorgaben des Klosters (für Abgaben, hier Wein; vgl. einber 2 und klôsterâme ): die vier vorster sullent ouch komen an dem zinsstage früge, iederman [...] mit aht closterbroten und mit eime clostereymer wines WeistGr 1,700 (a. 1336)

MWB 3,1 364,21; Bearbeiter: Hansen

klôstergiege swM. ‘Klostertrottel, Klosternarr’ (vgl. klôsternarre ): her Hof, her Hof, wie lange sol ich daz vertragen, / daz iu behagen / so wol die klostergiegen? Frl 5:33,3

MWB 3,1 364,27; Bearbeiter: Hansen

klôsterhalbe Adv. auch -halben. lokal ‘auf der Seite des Klosters, klosterseitig’ do sol der selb ferig [Fährmann] zu verleichen haben das ain schef [Schiff] von meinem herrn dem brobst an dem urfar [Landeplatz] klosterhalben WeistÖ 7:964,8 (14. Jh.); daz bedenchen wir an der erbern gemaine vnserre lieben vnd getrewen purger datz Neunburch chlosterhalbe [Klosterneuburg] UrkCorp (WMU) 2918,34

MWB 3,1 364,31; Bearbeiter: Hansen

klôsterhêrre, -hërre swM. ‘Mönch’ ich thvͦn v́ch kunt [...], das ich v́ch noch dem lande vmbe die selben gevangnusz der vorgnanden klosterherren ze dien Einsidellen [...] niemer enhein leit gethuͦn UrkEidgen 202 (a. 1314); bi disen closterherren, / di sich zu dienste hant ergeben / in sente Benedictes leben Elis 6050; di closterherren hatten nu / unde ander werde pafheit / gar lobeliche sich bereit / zu werdeme uzgange ebd. 5964; ez ist ein heilic orden, / der selben reinen gotes kint, / die dâr klôsterhêren sint EbvErf 4536; so hant die ehte irthailit [...], daz enhâin burger vs der stat sol varin hinder dîe selben cloͤsterherren [d.h. Kloster Isny] UrkCorp (WMU) 1262,25; hern Rvͦdolfe von Hardegge, den closterherron ebd. N371,25. 2976,36; DRW 7,1100 (Oberrhein/  AnzGMus.; a. 1310)

MWB 3,1 364,40; Bearbeiter: Hansen

klôsterhof stM. 1 ‘(eingefriedeter) Platz an einem Kloster, Hof eines Klosters’
2 ‘landwirtschaftliche Hofstelle eines Klosters’
3 ‘(städtisches) Verwaltungs- bzw. Wirtschaftsgebäude eines Klosters’ (vgl. hof 1.4 )
4 wohl ‘Domherrenhaus’ (vgl. DRW 7,1102)
   1 ‘(eingefriedeter) Platz an einem Kloster, Hof eines Klosters’ ein closterhof so wite was, / daz beide boum unde gras / dar inne stunden genuc, / wand sich verre alumme truc / sin ummerinc und sin ganc Pass I/II (HSW) 14745    2 ‘landwirtschaftliche Hofstelle eines Klosters’ vnd waz auch si vichs in dem closterhof haben, daz sol auch reht in den selben foͤrst vnd auch anderweide do haben UrkWürzb 40,311 (a. 1340)    3 ‘(städtisches) Verwaltungs- bzw. Wirtschaftsgebäude eines Klosters’ (vgl. hof 1.4): diz geschach Zúrich in der stuben v́nsers klosterhoues UrkCorp (WMU) 3334,21    4 wohl ‘Domherrenhaus’ (vgl. DRW 7,1102): die klosterhove vnd div hivser, div durch got lediclik gegebin sint an Vnser Vrowin vnd an Sante Stephan [...], da negat stivre noch wachte von UrkCorp (WMU) 33A,41

MWB 3,1 364,56; Bearbeiter: Hansen

klôsterkleit stN. ‘klösterliches Gewand’ (hier bildl.): swâ glîchsenheit mit gîtikeit / klôster kleider an ir treit, / dâ wart valscheit nie sô grôz / diz leben sî wol ir genôz Renner 17184

MWB 3,1 365,9; Bearbeiter: Hansen

klôsterknappe swM. ‘Mönch, der in den Hofdienst drängt’ (vgl. FrlWB, S. 188): wa prislich cleit, wa rilich wat, wa din werlich hülle? / die sicht man nicht bi gernder diet, sie werden klosterknappen Frl 5:33,12

MWB 3,1 365,13; Bearbeiter: Hansen

klôsterknëht stM. ‘Mönch’ sô getân gehôrsam unde solich gedult [der eifrigen Knechte] ist manigem klôsterknehte seltsæne, die niwan selphêrren [selbstherrische Menschen] sint unde zärtelinge [Weichlinge] DvASchr 311,30

MWB 3,1 365,18; Bearbeiter: Hansen