klobelouch
stM.
→
knobelouch
MWB 3,1 360,37;
kloben (?)
swV.
‘etw. spalten, zerschlagen’
(
Konjektur
klopte WolfdD (H)
1247,2
zu
WolfdD
1247,2,
s.u.
klopfen
2.1; vgl.
klieben
stV. und
klûben
3
)
MWB 3,1 360,38; Bearbeiter: Hansen
klobewurst
stF.
eine Wurst, genauere Bed. unklar, erwogen wurde ‘an einer (gegabelten bzw.
gespaltenen) hölzernen Tragestange aufgehängte (geräucherte?) Wurst’ (vgl.
1klobe
5), ‘in den Fettdarm (Klobdarm) gefüllte Wurst’ (vgl.
Anm.z.St. und SchweizId 16,1563 s.v. Chlobwurst) oder
‘Knoblauchwurst’ (vgl. Anm.z.St. in Leppin, Had., S. 207 und
knobelouch
):
nû sol ein wirt sînen gesten / gebens besten, des uns gît /
herbstes zît, so hât er wol getân: / [...] / ân klobwürste
solt dûs nicht lân SM:Had
20: 3,7;
klobewürste und niuwen wîn ebd.
44: 2,8
MWB 3,1 360,42; Bearbeiter: Hansen
klockehamer
stM.
hier clukehamir.
als Personenname; Satzname i.S.v. ‘klopfe den Hammer’, wohl zur Bezeichnung
eines mit dem Hammer arbeitenden Handwerkers (vgl. Nölle-Hornkamp, Handwerkerbez. S.
299):
an das seilbe deil horint die luͦthe die hie gescribin [sint]: Sibele.
Cuͦnrat. Spiznageles suͦn. [...] Juͦver. Clukehamir
UrkCorp
2173,33
MWB 3,1 360,54; Bearbeiter: Hansen
klocken
swV.
‘klopfen’
er begund an den palast gân, / da die râtgeben inne / sâzen
mit ir sinne. / er klocket an tür und an tor EnikWchr
21415;
dô ich was an der ruowe mînes bettes, dô kam mîn liep unde klockete an mîn
venster unde tet sîne hant hin în unde ruorte mich [vgl. Ct
5,2]
Eckh (Pf)
411,30.
– im bildhaften Vergleich:
her küng, nu seht, / [...] / sus zît iuch ritter unde
kneht, / ir klockent umbe ir hüebel [in Bezug auf ihre Hufe,
Ackerland] alse umb einen fûlen boun ein speht [weil
er noch den letzten Wurm herauslocken will]
KLD:Schulm
5:19.
– von Herzklopfen:
ir herze in ruwen clockete Elis
5767
MWB 3,1 360,62; Bearbeiter: Hansen
klocker (?)
stM.
Bed. unklar, als ‘Klopfer’ als Bez. für einen mit einem Schlaggerät
arbeitenden Handwerker oder synonym zu →
klopfære
2? (vgl. auch WMU 3,2585; weitere Deutung bei Nölle-Hornkamp,
Handwerkerbez. S. 279); hier als Personenname:
der Klokker burger ze Herbrehtingen UrkCorp
3300,35
MWB 3,1 361,11; Bearbeiter: Hansen
klopf
stM.
‘Schlag’
ir swertes spitz kan klopf / durch
gesærwe [Rüstung] clain WhvÖst
8026.
– vom Herzschlag (vgl.
klupf
):
mein hertze mangen schrik [La. manigen kloppff
] nimt, / vnd enweiz ich, waz daz machet Krone
5410
MWB 3,1 361,18; Bearbeiter: Hansen
klopfære
stM.
auch klopper.
‘jmd., der klopft, schlägt’
1 jmd., der (an einer Tür) anklopft (hier bildl. vom Tod) 2 bergm. jmd., der aus dem tauben Gestein einer Halde noch kleinere Erzstücke
herausschlägt (vgl. JelinekWB S. 416 s.v. klopfer )
1
jmd., der (an einer Tür) anklopft (hier bildl. vom Tod):
dar nach stalt er sin leben / daz er bereite w#;aęere / ze
vͦftuͦnne deme klopph#;aęere Albert
1329
2
bergm. jmd., der aus dem tauben Gestein einer Halde noch kleinere Erzstücke
herausschlägt (vgl. JelinekWB S. 416 s.v. klopfer):
ein man czuhet perk aus einer gruben und schutet den auf ein halden und wil di
klopper auf der selben halden nicht lassen kloppen BgRIglau
326,28
MWB 3,1 361,23; Bearbeiter: Hansen
klopfel
stM.
hier kloppel.
‘Knüppel’ (hier metonymisch ‘Knüppelschläge’):
alle die toͤde der bluͦt
stúrzungen [Blutvergießen] , die kloppele, die
kulben [Kolbenschläge] , die wunden, die vientliche
antlitze der boͤsen lúte: dis alles ging ir durch ir herze Tauler
431,7
MWB 3,1 361,34; Bearbeiter: Hansen
klopfen
swV.
auch kloppen, kloffen
(z.B.
BgRIglau
326,29,
BrZw
58
).
1 intr. ‘klopfen’
1.1
‘(an/ auf etw.) klopfen, pochen’ , überw. mit präp. Erg. ( ane,
ûf ) 1.2
‘ein klopfendes Geräusch machen, schlagend lärmen’ , auch
‘klatschen’
1.3
‘schlagen, hauen’
1.4 rhythmisch schlagen, pulsieren, ‘pochen, klopfen’ (häufig subst.; vgl.
klupf
) 1.5 übertr. ‘nach etw. verlangen, um etw. bitten’ (offen zu
1.1 ) 2 tr. 2.1
‘etw. schlagen’
2.2
‘etw. (eine Flüssigkeit) schlagend rühren’
2.3
‘etw. durch Schlagen entfernen, von etw. abklopfen’ , mit präp. Erg.
( von )
1
intr. ‘klopfen’
1.1
‘(an/ auf etw.) klopfen, pochen’, überw. mit präp. Erg. (ane,
ûf):
ie clopfe ich ein wenig an die want Frl
5:75,17;
der konynck kloppde up synen zant [zum Schwur]
KarlGalie
2004;
bildl.:
si clopphet an den stætigen man, / er clinget sam der
ganze haven Vateruns
187.
– meist spez. ‘(an eine Tür) klopfen, klopfend Einlass erbitten bzw.
sein Kommen ankündigen’
[er] hob sich wil drate / zo iris vater kemenaten
/ vnde clofphete an daz turlin Roth
2333;
besliezet vaste zuo die tür; / ob er ûzen klopfe
dran, / daz man in wîse iedoch hin dan Wh
130,1;
ohne präp. Erg.:
an die tür gienc er zuhant / der kemenâten
[...], / er clopte gar gemechlich
HvFreibTr
2779;
als er quam vur daz tor, / do clopfete er da vor /
vnde sprach: "tut vf die porten!" Herb
18321;
genre kloppfete aber; er sprach: ‘was wiltu?’
Tauler
27,6
u.ö.;
BrEb
66.
– bildl. ‘Einlass erbitten’ (vgl. 1.5):
[Gott] klophet an die herze mit drin dingen
PrSchw
1,139;
[der Tod] an daz herze clopfte Vät
26567;
mir ist verspart der sælden tor / [...]. /
mich hilfet niht, swaz ich dar an geklopfe Walth
20,33;
set da clopfet got zur tur / der herzen aller der da
sten HeslApk
7336.
21842
u.ö.;
ohne präp. Erg.:
daz himelrîche schulin wir suͦchin mit rehtime lebin
[...]. mit lûterm gebet schulin wir statilichen
klophin Spec
65,22;
alle tage chumet got unde clopfet [macht
auf sich aufmerksam] , swenne er uns mit siechtoͮme chundet
ebd.
127,10.
65,19
u.ö.;
Tauler
206,24;
EvBeh
Lc 12,36.
– subst.:
ein klopfen vor der himmelporte Mechth
6: 24,9;
Gnadenl
3:A2,69.
– subst. Part.Präs.:
dem chlopfenden wirt vfgetan EvAug
161,16
1.2
‘ein klopfendes Geräusch machen, schlagend lärmen’, auch
‘klatschen’
dô klopft ich [als Aussätziger] , daz ez lûte
erschal UvLFrd
331,23.
331,7
u.ö.;
ir oren sie verstopten / swen mine hende clopten, / uf
daz sie mich nicht horten Daniel
3238;
sô sal man an der venien alsô lange sîn, biz der priester
clopphet StatDtOrd
125,1;
subst.:
gêt einem ein imp [Bienenschwarm] ab aus seinem
peichar [Bienenkorb] , der sol im under dem flug nâch
gên mit chlophen und mit læutten RbRupr
124
(vgl.
BdN
292,21
unter 2.1)
1.3
‘schlagen, hauen’
das leret dich die gottes minne, wie der smiden hammere
klopfeten und sluͦgen dur sine hende und voͤsse an dem crúze
Mechth
7: 27,39;
klopfen und demmern [schlagen,
hämmern] / muͦsten sie do pflegen vil HvNstGZ
3324.
– bergm. ‘Steine schlagend bearbeiten, behauen (um Erz
herauszuschlagen)’ (vgl.
klopfære
2):
ein man czuhet perk aus einer gruben und schutet den auf ein halden
und wil di klopper auf der selben halden nicht lassen kloppen
BgRIglau
326,29.
– mit präp. Erg. an sîne brust ~
‘sich auf die Brust schlagen’ (als Klagegebärde):
an seine brust begunder chlophen; / ez vielen hæize trophen / ze tal
über sein wange Serv
829;
vgl.:
im zeherten diu ougen / unde [erg.: er
] klophet an die brust, / sîn houbet neict er mit gelust / in
grôzer andâht gein dem grabe LvRegFr
4877
1.4
rhythmisch schlagen, pulsieren, ‘pochen, klopfen’ (häufig subst.; vgl.
klupf
):
daz herze [...] klopfet und reget sich âne
underlâz Eckh
3:403,20;
sîn [des Menschen] herze klopfet z’aller zît
Freid
22,24;
da [in der Blase] vult he
clopfen inne SalArz
60,24.
– von Ohrgeräuschen:
der wermaten saf mit ochsengallen gemischet unde in
das ore gelassen vortribet das clophen Macer
3,24.
17,16
1.5
übertr. ‘nach etw. verlangen, um etw. bitten’ (offen zu
1.1):
der freunt der uns diu driu brot pitet lihen, der
chlopfet vast, daz sag ich eu zwar PrOberalt
103,30;
wir schuͤln suchen, wir schuͤln chlopfen, daz uns gegeben
werde diu verstandnuͤsse dez hiligen gotes wortes ebd.
104,1
u.ö.;
ib er [der Bewerber] kominde
vollestat cloffende [
si veniens perseveraverit pulsans, sinngemäß ‘beharrlich
weiter Aufnahme begehrt’
]
BrZw
58;
cloffende BrHoh
58;
BrEng
58.
– mir Pron.-Adv.:
noch kêr ich mich herwider sâ / und kloph ich
anderswar darnâ SM:UvS
27: 1,7.
– mit Gen.:
nv ist reht vnde brudirlih, / daz wir umbeinander
gemeinlih / diner irbarmunge / herre keiser allir kuninge / vil emzliche
cloppen Litan
1397
2
tr.
2.1
‘etw. schlagen’
die peinen fräwent sich, wenn man die hend ze samen
klopfet, und wenn man klingelt mit gesmeid, sô samnent si sich
BdN
292,21;
wohl hierher:
Wolfherdietrich, der milte, grosser krefte wielt. / er kloppfete vil der
schilte, vil manigen helm er schriet WolfdD
1247,2
(vgl. aber die Konjekturen
klopte WolfdD (H)
1247,2
und
kloupte WolfdD (J)
6:188,2,
vgl.
kloben
bzw.
klûben
3 swV.)
2.2
‘etw. (eine Flüssigkeit) schlagend rühren’
wer warm wazzer vast klopfet und trüftelt mit öl, daz
ist den müeden glidern gar guot [
oleo aqua fortiter conquassata prodest multum membris lassis
]
BdN
336,11
2.3
‘etw. durch Schlagen entfernen, von etw. abklopfen’, mit präp. Erg.
(von):
gêt ûz von dannen und clopfit den stoup von ûweren fûzen [
excutite pulverem de pedibus vestris
]
EvBeh
Mc 6,11
MWB 3,1 361,40; Bearbeiter: Hansen
klopfunge
stF.
‘Anklopfen’ (hier bildl.):
dis ist ein zuͦwurf [ein Verschließen der
Tür] uf dise klopfunge, do dis ewangelium ab sprach
Tauler
284,16
MWB 3,1 363,14; Bearbeiter: Hansen
klôse-
→
klûse-
MWB 3,1 363,17;
klôster
stN.
Pl. klôster, klœster.
‘Kloster’, als Bez. sowohl für den Gebäudekomplex als auch metonymisch für
die darin lebende (Ordens-)Gemeinschaft als geistliche Institution (zur Sache vgl.
LexMA 5,1218ff., 2HRG 2,1897ff. und 2RGA 17,21ff. mit
Lit.):
liutkirchen, klôster, bistuom / der wart durch gotlîchen ruom
/ vil gemachet überz lant RvEBarl
13607;
der künic die bischove bat / und alle die prêlâten, / daz sie
doch gerne tâten, / ein clôster stiften aldâ HvFreibTr
6803;
wir swester Anne Lepin ebtischin des klosters von Gv́nterstal
UrkFreiburg
2:274,34
(a. 1297);
ze tûsent marken der geniez / was, der dem klôster galt /
(sus was sîn urbor [Zins] gezalt) Wh
202,25;
der marhgrâve [...] nam des grôzen
schaden war, / den er unt daz klôster dâ gewan ebd.
203,3.
202,30;
ez werde daz chloster arme oder swie ez erge
PrBerthKl
3,122;
mit großen eren wart er in dem closter begraben
Lanc
16,15;
in clostern und in clusen / und in der stete husen
Vät
3401;
so hant si doch weltlicher leben / dann die man siht zer e
geben, / in clostern swartzen, wizen [Benediktiner- und
Prämonstratenserklöstern]
SHort
4945;
claustrum: kloster SummHeinr
2:83,113;
Physiogn
329;
UrkEnns
6,61
(a. 1332);
UrkHohenz
3,15
(a. 1333).
– bildl.:
die wonent in dem kloster der minne Tauler
369,18;
personif.:
her Hof, müget ir iuch münchen, lat / die kloster hoven an iuwer stat
Frl
5:33,14.
5:33,7.
–
ze ~ komen/ in ein ~ varn (u.ä.) auch spez. ‘ins Kloster
eintreten’
do ich ze kloster kam dar nach nit lange, do wart ich also
sere gepinget von súche, das es mine vrowen erbarmete Mechth
7: 4,2;
wer dur sîn sêl ze klôster kunt, / der sech, daz er nicht werde wunt / an der
sêle Boner
85,55;
in ein klôster fuor sie sâ, / sie zôch sich in der frouwen
leben Eracl
844;
dô begunde in got bekêren, / daz er die lüge verswuor / und
in ein grâwez klôster [Zisterzienserkloster] vuor
StrAmis
2492;
EbvErf
4735;
Mechth
7: 36,57;
vgl. daneben aber bloß örtlich:
dem here was herberge genomen / und was der künic selbe komen
/ zeime klôster Wh
202,21;
Eckh
1:271,4
MWB 3,1 363,18; Bearbeiter: Hansen
klôsterambet
stN.
(mit Pfründen ausgestattetes) Amt in einem Kloster (vgl. DRW 7,1092):
oblei [Obleiamt, Verwaltung der Abgaben] und
klôster ampt / habent ofte manige sêle verdampt Renner
17142
MWB 3,1 363,60; Bearbeiter: Hansen
klôsterâme
swM.
ein spezielles Messgefäß nach Vorgaben des Klosters (für Abgaben, hier Wein; vgl.
âme
swM. und
klôstereimer
; vgl. DRW 7,1111 mit einem weiteren Beleg):
der [...] marschalk und der vorgen. vogt
[...] sullent da vorderen
[...] zwei malter futers, einen closteramen wines, ein
pfunt pfeffer WeistGr
1,700
(a. 1336)
MWB 3,1 364,1; Bearbeiter: Hansen
klôsterbrôt
stM.
spezielles, in einem Kloster oder nach den Vorgaben eines Klosters gebackenes Brot
(vgl. DRW 7,1094):
[der Schenk des Domstifts] sal hain alle woiche eyn
cloister broit vnd eyn halffe, wanne die becker backent zu dem cloister
DRW
7,1094
(Bastgen, DomkapTrier; 13. Jh.);
die vier vorster sullent ouch komen an dem zinsstage früge, iederman mit
[...] aht closterbroten und mit eime clostereymer wines
WeistGr
1,700
(a. 1336);
so soll man jeglichem gen ein klosterbrot ebd.
1,728
(a. 1338)
MWB 3,1 364,8; Bearbeiter: Hansen
klôsterbruoder
stM.
‘Mönch’
waz wi vormogin, wi armen clostirbrudere Köditz
51,16
MWB 3,1 364,19; Bearbeiter: Hansen
klôstereimer
stM.
ein spezielles Messgefäß nach Vorgaben des Klosters (für Abgaben, hier Wein; vgl.
einber
2 und
klôsterâme
):
die vier vorster sullent ouch komen an dem zinsstage früge, iederman
[...] mit aht closterbroten und mit eime clostereymer
wines WeistGr
1,700
(a. 1336)
MWB 3,1 364,21; Bearbeiter: Hansen
klôstergiege
swM.
‘Klostertrottel, Klosternarr’ (vgl.
klôsternarre
):
her Hof, her Hof, wie lange sol ich daz vertragen, / daz iu behagen / so wol
die klostergiegen? Frl
5:33,3
MWB 3,1 364,27; Bearbeiter: Hansen
klôsterhalbe
Adv.
auch -halben.
lokal ‘auf der Seite des Klosters, klosterseitig’
do sol der selb ferig [Fährmann] zu verleichen
haben das ain schef [Schiff] von meinem herrn dem brobst
an dem urfar [Landeplatz] klosterhalben
WeistÖ
7:964,8
(14. Jh.);
daz bedenchen wir an der erbern gemaine vnserre lieben vnd getrewen purger
datz Neunburch chlosterhalbe [Klosterneuburg]
UrkCorp (WMU)
2918,34
MWB 3,1 364,31; Bearbeiter: Hansen
klôsterhêrre, -hërre
swM.
‘Mönch’
ich thvͦn v́ch kunt [...], das ich v́ch noch dem
lande vmbe die selben gevangnusz der vorgnanden klosterherren ze dien Einsidellen
[...] niemer enhein leit gethuͦn
UrkEidgen
202
(a. 1314);
bi disen closterherren, / di sich zu dienste hant ergeben / in sente
Benedictes leben Elis
6050;
di closterherren hatten nu / unde ander werde pafheit / gar lobeliche sich
bereit / zu werdeme uzgange ebd.
5964;
ez ist ein heilic orden, / der selben reinen gotes kint, / die dâr
klôsterhêren sint EbvErf
4536;
so hant die ehte irthailit [...], daz enhâin burger
vs der stat sol varin hinder dîe selben cloͤsterherren [d.h. Kloster
Isny]
UrkCorp (WMU)
1262,25;
hern Rvͦdolfe von Hardegge, den closterherron ebd.
N371,25.
2976,36;
DRW
7,1100
(Oberrhein/ AnzGMus.; a. 1310)
MWB 3,1 364,40; Bearbeiter: Hansen
klôsterhof
stM.
1
‘(eingefriedeter) Platz an einem Kloster, Hof eines Klosters’
2
‘landwirtschaftliche Hofstelle eines Klosters’
3
‘(städtisches) Verwaltungs- bzw. Wirtschaftsgebäude eines Klosters’ (vgl.
hof
1.4 ) 4 wohl ‘Domherrenhaus’ (vgl. DRW 7,1102)
1
‘(eingefriedeter) Platz an einem Kloster, Hof eines Klosters’
ein closterhof so wite was, / daz beide boum unde gras / dar
inne stunden genuc, / wand sich verre alumme truc / sin ummerinc und sin ganc
Pass I/II (HSW)
14745
2
‘landwirtschaftliche Hofstelle eines Klosters’
vnd waz auch si vichs in dem closterhof haben, daz sol auch reht in den selben
foͤrst vnd auch anderweide do haben UrkWürzb
40,311
(a. 1340)
3
‘(städtisches) Verwaltungs- bzw. Wirtschaftsgebäude eines Klosters’ (vgl.
hof
1.4):
diz geschach Zúrich in der stuben v́nsers klosterhoues UrkCorp
(WMU)
3334,21
4
wohl ‘Domherrenhaus’ (vgl. DRW 7,1102):
die klosterhove vnd div hivser, div durch got lediclik gegebin sint an Vnser
Vrowin vnd an Sante Stephan [...], da negat stivre noch
wachte von UrkCorp (WMU)
33A,41
MWB 3,1 364,56; Bearbeiter: Hansen
klôsterkleit
stN.
‘klösterliches Gewand’ (hier bildl.):
swâ glîchsenheit mit gîtikeit / klôster kleider an ir treit, / dâ wart
valscheit nie sô grôz / diz leben sî wol ir genôz Renner
17184
MWB 3,1 365,9; Bearbeiter: Hansen
klôsterknappe
swM.
‘Mönch, der in den Hofdienst drängt’ (vgl. FrlWB, S. 188):
wa prislich cleit, wa rilich wat, wa din werlich hülle? / die sicht man nicht
bi gernder diet, sie werden klosterknappen Frl
5:33,12
MWB 3,1 365,13; Bearbeiter: Hansen
klôsterknëht
stM.
‘Mönch’
sô getân gehôrsam unde solich gedult [der eifrigen
Knechte] ist manigem klôsterknehte seltsæne, die niwan selphêrren
[selbstherrische Menschen] sint unde zärtelinge
[Weichlinge]
DvASchr
311,30
MWB 3,1 365,18; Bearbeiter: Hansen |