Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
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d – dalmut
dam – dancsagen
dancwillen – dannen von
dannen vür – dæren
dâ(r)/ da(r) enbinnen – dâ(r)/ da(r) obe
darre – dast
dâte – deckeschûr
deckevël – dëhsen
dëhsîsen – denclîche
dencliute – derpkuoche
derpteic – diadrogant
dîâken – diehter
diehterîde – dienestbære
dienestbærecheit – dienestman|erbe
dienestmanguot – 2diep
diep- – diernkint
diernlach – dilde
dille – dincphliht
dincphlihte – dingelîn, dingel
1dingen – dirhalp
dirre – distelîn
distelsâme – diupe (?)
diupguot, diubsguot (?) – dôfheit
dôgen, dougen – donerec
donergebirge – dorferlêhen
dorfgebûwære – dorfschaft
dorfsmit – dorneht
dorneht – dörperdiet
dörperecheit – dôʒen
drabeknëht – drangen
drangest – drî
drîancasîne – drîgesæʒe
drîgevar – dringen
drî|nisse – drittelhof
drittestunt – drîzëhen
drîzëhenære – druc
drûch – drüʒʒelstôʒ
du, dû – dumme
dumpfe – duns
dünsel – durchbittern
durchbitzen – durchdœnen
durchdrengen – durchgerne
durchgesiht – durchgründen
durchgrunthaftec – durchkifen
durchkiusche – durchlësen
durchlestern – durchlûʒen
durchmâlen – 1durchrecken
2durchrecken – durchsaffen
durchsagen – durchschrecken
durchschrenzen – durchslac
durchslahen – durchsprëchen
durchspreiten – durchswingen
durchtân – durchverwen
durchvieren, durchwieren – durchvrô
durchvrœnen – durchweichen
durchweidec – durchziln
durchzimbern – dûrliche
durlinc – durstebërnde
durstec – düʒʒec

   drum - dûgen    


drum stN. ‘Ende, Grenze, Rand’ diu gotes genâde hât niender drum Kchr 12798; zende an des steines drum / von karacten ein epitafum / sagt sînen namen und sînen art Parz 470,23; div stat heizzet Capharnaum / vnd stozzet an des meres drum Wernh A 1938; in ditze lant [Palästina] / an des gelouben drum Ottok 45781; hin ze dem zil unt hin ze dem drume PrRoth 37; die dâ gestriten heten hie / unz an des siges drum [Entscheidung] Ottok 17141. – in Verbindungen mit anegenge u.ä., meist ‘Weltende, Jüngstes Gericht’ von dem angenge unze an daz trum AvaLJ 207,2; RvEBarl 7409; untz hin an anticristum / vurbaz an der werlde drum Daniel 6520; diu geshuf den anevanc und daz drum Rennew 211. – i.S.v. ‘Spitze’ des orses zoum diu linde / begriffen hete vaste, / ein drum von einem aste Wh 69,22; den baum betellium, / der von der wurtzel an daz drum / was gemezzen [...] / wol zwaintzic clafter WhvÖst 988; sines vingers drum Daniel 4970; ErzIII 59,50. – ‘Endstück, Splitter’ (v.a. von Lanzen u.ä.): Rennewart daz drum nam in die hant Wh 311,27; dy sper sy zu prachen: / drummer flugen uber sich / als ain stro das strewet sich HvNstAp 18879; díu drum zuo den vrouwen in die schôze stuben Loheng 2442; JTit 980,2. – ‘Stück, Rest eines Tuchs’ sam tuont diu wîp: / [...] / nu sleier gel, nu houpttuoch wîz, / nu diz drum hin, nu jenz drum her, / nu banier ûf, nu glunkeler Renner 12601

MWB 1 1386,53; Bearbeiter: Diehl

drümel stN. Dimin. zu drum, (hier für die gekrausten Haarsträhnen, vgl. Heinzle, Wh., S. 947): [ihr Haar war] geflôrieret in mangen wîs. / mit spæhen borten kleine, / die verwieret wâren mit gesteine, / het ieslîch triubel [La. drümel ] sîn sunder bant, / daz man niht ze vaste drumbe want Wh 154,17

MWB 1 1387,18; Bearbeiter: Diehl

drumen swV. 1 intr. ‘zerbrechen’
2 tr.
2.1 überw. ‘etw. zerbrechen, zerteilen’
2.2 ‘etw. zu seinem drum bringen’
2.3 ‘etw. mit Stücken füllen, stopfen (?)’
   1 intr. ‘zerbrechen’ vil manic swert sach man drumen / und bî in beiden bresten, / dô man die nôtvesten / sach zuo einander springen Bit 10462    2 tr.    2.1 überw. ‘etw. zerbrechen, zerteilen’ sin schwertt die helm trunpte, / daz sy zerkluben von siner hand GTroj 19686; wie got an daz gerihte kumt / und elliu dinc ze nihte drumt RvEAlex 17568; RvEBarl 1272; JTit 484,4. – bildl.: swer so drate / wolle werden vollenkumen, / der sal gentzilich entzwei drumen / sin selbes wille, der in treit / zu eigenlicher wisheit Vät 2860; teilen unde drumen / in driu man iuch daz [Brot] siht Ottok 52052; bald aͤllú ding uz jetten / wir sont und von dem herzen tromen [abtrennen] SHort 3851. – mit Refl.-Pron.: ir milter wiplich muͦt sich drumen / liez von dem zarten WhvÖst 18916; und wirt dir doch der lop benant / der iemer wert und sich niht drumet RvEWh 15183; mit spern hurticlichen bedechet wart heid, anger, wis und brache, / die sich in stucke drumten und ouch in sprizen cleine JTit 3941,1    2.2 ‘etw. zu seinem drum bringen’ swenne aller herren herre kumet / mit zorne und er uns eischet gelt, / so wirt daz reht vil kurz gedrumet. / daran gedenke, brœdiu welt SM:UvS 35: 5,3    2.3 ‘etw. mit Stücken füllen, stopfen (?)’ des prises ein rise und niht ein twerk, / dem alle tage volgen mite, / vil edeler tugende niuwe, / nehein untugende an im sint, / in sich hat er gedrümt / e(r)licher werke vollen kram Damen 6,3

MWB 1 1387,25; Bearbeiter: Diehl

drumsel stN. ‘Endstück, Splitter’ sînen helm versneit des spers ort / durch sîn houbet wart gebort, / daz man den trunzûn [La. daz drumzel ] drinne vant Parz 106,17

MWB 1 1387,54; Bearbeiter: Diehl

drumstücke stN. ‘Splitter’ durch ir helme wende / vertaten si diu sper mit ellens hende, / daz diu drum stucke / ze schiveren slugen entwer Rab 241,1

MWB 1 1387,58; Bearbeiter: Diehl

drumzei stN. ‘Ende, Bruchstück’ dô was ouch ir diu krucke enzwei: / sî nam daz lenger drumzei, / und [wir] vâhten eine schanze BFrau 404

MWB 1 1387,62; Bearbeiter: Diehl

druo stF. drûhe stM.

MWB 1 1388,1;

druos stF. sw. ClosChr . 1 ‘(krankhafte) Schwellung, Beule’
2 Einzelnes
   1 ‘(krankhafte) Schwellung, Beule’ di wurzeln gesoten in wine vertribet di bosen geswer, di bosen geswlst unde bosen druse Macer 22,6; so daz fiuer ist uon einer heidrus oder uon einer druse vnder den achseln. oder uon einen geswer an einer andern stat SalArz 68,27; dy heylet alle fistulen vnde alle drose OvBaierl 147,2; der dirte [erg. siechtage ] sint klein druͦsen ClosChr 117,21    2 Einzelnes: – ‘Rachenmandel’ glans vel tollis: druͦs SummHeinr 2:6,110; glandula: druͦs GlHvB 392,53. – ‘Eichel’ glans fructus quercus, cibus porcorum id est eichila vel druͦs SummHeinr 2:318,135

MWB 1 1388,2; Bearbeiter: Diehl

druosebluome swFM. eine Blume: atila: druseblumen VocBV947 3:536,16

MWB 1 1388,15; Bearbeiter: Diehl

druoswurz stF. Name verschiedener Heilpflanzen: 1 Schwarzer Nachtschatten (solanum nigrum, vgl. Marzell 4,362ff.)
2 Knotenbraunwurz (scrophularia nodosa, vgl. Marzell 4,186ff.)
   1 Schwarzer Nachtschatten (solanum nigrum, vgl. Marzell 4,362ff.): maurela heizet druswurtz. di ist von vil kaldir nature. ir saf in di oren gegossen vertribet den orswern Macer 56,1. 56,5; maura: drǒswurz VocBV926 3:580,66    2 Knotenbraunwurz (scrophularia nodosa, vgl. Marzell 4,186ff.): millemorbia: druswrz VocBV887 3:489,59; VocBV945 3:481,56

MWB 1 1388,17; Bearbeiter: Diehl

drusene stF. trusene

MWB 1 1388,26;

drüʒʒel stM. auch stN. ( Pilgerf ). ‘Kehle, Schlund, Hals’ (von Mensch und Tier, vgl. droʒʒe): daz fleuma sich gesament hat in dem druzzel SalArz 100,1; der rätich [...] ist dem haupt schad und den zenden und dem drüzzel und den augen BdN 418,36; als ein nuwer boͤde der hait das druͤssel / und hat balde gesaget und ertzelet / was das hertze hat ußerwelt Pilgerf 10569; ab durch den druzzel get ein suze spruch Brun 3192; swer mich unêret, / [...], / dem heiz ich den drüzzel / slahen von dem lîb sîn EnikWchr 23582; Walth 103,34. – ‘Nasen-, Mundraum’ (vgl. nasedrüʒʒel): sluͦch er den chunich nider unz oͮf die zende / durch daz hirn nidere und durch den druzel dan Rab 436,2. da brach der megede sluzzel / dem tuvele sinen druzzel, / mit dem her die sele swalk / in sinen vurigen balk HeslApk 7636

MWB 1 1388,27; Bearbeiter: Diehl

drüʒʒelbant stN. ‘Halsband’ ein drüzzelbant von einem swîn an sînen hals er legen sol Kolm(B) 120,24 (1KonrW/7/510b)

MWB 1 1388,44; Bearbeiter: Diehl

drüʒʒelslac stM. ‘Schlag aufs Maul’ wil er es niht gerâten, einen drüzzelslac muoz er hân RosengD 124,2

MWB 1 1388,47; Bearbeiter: Diehl

drüʒʒelstôʒ stM. ‘Schlag aufs Maul’ wes sich der tôre güffe, / vor im genæse niemen, würd joch im ein drüzzelstôz Neidh WL 11:5,9

MWB 1 1388,50; Bearbeiter: Diehl

du, dû Pers.-Pron. 2. Sg. zur Quantität vgl. 2 5Mhd. Gr. § M 40,A 2. 1 ‘du’
1.1 Nom. unbetont du , abgeschwächt de , selten duo (z.B. TrSilv , Athis und im Reim, vgl. 2 5 Mhd. Gr. § M 40 und Weinhold, Mhd. Gr. § 473), oft verschmolzen mit vokalisch anlautenden Pron., z.B. ëz, uns zu dûs, dûns
1.2 Gen. (vgl. dîn Poss.-Pron.)
1.3 Dat. dir , abgeschwächt der , md. auch , bair. dier
1.4 Akk. dich
2 Anrede [vgl. ausführlich G. Ehrismann, Duzen und Ihrzen im Mittelalter, in: Zs.f.dt. Wortforschung 1 (1901), S. 117-149; 2 (1902), S. 118-159; 4 (1903), S. 210-248; 5 (1904), S. 127-220]
2.1 unter Gleichgestellten und Vertrauten, auch im Gebet, bei Personifikationen u.ä.
2.2 Anrede Abhängiger durch höhergestellte Personen (z.B. Besiegte, Untergebene, jüngere Familienmitglieder u.ä.)
2.3 auf hierarchische Differenzierung verzichtend
3 zum relativischen Anschluss eines Hauptsatzes (vgl. 2 5 Mhd. Gr. § S 115; meist in frühmhd. Texten in Verbindung mit dâ, der/dir , deren Mehrdeutigkeit z.T. die genaue Zuordnung erschwert)
4 sprichw
   1 ‘du’ ich pin mit dir vnd behuͤte dich vnd phlege din Konr 14,85; herre, benimest dû uns dich, sô gip uns einen andern dich, anders uns engenüeget niht dan an dir, wan wir enwellen niht dan dich Eckh 1:343,9    1.1 Nom. unbetont du, abgeschwächt de, selten duo (z.B. TrSilv , Athis und im Reim, vgl. 2 5Mhd. Gr. § M 40 und Weinhold, Mhd. Gr. § 473), oft verschmolzen mit vokalisch anlautenden Pron., z.B. ëz, uns zu dûs, dûns: wâfen, minne, wie hâst dû mir sô getân! SM:Te 5: 1,1; ich unde duo [ zuo:] / wir haben iemer mêre / verloren unser êre Tr 10306; deme salt dvͦ werden vndirtan TrSilv 141; ân klobwürste solt dûs nicht lân SM:Had 20: 3,7; diu dûns vür zelst Tr 3067; got daz erbarmen müeze / daz de ie gefrumtest selhe nôt Parz 476,11. – subst.: hêrre, alsus mochte ich und mich / werden ein dû und ein dich Widerstr 323    1.2 Gen. (vgl. dîn Poss.-Pron.): got hüete dîn Parz 124,17; MF:Wolfr 5:1,15; din wirt nie dehein rat Herb 17205    1.3 Dat. dir, abgeschwächt der, md. auch , bair. dier: im und dir, dir unde mir, / hin und her, sus unde alsô KLD:UvL 41: 7,4; mich dunket, dirst ouch wol dar mite Tr 9911; œheim, waz wirret dier? [:stier ] Parz 795,29; daz sal der wesen vndirtan Roth 2815; MF:Mor 2:4,9; sie woldin di schaden herre Roth 1696. – hierher (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 92) oder abgeschwächtes dar (?): nu stant uf, du guoti Judith / [...], / unde geinc dir zi demo gizelti ÄJud 205    1.4 Akk. dich: ich wil dich ze anegenge haben / in worten unt in werchen VEzzo 65; wale muozen sie dig eren: / du bis muoder ires heren MarldA 98; su sprach woli dich kunic Salomon LobSal 193    2 Anrede [vgl. ausführlich G. Ehrismann, Duzen und Ihrzen im Mittelalter, in: Zs.f.dt. Wortforschung 1 (1901), S. 117-149; 2 (1902), S. 118-159; 4 (1903), S. 210-248; 5 (1904), S. 127-220]: ‘ir herren’ spræch man wol zuo in, / ‘dû herre’ daz wær âne sin Helbl 8,426; ez sint her bî mînen tagen / ze tôde mêr dann drî erslagen, / die ir genôze hiezen dû ebd. 8,437    2.1 unter Gleichgestellten und Vertrauten, auch im Gebet, bei Personifikationen u.ä.: Tharsillâ, liebez wîp, / dû bist mir alse der lîp Kchr 12856; nu suln ouch wir gesellen sîn, / dû der mîn und ich der dîn Tr 3726; frouwe, [...] / wis du mîn, sô bin ich dîn. / herre, des mac niht gesîn. / sît ir iuwer, ich bin mîn KLD:UvL 30: 7,5; einer frâget lîhte nû / war umb ich dich heize ‘dû’. / dast von rehter liebe KLD:SvL 4:2,7; bistuz niht Helmbrecht, mîn kint, / sît ir ein Bêheim Helmbr 775; Vateruns(Sch) 98; minne, dû weist wol, ez ist diu liebe diech dâ meine KLD:GvN 7: 3,5    2.2 Anrede Abhängiger durch höhergestellte Personen (z.B. Besiegte, Untergebene, jüngere Familienmitglieder u.ä.): ‘frouwe [Mutter] , der [Minne] erkenne ich niht.’ / ‘dû [Tochter] salt sie erkennen noch.’ En 9809; [Iwein zum Knappen:] nû lâ dir wesen gâch, / und sich daz dûz wol verdagest Iw 959. 807    2.3 auf hierarchische Differenzierung verzichtend: heil sist du keiser here Rol 711; sie sprâchen zuo dem künege dô: / herre guot, wie tuost dû sô RvEBarl 518    3 zum relativischen Anschluss eines Hauptsatzes (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 115; meist in frühmhd. Texten in Verbindung mit dâ, der/dir, deren Mehrdeutigkeit z.T. die genaue Zuordnung erschwert): osponse. dú der nú bíst in sinu patris Will 130,4. 148,2; sancte Maria, du da bist / wariu muoter, reiniu maget SüklV 8; nu hore du, vrouwe, minen ruof; / dich da got zuo diu gescuof, / e ich ie wurde ebd. 77; herre uber elliu dinch, / dir da wol muglich sint / mine sculde ze vergebenne ebd. 633. 151. 579; Agnes heilige magit, / zunsir helfe sis dv geladit. / dv di werlt fru lieze Litan 1038; inclita lux mundi, / du dir habis in dinir kundi / erdin undi lufti LobSal 2; du irwelte mirre, / du der wæzzest also verre MarldM 74; gesegent sistv, herre, dv da komen bist in dem gotes namen Spec 46,21; SuTheol 317; vater, du dir in den himelen bist Vateruns 64; herre, du der unser not waist, / sent uns dinen sibenvalten gaist SiebenZ 87; du herre, du der mit samet uns bist, / du uns daz ware lieht gibest VEzzo 28; dv da maisterinne bist, sage ir die warheit PrBerthKl 6,34; fraglich: nv vernement ir lieben ivncvrowen dv da wilt sin ein vrivndin [...] des togenin minners PrWack 56,519    4 sprichw: daz tv nvt wilt daz dir ieman tvͦge daz sold oͥch tv nieman tvͦn BrEng 61; tuostu mir, sam tuon ich dir Renner 9922; daz kît: mir ist umbe dich / rehte als dir ist umbe mich Walth 49,20; mâc, ich wird dir sam dû bist mir KLD:Kzl 16: 11,13

MWB 1 1388,53; Bearbeiter: Diehl

dubbel Adj. ‘doppelt’ (aus afrz. doble, mnl. dubbel, nur mfrk. belegt): de gerichter allet dubbel syn sullen Rosenqvist 2,225 (a. 1339); wilch van in in me rade is, de sal dar vmbe sine hogezide neit dubbil hain UrkKöln 1,24 (a. 1341)

MWB 1 1390,18; Bearbeiter: Diehl

dublet Subst. eine Stoffart (aus afrz. doblet): von dublêt guot genuoc / ein hulft [Decke] ob sînem satele lac Bit 2308

MWB 1 1390,23; Bearbeiter: Diehl

dublîn Adj. ‘doppelt’ (aus afrz. doble, vgl. Heinzle, Wh., S. 1071): wære der halsberc niht dublîn, / ez müese aldâ sîn ende sîn Wh 410,21

MWB 1 1390,26; Bearbeiter: Diehl

duc M. ‘Herzog’ (aus afrz. duc): der selbe hiez li duc Morgân Tr 334; sîn bruoder duc Marangliez Parz 354,18; ledec ist duc de Gôwerzîn ebd. 623,24 u.ö.

MWB 1 1390,29; Bearbeiter: Diehl

ducente Num. ‘zweihundert’ (aus lat. ducenti): die heiden niht vergazen gen Mahomet ir krie. / [...] / ze beider sit ducente waren mit ir strit in der gemeine JTit 1580,4

MWB 1 1390,33; Bearbeiter: Diehl

ducisse F. ‘Herzogin’ (aus lat. ducissa, vgl. doschesse ): ducisse ûz Katelangen, lâ mich geniezen Tit 58,1; Sigune, helfe riche, / [...] / ducisse aller zuchte, nu la mich des geniezen JTit 721,1 u.ö.

MWB 1 1390,37; Bearbeiter: Diehl

ducissinne stF. ‘Herzogin’ soltu der ducissen [La. dvcissinne ] minne bevinden JTit 780,2

MWB 1 1390,42; Bearbeiter: Diehl

dûge swF. ‘Daube, Brett eines geböttcherten Holzgefäßes’ (zu mlat. doga, vgl. AWB 2,713f.; Besse, Gefäß- u. Hohlmaßbez., S. 84f.): duga GlHvB 400,22; swer von Strâzburg zvns dûgin koufit, der sol [...] zwischin vnsir stat vnde Strâzburg mit den dûgin vnsrin vridin [...] habin UrkCorp (WMU) N3,43,1; sie [...] sollent har schicken dugen zu einer badbütte, die soll binden ein bumeister und soll der keller geben die reiffe WeistGr 1,729 (a. 1338 kopial)

MWB 1 1390,44; Bearbeiter: Diehl

dûgen swV. ‘sinken’ so diu creature ie liehter ist, so dringet ez [die Materie] ie me hin uf, alse diu flamme. daz abir ie swerer ist, daz duget so ez meist mac zuo dem centrum MNat 3,15

MWB 1 1390,54; Bearbeiter: Diehl