Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
iemer Adv. (2261 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| gehirmen nit das er wiedder komen were, er gab im ummer mer und mer uff die arm und uff die schultern | |
| er sich nit sere gewern mocht; und Lancelot beßert sich úmmer me und me, des ducht alle dieß sahen. Underwilen slug | |
| karren furen!’ ‘Das verbiete mir got’, sprach er, ‘das ich ummer daruff kum; auch wer mir lieber das ich dot were | |
| ich dot were mit eren dann das ich mit schanden ummer solt leben!’ @@s@//Mit dem qwam ein jungfrauw fur Lancelot geritten | |
| ir mich númmer gebitten, frauw’, sprach er, ‘das ich im ummer unrecht laß geschehen!’ ‘Das vergelt uch got, herre!’ sprach sie. | |
| herfure, ich wer es gern zu ende komen sit es úmmer sin muß!’ ‘Gut herre’, sprach der konig, ‘nu verlang uch | |
| uch dann und befried uch vor im. Das wil ich úmmer thun, ich wil uch biß morn befrieden vor im und | |
| dem tag myn sere fro oder fast unfro. Ich muß ymmer wiedder yn vehten, und were er der túfel selbe!’ ‘So | |
| ir das er sinen sun nicht gekestigen kunde, er wolt úmmer vehten wiedder den ritter. ‘Wißent ir’, sprach sie, ‘were der | |
| mit dem ritter nit envehte. Das enhalff nit, er must ummer vehten. Da das der konig sah, er qwam wiedder zu | |
| Meleagant und slug uff yn mit beiden handen was er úmmer geslagen mocht. Das leit Lancelot alles, und der konig kompt | |
| und der konig kompt jhen trappen nyder gelauffen was er ummer gefarn mocht, und begreif den sun: ‘Lat stan, herre’, sprach | |
| ist es nit’, sprach sie; und er schwůr, was er ummer geschwern mocht, das es were. ‘Ir lieget’, sprach sie, ‘ich | |
| uch das mir got nymer gehelffen múß den tag so ummer ander ritter in myn hercz kum dann ir. Ich het | |
| groß unrecht.’ Er gnadet ir und bat sie, ob es ummer sin möcht, das sie yn noch hint zu ir ließ | |
| dingk das er ir alda nit gesagen mocht. ‘Mag es ummer gesin!’ sprach sie, ‘es ist mir ußermaßen lieb. Nu geen | |
| uch entschuldigen als ir zu recht solt, ee dann ir ummer uß dißem lande kompt!’ Herumb was myn herre Key ußermaßen | |
| den strit schiede durch sines dinstes willen, er wolt ir ummer darumb dienen. ‘Get selb hinweg, herre!’ sprach sie. Und der | |
| einen camf han ih entfangen,/ der ist noh unirgangen,/ den jemer zu allin stunden/ di tuginde habint mit den sunden./ ware | |
| uz/ vnsin [herren] [sin] ein fri vart./ di porte sal jemer sin bespart.’/ di bezeichinit dih unde din svn,/ di dir | |
| an dir begonde,/ daz der nature was unwonlich./ des bistu jemer lobelich/ uor allen gotis sceffin,/ wande wir in des tuvelis | |
| gotis sceffin,/ wande wir in des tuvelis hefte/ mit rehte jemer mer waren/ wene durh den sun den dv gebare./ wi | |
| bin ih dan widerzeme,/ ih vil stinkindiz as./ ih spreche jemer same der rabe cras cras,/ daz quit morgen morgen,/ so | |
| ime so unuertregelich:/ an swemer des innin wirt,/ der ist jemer ein den er uerbirt./ daz hat ir uns getragen uore,/ | |
| rechte gesmekit,/ da dv iobis scrift has gereckit,/ ich weniz jemer were uerborgen/ biz an den jungistin morgen,/ nehete diz der | |
| geflochten uz uon blumen/ di in deme paradise stunden/ grune jemer ane underlaz./ dar abe quam in di beste waz,/ di | |
| der fuchten erden,/ so nist nehein trost, daz iz werde/ jemer wole berhaft./ ein kuninc machet dicke werhaft/ sine gute burch | |
| dv were under den engelischen choren/ nah sippe worden./ des geste jemer din ere unde din orden,/ daz di gotis bescowede/ was | |
| daz wir nit werden verswolen/ indes tuuelis cvͥwen,/ di dar jemer ringent intruwen/ same der lewe der da ruhende gett,/ dar | |
| leider trage,/ uber den is daz urteil gegeben,/ daz si jemer totliche muzin leben/ in der agezze./ zware den were bezzir,/ | |
| gilichi./ wil du mir den wistum gebin,/ so mag ich immir erhafti lebin./ daz ist dir allir meisti list,/ so giwin | |
| bihaltin,/ der ruchi uns di gnadi zi gebin,/ daz wir immir insamint imo lebin,/ daz wir schinin in simo hovi/ mid | |
| waʒ in lucidarius habe geleret./ Got, der ie waʒ vnde iemer iſt ane ende,/ der ſol daʒ anegenge/ an diſeme bůche | |
| wunne uon der ſchone, vnde ſint doch die drú dinc iemer ſament. Alſo kumet eʒ vmbe die drie genemede an der | |
| enmúgen. Jedoch ſuln wir gelůben, daʒ er ie waʒ vnde iemer iſt. //Der iunger ſprach: Waʒ er eine, e er die | |
| lant, da die vart ʒů der helle get, daʒ iſt iemer uol rouchiſ vnde geſtankeʒ vnde nebils. Si heiʒet ouch terra | |
| heiʒet ouch tartharuſ, daʒ kit ein martel. Wen da iſt iemer weinen der ougen von deme rouche vnde griſgramen der cene | |
| daʒ iſt ein ueſtenunge. Der iſt alſo geſchafen, daʒ er iemer loufet uon oſtert hin in weſtert. $t Da engegen loufet | |
| ʒerbreche. //Do ſprach der iunger: Wie cumet daʒ der himel iemer loufet? Der meiſter ſprach: Vnder dem himel iſt kein geſcafth, | |
| gewegen. Von dú hat in got ſo geſchaffen, daʒ er iemer loufe, wen er an einer ſtat nith mothe geſtan. //Do | |
| genimet, ſo brichet daʒ waſſer uber die erde vnde rinnet iemer mere vnʒe eʒ hin wider kumet in daʒ mer. Von | |
| argere. Die ynſelen hant vil ſilbers vnde goldeſ vnde ſint iemer ebin gruͤne. Bi den ſelben yſelen ſint guldine berge. Deʒ goldeſ | |
| braht wirt, daʒ uertribet daʒ eiter, an welhen enden eʒ iemer kúmet. Jn dem lande iſt ein gegene, die heiʒet ſchocia. | |
| Der meiſter ſprach: Wa die erde hert iſt, da iſt iemer waſſer vnder der erden. So ergat eʒ dicke, daʒ ſich | |
| ʒeichen, ſo uerwandelet ſich daʒ iar niemer. So hette wir iemer ſummer oder winter. //Do ſprach der iunger: So lanc ſo | |
| alſo geheliget mit den werken iheſu criſti, daʒ men ſi iemer begat in der criſtenheite. Wen ſwelſ menſche dar ʒů betermet | |
| ſingen. Do ſprach der meiſter: Wie mohte die ſelbe wile iemer heiliger werden, wen an der ſelben wile brach vnſer herre | |
| Waʒ betútet die dalmatica? Der meiſter ſprach: Der dyacon beʒeichent iemer den prediger. Wenne er die dalmaticam treit, da mit betútet | |
| ſich die luna niemer. Von dú began wir die oſtern iemer noch der luna an der fúnfʒehen degiger lúne, alſe ſi got | |
| groʒer iſt, denne die meiſte, die men in dirre welte iemer erdenken $t kan. Die wile ſi in dem fúre ſint, | |
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