Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
dô adv_k (7190 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| deste gerner i’us verjæhe./ ___ich sag als ichz hân vernomn./ do er was für die porten komn,/ er vant den krâmære,/ | |
| niht daz drinne lac:/ als tæte der katolicô/ von Ranculat: dô Kriechen sô/ stuont daz man hort dar inne vant,/ da | |
| krâmgewant was tiure./ ___Gâwân sîn grüezen sprach/ zuo dem krâmer. do er gesach/ waz wunders dâ lac veile,/ nâch sîner mâze | |
| stille stên:/ des hüete ich, welt irz an mich lân."/ dô sprach mîn hêr Gâwân/ "wærz in iwern mâzen,/ ich woltz | |
| türne ob den zinnen stuont./ uns tuot diu âventiure kuont,/ dô Gâwân den palas sach,/ dem was alumbe sîn dach/ reht | |
| er in dienen wolte./ //Dâ wârn si doch unschuldec an./ dô gienc mîn hêr Gâwân/ beidiu her unde dar,/ er nam | |
| ich sol dich innen bringen,/ ob ich dich mege erspringen."/ do gestuont im daz bette vor:/ er huop sich zem sprunge | |
| muose wachen,/ swier an dem bette læge./ wes der helt dô pflæge?/ des galmes het in sô bevilt/ daz er zucte | |
| vermiten:/ zequaschiert und ouch versniten/ was er durch die ringe./ dô het er gedinge,/ sîns kumbers wære ein ende:/ dannoch mit | |
| wârn hin durch gedrungen,/ daz se in den ringen klungen./ //___Dô hôrter ein gebrummen,/ als der wol zweinzec trummen/ slüege hie | |
| //___Nu was im sîn houbet/ mit würfen sô betoubet,/ unt dô sîne wunden/ sô bluoten begunden,/ daz in sîn snellîchiu kraft/ | |
| si noch prîse,/ daz si den rîter nerte/ unt im dô sterben werte./ ___si gienc ouch dar durch schouwen./ dô wart | |
| im dô sterben werte./ ___si gienc ouch dar durch schouwen./ dô wart von der frouwen/ zem venster oben în gesehen/ daz | |
| du habest alter ode jugent."/ hin zal den frouwen si dô sprach,/ wand si den helt sus ligen sach,/ "ir frouwen | |
| dewedriu weine?/ jâ si beide sêre,/ durch rehtes jâmers lêre,/ dô sin sus ligen funden,/ daz von sînen wunden/ der schilt | |
| des zobels roufte und habt in dar/ für sîne nasen: dô nam si war,/ ob der âtemz hâr sô regete/ daz | |
| vingerlîn/ zwischen die zene sîn:/ mit grôzen fuogen daz geschach./ dô gôz si daz wazzer nâch,/ sanfte, und aber mêre./ sine | |
| sinne,/ die gewan diu küneginne,/ zer quaschiure unt ze wunden./ do gebôt si an den stunden/ vier frouwen daz si giengen/ | |
| durch die ringe [wârn] gedrucket:/ der schilt was für gerucket./ dô nam diu alte künegîn/ dictam und warmen wîn/ unt einen | |
| alte künegîn/ dictam und warmen wîn/ unt einen blâwen zindâl:/ do erstreich si diu bluotes mâl/ ûz den wunden, swâ decheiniu | |
| half, daz er niht starp:/ //Si ist von Munsalvæsche komn,"/ dô Gâwân hête vernomn/ Munsalvæsche nennen,/ do begunder freude erkennen:/ er | |
| ist von Munsalvæsche komn,"/ dô Gâwân hête vernomn/ Munsalvæsche nennen,/ do begunder freude erkennen:/ er wânde er wær dâ nâhe bî./ | |
| begunder freude erkennen:/ er wânde er wær dâ nâhe bî./ dô sprach der ie was valsches vrî,/ Gâwân, zer küneginne/ "frouwe, | |
| bîtet unze fruo."/ ___eine wurz si leite in sînen munt:/ dô slief er an der selben stunt./ wol si sîn mit | |
| burgære,/ der necheiner disiu mære/ vriesch vor dem andern tage./ dô kom den frouwen niwiu klage./ ___sus slief der helt unz | |
| wurz sim ûzem munde nam./ er rewachte: trinkens in gezam./ dô hiez dar tragen diu wîse/ trinkn unt guote spîse./ er | |
| nie werder dienst kuont:/ ir dienst mit zühten wart getân./ dô prüevete mîn hêr Gâwân/ //Dise, die, und aber jene:/ er | |
| dâ er minne enpfienc/ ode dâ im minne was versagt./ dô sprach der helt unverzagt/ zuo sîner meisterinne,/ der alten küneginne./ | |
| bâten/ dâ stênes unz er gæze,/ daz ir enkeiniu sæze./ dô daz geschach, si giengen wider:/ Gâwân sich leite slâfen nider,/ | |
| erstreit ab Mâbonagrîn,/ der newederz gap sô hôhen pîn,/ noch dô der stolze Iwân/ sînen guz niht wolde lân/ //Uf der | |
| von Mazadâne,/ den ze Fâmurgâne/ Terdelaschoye fuorte,/ den iwer kraft dô ruorte./ Mazadânes nâchkomn,/ von den ist dicke sît vernomn/ daz | |
| dagen:/ ez solten minnære klagen,/ waz dem von Norwæge was,/ dô er der âventiure genas,/ daz in bestuont der minnen schûr/ | |
| sîn wunden bant./ in solhem ungemache er lac./ nu seht, dô schein ûf in der tac:/ des het er unsanfte erbiten./ | |
| sîn minnen kumber ê./ ___Gâwân truoc minne und ander klage./ do begundez liuhten vome tage,/ daz sîner grôzen kerzen schîn/ unnâch | |
| unnâch sô virrec mohte sîn./ ûf rihte sich der wîgant./ dô was sîn lînîn gewant/ nâch wunden unde harnaschvar./ zuo zim | |
| geleget dar/ hemde und bruoch von buckeram:/ den wehsel er dô gerne nam,/ unt eine garnasch märderîn,/ des selben ein kürsenlîn,/ | |
| die niht grôzer enge pflâgen./ ___diu niwen kleider leiter an:/ dô gienc mîn hêr Gâwân/ ûz zer kemenâten tür./ sus gienc | |
| ein venster er gesaz,/ er wolt daz wunder prüeven baz./ ___dô kom diu alte Arnîve,/ und ir tohter Sangîve,/ unde ir | |
| tohter zwuo:/ die giengen alle viere zuo./ Gâwân spranc ûf, dô er se sach./ diu küneginne Arnîve sprach/ "hêrre, ir solt | |
| ir ze sêre wunt,/ sol iu ander ungemach sîn kunt."/ dô sprach er "frouwe und meisterin,/ mir hât kraft unde sin/ | |
| art."/ dirre bete was er vrô,/ die clâren frouwen kuster dô,/ Sangîven unde Itonjê/ und die süezen Cundrîê./ Gâwân saz selbe | |
| Itonjê/ und die süezen Cundrîê./ Gâwân saz selbe fünfte nider./ dô saher für unde wider/ an der clâren meide lîp:/ iedoch | |
| daz si im sagete mære,/ von welher art diu wære./ //___Dô sprach si "hêrre, dirre stein/ bî tage und alle nähte | |
| ein rîter und ein frouwen/ moht er dâ beidiu schouwen./ dô dûht in diu frouwe clâr,/ man und ors gewâpent gar,/ | |
| kumber er gemêrte./ in dûht diu sûl het in betrogn:/ dô sach er für ungelogn/ Orgelûsen de Lôgroys/ und einen rîter | |
| ôwê daz ist hêr Gâwân./ zuo sîner meisterinne er sprach,/ dô er den rîter komen sach,/ "frowe, dort vert ein rîter | |
| wæret wol gesunt/ ir solt doch strîten gein im lân."/ dô sprach mîn hêr Gâwân/ ___"ir jeht, ich sül hie hêrre | |
| der was dürkel ouch genuoc./ ___Ufz ors saz hêr Gâwân./ dô kêrter von der burc her dan/ //gein sîme getriwen wirte,/ | |
| het ir manegez ûf erhabn/ dort anderhalp ûf sînem plân./ dô bat in mîn hêr Gâwân/ überverte schiere./ in einem ussiere/ | |
| welt ir michs wern:/ sô muget ir mîner minne gern."/ dô sprach er "frouwe, swâ daz rîs/ stêt, daz alsô hôhen | |
Ergebnis-Seite: << 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 >> |