Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
diser prn (3909 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| umbesniten wart nach der alten ê. unser herre chom in dis werlt nicht dar umb, daz er diu ê wolt stoͤren, | |
| die hochzit nuͤtz und heilsam. swenn wir si jærlich begen, diz hilig hochzit, so schullen wir loben und eren elliu diu | |
| wir uns rechter werche untz an unsern tot vlizzen, swenn diser lip ent nem, daz wir dann diu genade besitzen diu | |
| und in der stat ze Wetlahem geborn wart und in diz werlt taugenlich chom, do eroffent er sich an disem hiligen | |
| vater stimme wart auch da gehoͤret, diu waz also getan: ‘ditz ist mein liber sun’. daz ist diu ander eroffenung. des | |
| zaichen daz er der war und geweltig gotes sun wær. diseu her hochzit diu heizzet auch ein eroffenung, wan ez der | |
| dingen eroffent ist daz er der war gotes sun ist. diseu dinch diu ir nu vernomen habt, waz diu bezaichent, daz | |
| einvalticheit und reinicheit gegeben wirt. daz der hilig vater sprach ‘ditz ist mein liber sun’, daz bezaichent: so der mensch getauft | |
| der minne des almæchtigen gotes. mit so maniger hilicheit ist diser tach gehiligt und geeret und ist diser tach herer dann | |
| maniger hilicheit ist diser tach gehiligt und geeret und ist diser tach herer dann der ze weihennachten, wan ze disen hochziten | |
| hiligen gotes wort gesegent wirt. diu erst geburt ist vleischlich, diseu ander geburt ist geistlich. also diu sel bezzer ist und | |
| daz trinchen der hiligen predig. mit so maniger herscheft ist diser tach gehiliget. diser tach ist ein angeng unsers hailes, aller | |
| hiligen predig. mit so maniger herscheft ist diser tach gehiliget. diser tach ist ein angeng unsers hailes, aller der die von | |
| unsern armen gůt sein, wan unser herre durch uns in diser werlt arm was und erwelt im die armen und gibt | |
| gibt den sein riche. der almæchtigot der durch uns in diz werlt chom und daz verlorn schaf suchte und ez wider bracht, | |
| aller erst, seint her wart si chunt getan uͤber al diz werlt. aller der haidenschaft $t wurden die fræude der selben | |
| getet, daz tet er durch unser hail, also tet er ditz dinch. do des weins zeran und er uz dem wazzer | |
| tůn. war umb? daz er uns zaigt, do er in dis werlt chom, daz er niht anders gebot und auch niht | |
| do gie er abe dem perig siner goͤtlichen magenchreft in diz werlt, in ditz tal der zæher und des horwes. waz | |
| abe dem perig siner goͤtlichen magenchreft in diz werlt, in ditz tal der zæher und des horwes. waz ist diseu werlt | |
| in ditz tal der zæher und des horwes. waz ist diseu werlt wan weinen und chlagen und vil manich tiffes hor | |
| tiffes hor und manich grozzeu arweit die die læut in diser werlt muͤzzent liden? in daz tal giench unser herre, durch | |
| nam unser herre unser menscheit an sich. do er in diz werlt chom, do volgt im die menig. swie er in | |
| laid er alles in dem tal der zæher, daz ist diseu werlt, swie er daz alles samt an der menscheit durch | |
| macht mich errainigen. alles daz du wilde daz můz sein.’ diser siech der het grozzen gelauben, alz ir vernomen habt, er | |
| den vil manigen angesten die wir ze allen ziten in diser werlt liden, da uns die hilig schrift troͤstet und vestent | |
| chom unser herre, do er durch der menschen lieb in diz werlt chom, daz er die armen werlt wist und in | |
| wær des niht wirdich daz er in sein haus choͤm. diser hayden bezaichent alle die die von der haydenscheft bechert sint. | |
| grozzen gelauben nicht funden. also ir nu dikch vernomen habt, diser hayden betuͤtet alle die von der haydenscheft gelæubikch sint worden. | |
| worden. der gelaub ist merr dann der gelaub der judenschaft. diser hayden sprach: ‘ich gelaub, herre, daz du mit dinem wort | |
| lobt unser herre sinen gelauben und gewert in siner gebet. diseu dinch, unsers herren wort und sineu zaichen, sint uns geschriben | |
| gewaltes, so grozzer zaichen, der wunderot diu læut und sprachen: ‘ditz ist ein geweltiger herre, der gebeut den winten und dem | |
| sein hilig junger volgten im, si liezzen durch in alle diz werlt, alle werltlich wunne, alle werltlich $t gewinne, si behielten | |
| allen ziten biten. nu schuͤln wir doch merchen wie uns dieseu hiligeu wort warn und waz si uns lern. unser herre, | |
| daz mer da unsers herren junger auf furen, daz ist diseu werlt die neur muͤ und not und vil manige angest | |
| dem fron chruͤtz da mit er uns auz der freiz diser werlt und auz dem gewalt des tifels erledigt hat an | |
| des tifels erledigt hat an dem abent, an dem ent diser werlt, do die sunne unter gie, die war sunne, do | |
| du hiet guten samen gesæt an dinem akcher, wann ist ditz unchraut choͤmen?’ do sprach der herre: ‘ez hat unser veint | |
| waitz legt in minen stadel.’ also ir nu vernomen habt, diseu wort sait unser herre selb der menig. waz si aver | |
| uͤbeln wil mein trechtin von den guten nicht schaiden in diser werlt, wan er hat einen tach da zů gesetzet, daz | |
| in minen stadel legen.’ daz snit daz bezaichent daz ent diser werlt, swenne ein islich mensch siner werche en red můz | |
| $t der selb weingart ist gepflantzet und erbawen von angeng diser werlt. die rehten und die heiligen menschen die von angeng | |
| und werchluͤt miet, die mislich weil, die bezaicheut diu alter diser werlt. an der ersten weil miet er werchluͤt. diu erst | |
| diu ist von unsers herren geburt untz an daz ent diser werlt. in den ziten sant unser herre die hiligen zwelfboten | |
| lon den werchluͤten’. diu spæt zit diu bezaichent daz ent diser werlt. der herr des weingarten daz ist unser herre, der | |
| in Sexagesima. Do unser herre der durch unser hail in diz werlt chomen waz, do er die siechen an dem leibe | |
| cherent. er git in die durnæchticheit, swaz si ungemaches in diser werlt durch in lident, daz in daz ring und senft | |
| chræutze erstirbe und in daz grab geleit wirt.’ do er diz red sinen hiligen jungern seit, do nahet er zů einer | |
| dez almusens. waz der blint bezaichen, daz suͤllen wir merchen. diser blint bezeichent alles manchuͤnne daz an unserm ersten vater Adam | |
| der blint do? ‘Herre, daz ich geseh, des ger ich.’ diser blint der gerte deheins richtums den diseu werlt hat, er | |
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