Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
diser prn (3909 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ab ie mer hiligen vnd ie minner frowden; alſ in diſer werlt: ſo ie hoher lvte ſo ir ie minner iſt. | |
| pvnht wider die frevde, die ein geiſtlich menſch hat in dirre werlt, der rehten geiſtlichen troſt hat; vnd war denne alliv | |
| geiſtlich troſt, den alle gvt lvt vnd alle hiligen in dirre werlt ie gewunnen, bei ein ander, daʒ war niht alſ | |
| werchen vben, ſi vbent ſich ovch an tvgenden. Deſ tvͦnt diſ niht; die vbent ſich wan an vʒʒern gvten werchen, ſi | |
| der tvgent lon, vnd des iſt ein tropf beʒʒer denne ditʒ ein fvder; wan ſwaʒ loneſ gegeben wirt vmb vʒʒer arbeit, | |
| ſo gar, ſi habent etlich heimlich mit got. Des tvnt diſ niht; eintweder ſi verſovment daʒ ampt oder ſi ergebent ſich | |
| enphahen, der ſol ſich bereiten $t rehte alſ er von dirre werlt ſvle ſchæiden. Der menſch ſol haben rehten vnd veſten | |
| slindin die vische. dô sprach er zû sînin pfaffin: "Sehit, diz ist ein bilde des tûvelis unt der armen sêle. alse | |
| ich tûn daz dû gebûtis. dîn wille der gewerde." nâch disin wortin sô sach er den tûvil dâ bî stân. dô | |
| sun der newurde gemarterôt an deme boume des heiligen chriuces. ditz soltes dû virnemen vil geduldeclîchen unde gelouben an den almehtigen | |
| kuningin unt sprâchin: "vrouwe, lâz uns ledic unt habe dir disin, der wîsit dir alliz daz dû wilt." dô liez si | |
| nâhe dar, dô quam ein ertbibunge unt die stat, dâ diz heliige crûce lac, die wart alle irwegit unt quam ein | |
| fûr dâ obene in der luft unt rief: "o wê dissis tagis unt o wê dirre michilin ungnâde, die ich nû | |
| siege vêchtin al die wîle, daz si den nagil hattin. diz was vor gewîssagit von einime heiligin prophêtin, sô die schrift | |
| quam, die ceichin, die er sider hât getân biz an disin tac in wazzere unt in walde unt in allir stetelich, | |
| dô giengen sie dô bêde zû sente Nicolâo unt sagitin diz grôze wundir allir der werilde, unt der mordêre wart ein | |
| frî." dô sprach der cristin, daz er des gerête wêre. diz wart getêdingit wande biz frû. der cristin gedâchte vil ange | |
| die hant unt sprach: "wie nû, bôsir wiecht ungetrûwir, was diz daz golt, dâ dû mich mite betrogin hâs? s$. Nicolâus | |
| ungetrûwin man. wilt dû daz ich des geloube, daz dû diz getân habis unt daz ich geloube, daz Jêsus_Cristus der wâre | |
| kemerêre von Môrlant, unt sprah zû ime: "unsir herre hât dissis landis rûche, wende er dich here gesant hât den wortin, | |
| ir lîb zû der martir durch der cristinheite willin. von disin bergin ist geschriben: levavi oculos; "ich hûb mîne ougin ûf," | |
| daz man den allir jêrgilîchis bigienge mit grôzir frowede. Mîne liebin, diz stûnt sidir, daz sich die cristinheit hûb mit grôzir ûbe | |
| Jerosolimis et venisset. Also unser herre, der almæhtigot, vor angeng diser werlte im selben ein hereu magt erwelt von der er | |
| ein stat, daz ist Jerusalem, da er umb daz hail diser werlt gemartert wolt werden. do die zeit chom siner hiligen | |
| dar ze dem tempel braht wart, daz enphiengen die ewart. ditze wenig doͤrffelin daz betuͤtet diu hilige christenheit, in der sint | |
| siner hiligen uffert gesament heten: ‘wes wartet ir ze himel? diser hailant der von eu gevarn ist ze himel, der chumet | |
| also wizzet ir daz daz gotes riche nahen ist und diser werlt end nahen ist.’ nu schulle wir doch merchen war | |
| uns da mit den tach des ewigen libes. daz wir dises dinges alles gewiz sin und uns beraiten von diser unstæticheit | |
| wir dises dinges alles gewiz sin und uns beraiten von diser unstæticheit hintz dem stætigen wesen, so spricht unser herre: ‘zwar | |
| so spricht unser herre: ‘zwar ich sag eu daz daz ditz geslæht nimmer zerget untz daz ez alles erfuͤlt wirt daz | |
| han.’ welhes geslæht mainet unser herre, so er spricht daz ditze geslæht nicht zerge untz ez alles erfuͤlt werde? daz ist | |
| den selben ziten so richsent der æntechrist, der getreuget alle dis werlt mit maniger wiz: die geweltigen und die richen gewinnet | |
| grozzem gevert, so er sein gemæheln haim wolt fuͤren von diser Babylonia hintz Jerusalem, uz den selben banden diser werlt hintz | |
| fuͤren von diser Babylonia hintz Jerusalem, uz den selben banden diser werlt hintz den ewigen genaden. Owe wie sælich si sint | |
| nam auch vil billich den zins von aller der werlt. diser Crinus der den rat dem chaiser gab der waz nach | |
| er ins vergæb, si enwesten waz si tæten. do er ditz gebet tet, do sach er den himel offen sten und | |
| ander martrær uͤbertriffet. wir enlesen von dehainem martrær der von diser werlt geschaiden sei daz er nach sinem tode toten hiez | |
| grap und hiezz erz zů dekchen und schied er von dirr werlt. da sach man daz himelbrot daz es auz dem | |
| niht. der selb Symeon der sprach auch zů unser frowen: ‘ditz chindelin daz ist chomen ze ainem valle und auch zu | |
| sin, die heiden sin. ez sint zwů urstende, ein in diser werlt, so der arm suntær von der gab des almæchtigen | |
| hangen sach, wan si stunt bi dem chruͤtze. da wurden diseu wort erfuͤllet diu Symeon gesprochen het. dar umb chom unser | |
| diu Symeon gesprochen het. dar umb chom unser herre in dis werlt, daz die gedanch uz manigem hertzen eroffent wuͤrden. $t | |
| zwelf patriarchen waz er der achtot, von des geslæht waz diseu frow sant Anna. diu het lange gelebt, si waz siben | |
| die bezeichent alle die zeit die unser herre hie in diser werlt waz mit siner christenheit $t von der zit daz | |
| und uns die ewigen genade gebe amen. In circumcisione domini. Dise vile here hochzit die wir heut begen die ist uns | |
| schuͤllen wir vlissichlich merchen. die siben tag bezaichent die unstæticheit diser werlt, der achtot bezeichent diu stæticheit der ewigen genaden. wir | |
| der achtot bezeichent diu stæticheit der ewigen genaden. wir haben dis siben tage begangen, daz unser herre durch den armen menschen | |
| von unser frowen geborn wart, sant Marien, der reinen meit, diser werlt wenicheit und aribeit alz ein ander mensch, an suͤnte, | |
| der erst tot daz sint die suͤnt; der die in diser werlt niht gebuͤzzet, der erstirbet des ewigen todes, ob er | |
| von hinnen scheidet. swer so sælich ist, daz er in diser werlt buͤzzet, daz ist diu erst urstende daz er in | |
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