Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
swër prn (3079 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| mit zwibollen gessin; da mit wirt ir calde nature getempirt. Swer den pfedemin schelt unde ane kern isset, vertribet dez magen | |
| sie. Durch daz inpissenz di cigen nimmer. Sie sagen ouch, swer iz nutze unde an di sunne lege, daz wurme da | |
| mit arbeiten harnet, und hilfet wider das buches curren und swaz serde in dem inedre ist, daz heilet der same also | |
| wan zu der rechten cit der geburt. Anders iz schadet. Swer in nuchtern izzet, iz hilfet wider di trunkenheit. Swem di | |
| schadet. Swer in nuchtern izzet, iz hilfet wider di trunkenheit. Swem di adre geswullen ist von der lazunge, hirzwam gezzen und | |
| selbe gekuwen und geleit uf daz zuswollene zanwleisch, iz hilfet. Swer da irlit uf dem wege oder mude wirt, izzet he | |
| du würds im dů gar gewiet,/ vür allen dingen gebenediet./ swat he in dir, sim garden, vant,/ des underwant he sich | |
| al, diͤ suͤʒe sint./ niͤ$’n wart boum dem boume glich:/ swe in beruͤrt, he is selich./ al böse hitz diͤ sele | |
| herzen, an den sinnen./ dins selves gard van im entfeit,/ sowat blůmen in im steit:/ al din dügde si sint sin,/ | |
| diͤ ware winreve.#.’/ //Siͤt al, wat vrücht dis boum drage!/ sowe müg ind kün, he sage/ diser heilger vrüchte suͤʒicheit,/ diͤ | |
| offen,/ zů dinem herzen sal ich hoffen./ dů bit mir, sowat du wolt,/ min herz sal dir sin iͤmer holt!/ //Ich | |
| antwürds alle zit bereide/ siner heilger stimmen suͤʒicheide./ //Du deds, sowat he dir gebot,/ du wers gehorsam bitz an$’n dot./ wale | |
| mer so verre/ diͤ ellende l#;iud geleiden mach./ he genas, swe disen stern anesach./ //Schön, du bis de leidesterre:/ it envůr | |
| bit sim munde./ ////Theophilus giͤnc in sin dot,/ he ded, swat im de vint gebot,/ he machde sted sin missedat./ siͤt | |
| wunt.#.’/ //Hiͤ horn wir wal, dat du wunt bis,/ wand swe van minnen wunt is,/ im is wal, im $’n is | |
| ich, dit geven ich dir,/ dat du allererest geves mir./ sowat ich haven, dat is din,/ van din genaden is it | |
| vrow ind bis also,/ wand du, vrowe, has gemachet vro,/ swat in himel ind in erden is./ du vrow van vröuden | |
| ir min geniͤʒen muͤʒen,/ dat it uns allen si algemeine,/ swat mir gegift diͤ vrowe reine!/ ich hoffen, dat si uns | |
| sun, dim brüdegumen,/ da du alles des ergetzt salt werden,/ sowat dir leids geschiͤd up erden./ ////Swat du levdes na dem | |
| des ergetzt salt werden,/ sowat dir leids geschiͤd up erden./ ////Swat du levdes na dem dage,/ dat was allet eine klage,/ | |
| leven./ //Des werden wir an godes worden gewis,/ de spricht: #.,Sowe otmuͤdich is,/ he sal herna gewis sin der eren;/ he | |
| is,/ he sal herna gewis sin der eren;/ he velt, sowe sich selven wilt eren.#.’/ //Schin liͤcht, mins herzen leidesterre,/ ler | |
| $’n lon siͤnt, si $’n muͤdent niͤt;/ si enhindert niͤt, swat in geschiͤt./ //Als de ar sin aʒ ersiͤt,/ klein is$’ | |
| vollekumen, des du wolds glouven,/ it sal al werden vollebracht,/ swat dir van god is vür gesacht.#.’/ //Alsus sprach sent Elsebe./ | |
| dich ind got./ du hiͤldes genzlich gods gebot,/ du deds, swat dir de ew gebot./ danaf endreif dich $’n geine not./ | |
| ewen gebot gaf selve got./ an zwivel he gehoret got,/ sowe gehort des ewen gebot./ //Diͤ natur si hat diͤ macht,/ | |
| si hat diͤ macht,/ dat si niͤmer $’n wirt erlacht./ //Swe diͤ gewonheit iͤ begaf,/ he gewan vlůch ind vientschaf./ //Nu | |
| wat groʒer ziͤrheit an im lach./ //Ich vant an gode, swat mach machen/ gůt gelust an allen sachen./ sowat is suͤʒlich | |
| an gode, swat mach machen/ gůt gelust an allen sachen./ sowat is suͤʒlich allen sinnen,/ dat můst ich an dem liͤven | |
| diͤ erde,/ si was schön na irem werde,/ ich sach, sowat da schöne was:/ boum$’ ind blůmen, krut ind gras./ //Ich | |
| ind mir wart heʒlich al creat#;iure./ mir wart ein niͤt, swat he niͤt $’n was/ niͤmer min minnend sel $’n genas,/ | |
| ze üvel kumen,/ wan it kümet allet ze irem vrumen,/ swat ir in erdrich geschiͤn mach/ beid gemach ind ungemach;/ beid | |
| man schrift van alden ziden,/ it ducht mich ein niͤt, swat ich möcht liden./ damit erlacht ich diͤ gewonheit,/ diͤ bit | |
| guͤde,/ dat so sicher was min gemuͤde,/ dat ich volgd, swat man mich hiͤʒ,/ wand ich wist, dat mich got niͤt | |
| darane sterkd ind kuͤnheit beginnet?/ he is kuͤn ind starc, swe minnet./ //Diͤ minne was min macht ind min rat,/ diͤ | |
| starc als de dot,/ si birnet als diͤ vackeln groʒ;/ swat waʒʒers diͤ vackeln iͤ begoʒ,/ engein vlůt enmocht si niͤt | |
| bit engeinem lone niͤt gewinnen./ //Diͤ minn$’ üvergeit alle have,/ swe si hat, he is walehave./ //Ich hadde si, ich had | |
| reinste geist ane deit?/ //Diͤ dügde sint der seln gewant,/ swe des gewandes is gepant,/ he is nacht vür godes ougen,/ | |
| has gelocht des engels worden./ an dir sal werden vollebracht,/ swat dir van god is vürgesacht.#.’/ din glouve mocht alein volenden/ | |
| din leven,/ dat allen l#;iuden hat gůt bild gegeven,/ wand sowe, wiͤ dürr$’ he si,/ bit gůder andacht dir kümt bi,/ | |
| schönst vür allen creat#;iuren/ beid van gracien ind van nat#;iuren!/ //Swe din reincheit mach gesagen,/ der gods ougen niͤ niͤt glichs | |
| gebære,/ bit alle du wære/ luter unde reine/ van mannes gemeine./ swenen so daz dunket unmugelich,/ der merke daz glas, daz dir | |
| <FOLIO>(6#’r)</FOLIO> geschriben, nu gip mir, froͮwe, din ingesigel.» Die minne: «Swer got ie úber sich selben liep gewan, der weis wol, | |
| und isse in und trinke in und tůn mit im, swas ich wil. Das mag den engeln niemer geschehen. Wie hohe | |
| ewigen helle varent. Die rehtekeit hat doch stete ir gewalt; swas ir mit schulden vor gevallet, das wirt ir von mir | |
| vindet man an dem menschen, der loblich mit gotte bestet, swas in angat.» Alsus singet dú ganze drivaltekeit: «Ich bin also | |
| das du dich vor gotte nit sch#;eamest!» Do sprach er: «Swer iht gůtes an ime hat, der ist nit alzemale boͤse, | |
| oberste teil min almehtigú kraft.» Die glose sprichet únser herre: «Swer des geret, das ich im rehte smeke, dem sol iemer | |
| ir gevengnisse ist in diser welte. Darumbe sprach únser herre: «Swer die edelkeit miner vriheit bekennet und minnet, der mag des | |
| blint werden, das si sich schemet italkeit ze sehende. Mere swas man ir denne tůt, das tůt man mir.» Werlich das | |
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