Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sus adv_k (880 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| dazn gesach mannes ouge nie./ //Wie dô? wie ist mir sus geschehen?/ ich hân mich selben übersehen:/ wâ sint nu mîne | |
| die reinen, die stæten,/ mîne vrouwen Floræten,/ daz ich die sus verswigen hân,/ deist niht dâ her von hove getân./ ich | |
| vesten/ gelônen disen gesten,/ dess uns ze leide haben getân!’/ sus liezens ûf ir rucke gân/ mit stæteclîchem strîte;/ ouch vundens | |
| und allez wider ziehende,/ dâ si dâ westen ir craft./ sus kâmens ûf ir ritterschaft;/ dâ nâmens ouch herberge/ ûf einem | |
| si nâmen unde tâten schaden/ vil schedelîche an manegem man./ sus triben siz mit ein ander an,/ biz daz daz innere | |
| die geste ûz werten/ und sich die naht dâ nerten./ sus was daz her besezzen,/ mit her al umbemezzen,/ als ez | |
| hêrre unde man,/ von dem sîn vater nie niht gewan./ sus hæter sich verrihtet/ und al sîn dinc beslihtet:/ verrihtet an | |
| liez ouch an der stunde/ sînem bruoder al sîn lant./ sus kêrter dannen zehant/ und nam von den mæren,/ den gewaltegen | |
| lantgenôze/ die giengen dâ ze lôze/ ir kinden zeinem valle./ sus vant si Tristan alle/ kniuwende unde an ir gebete,/ daz | |
| sîn selbes leben/ wider disen vâlandes man.’/ ‘wie redet ir sus!’ sprach Tristan/ ‘jâ ist der dinge vil geschehen;/ man hât | |
| daz unz her verkêret ist,/ wan unser aller genist/ muoz sus hin an gewalte wesen:/ sul wir iemer genesen,/ daz müeze | |
| rîche,/ als ich ê mâles hân getân./ ich wânde, ez sus niht solte ergân./ in versach mich dirre geschiht/ an dise | |
| edeler muot und reiner art/ under helme nie bedecket wart./ //Sus was den kempfen beiden/ ein kampfstat bescheiden/ ein cleiniu insel | |
| biz der kampf ende næme./ daz wart ouch wol behalten./ sus wurden dar geschalten/ den kempfen zwein zwei schiffelîn,/ der ietwederz | |
| ‘entriuwen’ sprach der ander dô/ ‘diu suone wirdet niht alsô:/ sus kome wir niht ze minnen./ der zins muoz mit mir | |
| und balder wider;/ sper warf er ûf und iesâ nider./ sus kam er her gerüeret,/ als den der tiuvel vüeret./ beidiu | |
| die state geschehen,/ daz er vor slegen möht ûf gesehen./ sus gienger in mit slegen an,/ biz erm mit slegen an | |
| er sluoc sînem anden/ daz houbet mit der cuppen abe./ //Sus kêrte er wider zuo der habe,/ dâ er Môroldes schif | |
| solhem zinse sende,/ wirn lâzens îtelhende/ niemer wider gekêren;/ mit sus getânen êren/ sende wirs im hinnen,/ swie kûme wirz gewinnen.’/ | |
| minner übel ist:/ daz selbe ist ouch ein nütze list./ sus wurden si zwêne under in zwein/ ir dinges alles inein,/ | |
| nie niht mê./ //Hie mite sô stiezens an den sê./ sus vuoren si von dannen/ niwan mit ahte mannen;/ die selben | |
| hie vertrîben/ und ouch der naht ein teil hie sîn.’/ sus wurfen si den anker în/ und ruoweten den âbent dâ./ | |
| und iuwer leben bewart:/ ez nâhet vaste gein dem tage.’/ sus kêrten si mit maneger clage/ und mit manegem jâmer hin;/ | |
| harte vil,/ ezn heizet doch niht rehte spil,/ daz man sus ûzen hin getuot/ âne herze und âne muot./ wan daz | |
| sîn spil dô verliez,/ daz ander schif dar nâher stiez:/ sus griffens an sîn schiffelîn/ und warten widerstrît dar în./ //Nu | |
| truoc/ und mêre haben wolte,/ dan ich von rehte solte./ sus liez ich mich an koufrât,/ daz mir den lîp verrâten | |
| sach,/ als ich in selbe verjach,/ ich wære ein artspilman./ sus gewan ich in mit nœten an/ diz selbe cleine schiffelîn/ | |
| spîse dar în,/ daz ich ir hân biz her gelebet./ sus bin ich eine sider geswebet/ mit marter und mit maneger | |
| und triben maneger hande/ mære mit Tristande/ und vrâgeten in sus unde sô./ aber seiter iegelîchem dô/ in der gelegenheite,/ als | |
| dô/ in der gelegenheite,/ als er den boten ê seite./ sus bâtens in, er harpfet in;/ und er kêrt allen sînen | |
| sîn singen/ sô rehte suoze bringen,/ ez begundes alle erbarmen:/ sus hiezen si den armen/ ûz sînem schiffelîne tragen/ und einem | |
| tuo und mügez harte wol,/ daz iuwer dienest wesen sol.’/ sus wart sîn harpfe dar besant./ ouch besande man zehant/ die | |
| daz ist allez getân,/ als verre alse ichs state hân.’/ //Sus beschiet man ime ein kamerlîn/ und schuof im alle tage | |
| gesite,/ schône unde reine gemuot,/ ir gebærde süeze unde guot./ //Sus kam diu süeze junge/ ze solher bezzerunge/ an lêre und | |
| habe,/ wankende beidiu an und abe,/ ündende hin unde her./ sus swebet diu wîselôse ger,/ der ungewisse minnen muot,/ reht als | |
| vienc unde vâhende bant/ mit sene und mit seneder nôt./ //Sus hæte sich diu schœne Îsôt/ von Tristandes lêre/ gebezzeret sêre./ | |
| zwô marc von rôtem golde:/ die habe dir von Îsolde!’/ sus vielt der ellende/ ietwedere sîne hende/ des lîbes unde der | |
| disem hazze wesen,/ sôn kan ich niemer genesen./ ê ich sus angestlîche/ elliu künicrîche/ wolte haben ze mîner hant,/ ich wære | |
| umbe solt;/ des râtes hæte er âne golt/ zweinzec lantbarûne;/ sus was der cumpanjûne/ hundert unde dekeiner mê./ mit den vuor | |
| golde geslagen/ und geworht ze vremedem prîse/ in engeloyser wîse./ sus trat er in ein schiffelîn/ und Curvenal zuo zime dar | |
| zehant./ ‘ir hêrren’ sprach er ‘saget mir,/ wie komet ir sus? waz tiutet ir/ mit disem ungeverte?/ iur gebærde die sint | |
| er si stiez;/ den giel er wider ze samene liez./ sus kêrter gein der wilde hin./ daz tet er aber durch | |
| ich wæne, den wir suochen,/ daz wir den haben vunden.’/ sus riefens an den stunden/ den anderen zwein zuo zin/ und | |
| ich tuo unde sage,/ swaz iu lîche und iu behage.’/ //Sus nâmen si Tristanden/ si viere ze handen,/ ûf ein pferit | |
| ein pferit huobens in/ und under in vuorten sin hin./ //Sus brâhtens in heinlîchen în/ wider durch ir hâltürlîn,/ daz umbe | |
| ie mit sper versigelt wart,/ der dû ze wol geviele?’/ sus kêrter wider zem kiele/ weinende unde clagende,/ diu mære wider | |
| grôze riuwe bar,/ und was ouch der diu meiste schar./ sus was ir wille unde ir muot/ undersniten übel unde guot./ | |
| under in:/ dise wolten gerne hin,/ jene wolten dâ bestân./ sus ward ez dô dar an verlân,/ sît daz sîn tôt | |
| diu ime oder dekeinem man/ an einer maget ertagen kan.’/ sus kâmen si zem künege hin./ //Der künec stuont ûf engegen | |
| iuch hazzet;/ ir hazzet, daz iuch minnet./ wie sît ir sus gesinnet,/ wie minnet ir sô harte/ der dinge widerwarte,/ daz | |
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