Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sanfte Adj. (264 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| guot:/ dem guote wære ich gerne zuo./ Des guotes güete sanfte tuot/ beide den âbent unde vruo/ Und under zwischen zallen | |
| mitte,/ der ich fröide noch gewinne./ ach, die minne ich sanfte litte!/ //Frowe, ir sint so wol bescheiden,/ leiden $s sol | |
| frô belîben,/ dem ir süezziu minne niht enwirt./ Wîbes minne sanfte tuot,/ sî gît fröiderîchen muot:/ guoter wîbe minne ist bezzer | |
| guoten muot;/ Darûz ich ir einen krœne,/ der dem herzen sanfte tuot:/ Minneklichiu rede ist guot/ von den reinen wîben schœne;/ | |
| in dirre werlte, vnze deſ rvͦhte got, daz er in ſanfte vnde ſchone in ſin riche nemen wolte. Do hiez im | |
| divitem intrare in regnum dei. Er ſprichet, daz ein olbente ſanfter durc einer nadelen ore chomen muge, denne der riche in | |
| sî.”/ der phaffe sprach: “ob iz sô bi,/ dar ruofet samfte ein man./ herre, zwîvelt ir iht dar an,/ sô stîget | |
| si enkouften sich in sîn gebet/ daz ez dem phaffen sanfte tet./ //Als er dâ michel guot gewan,/ dô schiet er | |
| daz ez diu messe sî:/ dâ wirt uns zwein vil sanfte bî.”/ nu was sô alwære/ der kalwe mûrære/ daz er | |
| an die werk und an die tat,/ daz man sich sanfte des enstat,/ was lobes im sin tugent giht./ swenne den | |
| unreht, daz in geschiht,/ ^+ir lat in ungerihtet niht./ swie sanfte uns dunche, daz got var,/ swie ^+langer sin gerihte spar,/ | |
| wære,/ daz ist dem libe swære./ daz aber dem libe sanfte tut,/ daz en ist der sele niht gut./ sus hat | |
| dem gůte/ mit so vientlichem můte,/ daz in sin tot sanfte tůt:/ so ^+gernt nement si daz gůt./ so choment die | |
| goti lebin./ //Der selbo, der dir wisi undi almechtig ist,/ samfti irvulter disin gibrist./ er gischuf zi der selbin heimi/ Adam | |
| wol."/ /Da wir sament in den kle/ traten, uns was sanfte we./ /Die schoenen druhte ich her ze mir;/ si glei, | |
| und tet, daz ich da wolde./ /Ich tet ir vil sanfte we,/ ich wünsche, daz ez noch erge./ ir zimet wol | |
| also, daz mir die besten jahen,/ ich waer den liuten sanfte bi; do het ich holde mage./ Si kerent mir den | |
| in dem lande,/ so denke ich sa gen Nüerenberc, wie sanfte mir da waere./ Ich wold e haben da genuoc, da | |
| sîn,/ bluomen, gras, loup unde bluot/ und swaz dem ougen sanfte tuot/ und edeliu herze ervröuwen sol,/ des was diu sumerouwe | |
| ein getruogen,/ sô was ir werltwunne vol,/ sô was in sanfte und alsô wol,/ daz si enhæten niht ir leben/ umb | |
| maneger slahte dône:/ si hürneten sô schône,/ daz ez Marken sanfte tete/ und mit im manegem an der stete./ //Nu si | |
| liebes unde guotes/ und maneger hande muotes,/ der edelem herzen sanfte tuot:/ ez wecket vriuntlîchen muot,/ hie von kumt inneclîch gedanc,/ | |
| ungerne sehe,/ ich lâze ê gerne disen haz;/ ich lîde sanfter unde baz/ eine swære danne zwô./ mîn dinc daz stât | |
| getragen,/ des senften herzesmerzen,/ der innerhalp des herzen/ sô rehte sanfte unsanfte tuot,/ mir wîsaget doch mîn muot,/ des ich im | |
| im wol gelouben sol,/ den zwein gelieben wære wol/ und sanfte in ir muote,/ dô si die leiden huote,/ die wâren | |
| sîn entwert:/ daz ist der stæte vriundes muot,/ der stæteclîche sanfte tuot,/ der die rôsen bî dem dorne treit,/ die senfte | |
| sprach Tristan/ ‘ez wære tôt oder leben:/ ez hât mir sanfte vergeben./ ine weiz, wie jener werden sol:/ dirre tôt der | |
| mac sô niht belîben,/ wirn müezen leide ouch trîben./ //Swie sanfte uns mit der liebe sî,/ sô müeze wir doch ie | |
| in lützel ieman war:/ nieman hæte wân dar./ in was sanfte und alsô wol,/ alse zwein gelieben sol,/ den ir state | |
| Îrlant./ er tet in einen leich zehant,/ der in allen sanfte tete./ der künec der bat in sâ ze stete,/ daz | |
| gewar,/ des wart daz andere gewar;/ swaz sô dem einem sanfte tete,/ des enpfant daz ander an der stete;/ si wâren | |
| des küniges unminnen.’/ //’Mîn hêr Tristan’ sprach Îsôt/ ‘ich lite sanfter den tôt,/ dan ich mînen hêrren bæte,/ daz er iht | |
| inein,/ sô dûhte si der wille guot,/ der gelieben dicke sanfte tuot:/ der trôst und der gedinge,/ wie man daz vollebringe,/ | |
| triuwe;/ diu gebalsemete minne,/ diu lîbe unde sinne/ als inneclîche sanfte tuot,/ diu herze vuoret unde muot:/ diu was ir bestiu | |
| brunne,/ bluomen, gras, loup unde bluot,/ daz in den ougen sanfte tuot./ ir dienest was der vogele schal:/ diu cleine reine | |
| Îsôte vunden/ und iedoch niht die blunden,/ diu mir sô sanfte unsanfte tuot./ ez ist Îsôt, diu mir den muot/ in | |
| diu was rôt, aber diu mitlôde des tiskes d[iu] was sanfte unde gemaclîche unde minneclîche $t gegradôt durch die iun[c]urowen, daz | |
| gewonent siu sîn in ir iugende, sô habent si iz sanfte unde mit uollen in ir altere. Altez obez unde niuwe[z] | |
| dâ,/ siu engalt es aber anderswâ./ //Dô dirre helt sô sanfte lac,/ do erschein der underwunschte tac/ und was diu süeʒe | |
| dô der ersach sîne site,/ daʒ er in fuor sô sanfte mite/ und er doch nieman lieʒ enstân,/ wie sîn geverte | |
| an sîner kraft./ diu vrowe hielt in in ir haft/ sanft und ungebunden./ siu bôt im zallen stunden/ êren sô vil | |
| man zwei anderiu sper./ den vremden dûhte daʒ er/ ze sanfte wære dar komen./ die zwêne tiurlîche gomen/ die begunden justieren,/ | |
| linden,/ sîn ros begund er binden/ zuo des boumes aste,/ sanfte und niht ze vaste,/ wan er wolt eʒ wider hân | |
| gâch./ nu sint si komen alsô nâch,/ daʒ si vil sanfte an dem driten/ tage wæren heim geriten/ ûf die burc | |
| ze gâch,/ doch sint si komen alsô nâch,/ daʒ si sanfte nâch sage/ wæren an dem vierden tage/ geriten in daʒ | |
| wære ûf wisen od in der vurh,/ daz er dâ sanfte stapfete./ des hers vil an(!) in kapfete./ //Poydjus von Griffâne/ | |
| sîn:/ ich grîffe ouch billîch an daz mîn./ si vielen sanfte ân allen haz/ von palmât ûf ein matraz:/ al senfte | |
| gezogen Volatîn./ al weinende wart er ûz verlân,/ diu porte sanfte ûf getân./ nû was diu schiltwache/ al umbe daz her | |
| sîner slâ,/ dise hie, die andern dâ:/ er stapfte in sanfte unvlühtic vor./ unz wider gein dem bürgetor/ tet si sîn | |
| wirt/ legen; daz doch der gast verbirt,/ daz er sô sanfte iht sæze./ er vorhte daz er vergæze/ Gyburge nôt dâ | |
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