Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sanfte Adj. (264 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| solde ich dâ mit immer ringen,/ sô wær ich noch sanfter tôt./ //Ich weiz wol daz wîbes güete/ fröiden wunsch wol | |
| ir minne stil,/ doch weiz ich wol daz guoten wîben sanfte tuot/ der durch si zuht bî fröiden hât:/ des dienest | |
| buoz./ ich râte iu mannen hôhen muot,/ sît wîben fröide sanfte tuot./ //Ich wil hôhes muotes sîn,/ und wil durch guotiu | |
| der güete touwe./ lâ $s mich drin: ich tuon dir sanfte dâ./ dar $s wil ich und niender anderswar./ kum $s | |
| der minne spil./ //Ich bin hôhes muotes:/ hôher muot mir sanfte tuot./ nie niht wart sô guotes,/ sô mit zühten hôher | |
| sî mich hôchgemuot./ ir urloup, ir grüezen/ mir von schulden sanfte tuot./ ich bin alles des gewert/ mit der tugende rîchen, | |
| hôhen muot./ dannoch hân ich mêre/ von ir daz mir sanfte tuot:/ fröide, wunne, ritters leben,/ daz hât sî ze lône | |
| er huop in schône von der stat/ und sazte in samfte und âne chradem/ wol geruoweten für daz gadem/ dâ der | |
| von dem lîbe lie/ sunder alle swernde swære/ als si samfte entslâfen wære./ Nû unser vrouwe verscheiden ist,/ ir sun, unser | |
| wer er was,/ der iu güetlîche erschein/ und iuch sô samfte hin heim/ brâhte ûz dem gewelbe?’/ ‘jâ zwâre, er was | |
| geneme./ ich hôrte sagen ie daz deme/ sîn liep vil sanfte würde leit/ daz mit langer stætekeit/ von im gescheiden würde | |
| swaz ich dinges nime,/ daz ich wider geben daz/ müeze sanfter unde baz/ dann ir vil reinez herze tete./ ich wæne | |
| $s ir helfe kan/ wunden lîp;/ herzeclichez triuten $s <vil> sanfte tuot./ minne $s zwein gelieben gît/ süezen wünneclichen rât,/ sô | |
| $s got, wie sælec sint diu minneclichen wîp!/ wîplich güete sanfte tuot;/ man sol guote frouwen/ schouwen $s für des meien | |
| tugende meinet./ in korne wart ein kündec wahtel nie sô sanfte erbeinet,/ als ir herze ersteinet/ in schanden ist naht unde | |
| ir müezent ez verzinsen,/ daz man ûz herten flinsen/ noch sanfter gülte schriete./ er gît mir zeiner miete/ niht anders wan | |
| wert./ durch lop vil manges wirt gegert,/ des man vil sanfte enbære,/ ob niht sîn name wære/ geprîset und gerüemet./ lop | |
| si giengen z’einer ouwe,/ diu mit des meien touwe/ vil sanfte was erfiuhtet/ und wunneclich erliuhtet/ stuont mit bluomen und mit | |
| traf si doch sô lîse,/ daʒ ir der slac tet sanfte wê./ dâ nider ûf den grüenen clê/ warf si der | |
| stille und offenbâr/ sêr unde volleclichen an./ ir sint ein sanfte lebender man,/ des rîche mit gemache stât/ und einen vrîen | |
| reyt der konig uß und die koniginn uff zweyn pferden sanfft gande und schon, und ein knecht mit yn der wol | |
| keyn hilff gethun. Die koniginne was ein j#;vunge frauw und sanfft gezogen, wann sie was ein hohe frauw von des konig | |
| verliben. Ich wil sie vil wol thun halten und vil sanfft uff solche rede, mögen sie ymmer ir lant wiedder erkobern, | |
| wust und erkant syn stolcz hercz, und thett im sere sanfft in synem herczen das er yn so getruw fant. Er | |
| rede als im vil zorn were, und dete im das sanfft und sprach zu im, als schier als er zu land | |
| mechtig als ir ye warent, ir enkunnent yn nicht also sanfft gehalten als er gehalten ist.’ ‘Eya herre, durch got saget | |
| mir wo ist er, so ist mir als vil deste senffter; und wer er an solcher stat da ich yn sehen | |
| dicker sehen da er ist, so wirt mir doch deste sanffter!’ ‘Frauw, des enmag ich nicht gethun: wann saget ichs uch, | |
| vertriben sy ußer mym lande. Myner selen sol doch @@s@dester senffter wesen als ich mich gerochen han, und sterbe ich darnach; | |
| lag alles in eyner kammern und sprach, im were nicht sanfft. Und Phariens nefe hett Bohorten ein wenig thun eßsen mit | |
| hett dann alle die in der werlt waren. Er was sanfft gehalten und ersam. Lancelot kam zu yn gegangen und hett | |
| sy uch nit zu gach, ir dörffent auch nymer me sanfft geschlaffen $t wedder tag noch nacht als lang als ir | |
| rieff yn ane: ‘Herre Lambegus, herre Lambegus, nu rytent wol sanffte, vergahent uch nicht! Ir solt nu schier wißen wie ich | |
| ee dann ich von uch fůre, ich sol vil deste sanffter leben.’ Sie nam ein gulden fingerlin und stackt es im | |
| ritter eyn stúck von eim schwert ußer dem heubt, so sanfft das ers nit enzůb wann ein wenig; also sanfft det | |
| so sanfft das ers nit enzůb wann ein wenig; also sanfft det er im die zwey glenestuck uß. Diß ersach ein | |
| Das det er gern, und wurden im sin wunden sere sanfft thun. Des funfften tages ging er aber off syn roßbare | |
| aß, er schein under synen augen als ob im nicht sanfft were. Des wart myn herre Gawan geware und kam fur | |
| so viel zu hoff hett gesaget, und was im sere sanfft mit im redende. //‘Nu sagent mir’, sprach sie, ‘ob ir | |
| sie, und was ir mit sim ungemach fast wol und sanfft. Im was auch sere ungemach, also das er nahe in | |
| und retten alle die nacht von den dingen da yn allersanfftest mit was. //Nu mußen wir diße rede ein wil laßen | |
| sie an ein fenster stan und gedacht darnach da ir allersanfftest mit was. Die frau von Maloaut ging by sie stan | |
| geseit ist. Eins tags ducht myn herren Gawan wie im senffter were, und were gerne in dem lande gewesen da er | |
| frú stund er uff, und sin wunden deten im so sanfft das er ir kům enpfand; die jungfrauwe was aber vor | |
| man mir das kußen under das heubt, das ich deste sanffter heim solt komen. Und ein ritter kam underwegen zu mir | |
| und retten biß es slafenszitt was. Mym herren Gawan was sanfft gebettet, und er ging slafen. Des morgens fru da der | |
| groß rach von uch nemen das mirs an mym herczen sanfft thut; ich han uch auch so behendiclich $t thun stelen, | |
| der buß die er im saczte, und im begund zuhant senffter werden. Also was er dri tag mit dem einsiedel und | |
| ir mutter ußermaßen fro und danckten im sere. Im wart sanfft gebettet, und man halff im schlaffen. //Des morgens was er | |
| furn zu eins irs öheims huß, da er wol und sanfft herbergen solt. Da sprachen die gefangen, sie wolten mit im | |
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