Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sanfte Adj. (264 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| der herre gůte/ uil harte enstic,/ ouch uile gnedic./ swie senfte her in were,/ so riet in doch der herre/ daz | |
| calt/ undi er mid simo drosti/ du dru kint also sampfti irlosti./ Der kunic Nabuchodonosor undi sinu abgot/ wurdin beidu zi | |
| trink daz alsô warmez, dû wirdest gesunt]. $p | vil sanfte wermen unde strîch die erzenîe umbe diu ougen: dir wirt | |
| wurz, sô giuz ez allez zesamen unde soch ez vil sanfte, unze daz ez dicke werde, sô giuz ez in ein | |
| rehten hant. daz zwelft ist, daz sich daz reht aug sanfter und snellicleicher wegt. daz dreizehend ist, daz daz âderslahen des | |
| hât hinden lenger füez denn vorn, dar umb läuft er sänfter und palder ze perg wan ze tal. er slæft mit | |
| ir nest, wenne si prüetent, dar umb, daz diu kindel sanft sitzen. sô habent auch diu störchel wider grôz trew zuo | |
| flaisch æze daz mêrer tail in der wüesten; ez ist sänfter ze gelauben, daz er der würm gelebt, wan ain volk, | |
| ain schermezzer mit öl sänftigt, dâ mit schirt man dester sänfter. wenn man im lâzen wil, der dann den arm mit | |
| ez gesunt ze ezzen und ist waich und lât sich sanft kochen in dem magen, wenn man ez sauber beraitt und | |
| ferkelin niht alzvͦ vol vnd forne den munt vnd legez sanfte in einen kezzel, laz ez erwallen, [Bl. 157 r, 1. | |
| vnd lege ez vf einen hülzinen rost vnd brate ez sanfte. Alz ez denne wol geroͤst si, so nim ein bret | |
| vnd, die gelebt si, den hafen, zvͦ slahe [sie], daz sie sanfte her vz glite vf ein buͤtel tůch, dor in bewint sie vnd beswer | |
| glite vf ein buͤtel tůch, dor in bewint sie vnd beswer sie sanfte von erst vnd dor noch baz, laz sie ligen von dem | |
| er froun Even ersach,/ ein wort er hinz ir sprach/ sanft unde lîse:/ ‘sît ir frou in dem paradîse/ und über | |
| wê./ si ruoften beidiu dick ‘ôwê!/ vil werdez paradîse!/ wie sanft und wie lîse/ wir dar inn sîn gewesen!/ des müez | |
| ûf der mêdiâ./ des muost er lân sîn leben dâ/ sanft unde lîse,/ der meister alsô wîse./ __Des meisters sun hiez | |
| daz man zwô mîle/ mohte gân ode rîten./ des mohter sanfte bîten,/ er het dehein ungemach./ dâ was maneger, der dâ | |
| sîn’/ sprach er, ‘lieber herre mîn,/ daz ein man vil sanfter ranc/ als in diu rehte liebe twanc,/ swaz dinges er | |
| $s bevalech er daz vihe ze triuwen,/ daz si iz sanfte triben, $s daz dei bârigen ieht bechliben./ /Dô was der | |
| troum skiet,/ der in azte unde tranchte, $s bettôte ime sanfte./ der scenche des alles ergaz $s dô sîn dinch begunde | |
| Vn2de wirt mir der freude1n me,/ So ist mir harte sanfte we./ Wilen sint sie vf der wage/ gliche snel vn2de | |
| vf der wage/ gliche snel vn2de trage,/ So ist mir sanfte vnsanfte/ Vn2de vnsanfte sanfte./ Waz ist, daz ich geredet han?/ | |
| snel vn2de trage,/ So ist mir sanfte vnsanfte/ Vn2de vnsanfte sanfte./ Waz ist, daz ich geredet han?/ Kan daz imma1n vurstan?/ | |
| mere,/ Die er hette gehort./ Doch enpfinc er die wort/ Senfter vn2de vil baz,/ Den im wisete der alde haz./ Er | |
| Vlixes der wise;/ Gege1n im emilius./ Beide so vnd svs,/ Sanfte vnd sere/ Hup sich die vnere/ Mit schilde vnd mit | |
| ane finge./ Da der herre vffe reit,/ Sin zeldende phert sanfte schreit,/ Daz er ez niewe1n entsup,/ Wen ez den fuz | |
| vn2de gelide,/ Der mich zv einzeln liden/ Al= zv|sniten hete,/ Senfter mir daz tete./ Ich en=ruche, waz mir me gesche./ Vil | |
| gwu1nne1n./ Priamo wir es niht gu1nne1n,/ Daz ez im so sanfte erge./ Man sol zv im mvte1n e,/ Daz anphimacus, sin | |
| von den schulden/ Daz Adam zu sinen hulden/ Al deste semfter mochte kumen;/ Des wart die gnade vorgenumen/ Unde der vride | |
| irbarmete./ Diz waz lemmerin wol gnuc/ Daz her iz so semfte vortruc,/ Wen daz her uns vor bilde/ Truc gotlicher milde,/ | |
| mugen nicht geruen,/ Horen sie wol diz seitenspil,/ In wirt semfter harte vil./ Daz man uz der gedeneten hut/ Mit scharfen | |
| wirken tugent;/ Daz wol dem olei glichet,/ Wen iz da semfte in slichet/ Und daz vaz nicht entprinnet/ Daz die zwo | |
| An lachenden munden/ Glich den ubeln hunden,/ Die den zagel semfte regen/ Und die oren nider legen/ Und sich des mordes | |
| sie wol vor wiste/ Den tot von Jhesu Criste./ Swie semfte sie des kindes genas,/ Wen iz ane gelusten was/ Gezilet | |
| stât alsô/ daz dû nâch ungemache strebest/ und niht gerne sanfte lebest,/ ichn gehôrte bî mînen tagen/ selhes nie niht gesagen/ | |
| und zôch ein pfärit an der hant,/ daz vil harte sanfte truoc/ (ouch was der zoum rîche gnuoc,/ daz gereite guot | |
| der zorn./ //Hie gesach vrou Lûnete/ die suone diu ir sanfte tete./ swâ man unde wîp,/ habent guot unde lîp,/ schœne | |
| ie der man kiese $s sîn trût daz er minne:/ sanfte daz tuot./ swie si dâ wenke, $s sô trefs anz | |
| wol daz mir gewüehse niemer grâwez hâr./ //Wie gar unmâzen sanfte tuot ein lieplîch küssen unde ein minneclîcher umbevanc! si liebent | |
| weiz ich wol sunder lougen/ daz ez von gemuoten wîben sanfte tuot. //Ich hân minnenclîch gesungen der vil lieben und der | |
| kunde werden mîner swære rât./ //Wie kan $s iemer ieman sanfter werden dan der liep durh rehte liebe minnet/ unde im | |
| minnedieben./ rehtiu liebe ist valscher liebe gran. //Ez tuot $s sanfte ein lieplîch umbevâhen zwein gelieben, sît diu naht sô langet;/ | |
| beide ir grüenen loubes aber worden kranc./ jârlanc $s tæte sanfte ein umbevâhen, ein lieplîch drucken nâhen./ ich hân gedingen daz | |
| w%/ær l%\ônes zît. kús v%\on ir munde,/ ich wæne er sanfte tuot./ dérst z%\aller stunde/ noch rœter danne ein bluot. eyâ, | |
| //%/Ow%/ê der swære die ich von minnen hân!/ der ich sanfte enbære,/ wan ein vil lieber wân/ der ist fröidebære./ dâ | |
| hande guot,/ bluomen unde manger leie/ daz dien kleinen vogeln sanfte tuot. doch muoz ich verderben in dien wunnen gar,/ ez | |
| diz gewant treit diu vil hêre;/ daz ir edelem herzen sanfte tuot./ bî den kleiden lât sich vinden der vil triutelehte | |
| bat der hereberge in der minne./ $p/ //Uns jungen mannen sanfte mac an frouwen misselingen./ ez kam umb einen mitten tac,/ | |
| wart mêr sô guot/ noch sô wolgemuot./ der gedanc mir sanfte tuot./ //Nu schouwet wie des meien zît/ gezieret hât den | |
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