Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sanfte Adj. (264 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| alles gebe.’ ‘Ja edel herre’, sprach er, ‘bettet uwerm ritter sanfft und machet im ein bat, ob er úmmer rein mocht | |
| man gewar wart das er kein dotwunden hett. Im was sanfft gebettet, und man halff im slaffen. Des morgens was er | |
| Lancelot und leiten yn in ein schön kamer da im sanfft gebettet was. Die zwenczig huten all die nacht mit liechten | |
| slaffen dann er gewon was, und sprach das im nit sanfft were. Da er sin zitt sah, er stund uff und | |
| off ir bette, und Lancelot det das ysen alles so sanfft uß das es nymant geware mocht werden. //Die hende waren | |
| erden vnde den himel baz gemachit nuwen./ der alle dinc samfte tut,/ daz irluhte einen so trubin mut,/ dar sin heiliger | |
| zu allen ziten gesunt. Di minze gessin weichet den buch samfte. Dyascorides, ein meister, heiset minzen, ruten, zwibollen, salz zusamne stosen | |
| inne gesotin ist; der vrost slet ůz unde wirt im senfter. // Seniceon heiset zu dute rotescal. Der ist kalder nature. | |
| heizet dez swarzen elleborum geben dri pfennic gewichte, daz růre sampfte. // Maurela heizet druswurtz. Di ist von vil kaldir nature. | |
| dar abe gesunt blibe unde sagent, daz si den buch senfte weiche. Di zwibolle gestossen mit honege unde ezsige heilet den | |
| zanvleischz, ob manz mit bestrichet. Aloe genutzet růret den buch samfte. Von aloe cornichen gemacht mit grunime koliz saffe unde der | |
| sere růre, zu zwen aloez tu ein dyagridii. Daz růret senfte [35v] unde wol unde ane seirde dez bůchez. // Liquiritia | |
| isset, vertribet dez magen unrechte hitze unde weichet den buch sanfte. Gesoten in wassere mit ezsige unde olei unde honege, so | |
| he darinne./ dit inne sitzen üvergeit al sinne,/ he saʒ vil senft <ind liͤf> in dir./ suͤʒ, gerůche wisen mir,/ wiͤ dir | |
| vuͤʒe./ //Wan dů got in min sele giͤnc/ ind mich senft al ümbeviͤnc/ ind mich im gewide gare/ heimelich ind offenbare,/ | |
| si im naher kumt./ Ie si me arbeitet, ie si sanfter růwet./ $p, ie si me begriffet./ Ie si stiller swiget, | |
| mich clagen,/ wan ich lide unmenschliche not;/ mir were vil sanfter ein menschlich tot./ Ich sůche dich mit gedanken/ als ein | |
| die getrúwe meinunge binnen. Die lene der stuͤle ist also sanfte vri und in wunnenklicher růwe also suͤsse, me denne man | |
| meister, das ist der helig geist, der lert mich vil sanfte, was er wil, und das ander behaltet er mir. Nu | |
| undern tůche uf dem stroͮwe ligen. Ir lenden soͤllent niemer sanfte sitzen noch ligen, wan si soͤnt alle ir tage gesunt | |
| des ordens, er werde krank oder siech, die sol man sanfte legen und lieplich halten, wan si koͤnnent nochdenne vil heligen | |
| barfůs von allen irdenschen dingen. Wer mag die menscheit so sanfte betwingen, wer mag die sele so snelle ufrukken, $t wer | |
| der ervolle minen můt, das mir pine, smehnisse, bitterkeit iemer sanfte tůn. Das muͤsse mir von dinen gnaden iemer geschehen, milter | |
| suͤssen minnenden brunnenvlússe vertilgent $t alles min herzeleit, wan si sanfte har gant usser der heligen drivaltekeit. $t Ich bitten dich, | |
| helfe wol vollebringen. Bitte got steteklich hie umbe, so tragestu sanfte allen dinen kumber. Bihte luterlich und diene got mit vlisse, | |
| kerze unverloͤschen in der himmelschen <FOLIO>(150#’r)</FOLIO> vriheit. Sust tragen wir sanfte alles únser herzeleit untz in ein helig ende. Der brobest | |
| iemer me, vroͤwent úch in miner ewigen luterkeit, verclagent nu sanfte alles we und alles leit. Min heligen engele sont úch | |
| woͤlte mir selber lonen miner langen arbeit, so verclagete ich sanfte alles min herzeleit.» «Tů dich diner homuͤtigen gerunge abe, du | |
| maere,/ daz sô suoze durch mîn ôre erklanc,/ und der sanfte tuonder swaere,/ diu mit vröiden in mîn herze sanc,/ Dâ | |
| al in mîns herzen grunt./ dâ wont diu guote/ vil sanfte gemuote./ des bin ich ungesunt./ /Swenne ich vil tumber/ ir | |
| gestuont mir nie sô schône./ danc ir liebes, diu mir sanfte tuot./ Daz schaffet mir ein vrowe vruot./ dur die sô | |
| genomen./ sô gar bin ich ir undertân,/ daz ich niht sanfte ûz ir gnâden mohte komen./ Ich vröiwe mich des, daz | |
| schiere, die mich dâ gerne sâhen eteswenne,/ die mir da sanfte wâren bî./ nu muoz ich vröiden noeten mich,/ dur daz | |
| tac?/ /Sô wol dir, wîp, wie rein ein nam!/ wie sanfte er doch z$’erkennen und ze nennen ist!/ ez wart nie | |
| baz./ ich bin allez in den sorgen noch./ wirt mir sanfter iht, ich rede ouch daz./ Zuo den sorgen, die ich | |
| trôst belîben./ weiz got, guotes wîbes vingerlîn/ daz sol niht sanfte nû zerwerbenne sîn./ /Des tages dô ich daz kriuze nam,/ | |
| verlius ich niemer vröiden vil,/ sît diu guote mich niht sanfte stillen wil./ sol mîn dienest alsô sîn verswunden,/ sô sîn | |
| wol./ ein minneclîchez wunder dâ geschach:/ Si gie mir alse sanfte dur mîn ougen,/ daz sî sich in der enge niene | |
| troesten mîn gemüete?/ wan ein hélfl%\îchez wort von dir mich sanfte ernert./ Mache [] wendic mir mîn klagen,/ sô daz ich | |
| unde guot.«/ dô wart der herre Sîvrit $s ein lützel sanfter gemuot./ Dô hiez man in gehalten $s allez ir gewant./ | |
| wân./ sol aber ich dich vremeden, $s sô wære ich sanfter tôt.«/ er wart von den gedanken $s vil dicke bleich | |
| wær er in den landen $s ninder anderswâ/ gewesen alsô sanfte. $s dâ von daz gescach,/ daz er nu tägelîche $s | |
| der hant/ unt ouch ich daz mîne, $s sô möhten sampfte gân/ mit ir übermüete $s alle Prünhilde man./ Daz wizzet | |
| erzürne ir etslîchen $s noch hiute dâ vor,/ der gerne sampfte læge $s unt hete sîn gemach.«/ daz muote den portenære, | |
| gesten $s vil harte sêre verdrôz./ Er dâhte, er læge sampfter $s der schœnen vrouwen bî./ dô was er des gedingen | |
| bî vroun Prünhilde, $s der zierlîche degen./ er hete dicke sampfter $s bî andern wîben gelegen./ Daz volc was im entwichen, | |
| geligen.«/ Sine ruochte, wie im wære, $s want si vil sanfte lac./ dort muost$’ er allez hangen $s die naht unz | |
| an den tac,/ ê daz si mich enbunde. $s wie samfte si dô lac!/ daz sol dir vriuntlîche $s ûf genâde | |
| wol gezogener muot,/ swenn%..e ich dar an gedenke, $s wie sampfte mir daz tuot,/ wie wir ensamt sâzen, $s do ich | |
| ich geste $s sô gerne nie gesach./ ir muget mich sampfte vlêgen. $s ich wil die boten mîn/ nâch in beiden | |
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