Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rôt Adj. (1058 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| swanne ich den rôsen schowe,/ der blüet ûz einem mündel rôt/ sam die rôsen ûz des meien towe./ //Swer da rôsen | |
| tal –,/ da sî die schône machet,/ sâ zehant ir rôter munt/ einen tûsentstunt so schœnen lachet./ //Der cleinen vogel freude | |
| muoz ich seneliche swære dulden/ nach ir vil süezzen mündel rôt./ noch hilf mir, Minne, ûz der nôt,/ sît ez so | |
| und dannoch mêre/ ist gar an sî geleit./ Rôsewengel, mündel rôt si hât,/ val hâr lang,/ kele blank,/ sîten kranc./ mîn | |
| und wirt dîn ende guot./ //Ich sach lieblîch lachen/ ein rôtez mündelîn,/ daz was so wol gevar,/ davon mîn herze wart | |
| kumber mêret./ dâ sol nieman arzât wesen,/ wan der lieben rôter munt,/ ob ich sender sol genesen./ Refr.: Wünschent, daz | |
| der lieben minne muoz ich sorgen./ Mich hât enzunt/ ir rôter munt/ mit der minne fiure./ daz betwinget, swen si wil,/ | |
| trœsterîn,/ trœste wol, wan ich bin dîn./ sliuz ûf dînen rôten munt,/ du heiz mich vrô belîben./ Sô mag ich frœlîchen | |
| daz herze mîn./ ich meine, $s reine $s frowe, dînen rôten munt./ dîn ougen $s tougen $s liuhtent in mîs herzen | |
| ein lachen $s machen $s kan dîn liehter munt so rôt,/ nu büezze, $s süezze $s frowe, mîne sende nôt!/ genende, | |
| gemüete $s ich dike hân./ //Ir ist der munt/ tusentstunt/ rôter danne ein rœselîn./ ach und ach!/ dô ich sach/ und | |
| diu mich singen tuot. / //Lieblich lachen, $s liehten ougen, rôter munt/ schaffent hunterttûsent$/ stunt $s mîn herze erkrachen./ Guot gebâren, | |
| sî sam mir in den schochen gân./ Ir stât ir rôter munt so wol:/ sît mich nu der verderben sol,/ wan | |
| vorchte wirt ich niemer vrî),/ Daz ir lieblich munt so rôt/ mich ûz zorne melde,/ swie güetlîch er doch gestellet sî./ | |
| twinget alle stunt,/ Ich klage ûf der minneklichen/ ir wolstênden rôten munt./ Sôst mîn klage, $s ir schœne an sehen/ gît | |
| heide geêret,/ in der grüene sene ich sender man./ Rôsen rôt, der varwe ich krœne:/ diu rœte und der sunnen schœne/ | |
| endrunnen,/ dô ich sach so minneklîchen brehen/ Wîzze zene ûz rôtem munde./ lebt ich tûsent jâr, in kunde/ munt so rôten | |
| rôtem munde./ lebt ich tûsent jâr, in kunde/ munt so rôten niemêr gespehen./ //Dâ gesach ich die vil guoten lachen:/ dô | |
| gesach ich die vil guoten lachen:/ dô begunde ir mundes rôter schîn/ Mir so lieht in mînem herzen machen,/ daz ich | |
| nôt,/ sît mîn ougen lachen sâhen/ dînen lieben munt so rôt./ //Ich wânde, ich iemer solde lachen,/ do ich dich, frowe, | |
| mîne swære/ swendet vil diu lobebære/ und ir süezzez mündel rôt./ //Nu ist des meien schœne,/ wan hœret süezze dœne./ die | |
| daz minnekliche wîb./ //Nu sprich an, minnekliche, guote,/ dur dîn rôtez mündelîn,/ Wes ist dir gegen mir ze muote,/ mîner sinne | |
| nâch der regel sinnet,/ Ob dem von hertzen smieret/ ein rôter munt und inn mit triuwen minnet,/ Daz sol nieman durch | |
| minne twinget./ ach, got, hæt ich für sterben/ mit einem rôtem munde doch gedinget!/ //Ich fürcht in jâmer sterben/ nach also | |
| ze vrœden pflicht,/ von sorgen grôz, der mich bevilt./ //Ein rôter munt/ hât verwunt/ mir daz sende hertze mîn/ Durch gantzen | |
| vrœden pflicht/ hât daz sende hertze mîn,/ daz noh dîn rôtez mündelîn/ mir wendet pîn:/ sîn zarter schîn/ hât der minne | |
| nôt:/ In selche wât/ gebrisen hât/ mich dîn zartez mündel rôt!/ | |
| pîn,/ sît ich dich so nâhe minne!/ Iuwer munt so rôt da ze der nœte/ hât mich dike gemachet unvrô,/ daz | |
| daz hât der schœnen güete und ouch ir munt so rôt./ ‘waz kan daz vervân?’/ leider lîhte niemer niht! so habe | |
| bar der bluomen lît,/ Dannoch sich ich rôsen,/ wann ir rôtez mündel lachet/ in der minne blüejen widerstrît./ Wer hât alsus | |
| meijen/ dur sîn kleiden,/ wan er birt uns mange bluot,/ Rôte rôsen,/ vîolvar die gleijen/ und ûf heiden/ mangerleije wunne fruot./ | |
| wart mir wol ze muote,/ ich sach sî vür rôsen rôt./ //Süezze Minne,/ jâ, durch dîne güete/ wart an wîben/ wîbes | |
| meijen blüete/ leit vertrîben,/ dem siz minneklîchen tuot./ Ûz ir rôten mundes sinne/ fröwet mich ein küssen mêre/ baz dann al | |
| recht kan verbinden./ Wolt aber sich mîn underwinden/ noch ir rôter munt,/ secht, diu fünde wol den funt,/ daz mîn leit, | |
| die ich schiuchen muoz/ Ir wîplich zartez bilde,/ ir mündel rôt, ir wengel schîn./ sol mir daz wesen wilde,/ dabî ir | |
| nit wert,/ des mîn hertze von ir gert:/ ir mündel rôt/ hât mich an si mit dienste gehetzet,/ und ist doch | |
| recht als ich ez hân gemezzen,/ so hât si einen rôten rôsen gezzen./ //So ist der eine, der des nit wære | |
| ich sach ein güetlich lachen/ machen $s minneklîch ein mündel rôt./ Von dien minneklichen sachen/ krachen $s muoz daz herze mîn | |
| kunden $s müezze ir minnegerndiu nôt./ Trôste mich ir mündel rôt,/ sô wære al mîn leit verswunden,/ swie si senen mir | |
| sorgen ist und sender pîn./ //Ôwê, fröiderîchez grüezzen,/ ôwê, minneklicher, rôter munt!/ Wenne wiltu swære büezzen/ mir? ich bin nach fröiden | |
| mîner sinne/ mîns herzen trôst und ouch mîn küniginne./ ir rôter munt/ hât mich verwunt,/ daz ich in rehter liebe bin | |
| sinne/ si zuket mir mit gewalt./ //Der vil süezzen mündel rôt/ mir den tôt/ füeget unde smerzen:/ ouwê sender nôt!/ Sol | |
| ist so snelles niht bekant./ daz funfte ros, daz ist rot./ ichn tr#;uawe untz an minen tot/ ein bezzers ninder vinden./ | |
| niht frou Künigunt/ mit ir reiden locken;/ diu treit einen roten munt./ daz sint sumertocken./ /Da wirt Matze $s mir ze | |
| ze mir;/ si glei, daz ez vil lute erhal./ ir roten munt den kuste ich ir;/ si sprach: "ir bringet mich | |
| ze balt,/ man mehte si wol liden;/ ir munt ist rot, ir kele ist blanc,/ ir har reitval, ze maze lanc,/ | |
| sne/ von der grüenen heide,/ komen sint uns die bluomen rot,/ des fröut sich diu werelt al gemeine,/ Dar zuo viol | |
| hat si mir geboten,/ daz ich schicke ir abe den Roten/ hin von Provenz in daz lant/ ze Nüerenberc, so mac | |
| sten, du wunder wolgemuotez!/ wol stent diniu löckel,/ din mündel rot, din öugel, als ich wolde./ Rosevar din wengel,/ din kellin | |
| unzuht wesen gehaz./ der siner zühte nie vergaz,/ wie selten rot er ie gesaz!/ Ze dem ezzen sult ir sprechen sus,/ | |
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