Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rôt Adj. (1058 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| kesten mit warmem wazzer oder ane wazzer. //Dyaprunis furdert di roten coleram des ersten. vnde tribet lutzel. vnde ist gut fur | |
| ein unze. tamarindorum ein unze. sandelholzes des wizen vnde des roten. spody. reubarber. chumin. igliches zwo dragme. rosen. uioln. purzeln sam. scariole | |
| hast gemachet uon den andern dingen. //(@fol._77_a.@) Dyacesareos furdert di roten coleram. vnde tribet sere. vnde ist gut uor den selben | |
| gip des morgens dri dragme. //Catarcium_imperiale furdert des ersten di roten coleram. dar nach di swarzen. vnde tribet sere. da uon | |
| en si danne daz di groze hitze. vnde der uil rote harn sin nich enhenge. Ez ist ouch gut fur di | |
| scrupulum. vnde nun korn. Nim satureie. poley. ysop. camandre. origani. rote wazzer minzen. $t basilicon. branceursine. diptanni. ruten samen. $t aristoloyam di langen. | |
| langen. rosen. mabacematicon. asari. lilifagi. aaronis. diptami basilicum. brance ursine. rote wazzer minzen. origani. poley. ysop. camandre. satureie. wizen pfeffer vnde swarzen. | |
| ematites an einem ribesteine geriben wirt biz daz der souch rot wirt. Si ist ouch gut fur daz blut daz da | |
| aber si lange swanger ist gewesen so ist der harn rot. vnde sint ander zeichen dar an di da uor sint | |
| sô vil lach ir dâ tôt,/ daz dâ ingagen wurden rôt/ des tiefen meris unden./ in den selbin stunden/ di helede | |
| wunne./ Mit tiuren varwen zol/ ist ir lîp bestrichen,/ wîz, rôt, brûn gemischelt wol./ sôst ir herze gar tugenden vol/ und | |
| bî/ tugentlîchen wære:/ mîn swæriu $s wæriu $s gar dahin./ rôtez mundelîn, $s ich bin/ dir alsô gevære./ //Ir êren $s | |
| dîn kunft erwindet niemer,/ sî gît manger hande bluot./ Wîz, rôt, gel, blâ, brûn ûz esten/ dringent wunneklîchen als ê./ doch | |
| der Minne hulde/ verlorn: dast ein nôt,/ diu mich vil rôt/ Und missevar vil ofte machet:/ des mîn weinender schade wachet,/ | |
| //Si prîsent alle sunder strît/ den sumer mit den bluomen rôt/ und hânt des winters alle nît:/ si jehent, er habe | |
| êre mir so nâhe gât,/ ê si von mir wurde rôt,/ ich wolde selbe mir den tôt!/ //Unzweifellîchen spriche ich daz:/ | |
| und aller wandelbærre geschiht./ Hey, dîn spilnder ougen glast,/ dîn rôte sendebernder munt,/ dîn gar süezzer minnen last/ tuont mich also | |
| ouch hât ir liebe mir verspert/ hügen ûf die bluomen rôt/ und anderre frowen minne erwert./ //Wirt mir niht guot von | |
| biunde/ schal reht als ez innen anders brunne:/ Hôhe sprünge, rôte baggenknûzze!/ die starken gevriunde/ schirndan mîn vro Bêlen vor der | |
| in den grunt./ do dâchte ich: ‘ôwê, lieblîch gestellet so rôter munt!’/ do ward ich wunt/ von sendem jâmer grôz:/ mich | |
| in schœner wât $s mag man in nû wol sehen./ Rôt, brûn, gel, blâ, wîz, grüene ist sîn kleit var./ swer | |
| Swaz ich vil sender schowe/ der bluomen und der rôsen rôt,/ doch muoz ich sorgen, want mîn frowe/ mich tuot an | |
| friuntlîch mit umbevange/ und ouch mit manigem brüsteldrucke dô./ Ir rôter munt/ sprach: ‘friunt, du slâfst ze lange./ wir suln uns | |
| wirt sîn ger, $s swenne er $s sicht ir munt rôt./ Ich weiz bî mir:/ swa ich mîn frowen ie gisach,/ | |
| $s doch ouch in nôt:/ mich jâmert nâch ir munde rôt./ //In kunde mîn $s herze nie gelêren/ kêren $s sich | |
| Von der minne fiure lîde ich sende nôt./ hei, mündel rôt!/ wilt du mich niht trœsten, sich, so bin ich tôt./ | |
| mich mîn muot/ gegen ir mit ganzen triuwen treit./ ir rôter munt/ hât mih verwunt,/ des ist mîn ungemüete breit./ Ir | |
| mit armen blank, $s ich kuste ouch gerne ir mündel rôt./ Swaz ich gesinge, $s daz fröit mich in herzen niht,/ | |
| sî gezalt./ mich mag ouch machen $s ir süezzez mündel rôt/ in herzen lachen. $s wil si, ouch ich bin an | |
| fröiden tôt./ schaffe, daz mich trœste der vil süezzen mündel rôt!/ //Ich muoz belîben/ ân allen strît/ vil undertân/ der ich | |
| manigvalden sorgen hân/ Alle mîne tage!/ dîn vil süezzez mündel rôt/ mag mîn herze ûz allen sorgen lân./ Refr.: Genâde, | |
| dir lît,/ * so füege, daz ir süezzer munt durliuhtig rôt/ Der senden quâle/ in kurzen zîten werde gewar./ schiuz dîn | |
| mich/ herzeklîch./ Ich muoz sterben, sunder lougen./ ach, ir mündel rôt/ tuot mih tôt!/ Refr.: Ach, ûf genâde, swie si | |
| fröiden sîn,/ wolde ez mîn liebiu frouwe./ Ir munt ist rôt, ir ougen schîn,/ die ich so selten schowe./ Si liebe, | |
| tôt./ Füege, daz mich lieplîch meine/ der vil liebun mündel rôt./ Sît du bist gewaltig mîn/ unde leitest mîne sinne,/ swie | |
| sældenbære/ trœste mich, an der mîn fröide lît./ //Ein mündel rôt hât mich betwungen,/ daz mîn herze ist gar berungen,/ wie | |
| möhte mînen dienst hân behalten/ baz, mich trôste danne ir rôter munt./ //‘Guot rîter, merke, waz ich sage:/ ich hœre die | |
| dir klagete mîne nôt:/ dîn liehte varwe wart von schame rôt./ doch moht ich niht erwinden,/ du müestest daz bevinden,/ daz | |
| genædig ist dîn minneklicher lîp,/ Swie ze trôste mir dîn rôter munt/ wil sîn lachen $s lieblîch machen $s kunt./ | |
| stêt in süezzer bluot/ sam in touwe ein liehtiu rôse rôt./ Ir vil trûter lîp,/ der gît hôhgemüete./ ich gesach nie | |
| umb ein grüezzen,/ daz ouch minneklîchen möhte sîn;/ Und ir rôten munt, den süezzen,/ kust ich gerne nâch dem willen mîn./ | |
| mîn trôstlicher wân/ wirt an fröiden ungesunt,/ mih entrœste ir rôter munt./ //Minne, frowe, süezze Minne,/ minneklichiu helferîn,/ hilf mir mit | |
| meine,/ dêst diu süezze, reine,/ mir gelükes vunt/ sî aleine:/ rôt ist ir der munt./ //Die ich da meine,/ lieb vor | |
| so wol gebâren,/ sam si tuot, mîns herzen heiles vunt?/ rôt ist ir der munt!/ //Mich muoz wunder hân,/ wie ez | |
| si, diu mir gît den selben rât./ //Ich sach einen rôten munt/ also minneklîch erlachen,/ daz ez in mîn sendez herze | |
| wan siht dur daz gras ûf dringen/ vîol unde rôsen rôt./ Dâbî loubet uns der walt,/ sô hœrt man die vogel | |
| hilf, daz mir in liebe erlache/ $p ir munt so rôt./ //Solt ir rœselehtir munt/ und ir minneklichez grüezzen/ lachelîchen meinen | |
| willen mîn,/ unz ich gar nach mînem muote/ daht ir rôten mundes schîn!/ //Swer ein lieb in herzen hât/ tougenlîchen wol | |
| von rehter liebe wunt./ Dô ich sach ir munt durliuhtig rôt/ alse fröidebærez lachen/ lieblîch unde frœlîch machen,/ do gert ich | |
| stênt geblüemet,/ manig sunder varwe ist dâ:/ wîz, brûn, gel, rôt, grüene, weizvar, blâ,/ dâ sich nahtegal der zît in sange | |
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