Mhd. Gesamtlemmaliste/Belegarchiv
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  Belegarchiv/Konkordanz

Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.

rîtære stM. (5242 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.  

Lanc 141, 14 ist ein maget, die ußermaßen schön ist; der hútet ein ritter, der groß ist und lenger dann keyn man wol eins
Lanc 141, 20 wil zuhant $t zu ir ryten.’ ‘Ir enwolt’, sprach der ritter, ‘mit mym rat gesehent ir sie daling.’ ‘Ich sol, in
Lanc 141, 22 truwen!’ sprach er. ‘Das ist mir werlich leit’, sprach der ritter, ‘ir thunt nicht wißlich; fart ir dare, so fart ir
Lanc 141, 28 thur off thůn von dem pavilune, $t wann der groß ritter saß darvor uff eim herlichen seßsel und sprach zu dem
Lanc 141, 34 ins pavilune brechen wolt. ‘Stent schon, lieber herre!’ sprach der ritter, ‘ir mögent darinn nicht, wann myn jungfrau schlefet; mir were
Lanc 142, 5 zu tod slúgent?’ ‘Das wil ich dir sagen’, sprach der ritter. ‘Du bist zu jung, und ich bin großer und stercker
Lanc 142, 8 gesleffet.’ ‘Seht hie und nempt des myn trúw’, sprach der ritter, ‘das ich es gern wil thun!’ Der knapp reit zu
Lanc 142, 14 sprach: ‘Ay herre gott’, sprach sie, ‘wie durch schön ein ritter kómpt hie geritten!’ ‘Werlich’, sprach die ander, ‘das ist ware,
Lanc 142, 19 von mutterlip geborn wart, so sere forchtet er den großen ritter der ir hútet.’ Der knapp hort alles das die jungfrauwen
Lanc 142, 22 Da er vor die thúr kam, er fand des großen ritters da nicht da er ee geseßen hett. Er det die
Lanc 142, 23 geseßen hett. Er det die thur off und fant des ritters roß nit noch der jungfrauwen darinn. Er erkam sere, und
Lanc 142, 27 gefarn was. Er kert wiedder umb und reit zu dem ritter den er ob dem brůnnen gelaßen hett mit synen knappen.
Lanc 142, 28 er ob dem brůnnen gelaßen hett mit synen knappen. Der ritter fragt yn zuhant was er gethan hett. ‘Ich han nicht
Lanc 142, 33 hinweg zu furn. ‘Was wolt ir thun, herre’, sprach der ritter, ‘wolt ir die jungfrauwen faren suchen?’ ‘Ja ich’, sprach der
Lanc 142, 36 komen ee man fechten sol.’ ‘Was wißent ir’, sprach der ritter, ‘wann man fechten sol?’ ‘Ich hort wol’, sprach der knapp,
Lanc 143, 4 ich schier komen sol!’ ‘Got gesegen uch dann’, sprach der ritter, ‘ich fare hinweg, und wann ir die jungfrauwen gesehen hant,
Lanc 143, 5 zuhant zu Noaus!’ ‘Das wil ich thun’, sprach er. Der ritter reit synen weg und der knapp den synen und syn
Lanc 143, 7 und syn knecht mit im. Umb vesperzitt begegent im ein ritter wol gewapent. Der ritter fragt yn was er sucht und
Lanc 143, 7 im. Umb vesperzitt begegent im ein ritter wol gewapent. Der ritter fragt yn was er sucht und war er fúre. ‘Ich
Lanc 143, 9 ‘da ich zu schaffen han.’ ‘Nu sagent mirs!’ sprach der ritter. ‘Des wil ich nit thun’, sprach der knappe, ‘was hant
Lanc 143, 10 zu schaffen?’ ‘Ich weiß wol was ir suchent’, sprach der ritter. ‘Was such ich dann?’ sprach der knapp. ‘Ir suchent die
Lanc 143, 11 knapp. ‘Ir suchent die jungfrauwen’, sprach er, ‘der der groß ritter hutet.’ ‘Ir sagent war’, sprach der knappe, ‘wer seyt das
Lanc 143, 14 wer es uch seyt’, sprach er, ‘es saget uch ein ritter, schied yczunt von mir und reit zur frauwen von Noaus.’
Lanc 143, 17 der knapp. ‘Des enmag ich daling nit gethun’, sprach der ritter, ‘wann wir by tag nicht dar mogen komen. Ich wil
Lanc 143, 22 furt mich dar!’ ‘Ich wil uch dar furen’, sprach der ritter, ‘als ich uch sagen wil.’ ‘Sagent an!’ sprach er. ‘Die
Lanc 143, 25 alle tag einig off einer koltere. Gegen abend komen zwen ritter und furent die jungfrauwe mit yne, und des morgens frú
Lanc 143, 27 wiedder gefuret $t in den lack. Funde man dheyne zwen ritter die fechten wolten wiedder die zwene, so das sie uberwůnden
Lanc 143, 30 der sie bestunde; woltent ir der ander syn?’ sprach der ritter. ‘Ja ich fast gern’, sprach der knappe, ‘off solch rede
Lanc 143, 31 das ir mich morn frú leytent da ich den großen ritter finde mit der jungfrauwen von dem pavilune.’ $t ‘Das wil
Lanc 143, 32 von dem pavilune.’ $t ‘Das wil ich thun’, sprach der ritter, ‘durch das die jungfrauw die in dem lack ist myn
Lanc 143, 35 kamen, da begunde die nacht anzugene, $t und die zwen ritter kamen die die jungfrauwen hinweg wolten furen. ‘Seht hie wo
Lanc 143, 36 die jungfrauwen hinweg wolten furen. ‘Seht hie wo die zwen ritter komen!’ sprach des knappen geselle. ‘Nement uwern schilt und uwer
Lanc 144, 3 das roß mit den sporn und rant gegen den zweyn rittern, die beide kamen gerant was sie úmmer mochten mit zweyn
Lanc 144, 4 mochten mit zweyn starcken roßen. Der knappe und der ein ritter stachen zuhauff, $t und der ritter stach den knappen gegen
Lanc 144, 5 knappe und der ein ritter stachen zuhauff, $t und der ritter stach den knappen gegen der lincken schultern durch den halßberg,
Lanc 144, 8 er viel brach des knappen glene, und die andern zwen ritter hett der ein den andern darnyder gestochen. Der knapp stunt
Lanc 144, 9 darnyder gestochen. Der knapp stunt von sym roß, und der ritter der yn dar bracht hett sah das er wedder schwert
Lanc 144, 12 mir’, sprach er, ‘die myn schwert hant.’ ‘Gern’, sprach der ritter und gab ims. Da der knapp das swert gewann: ‘Nu
Lanc 144, 14 sym gesellen, ‘und laßt mir sie beide!’ Das hort der ritter der den knappen in die ahseln gestochen hett, und lachte.
Lanc 144, 25 sprach er, ‘entschließent das schiff und fart herre zu dißem ritter, er hatt uch gewunnen!’ //Die jungfrauw entschloß das schiff, das
Lanc 144, 27 beschloßen was umb einen baum, und kam uß; die zwen ritter furen hinweg da sie zu schaffen hetten. Zuhant kamen aldar
Lanc 144, 30 beschlugens da. Sie bereyten gnug zu eßen; sie waren des ritters knecht der den knappen dahien $t geleytet hett. Da die
Lanc 144, 34 ‘Ir solt uff eim bett slafen’, sprach sie, ‘und der ritter off dem andern und ich off dem dritten.’ ‘Ich sol
Lanc 145, 2 stunden sie frů off, und der knapp sprach zu dem ritter das er yn leyte dar da er im gelobet hett
Lanc 145, 4 im gelobet hett hienzuleyten. ‘Das wil ich thun’, sprach der ritter, ‘uff das ir mir die jungfrauwen gebet, ob ir sie
Lanc 145, 7 brunne under sprangk. ‘Seht wo das pavilun stet’, sprach der ritter zu dem knappen, ‘wann ir mußent ein dingk thun, das
Lanc 145, 18 glene und reyt fur das pavilune und fant den großen ritter also als ern des fordern tags funden hett. ‘Ich wil’,
Lanc 145, 19 tags funden hett. ‘Ich wil’, sprach er zu dem großen ritter, ‘das ir mir leistet das ir mir gelobet mit uwer
Lanc 145, 21 jungfrauw solt sehen.’ ‘Ir gesehent sie nymer’, sprach der groß ritter, ‘on strytt.’ //‘Muß ich darumb stryten, das ist mir leyt’,
Lanc 145, 24 uch bald, ich han anderswa viel zu schaffen!’ Der groß ritter stunt off und lacht sere, umb das der knapp sprach

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