Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lîden stV. (811 Belege) MWB Lexer BMZ BMZ Findeb.
| daz er minnet; ez ist ein vürganc und ein verlust lîdennes durch got, daz er aleine minnet. Und dar umbe spriche | |
| ein solich mensche ouch hazzet noch-lîden-suln, wan daz ouch niht lîden enist. Doch hazzet er minner lîden-suln dan gelitenhân, $t wan | |
| wan daz ouch niht lîden enist. Doch hazzet er minner lîden-suln dan gelitenhân, $t wan geliten-hân ist verrer und unglîcher lîdenne, | |
| lîden-suln dan gelitenhân, $t wan geliten-hân ist verrer und unglîcher lîdenne, wan ez zemâle vergangen $t ist. Daz man aber lîden | |
| lîdenne, wan ez zemâle vergangen $t ist. Daz man aber lîden sol, daz enbenimet niht alzemâle lîden, daz er minnet. Sant | |
| ist. Daz man aber lîden sol, daz enbenimet niht alzemâle lîden, daz er minnet. Sant Paulus sprichet, daz er gotes durch | |
| einem namen aleine, einen wân oder einen schaten keines underscheides lîdet, und getriuwet dem einen, blôz allerleie menge und underscheides, in | |
| oben, daz der guote mensche wil und wölte alle zît lîden durch got, niht geliten hân; lîdende hât er, daz er | |
| mensche wil und wölte alle zît lîden durch got, niht geliten hân; lîdende hât er, daz er minnet. Er minnet lîden | |
| und wölte alle zît lîden durch got, niht geliten hân; lîdende hât er, daz er minnet. Er minnet lîden durch got | |
| geliten hân; lîdende hât er, daz er minnet. Er minnet lîden durch got und lîdet durch got. Dar umbe und dar | |
| er, daz er minnet. Er minnet lîden durch got und lîdet durch got. Dar umbe und dar ane sô ist er | |
| guoten menschen, sô vil er gotes sun ist, durch got lîden, durch got würken ist sîn wesen, sîn leben, sîn würken, | |
| sælicheit, wan alsô sprichet unser herre: ’sælic sint, die dâ lîdent durch die gerehticheit’. Noch spriche ich vürbaz ze dem dritten | |
| und alzemâle ûz ze gânne in allem dem, daz got den menschen lîden wil. Und daz meinet nâch einem guoten sinne, daz unser | |
| selbes ûzgegangen, dem enmöhte niht criuze wesen noch leit noch lîden; ez wære im allez ein wunne, ein vröude, ein herzeliep, | |
| gelübede und ein götlîchiu lêre, wie dem menschen allez sîn lîden, alliu sîniu werk, allez sîn leben wünniclich und vrœlich wirt, | |
| umbe sprichet aber unser herre wol: ’sælic sint, die dâ lîdent durch die gerehticheit’. Ouch, daz unser herre, der sun, sprichet: | |
| des gote niht getrûwete, daz ist alzemâle billich, daz er lîden und leit habe. Noch ist ein ander trôst. Sant Paulus | |
| Ez gehœret dar zuo, sol man sun sîn, daz man lîde. Wan gotes sun in der gotheit und in der êwicheit | |
| gotes sun in der gotheit und in der êwicheit niht lîden enmohte, $t dar umbe sante in der himelsche vater in | |
| himelsche vater in die zît, daz er mensche würde und lîden möhte. Wiltû danne gotes sun wesen und enwilt doch niht | |
| möhte. Wiltû danne gotes sun wesen und enwilt doch niht lîden, sô hâst dû gar unreht. in der wîsheit buoche stât | |
| Antônius in der wüeste sunderlîche eines mâles grœzlîche $t in lîdenne was von den bœsen geisten, und dô er überwunden hâte | |
| vröuweten, daz sie des wirdic wæren, smâcheit durch got ze lîdenne. Gotes sun von natûre wolte von gnâden mensche werden, daz | |
| natûre wolte von gnâden mensche werden, daz er durch dich lîden möhte, und dû wilt gotes sun werden und niht mensche, | |
| werden und niht mensche, daz dû niht enmügest noch endürfest lîden durch got noch durch dich selben. Ouch, wölte der mensche | |
| minnent, hânt in gedult des menschen, sô er durch got lîdet leit und schaden, wærlîche, er solte sich durch daz aleine | |
| aleine billîche trœsten. Ein mensche gibet doch sîn guot und lîdet ungemach, daz er sînen vriunt ervröuwen $t müge und im | |
| hæte ein mensche einen vriunt, der durch sîn willen in lîdenne wære und in leide und in ungemache, sicherlîche, ez wære | |
| in dem salter, daz er mit im ist in dem lîdenne. Bî dem worte mac man nemen siben lêre und sibener$/ | |
| Ze dem êrsten, daz sant Augustînus sprichet, daz gedult in lîdenne durch got ist bezzer, tiurer und hœher und edeler dan | |
| minnet, sô rîchen, der niht williclîche $t und gerne enwölte lîden grôzen smerzen und lite ouch vil lange, daz er dar | |
| niht williclîche $t und gerne enwölte lîden grôzen smerzen und lite ouch vil lange, daz er dar nâch möhte gewaltiger herre | |
| sprichet, $t daz er ist mit dem menschen in sînem lîdenne, sunder ich nime ez ûz und in dem worte und | |
| dem worte und spriche alsô: ist got mit mir in lîdenne, waz wil ich danne mê, waz wil ich danne anders? | |
| Ez sprichet unser herre: ich bin mit dem menschen in lîdenne. Dar ûf sprichet sant Bernhart: herre, bist dû mit uns | |
| ûf sprichet sant Bernhart: herre, bist dû mit uns in lîdenne, sô gip mir lîden alle zît, umbe daz dû alle | |
| herre, bist dû mit uns in lîdenne, sô gip mir lîden alle zît, umbe daz dû alle zît bî mir sîst, | |
| dritten mâle spriche ich: daz got mit uns ist in lîdenne, daz ist, daz er mit uns lîdet selbe. Wærlîche, der | |
| uns ist in lîdenne, daz ist, daz er mit uns lîdet selbe. Wærlîche, der die wârheit bekennet, der weiz, daz ich | |
| wârheit bekennet, der weiz, daz ich wâr spriche. Got der lîdet mit dem menschen, jâ, er lîdet nâch sîner wîse ê | |
| wâr spriche. Got der lîdet mit dem menschen, jâ, er lîdet nâch sîner wîse ê und unglîche mê dan der dâ | |
| nâch sîner wîse ê und unglîche mê dan der dâ lîdet, der durch in lîdet. Nû spriche ich: wil danne got | |
| und unglîche mê dan der dâ lîdet, der durch in lîdet. Nû spriche ich: wil danne got selber lîden, sô sol | |
| durch in lîdet. Nû spriche ich: wil danne got selber lîden, sô sol ich gar billîche lîden, wan, ist mir reht, | |
| wil danne got selber lîden, sô sol ich gar billîche lîden, wan, ist mir reht, sô wil ich, daz got wil. | |
| biten: ’herre, dîn wille gewerde’, und doch, sô got wil lîden, sô wil ich von lîdenne klagen; dem ist gar unreht. | |
| und doch, sô got wil lîden, sô wil ich von lîdenne klagen; dem ist gar unreht. Ouch spriche ich sicherlîche, daz | |
| sicherlîche, daz got sô gerne mit uns und durch uns lîdet, sô wir aleine durch got lîden, daz er lîdet sunder | |
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