l – lâchen lâchen – laden laden – Lahrein lahs – lampartisch lampe – lanclëbic lanclîbe – lancwat lancwiric – lant|âht|acker lantâhte – lantgemeine lantgenôʒ – lantleite lantliut – lantreister lantrihtære – lantsidel lantsidel – lanttwingære lanturliuge – lantwîn lantwîp – larrûn larventier – lasterkleit lasterkôsen – lasterwunde lastkarre – Latrisëte latrôn – læʒic (?) læʒlich – lëbendic lëbendigen – lebezelte lëbezuht – 3lecken lëcken – lëder|gerwe lëderhosære – lëdic|sagunge lëdic|vrî – lëgerhort lëgerhuobe – lêhengëlt lêhenguot – lêhensrëhten lêhensteidinc – leidebërnde 1leiden – leienphrüende leienrëht – leissup leist – leiterboum leiteren – leitstap leitstërne – lemmelîn lemnisse – lenderieren lenderl – lenke lenken – lêrchenmunt lêre – lërnkint lërnknabe – lësemeister lësen – lettener letter – levîte lëwe – lëwinne leyô – lîch lîch – lîchphenninc lîchreste – 1liden 2liden – lîdunge lie – liegære liegærinne – liehticheit liehtkerze – liehtvaʒ liehtvlüʒʒic – liepsuochende liep|swinderinne – lîhenisse lîhkouf – lîhtsüeʒe lîhtunge – 2lîm (?) limbel – lindelîche 1linden – lînhose linie – lînsoc linster – lîpgedinge lîpgedingede – lippenlappen lippe|swër – listen lîsten – 2lit lit- – litze litze – liut- liutærinne – liutsælde liutsælic – löbelach lobelich – loc loch – lodewërc lœdingære – lônærinne lônbære – lônen
|
leitschrîn
stM.
‘Transportgefäß, Reisetruhe’ (vgl.
leite
stswF. 3,
leitvaʒ
,
geleite
stN. 3):
vil der leitschrîne man schicte zuo den wagen NibC
786,1.
813,2;
lâzet mich erfüllen zweinzec leitschrîn / von golde unt von
sîden NibB
520,2;
fürste Blœdelîn / der hiez dâ lære machen vil manic
leitschrîn ebd.
1373,2
MWB 3,3 1048,27; Bearbeiterin: Baumgarte
leitseil
stN.
auch leite-.
‘Hundeleine’ (vgl.
leitbant
,
leitsnuor
; vgl. Dalby, Mediaeval Hunt, 133b s.v.
leitbant, 197ab s.v. seil):
den hunt si vorte an der hant: / dâr was sîn kostlîch halsbant / geleit ûf
einen borten, / gesteinet zu allen orten. / or [ihr]
leiteseil was sô getân / daz kein bezzir mochte hân / ein vorste an deme rîche
Demantin
3189;
dô si begunden rehte spehen / des vogelhundes leitseil, / vil maneger wunschte
daz er teil / der edelen steine solde hân Bit
13183;
Tr
17333;
Krone
14496.
14508
MWB 3,3 1048,34; Bearbeiterin: Baumgarte
leitsnuor
stF.
‘Hundeleine’ (vgl.
leitbant
,
leitseil
; vgl. Dalby, Mediaeval Hunt, 133b s.v.
leitbant):
das [Pferd] wart nü in kurzter stund / gezogen usz
dem grund vnd mür / bi diser leit snuͦr [der Hundeleine einer
Dame]
Krone
14507
MWB 3,3 1048,45; Bearbeiterin: Baumgarte
leitspil
stN.
‘leidvoller Zeitvertreib’
dâ was ritter harte vil, / die imer in dem leitspil [Minnehaft
bei der Königin von Pluris] / gerne wolten sîn beliben / und di
zît hin vertriben, / als in von im was geseit UvZLanz (K)
6210
MWB 3,3 1048,50; Bearbeiterin: Baumgarte
leitstap
stM.
→
leitestap
MWB 3,3 1048,55;
leitstërne
stswM.
→
leitestërne
MWB 3,3 1048,56;
leitunge
stF.
1
‘Führung, Geführtwerden, Geleit’
2 Bed. unklar ( ‘Abschlag’ ?, vgl. DRW 8,1224)
1
‘Führung, Geführtwerden, Geleit’
und alsus wurt uns die suͤssekeit ein helffe, ein leitunge
zuͦ gotte und zuͦ merem guͦte Tauler
100,8
2
Bed. unklar ( ‘Abschlag’ ?, vgl. DRW 8,1224):
swaz [...] unsern maͤiern und panlaͤuten gnaden
geschicht mit leitung oder mit abslag DRW
8,1224
(Freising/ Rockinger; a. 1329)
MWB 3,3 1048,57; Bearbeiterin: Baumgarte
leitvane
swM.
Fahne, an der man sich orientiert, hier übertr. auf Maria i.S.v.
‘Richtungsweiserin; Orientierungspunkt’ (vgl.
leitestap
3 und bes.
leitestërne
2):
du aller wirde laitfan! WhvÖst
7069;
du bist der wiselosen / banier unde ir leitevan
KvWGS
975
MWB 3,3 1049,1; Bearbeiterin: Baumgarte
leitvaʒ
stN.
‘geeichtes Fuhrfass zum Transport von Flüssigkeiten und Waren’ (vgl. AWB
5,797; im Frnhd. reich belegt, vgl. FWB 9,932-934 s.v.
1leite
und DRW 8,1212; vgl.
leite
stswF. 3,
leitschrîn
;
geleite
3):
tunna: leitvaz Gl
3:644,24;
dolium: leitfaz GlAnzfKdVz
8:98,281
MWB 3,3 1049,7; Bearbeiterin: Baumgarte
leitvertrîbærinne
stF.
hier leitvertrîberin.
etw. (hier bezogen auf das grammatische Fem. ewigiu wîsheit), das
leit
stN. (Schmerz, Kummer, Verdruss usw.) vertreiben kann
(vgl.
leitvertrîp
):
o spes mea! o einigú zuͦversiht von minen jungen tagen
einer trost mines hertzen, du froͤden bringerin, du leit vertriberin und alles mins
urdrutzes verswenderin mit dinem suͤssen trost, ewigú wisheit, aller suͤssester
Jesu Christe Seuse
538,20
MWB 3,3 1049,13; Bearbeiterin: Baumgarte
leitvertrîp
stMN.
jmd./etw., der/ das
leit
stN. (Schmerz, Kummer, Verdruss usw.) vertreiben
kann:
[Gott hat] den mensch irluchtet / und sine sel durch
vuchtet / mit des heiligen geistes regn, / der [...]
luterlich durch gize / beide sele und den lieb. / wen er heizeit leit vertrieb / und
ein tröster in der not TvKulm
5356;
hey, süezzer meije, / dîn kunft uns gît / vil wunnen breit, /
die man da heizzet leitvertrîb SM:HvS
2: 3,4.
– bezogen auf wîp (Pl.):
wîp sint mannes leitvertrîp KvWLd
16,27.
29,23;
SM:Gl
3: 1,9;
GTroj
2028;
vil maniger giht win und wib / si des mannes laid vertrib
SHort
4184.
–
~
heiʒen
‘Erfüllung der Minnesehnsucht verheißen’
wer kan mannes leit vertrîben, / wan daz lieb an wîben? /
wîbes güete heizzet leitvertrîb SM:KvL
19: 5,12;
KLD:GvN
14: 2,16;
KvWLd
21,33;
sî went mit ir güete, / daz si zimet wol ze frouwen / unde
heizzet senden leitvertrîb SM:Wi
4: 1,10.
– als zärtliche Anrede:
gang hin, mins hertzen laid vertrib [bez. auf ein
Kind] , / und wartte wa er ist GTroj
1642;
min freude, min trost und miner sorgen leitvertrip, / min lust, min meien
ouwe, / herzen frouwe Frl
14:17,7.
8:16,19.
– als Sinnbild Marias (vgl. Salzer, Sinnbilder, 560):
got der ie was und immer ist / [...] / den gebar mîn
reiner lîp / der nie wart wîp, / ich leitvertrîp, / den geist ze menschen reine
Tougenhort
161
MWB 3,3 1049,22; Bearbeiterin: Baumgarte
leitwende
stF.
1 Veränderung hin zum
leit
stN., ‘Unglück’
2 rechtsspr. ‘Schadensabsicht, Vorsatz’ (vgl. DRW 8,1160)
1
Veränderung hin zum
leit
stN., ‘Unglück’
da stuont sin heiligiu muoter [Maria] bi, da gie
ein swert durch ir lip; daz was der michel iamer unt diu chreftige leidewende, die
si hete umbe ir uil lieben sun PrRoth
23;
die den widermuoten allen manliche gestent, /
[...] / noch weiche entwichent dere werltlichen
leidwente Himmelr
7,23;
EnikWchr
11887
2
rechtsspr. ‘Schadensabsicht, Vorsatz’ (vgl. DRW 8,1160):
wer der ist, der deheinen unssern burger ruget oder schuldiget umb wunden,
dotslege, notzoge oder andere unfuge und das dut durch leitwende und sich das
kuntlich vindet, der sol glich bessern die besserunge, die der geton solte haben,
der geruget oder geschuldiget worden ist, obe er schultber funden worden were
UrkStraßb
4,2:100,14
(a. 1322)
MWB 3,3 1049,49; Bearbeiterin: Baumgarte
leitwendic
Adj.
‘übelgesinnt, auf Schädigung aus’ (vgl.
leitwende
2), in der Wendung jmdm. ~
sîn, ‘jmdm. sein Leben in
leit
verwandeln’
unde in zorne leitwentich waren si mir [interl. zu molesti
erant mihi
]
PsWindb
54,4
MWB 3,3 1050,1; Bearbeiterin: Baumgarte
lekritze
F.
→
lakeritze
MWB 3,3 1050,6;
lekritzenpulver
stN.
→
lakritzenpulver
MWB 3,3 1050,7;
lekwaritze
F.
→ lakeritze
MWB 3,3 1050,8;
lem
stF.
→
leme
MWB 3,3 1050,9;
lembechîn
stN.
auch lemme-.
Dimin. zu
lamp
, ‘Lämmchen’ (vgl.
lembelîn
):
dô irschein si [Agnes von Rom] in mit vile
juncvrowen, und ein sûverlîch [sauberes, schönes]
lemmechîn ginc bî ir HvFritzlHl
69,31.
– bildl. und im Vergleich (vgl.
lembelîn
2):
die lewen vilen zu sînen fuzen und tâten nit anders dan alse di jungen
lemmechîn HvFritzlHl
78,31;
hierher wohl auch
Tauler (C)
1:139,19
(vgl. Anm.z.St.)
MWB 3,3 1050,10; Bearbeiter: Hansen
lembelîn, lembel
stN.
auch lambe-, lem(m)e-; alem. auch -li.
Dimin. zu
lamp
, ‘Lämmchen’
1 allg. 2 bildl. und im Vergleich 2.1 allg., meist bezogen auf harmloses, sanftmütiges, demütiges Wesen 2.2 von Christus als Lamm Gottes 3 als Bestandteil von Personennamen
1
allg.:
agnellus: lembli VocOpt
45.005;
hie / sach er [Franziskus] an einer weide stên /
ein lämbel und dârumbe gên / böcke unde geize gnuoc LvRegFr
2949.
2981.
2997;
sint die âdern weiz under des schâfes zungen, sô werdent die
lämpel weiz BdN
155,32.
145,26;
GTroj
14724.
14870;
GvJudenb
3970.
– als Opferlamm:
Abel der brahte ein lembelin / gote zeinim opfir hie
RvEWchr
432;
ein turteltûbn und ein lembelîn / opfertens vür daz kindelîn
Philipp
399;
Wernh
D 822;
VMos
11,3
2
bildl. und im Vergleich
2.1
allg., meist bezogen auf harmloses, sanftmütiges, demütiges
Wesen:
alle sine wilde art / liez er [der Löwe]
genzlichen sin / und was zam als ein lemelin Pass III
510,24;
der lewe zeime lemmel wart. / sin uf tragende hochvart /
in rechter demut gelac Pass I/II (HSW)
21491;
ich hete an iu den slangen / gehûset für daz lembelîn
KvWTroj
34367;
die vor in zorne warent als die grimmen wolfe, die sint
nu an úbersehen als die swigenden lembeli Seuse
448,9
u.ö.;
der vierde heimlîche unsanft hilt / [...]; / der
ist gar als ein lemmelîn ûzen, / doch mac ein wölflîn dâ wol lûzen
Renner
375;
sint [seid] senftmuͤtig und
demuͤtige lembelin gegen den die úch wider sint Tauler
282,2;
Eckh
2:465,5;
KvHelmsd
4526;
Daniel
2655.
3120.
– bezogen auf Wehrlosigkeit und
Schutzbedürftigkeit:
daz si begonden grisgramen / wol gelich den hunden / uf Stephanum zu
stunden, / der als ein lemmel vor in stunt Pass III
39,87.
– bezogen auf den charakteristischen Blöklaut:
sô er Betlahen dâ nante, / sîn rehtiu sprâch sich dâ verwante / und
blæget [blökte] als ein lemebelîn
LvRegFr
3134;
ouch hôrte man in
[Widder] blêren / alsam ein jungez lembelîn
KvWTroj
11045.
– bezogen auf sonstige Charakteristika:
goltschepper ist es [ein
Tier] genant, / [...]. / sein
wolle ist als goltvar, / gleyssenden und durchleichtig gar. / es ist als ain
lampelein HvNstAp
13319;
käusch [...] sam ain lämpel
BdN
311,18
2.2
von Christus als Lamm Gottes:
in dem solt du volgen dem aller minneklichesten bilde,
unserm lieben herren Jhesu Christo, der das aller senftmuͤtigost lembelin was
Tauler
142,14;
sehent dc ist dc gotez laͤmbeli. dc aller der welte suͤnde ûf im traget
PrSchw
2,146;
seht, das lempelin / nint hin der welt súnde!
SHort
2460;
o du unschuldiges lembli, wie bist du so jemerlich
gehandlet! Seuse
277,12
u.ö.;
er gie dar als ain læmplein / daz man da fuͤrt zu der
flaischpanch GvJudenb
1560;
sant Johannes sach in einer gesichtte vf dem berge Syon ein lembelin stan
Eckh
1:224,1;
lambelin ebd.
1:224,10.
1:224,7;
VMos
41,21;
Kchr
8898;
BdN
459,33
3
als Bestandteil von Personennamen:
ein lehen, daz do heizt Læmppleins lehen UrkCorp (WMU)
N795,28;
Wernher Læmblin ebd.
3543,23
MWB 3,3 1050,19; Bearbeiter: Hansen
lemberbûch, lembersbûch
stM.
‘Bauch von Lämmern’ (s.a.
lambesbûch
):
ez sol auch niemen cheinen chelberbuch noch cheinen
lemberbuch [...] erschieben [(mit etw.)
vollstopfen] wande mit dem netze [Bauchfell,
Fettnetz] daz davon chomen ist StRAugsb
200,15;
molendinum in Muerpach solvit [...] 1 lemberspouch
UrbNOÖst
242
(Anf. 14. Jh.);
zwen lembersbæuch UrkCorp (WMU)
N557,24
MWB 3,3 1051,12; Bearbeiter: Hansen
lembergagel
Subst.
wohl eine Beere (vgl. DWB 4,1,1,1141f. s.v. Gagel):
gip im [dem Kranken] wazzer da
lamber gageln ein dragme [Drachme (Apothekergewicht)] inne
si gesoten SalArz
74,21
MWB 3,3 1051,21; Bearbeiter: Hansen
lembergalle
swF.
Galle von Lämmern:
swer sich uerbrennet. der sal uf den brant legen
[...] lemper gallen mit rosen ole SalArz
79,51
MWB 3,3 1051,25; Bearbeiter: Hansen
lemberîn
Adj.
auch lem(m)e-.
1
‘vom Lamm, Lamm-’
2
‘aus Lammfell, -wolle’
3
‘wie ein Lamm, lammartig’
4 phras. ‘außen ein Schafskleid, innen ein Wolf/ Fuchs’ (vgl. Mt 7,15 und TPMA 10,2ff.)
1
‘vom Lamm, Lamm-’
lemrein flaisch ist starken und gesunden läuten gar gesunt,
aber siechen ist ez ungesunt BdN
155,36;
kelberin uleisch [...] machit gut
blut also daz lemmerin vnde daz cickelinne SalArz
16,53.
16,46;
von wollen lemberîn UvEtzAlex
13390;
Barth
154,12;
MNat
7,22.
–
~ vrischinc
‘Lamm’
Ampir ain hof der giltit [...]
ain spec swin vnde dri halpfrischinge vnde dri læmberinne frischinge
UrbBayÄ
852
2
‘aus Lammfell, -wolle’
vehe chursen oder belze unde fuhsin belze unde lemberin
StRAugsb
151,9;
zv dem lemberinen tuͦch UrkCorp (WMU)
614AB,10;
lemberin gewant ebd.
614AB,9;
UrkCorp
614AB,14;
die mvgen haben [...] lemmerin
hvwen [Hauben] vnd kvrsen bie dem bette mit anderem
bettegwant SpitEich
6,10.
6,4.
6,14;
WeistGr
1,665
(a. 1320).
– subst. ‘Lammpelz, Lammwollenes’
gebeuwer und herren kint, / wo die glicher tugende sint, / do ist daz
lemerin worden bunt [ da wird lammwollenes Tuch wertvollem
(gestreiftem) Pelz gleichgesetzt (vgl. Anm.z.St. mit Lit. und Friedrich,
PhrasWB, S. 267)]
Jüngl
9
(
vgl.
vêch [gestreiftes Pelzwerk] , merderîn, hermîn,
eichornîn / sint kosper durch irs glanzes schîn, / aleine vür frost vil bezzer
sîn / fühsîn, hesîn und lemmerîn Renner
18948
)
3
‘wie ein Lamm, lammartig’
do gab her [Christus] sich mit
gedult / vor die menschliche schul [l. schult
(La.)] / in lemmerin otmute [Demut] /
durch gotliche gute HeslApk
9605;
diz waz lemmerin wol gnuc / daz her iz so semfte vortruc
ebd.
9617
4
phras. ‘außen ein Schafskleid, innen ein Wolf/ Fuchs’ (vgl. Mt 7,15 und
TPMA 10,2ff.):
die da an tragent die lemperinen wat unde die dar unter habent diu wulfinen
hercen Konr (Sch)
137,16.
137,17;
nû wûgin ouch dî brûdre daz, /
[...], / daz alle zît einveldic / was sîn schîn und sîn lût
/ und undir lemmerînre hût / trûc ein vuchsîn herze NvJer
8509
MWB 3,3 1051,28; Bearbeiter: Hansen
lemberslint
M.
jmd., der Lämmer verschlingt (als fingierter Personenname):
deist mîn geselle Lemberslint Helmbr
1185.
1280.
1294
u.ö.
MWB 3,3 1052,3; Bearbeiter: Hansen
lemberzëhende
swM.
Naturalabgabe, Zehnt in Form von Lämmern bzw. Geldzahlung zur Abgeltung dieser
Naturalabgabe, ‘Lämmerzehnt’ (vgl. DRW 8,315 mit weiteren Belegen):
da ist och ein lemberzehende; der hat vergulten bi dem meisten eines jares 32
phenning, bi dem minsten 2 ß UrbHabsb
1:151,4
MWB 3,3 1052,6; Bearbeiter: Hansen |