l – lâchen lâchen – laden laden – Lahrein lahs – lampartisch lampe – lanclëbic lanclîbe – lancwat lancwiric – lant|âht|acker lantâhte – lantgemeine lantgenôʒ – lantleite lantliut – lantreister lantrihtære – lantsidel lantsidel – lanttwingære lanturliuge – lantwîn lantwîp – larrûn larventier – lasterkleit lasterkôsen – lasterwunde lastkarre – Latrisëte latrôn – læʒic (?) læʒlich – lëbendic lëbendigen – lebezelte lëbezuht – 3lecken lëcken – lëder|gerwe lëderhosære – lëdic|sagunge lëdic|vrî – lëgerhort lëgerhuobe – lêhengëlt lêhenguot – lêhensrëhten lêhensteidinc – leidebërnde 1leiden – leienphrüende leienrëht – leissup leist – leiterboum leiteren – leitstap leitstërne – lemmelîn lemnisse – lenderieren lenderl – lenke lenken – lêrchenmunt lêre – lërnkint lërnknabe – lësemeister lësen – lettener letter – levîte lëwe – lëwinne leyô – lîch lîch – lîchphenninc lîchreste – 1liden 2liden – lîdunge lie – liegære liegærinne – liehticheit liehtkerze – liehtvaʒ liehtvlüʒʒic – liepsuochende liep|swinderinne – lîhenisse lîhkouf – lîhtsüeʒe lîhtunge – 2lîm (?) limbel – lindelîche 1linden – lînhose linie – lînsoc linster – lîpgedinge lîpgedingede – lippenlappen lippe|swër – listen lîsten – 2lit lit- – litze litze – liut- liutærinne – liutsælde liutsælic – löbelach lobelich – loc loch – lodewërc lœdingære – lônærinne lônbære – lônen
|
lastervaʒ
stN.
Schimpfwort für eine Person, die voller Schande ist (vgl.
lastersac
):
Elyphas wil beweren daz / daz Job sy gar eyn laster vaz
Hiob
5906;
jud’, du rehtez lastervaz Regenb
3:353b
MWB 3,3 908,49; Bearbeiter: Richter
lastervuore
stF.
‘schändlicher Lebenswandel’
Paris [...] der nitt won laster füre
pfligtt / und aller tugend sich bewigtt GTroj
11607;
solche lastervuore HvBer
203
MWB 3,3 908,53; Bearbeiter: Richter
lasterwëc
stM.
‘schändlicher, schmachbringender Weg’
den laster wec wiltu varen, / den bose lute tugende
wan [leer, frei von Tugenden] / getreten wildeclichen
han Hiob
9020
MWB 3,3 908,57; Bearbeiter: Richter
laster-, lesterwort
stN.
‘Schimpfwort, Verleumdung’
contumelia: lasterwort EvAlem
38 (Mc 12,4);
et exprobraverint: und úch lasterwort sprechent ebd.
44 (Lc 6,22);
opprobrium: lasterwort ebd.
57 (Lc 1,25);
do Agrippa vernumen / die lesterwort hete alhie, / vil na ez
im zu herzen gie Pass I/II (HSW)
38307;
Hiob
1504
MWB 3,3 908,61; Bearbeiter: Richter
lasterwunde
swstF.
Verletzungen der Ehre durch schändliches Verhalten (bildl.):
nu han ich an truwen liuten gnaden trost irvunden, / die mir helfen baz, denne
mir die ungetruwen gunden, / die von laster wunden stinken also ein as unrein
Rumelant (K)
6:3,13;
kein bezzer latewêrje nie gemachet wart, / dann ich iuch lêre und künde,
sinneclîcher art, / gesunt ze lasters [Hs.
laster
] wunden und ze schanden süchten KLD:
SvT
1:2,3
MWB 3,3 909,4; Bearbeiter: Richter
lastkarre
swM. , lastkarrech
stM.
Karren für Lastentransport, hier als Maßeinheit (Menge, die einer
Karrenladung entspricht?):
waz wardelen [Bündel, Ballen] obenan harabe kumet
in schiffen, do sol men in von deme lostkarche nemen zehen schillinge
UrkRhStädteb
95
(a. 1322);
auch von brenholz, kolen, heuwe, stroh und vische, von dem karren sol man
nemen, von jedem pherde dri schilling haller, vnd waz oben her abe kumet in
schiffen, da sol man ir von dem lastkarren nemen zehen schillinge haller ebd.
154
(a. 1339)
MWB 3,3 909,13; Bearbeiter: Richter
lastschif
stN.
‘Lastschiff’
daz holtz sol 3 tage sten an furkauf under derselben buͤzze,
aber ein lastschif mit koln sol 8 tage sten WüP
25,7.
72,9
MWB 3,3 909,24; Bearbeiter: Richter
laststein
stM.
Das auslautende t von last wird oft verschliffen (las-/
laz-stein), s.a.
lâgestein
.
‘schwerer Stein’ (als Wurfwaffe):
den helm her nicht ûf bant. / dô wart er geworfin ze hant / mit einem
laststeine / daz man den held reine / trûg dannen vor tôd Eilh (L)
8619;
man mohte wol gelîchen / die lassteine kaltem snê / den si vil dicke sâhen ê /
von winden undr einander gân: / alsô dicke wurden lân / die schüzze nider ûf sie
Bit
1595;
si sâhen ab der mûre werfen mit manigem lassteine Kudr
1454,4.
790,4;
ein wip liez ein laz stein / im uf sin houbit vallen: / do
viel er vor in allin, / wan im der stein das hirne brah RvEWchr
19307;
En
6938
MWB 3,3 909,27; Bearbeiter: Richter
lastvart
stF.
‘Lastentransport’
wir willen oug, dat die selue vrouwe alre iairlichs eine lastvart haue in dem
lande ze Wiede, so wanne si wilt UrkCorp (WMU)
255,4
=
623,13
=
602,45
MWB 3,3 909,40; Bearbeiter: Richter
lastwagen
stM.
‘Lastenwagen’, Karren zum Transport von Lasten:
ein lastwagen mit ruhen hvͤten der treit zwainzik vnd driv hvndert hvte oder
mer / der git ze zolle sæhzehen phenninge. jst aber minnr druffe danne ein last, so
git man ie von dem hvnderte funf phenninge UrkCorp
548A,26;
swaz lastwagen sint, di vͤber di prvk gent, hervͤber oder hinvͤber gent, geit
man ie von dem rozze IIIIor Oͤtinger phenning UrbBayS
4,50.
– in unklarer Verwendung:
swer trvchens [Trockenes, Trockengut] fvͤret
lastwægen oder wolle, tvͦch oder swaz er trvchens fvͤret, der geit von den silen II.
phenning UrbBayS
4,64
MWB 3,3 909,44; Bearbeiter: Richter
lâsûr, lâzûr
stN.
selten F. (
PleierGar
8392
) oder M. (
Reinfr
18313
);
auch -iure (
lâsiure [
:tiure
]
Wigam (B)
1552.
1330;
lazuͤre [
:untuͤre
]
JTit
2850,1;
lazvr [
:covertivr
]
Krone
2840
); laser, lutzur (
VirgH
257,13.
952,10
); diphthongiert lazaur (
Krone
9103
).
1
‘Lapislazuli, Lasurstein’ (ein kostbarer blauer Schmuckstein)
und die daraus gewonnene Farbe, weiter auch anders hergestellte blaue Farbe,
‘(Lasur-)Blau’ (Ploss, Farben, S. 77–80) 1.1 allg. 1.2 mit Präp. 1.2.1 oft mit von 1.2.2 mit in 1.2.3 mit mite 1.2.4 mit nâch 1.2.5 mit ûz 1.3 in Vergleichen 2
‘Lackierung, Glasur’ (vgl. FWB 9,359)
1
‘Lapislazuli, Lasurstein’ (ein kostbarer blauer Schmuckstein)
und die daraus gewonnene Farbe, weiter auch anders hergestellte blaue Farbe,
‘(Lasur-)Blau’ (Ploss, Farben, S. 77–80)
1.1
allg.:
ouch vint man in eyme berge do selbis eyn michil teyl steynis, us deme
wirt das beste lasur von der werlde MarcoPolo
12,4;
von fînem golt lâsûre [Lapislazuli mit goldenen
Einsprengseln? vgl. BdN
465,33f.] / vint man ouch an den bergen
hie Reinfr
18308;
swer plawe varb machen welle, der nem lasawr in ezzeich vnd
siede daz mit gumi vnd mit alaun BairFärb
11,2;
zunich haizt lazûrstain [...].
von dem stain macht man guot lazûr BdN
466,1;
dâ wâren von golde überal / ûf blâ lâsûr lieht gemâl / sunne, mâne und vil
sterne ErnstD
2038;
alle sine wapenklaid / waren blaw, lazur gevar, / schilt, waffenrogk, sin
degk gar, / plaw waz sines helmeß dach PleierMel (St)
9695;
cleider truͦg man ime her vir, / die worent laser fin gevar
VirgH
257,13;
zwo vngeleich varbe, / ögger vnd lazvre Krone
123;
JTit
358,1.
– prädikativ mit schînen:
der himel einvar unde blâ / schein sô rehte fîn lâzûr
KvWSchwanr
1091;
der himel bar in gelichen schin / gar lasur
gelüttrett vin GTroj
23862
1.2
mit Präp.
1.2.1
oft mit von:
do [in dem Land Cretina] sint ouch vil
ercze von lazure und von ysin das do genant ist anannum
MarcoPolo
8,6.
– meist auf verarbeitetes ~ bezogen:
do daz ezzin was ûf ende komen / und on di tavele was genomen, /
dô sach he ûf an den sal. / di was gemâlet obir al / von lasûre und von
golde, / als iz di koninc wolde / mit rîcher cost zimêren
Demantin
7121;
ir porten unde ouch wende, / ir türne und alle ir mûre / von golde
und von lâsûre / sach er vil schône glîzen KvWPart
808;
Flore (P)
4188;
Eckh
5: 28,14.
– von Schilden und Schildschmuck:
ein schilt was bereit, / gemachet von lâsiure Wigam
(B)
1330.
4787;
er [der Schild] ist von lâsûre /
gesteinet untûre [reichlich]
Gauriel
671;
sîn schilt was von lâzûre blâ. / von arâbischem golde dâ / was dar
ûf erhaben ein rîcher ar PleierGar
3469;
ein lewe von lâsûre an sîme schilte was RosengD
394,2;
dar an [am Schild] er
gemâlet sach, / [...], / von lâzûre und von
golde / einen tracken vreislîch Wig
7365;
den schilt fuort er von lâsûr blâ / geverwet und
verdecket, / und wâren drûf gestrecket / von golde zwêne vische
KvWTurn
626;
KvWTroj
32721;
Lanc
458,12;
Athis
B 24;
Krone
9103.
10543;
Herb
1328;
UvZLanz
6298.
– von sonstiger Ausstattung des Ritters:
ein wâpenkleit von lâsûr vîn / fuorte an im dô Markabrê, / dâ
striche wîz alsam ein snê / giengen durch ein wênic breit
KvWPart
20570;
sin wapenrock was geparriert von golt und von
lazure Lanc
328,5;
und gab Lionel ein sper mit eim
puniole [Wimpel] von lazure mit dryn
guldenin cronen, das was der konigin zeichen ebd.
473,25;
lanzen von lazvr Krone
2840;
Minneb
2924
1.2.2
mit in:
in lâzûr ein guldîn ar / was ûf den schilt entworfen dar
UvEtzAlex
5675;
in lasur gefintt [
vîn
gemacht] wunneklich / was der selbe himel
GTroj
636
1.2.3
mit mite:
schrip mit cynobir odir mit lazure, das ist rot odir
blo Pelzb
125,23;
der funfte strich ist saphir bla, / mit lasur von
India / durch molet und durch gentzet Minneb
2974;
mit lâsûr und mit golde / was vil an dem gemiure / der alten âventiure
/ gemâlet harte reine KvWPart
858;
KvWEngelh
3464;
KvWTroj
17438;
Pass I/II (HSW)
16064
1.2.4
mit nâch:
der [
vane
] was,
als ich versinne mich, / hymel bla nach phyn lasur WhvÖst
14467
1.2.5
mit ûz:
in sîme schilde lac ein ar / ûz lâsûr und von golde klâr
UvEtzWh
7648;
die klusen hiez si malen uz lazur und ouch von rotem golde
JTit
5526,2
1.3
in Vergleichen:
eines visches hût, diu gap schîn, / daz niht sô blâwes mohte sîn; / lâzûre
mohte sich gelîchen niht PleierGar
7958;
daz hâr von der hiute schein / vil blâwer danne lâzûr gar ebd.
10284.
8392.
13163;
ein brûtlachen [...], / noch
plâwer denne ein lâsûr Parz
313,5;
noch blâwer danne ein fîn lâsûr / schein dâ sîn varwe
reine KvWTroj
20248;
als ein lâsûr blâ ebd.
17401.
36875;
diu schœne wunnebære / zît gap ûz erwelten schîn / und was der himel alsô
vîn, / daz nie kein lâsûr wart sô blâ KvWPart
4045;
der himel als daz lâsûr vîn / was ob in zwein geverwet
KvWEngelh
4860;
pla als ain lasür HvNstAp
553;
HvNstGZ
143;
Tr
15829.
–
an ir stuont schœne bî der zuht, / als bî dem golde vîn lâsûr
KvWPart
8751
2
‘Lackierung, Glasur’ (vgl. FWB 9,359):
ein schenen schilt nuwe frimet die keiserin wol getan. / dar an hies sÿ
machen Otnit, iren lieben man, / mit roten lasuren [Laa. roter
clasure 15. Jh.] – daz sage ich v́ch vir wor –, / ein
krone vf sinne hŏbete von rotem golde clor WolfdD
837,3
MWB 3,3 909,57; Bearbeiter: Richter
lâsûrblâ
Adj.
auch la(t)zur- (
Kreuzf
901;
VirgH
961,8;
Mai
40,29
).
‘lasurblau, blau wie Lapislazuli’
Rêmus in eime schilte / mit golde wol beschœnet / fuort ein
pantier gekrœnet, / daz hete lâsûrblâwen schîn KvWTroj
32291;
der [Himmel] fîn was unde lâsûrblâ
KvWTurn
251;
KvWPart
5214;
hundert junckfrauwen sassen da, / der gewant was alles lasur
pla HvNstAp
17852;
der mantel waz lasuͦrbla HvNstGZ
331;
Bit
2804;
Reinfr
1009.
– subst., elliptisch ‘blaues Tuch’
ein ele gut / von latzur bloiwe gesniten VirgH
961,8
MWB 3,3 911,29; Bearbeiter: Richter
lâsûrstein
stM.
nur lazur- belegt.
‘Lapislazuli, Lasurstein’
von dem lazurstain. zunich haizt lazûrstain und haizt auch
ze latein lapis lazurii. der ist himelvar, wan er ist plâ mit goltvarben sprekeln
BdN
465,32.
– vgl.:
der stein lazuli der ist kalt vnde trucken
SalArz
83,52.
84,4
MWB 3,3 911,40; Bearbeiter: Richter
lâsûrvar
Adj.
‘(lasur-)blau, wie ein Lapislazuli’
saphirus, der ist lazuͦr var PrüllS
4,1;
Wig
8241;
diu krone was geteilt geliche / rot vnd lazur var TürlArabel
*R 70,25;
dô hiez si ir balde bringen dar / einen schaft, was lâsûrvar, / vil starc und
zæhe hurnîn Bit
7084;
durch ganzer werdekeite solt / was er [der Schild]
obene rehte golt / und dâ niden lâsûrvar. / von golde stuont ein adelar / in dem
blâwen velde dâ KvWEngelh
2507;
KvWPart
13557;
ein banier von phelle lâzûrvar Kreuzf
691;
sein klaid was samit lasur var HvNstAp
4154.
17873;
GTroj
17193
MWB 3,3 911,46; Bearbeiter: Richter
lâsûrvaʒ (?)
stN.
‘Gefäß aus Lapislazuli’ (Konjektur in verderbter Textstelle, vgl.
Anm.z.St.):
waz sol dem wibel ein lasurvaz Frl
8:24,12
MWB 3,3 911,58; Bearbeiter: Richter
lâsûrvîn
Adj.
‘in prächtigem, intensivem Blau’
drî [der Striche auf dem Schild]
wâren gar durliuhtic golt / und drî sô rehte lâsûrfîn / daz si niht blâwer kunden
sîn KvWTurn
687
MWB 3,3 911,61; Bearbeiter: Richter
lâsûrziere
Adj.
‘schön wie lâsûr’
lasurziere Kundrie Kyoten braht die mære, / diu reine wandels vrie, durch daz
er gewenden moht ir swere JTit
5383,1
MWB 3,3 912,1; Bearbeiter: Richter
late, latte
swF.
‘Latte’ (oft als Dachlatte):
do stegen sy uf daz dach unde lizen en [den
Lahmen] durch dy latten [
per tegulas Lc
5,19] vor Jhesum mit dem bette EvBerl
101,18;
och sint die latten und die
raven [Dachsparren] / also gerihtet und gemaht / daz
nummer hus da wirt bedaht / wan von rotem ziegel SHort
6794;
dehain schindeln noh rafen noh laten StRAugsb
47,16;
ein fuder laubes [
git
] einen phenninch,
ein fuder lattvn einen phenninch, ein fuder stæcken einen phenninch UrkCorp
(WMU)
548ABC,3,46;
tegula: lat, schindel GlAnzfKdVz
4:237,295;
tignella: latta VocOpt
5.139;
WernhSpr (Z)
37,5
MWB 3,3 912,5; Bearbeiter: Richter
latenîe
stF.
Gruppe der Lassen (minderfreier, zinshöriger Bauern; s.a.
lâʒguot
):
vnd sint diz die geziuge [...]: min herre graf
Gotfrid von Tuwingen, [...], Otto von Wrmelingen vnde div
latenij von Nippenburch UrkCorp (WMU)
2326,20
MWB 3,3 912,18; Bearbeiter: Richter
latërne
stF.
auch lanterne ( EvStPaul );
laterren (
PrHermet
339
).
1
‘Laterne, Leuchte’ , (tragbare) Lichtquelle in einem schützenden Gehäuse
(vgl.
liehtvaʒ
,
lucërne
) 2 das Gehäuse einer Laterne
1
‘Laterne, Leuchte’, (tragbare) Lichtquelle in einem schützenden Gehäuse
(vgl.
liehtvaʒ
,
lucërne
):
di laterne um anders nicht / trûgen si, daz in daz lîcht /
nicht erlesch JvFrst
3909;
waz hilfet diu laterne / den blinden in der vinstern naht?
HvBer
9633;
mit in trûgen si laterne, / lîcht, vackeln und lucerne, / dar
zû ir wâfen und ir wer JvFrst
3905;
KvHelmsd
3152;
KvHeimUrst
179;
Martina
200,77;
BdN
434,20.
– bildl.:
di laterne, di da lebet / und uf sinem houbte swebet, /
wirt verleschet [vgl. Iob 18,6 lucerna quae super eum est
extinguetur
]
Hiob
7243;
RvEWchr
30697
2
das Gehäuse einer Laterne:
dar nâch sol kein ovenkneht noch ofnerîn kein vackellieht tragen bî tage noch
bî naht, ân aleine in der laterne, bî der obgenanten pêne dem gerihte unde der stat
StRMeran
424;
item waz der liden sol, der ane laternen in ein gaden oder stal gat mit einem
liecht, dar inne stroͮ oder hoͤw oder sagmel liget StRBern
1/2:134,1;
manig lïchtt enzuntt / ward in laternnen
GTroj
22928;
mit einer laternen, dâ inne ein lieht brenne
StatDtOrd
73,17
MWB 3,3 912,23; Bearbeiter: Richter
latërnlîn
stN.
Dimin. zu
latërne
.
‘kleine Laterne’
zwain junckfrauwen sy rieff, / di trugen ain latternlein, /
das was prait von golde fein / mit vier liechten cristallen HvNstAp
14199
MWB 3,3 912,46; Bearbeiter: Richter
latich, latuch
FM.
auch latche (
VocOpt
50.173;
Pass III
287,25
u.ö.
) und lätich (
HvHürnh
37,10
).
eine Speise- und Heilpflanze, ‘Lattich’ (s.a.
lactuke
und
lâtûn
, zur Sache Körber-Grohne, Nutzpflanzen, S. 270–282;
vgl. dagegen
letiche
):
ein buoch heizet Dialogus, / in dem schrîbet sant Gregôrius, / daz ein nunne
in einem garten / einer latichen begonde warten. / mit grôzem geluste si die gâz
Renner
9722;
minz unte epphich, chres unt lattich Gen
251;
gip im zu ezzene ein solocannam. latuch. pizen. purzeln.
kurbiz SalArz
53,49
u.ö.;
lactuca heiset zu duͦte latich Macer
14,1;
latiches same gessen gipt guͦten slaf unde vertribet bose
troume ebd.
14,6;
Albrant
2,1.
–
wild(er)
~ Stachellattich oder Giftlattich (vgl. Marzell 2,1150–1152):
wilde latûchen / die sult ir besuͦchen Exod
2493;
wilder lattuoch was ouch ire maz: / der riwe bittere zaicte daz
SiebenZ
69;
hüener, repphüerner unnd air [...]
unnd wild lätichen [
lactuce agrestes, quas rustici vocant
scarias
] und gaissene milich HvHürnh
37,10
MWB 3,3 912,50; Bearbeiter: Richter
latichsaf
stM.
auch latichen-.
milchige Flüssigkeit des Lattichs:
man sal im bestrichen den rucke
[...] mit nachtschaten saffe. latich saffe
SalArz
61,47.
32,53.
69,9;
salbe di tinne [Stirn] mit latichen
saffe ebd.
33,32
MWB 3,3 913,7; Bearbeiter: Richter
latichsâme
swM.
auch latichen-.
Same des Lattichs:
muge der siche nicht geslafen. so nim latich samen. vnde
mahen [Mohn] . di gestozen sin in latich safe
SalArz
69,8;
nim curbiz samen [...] vnde latichen
samen islichs siben dragme ebd.
45,1
u.ö.
MWB 3,3 913,12; Bearbeiter: Richter
latichsouc
stM.
milchige Flüssigkeit des Lattichs:
nim latich samen. vnde mahen. di gestozen sin in latich
safe [La. latich sovge, Hs. Klosterneuburg fol.
79r] . vnde tu daz zu dem plaster SalArz
69,9;
mit uioln ole. vnde mit latich saffe [La.
latichsovge, Hs. Klosterneuburg fol. 43v]
ebd.
32,53
MWB 3,3 913,18; Bearbeiter: Richter |