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ABCDEF s.VGHIJKL
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l – lâchen
lâchen – laden
laden – Lahrein
lahs – lampartisch
lampe – lanclëbic
lanclîbe – lancwat
lancwiric – lant|âht|acker
lantâhte – lantgemeine
lantgenôʒ – lantleite
lantliut – lantreister
lantrihtære – lantsidel
lantsidel – lanttwingære
lanturliuge – lantwîn
lantwîp – larrûn
larventier – lasterkleit
lasterkôsen – lasterwunde
lastkarre – Latrisëte
latrôn – læʒic (?)
læʒlich – lëbendic
lëbendigen – lebezelte
lëbezuht – 3lecken
lëcken – lëder|gerwe
lëderhosære – lëdic|sagunge
lëdic|vrî – lëgerhort
lëgerhuobe – lêhengëlt
lêhenguot – lêhensrëhten
lêhensteidinc – leidebërnde
1leiden – leienphrüende
leienrëht – leissup
leist – leiterboum
leiteren – leitstap
leitstërne – lemmelîn
lemnisse – lenderieren
lenderl – lenke
lenken – lêrchenmunt
lêre – lërnkint
lërnknabe – lësemeister
lësen – lettener
letter – levîte
lëwe – lëwinne
leyô – lîch
lîch – lîchphenninc
lîchreste – 1liden
2liden – lîdunge
lie – liegære
liegærinne – liehticheit
liehtkerze – liehtvaʒ
liehtvlüʒʒic – liepsuochende
liep|swinderinne – lîhenisse
lîhkouf – lîhtsüeʒe
lîhtunge – 2lîm (?)
limbel – lindelîche
1linden – lînhose
linie – lînsoc
linster – lîpgedinge
lîpgedingede – lippenlappen
lippe|swër – listen
lîsten – 2lit
lit- – litze
litze – liut-
liutærinne – liutsælde
liutsælic – löbelach
lobelich – loc
loch – lodewërc
lœdingære – lônærinne
lônbære – lônen

   liz - lobesanc    


liz stM. auch swM. ( NeunMänner ) und stF. ( JvFrst ). ‘Begehren, Verlangen, Laune’ Chrysostomus verantwort ditz / mit ûzlegunge, in sulcher litz [vgl. Ferber 107,4] / er gicht: [...] JvFrst 8640; mit der vurnunfte redlich witze / zilt der sinne gernde litze [ secundum racionis disposicionem Ferber 57,22f.] ebd. 3270; des was im suntlich litze bî, / sît er nicht ledic unde vrî / wolde lâzen Jesum ebd. 7717 u.ö.; mime libe / tuot er, als er mich hat gewent, / mit sinen ellenthaften wizzen; / mich tuont sine [des Ehemannns] spæhe lizzen / dikke manger sorgen buoz NeunMänner B:7,6; Minneb 3381; Hadam 87,7. – in der Wendung da niht ~ sîn (mit Gen.d.P.) ‘man vermisste jmdn. nicht’ dannoch was dâ niht litze / meister Walthers von Swînitze Ottok 339; der fursten was ouch dâ niht litze / von dem Jouer und von Lignitze ebd. 69084

MWB 3,3 1229,33; Bearbeiter: Diehl

stM. , lôch stMN. Pl. auch -er. ‘Buschwerk, (niedriges) Gehölz’ (s.a. , vgl. Trier, Holz, S. 114ff.): lucus: loch Gl 3:352,17; sumer, mache uns aber vrô, / dû zierest anger unde lô. / mit den bluomen spilt ich dô Walth 76,11; der triuten machte mich wol frô, / daz mîn gemüete drunge ûf hô / als in dem meien grüeniu lô KLD: RdSchr 1:4,7; mit grùnde, mit velde, mit boͮmen, mit stuͥden vnd mit allen nutzen vnd begriffe vnd rehten, so zuͦ den selben loͤhern hoͤrent UrkRapp 352,28 (a. 1337); UrbSonnenb 118; dô si den âbent spâte gie / suochen kelber in dem lôhe Helmbr 1391; Apollô, der ungewære, / der was ein birsære / durch lôch, durch wälde und durch zîl [Dorngestrüpp] RvEBarl 10155; gên lôhen von dem walde / râte ich dir durch suochen, / dâ maht du vinden balde / einvaltic wilt Hadam 34,1; den alter [Altar] er da nider sties, / das loch [den Hain] er abe riuten hies RvEWchr 18317. 27845. – als Bestandteil von Personennamen: Berhtolt ab dem Loͤch UrkCorp (WMU) 2487,15

MWB 3,3 1229,50; Bearbeiter: Diehl

stN. auch F. (NüP) und louche. 1 Rinde zur Zubereitung von Gerberlohe (vgl. Trier, Holz, S. 131ff.)
2 ‘Gerberlohe’
3 ‘(mit Lohe gefüllte) Gerbergrube’ (vgl. Hofmann, Tauler 2,618 Anm. 2; anders Glr.z.St. und FWB 9.1,391, die ‘Lauch’ annehmen)
   1 Rinde zur Zubereitung von Gerberlohe (vgl. Trier, Holz, S. 131ff.): ein wagen mit lôe [zahlt als Brückenzoll] einen phenninch UrkCorp (WMU) 548A,16; ez ensol auch dehainez burgers kneht kaine holtz mer schynten noch kaine lo davon verkaufen NüP 164    2 ‘Gerberlohe’ tanum: lô Gl 3:626,33; GlHvB (GE) 661; man sol [...] darzu allen churban fleun [feines Corduanleder spülen] von dem lo, an dem as, als an dem aerben [an Fleisch- und Haarseite] StRMünch 272,18; ez ist auch verboten, daz chein ledrer auf cheinen kurderwan cheinen hert [Härtemittel] streichen sol auf chein vel noch chein lo NüP 91(Anm. q); StRAugsb 44,17    3 ‘(mit Lohe gefüllte) Gerbergrube’ (vgl. Hofmann, Tauler 2,618 Anm. 2; anders Glr.z.St. und FWB 9.1,391, die ‘Lauch’ annehmen): der mensche hat manige hut in im die im den grunt bedeckent und úber wachsen hant, [...] noch drissig oder vierzig húte und vel die sint recht als ochsen stirnen, als dicke und als hert. die [Menschen] sint recht als das loͮche, das alles vol surer húte ist, ie eine nach der anderen bis uf den grunt Tauler 275,14

MWB 3,3 1230,7; Bearbeiter: Diehl

lôbanc stM. ‘Lohbank’, Verkaufsstand für Gerberlohe: iste theolonarius percipit theolonea [...] item de lederkalk, cum quo preparatur coreum, quod venditur ame lobanke WeistErf 114 (1. H. 14. Jh.)

MWB 3,3 1230,31; Bearbeiter: Diehl

lobære stM. ‘Lobender, Bekenner’ daz zimt dem lober wol / und ienem, dem daz lop sol StrKD 7,141; confessor sprichet tutisscen lobare [vgl. Hraban. Hom I,37 confessores vero latine laudatores significant ] . die ientîe [l. ie unde ie ] got waren lobente unde sînen willen an allen dingen eruulten, die habent daz ewige lôn darumbe enphangen Spec 127,20. – in der Verbindung von Lob und Schelte bei der Beurteilung eines Streitfalls ‘Schiedsrichter’ (vgl. DRW 8,1371): des han sie vnz genumen zu eime vzrichtere, zu eime lobere, zu eime scheldere alle irrer sache UrkThür 507 (a. 1313)

MWB 3,3 1230,35; Bearbeiter: Diehl

lobebære Adj., Adv. auch lo-, loben-, lobes-, lov(e)-. 1 Adj. ‘lobenswert, hervorragend’ (von vorzüglicher, idealer Art und Weise; die ideale Qualität aufweisend)
1.1 von Personen
1.2 von Verhaltensweisen, Vorgängen und Sachen
2 Adv. ‘lobens-, preisenswert; eindrücklich’
   1 Adj. ‘lobenswert, hervorragend’ (von vorzüglicher, idealer Art und Weise; die ideale Qualität aufweisend)    1.1 von Personen: uns ist in alten mæren wunders vil geseit / von helden lobebæren NibB 1,2; En 6313; Tr 3236; nû sâhen si daz er wære / vil harte lobebære / an lîbe und an guote Greg 1878; Kudr 105,3; de vorsten lovbere KarlGalie 1197 u.ö.; der junge lobesbære [La. lobebere ] / hurte vürbaz in den strît Wh 25,30; sy sprochen, wy recht lobenbere / Karle der keyßer were KarlElegast 951; die rekchen lobære Rab 591,3; al mîn nôt und mîne swære / swendet vil diu lobebære / und ir süezzez mündel rôt SM:Tr 4: 3,6; du gebirst zeware einen sun lobebære GenM 38,22; ê daz der lobebêre / Cristus geboren wêre Erlös 1853    1.2 von Verhaltensweisen, Vorgängen und Sachen: ez wære / guot und lobebære, / daz ein kint daz tæte, / des ez sîn vater bæte RvEBarl 13414; Tr 3632; hân ich den schaden, der ist doch lobebære KLD: WvHeinz 4a:8; ein kamph vil lobebære RvEBarl 11413; sanc leret tugende phlegen, vlien valschen rat. / sanc ist gotelich, sanc der ist lovebere Meissner 10:1,7; die duhte niht das ir gebet / und ir opfer were / zuͦ dem tempel lobebere RvEWchr 33894; ein guldîn knopf het ez [ daz gezelt ] bedaht, / der was lobebære UvZLanz 4779; de wapen waren lovebere KarlGalie 1770 u.ö.; En 13011; Tr 6573    2 Adv. ‘lobens-, preisenswert; eindrücklich’ waz daz were, / daz also lobebere / von im gebe sinen smac Pass I/II (HSW) 36164; der patriarke und die prêlâten, / [...] / sungen unde lâsen dâ / vigilje dem herren, vil messe nâ / gote so lobebêre Kreuzf 8139; welt ir liebiu mære / gerne hœren / (trûren stœren / kumt uns lobebære): / da ist der meie und al sîn kraft Neidh SL 29:3,4

MWB 3,3 1230,48; Bearbeiter: Diehl

lobebrunne swM. ‘Lobesquell, Lobrede’ ûz maneges mannes munde / lobebrunnen vil begunde / ûf wallen unde enspringen / von allen sînen dingen: / si sageten ime lob unde prîs / maneger hande und manege wîs Tr 11198

MWB 3,3 1231,21; Bearbeiter: Diehl

lobebuoch stN. ‘Lobbuch’, als Bezeichnung für das Hohe Lied Salomos: also sprichit denne der hailic gaist in dem lobebuͦche PrGeorg (Sch) 14,31. 14,128

MWB 3,3 1231,26; Bearbeiter: Diehl

lobehaft Adj. auch loen-. 1 ‘lobenswert’
2 in der Wendung jmdn. ~ machen ‘jmdn. verpflichten’
   1 ‘lobenswert’ manic fürste lobehaft UvZLanz 8085; groes was der heyden cracht / ind ere geselschafft louehacht Karlmeinet 479,38. ia wart di selbe botscaft / lieb unde lobehaft Rol 164; leyff ind loenhafft Karlmeinet 396,54    2 in der Wendung jmdn. ~ machen ‘jmdn. verpflichten’ so sullen wir [...] dem [...] spital [...] ainen andern, als guten, oder andern porgen [Bürgen] , [...] in den vorgeschriben rechten lobhafft machen DRW 8,1372 (Bergmann, München; a. 1346)

MWB 3,3 1231,30; Bearbeiter: Diehl

löbelach stN. auch -lech, -lehe, -lachen; unklar, ob das Suffix -ach hier kollektiv oder diminutiv aufzufassen ist, vgl. Mhd. Gr. Wortb. § S 53). Bed. unsicher, ‘(kleines) Lob’ (so BMZ 1,1020b) oder ein zu Lob, Bewunderung anstiftendes (Kopf-)Tuch für Frauen (vgl. PrBerth 2,310 und Birlinger, Germ. 18,112f.): sô hôchvertet diu mit edelkeit, diu mit wæhen tritten. daz tuont alle samt niur durch löbelech, eht löbelech, daz es man sie lobe PrBerth 2:142,10; alsô ist dir diu tugent gar tiure diu dâ heizet dêmüete. unde hâst dû anders niht danne löbelachen unde hôhvart, ach sô hâst dû weder hie noch dort niht ebd. 1:54,7 (vgl. Anm.z.St. 2,310); ir gêt niwan mit tüechelehe [Tüchlein] umbe unde mit löbelehe, daz man iuch eht lobe: ‘jâ herre, wie schœne! wart aber ie sô schœnes iht?’ ebd. 1:397,9. 1:320,8. 1:173,4

MWB 3,3 1231,41; Bearbeiter: Diehl

lobelich Adj. , -lîche Adv. auch love-; adv. auch -lîchen. 1 ‘lobenswert, hervorragend’ (von vorzüglicher, idealer Art und Weise; die ideale Qualität aufweisend, vgl. lobebære )
1.1 Adj.
1.1.1 von Personen
1.1.2 von Sachen, Verhaltensweisen, Vorgängen
1.1.3 im religiösen Kontext ‘preis-, verehrungswürdig’
1.2 Adv.
2 selten ‘Lob enthaltend, voller Lob’
2.1 Adj.
2.2 Adv.
   1 ‘lobenswert, hervorragend’ (von vorzüglicher, idealer Art und Weise; die ideale Qualität aufweisend, vgl. lobebære )    1.1 Adj.    1.1.1 von Personen: daz er ein recke wære, vil küene unt ouch vil lobelîch NibB 2213,4. 4,2; vier tûsent ritter lobelich / die wâren mit in wol bereit KvWTurn 696; ich gesach nie fürsten me so milten noch so richen, / so rehte lobelichen Tannh 5,72; SM:Had 2: 9,3; MF:Reinm 54: 2,7; NibB 305,2; der löblich lerär Hermogenes HvHürnh 21,3; der richter [...] jst pflichtig zw geben dem besiczer der possession, [...], einen guten vnd loblichen vorsprechen vnd schaffer StatTrient 194    1.1.2 von Sachen, Verhaltensweisen, Vorgängen: rot win ist lobelich. wan he dewit sich schire SalArz 21,16; BdN 426,17; wir gedenken ouch des lobelichen strîtes, der wert vor Gote was StatDtOrd 25,5; KvWTroj 18301; mit lobelîchen êren sciet sich diu hôhgezît NibB 42,1; sîn hant dâ sigelîchen nam / vil manegen lobelîchen prîs Parz 4,17; mit zwainzic juncherren dar / kam do mit lobelichen sitten / ain vroͮwe an den rinc geriten RvEWh 7853; sîn tôt was aber wol lobelîch Tr 1765; RvEWchr 15280; dise rede douhte sev lobelich Wernh A 1865; man sol hœren süezzez singen / in dien ouwen uberal, / lobelichen sang erklingen, / sunder von der nahtegal SM:JvW 1: 1,3; lobelich guot getihte / daz vindet ie die rihte RvEAlex 21; div geziugenusse der gescrift oder der briefe ist lobelich UrkCorp (WMU) 1320,33; dis ist ein gotfoͤrmigú loblichú vernunft, wan si widerlúhtet in ir selb mit togenlicher warheit Seuse 156,27. – subst.: swaz lobelîches an im was Tr 1036    1.1.3 im religiösen Kontext ‘preis-, verehrungswürdig’ michil bis du herro got unde lobelich harte Himmelr 1,1; der sun ist ein also lobelich sun sinem vatter Mechth 5: 24,4; gods muͦder ind maget lövelich! MarlbRh 3,8. 110,17; wie er [der Mensch] mit miden und mit lidenn und uͤbenne einen durpruch sol nemen durch sin selbs unerstorben vichlichkeit hin zuͦ grosser loblichen heilikeit Seuse 3,12; um in betrûbet wêre / die lobelîche cristenheit Kreuzf 195. – ‘wohlgefällig’ dis sint edele menschen und sint nútzelich aller der heiligen cristenheit, unde allen menschen sint sú besserlich und Gotte loͤbelich und allen menschen troͤstlich Tauler 102,27. 71,5; ich wústi gern, welú liden under allen liden dem menschen dú aller núzest und gote aller loblichest sien? Seuse 132,22. 543,24    1.2 Adv.: daz si dich mit eren lobeliche gruozzen / umbe unser ewigiz heil Himmelr 12,22; wie rehte lobelîchen die recken vil gemeit / lebten z’allen stunden NibB 720,2. 2360,4; dû solt ân scham / den wîgant hie bestân; / ez sol dir löblîch ergân EnikWchr 9954; Tr 6651; SM:KvL 14: 1,8. 18: 1,2; UrkCorp (WMU) 874,7. – häufig in der Wendung ~ (ane)stân (z.T. mit Dat.d.P.): fröide stêt gar lobelîchen an SM:KvL 17: 4,6; din angesichte, din schöne lobelichen stat, / die schrift saget dinen rücke unfrut / von natern und würmen ungedigen Frl 4:17,5; daz ist Hagenen rât, / daz ir sô werdet funden, daz ez iu lobelîchen stât NibB 1858,4. 120,4; daz waere ein zuht und stüende im lobelîchen an MF:Reinm 19: 5,7; ein arbeit, / diu mir liebet und doch lobelîche stât ebd. 29: 3,4; er [der Rock] stuont dem lobelîchen man / wol unde lobelîchen an / und alle wîs nâch sîner ger Tr 11128. 4082; phras.: sich rüemet manic man, / daz er vil wunders hab getân, / und im sî hôher prîs geschehen. / liez er des ander liute jehen, / daz stüent im lobelîchen an PleierGar 4099. – in Verbindung mit tuon: er tete si lobelichen sigehaft Rol 174. 7722    2 selten ‘Lob enthaltend, voller Lob’    2.1 Adj.: do tihte Moẏses zehant, / als in dú hohe vrode twanc, / Got ein lobelich lobe sanc: / des anevanc hebet sih also: / cantemus domino RvEWchr 10957; dy engel chomen mit schall, / mit grossem gedrange / und mit lobleichem gesange Hawich 446; KvHelmsd 2838; Mechth 4: 23,10. 6: 9,6. 4: 21,8; daz dis buͦch werd volbracht / dir ze loblichem lob SHort 4403    2.2 Adv.: sú ruͦftent loblich ze im WernhMl 11706; do lobte got die minnende sele loblich Mechth 3: 2,10

MWB 3,3 1231,58; Bearbeiter: Diehl

lobelîcheit stF. ‘Lob, Ruhm’ gloria: loblicheit EvAlem 47 (Lc 2,14)

MWB 3,3 1233,14; Bearbeiter: Diehl

lobeliedel stN. Dimin. zu lobeliet: man sagt in manigen werden danck, / lobeliedel man in sangk, / [...] : / lob und ere sey gesagt / den dy den preyß haben pejagt HvNstAp 3995

MWB 3,3 1233,16; Bearbeiter: Diehl

lobeliet stN. ‘Loblied, Lobgesang’ da ward im ain lobe lied / frolich gesungen / von alten und von jungen HvNstAp 3109; wirt in frônekôre ein lobeliet von dir gesungen, / dâ von wirst dû in dem paradîse wîte erkant Neidh WL 35:7,13; tageliet klageliet hügeliet zügeliet tanzliet leich er kan, / er singet kriuzliet twingliet schimpfliet lobeliet rüegliet alse ein man / der mit werder kunst den liuten kürzet langez jâr KLD: RdF 3:1,5; HistAE 3602; Seuse 15,3. – auf das ‘Vaterunser’ bezogen: wir eren da mit die hiligen in dem himel, so wir ir lieben herren loben vnd eren mit dem lob liede, daz er vns selbe getihtet hat vnd gelert DvAPatern 438

MWB 3,3 1233,20; Bearbeiter: Diehl

lobelîn stN. Dimin. zu lop, ‘kleines Lob’ Liupolt, zwir ein fürste, Stîr und œsterrîche, / nieman lept, den ich zuo dem gelîche. / sîn lop ist niht ein lobelîn Walth 35,3; Maria vil reyne meit, / dein hoh lop dein wird preit / nie zvnge moht volpreizen; / enpfach von mir vnweizen / ein lobelin nicht ein lob; / daz ich vor vnwizt so tob / vnd getar sprechen von dir / daz vergib du, vrouwe, mir! Blümel 5; HvBurg 3332; phras.: swie rîch, swie arm, swie bliuge wir sîn, / doch hœre wir alle ein lobelîn / vil lieber denne ein schelten Renner 15422; manigem man gêt vil mêre în / ein valschiu êre oder ein lobelîn / denne aller der heiligen schrifte lêre ebd. 21626

MWB 3,3 1233,34; Bearbeiter: Diehl

lobemunt stM. ‘Leumund, Ruf’ kainem fursten zymmet wol / das er sein trewe prechen sol. / wan es den leuten wurde kunt, / so wurde schwartz sein lobe munt [La. so wurd dein lewnt schïr wunt ] . / ain kunig solt nit liegen / oder kainen ritter triegen HvNstAp 9188

MWB 3,3 1233,48; Bearbeiter: Diehl

loben swV. häufig (bes. in rechtssprachl. Kontexten) ge- (auch kontrahiert globen Elis ); Part.Prät. auch geloff ( HagenChr (G) 2855). 1 ‘(jmdn./etw.) loben, preisen’
1.1 ohne bzw. mit erspartem Obj.
1.2 mit Akk.
1.3 refl. (vgl. 4 )
1.4 mit Akk. und weiterer Erg.
1.4.1 mit präp. Erg.
1.4.1.1 ‘jmdn. wegen etw.’
1.4.1.2 ‘jmdn. jmdm. gegenüber’
1.4.2 mit Dat. ‘jmdn./etw. jmdm. gegenüber’
1.4.3 mit Gen. ‘jmdn. wegen etw.’
1.5 mit präp. Erg. an
1.6 subst.
1.7 Part. (vgl. auch hôchgelobet , wolgelobet )
2 ‘(jmdm.) etw. geloben, versprechen, zusagen, versichern’ ; eine rechtl. Verpflichtung, abgestuft von einer formlosen Zusage bis zur Eidesleistung, eingehen (nach einzelnen Rechtsakten differenziert mit weiteren Belegen vgl. DRW 4,13-19); hier der überw. Teil der ge- präfigierten Formen (vgl. WMU 1,619f. und 2,1150f.); fakultativ können Dat.d.P. und präp. Erg. (z.B. gegen, wider jmdn.; an, in jmds. hant , ûf jmds. eit ) hinzutreten
2.1 mit Akk.d.S. bzw. Passivkonstr.
2.2 mit Nebensatz
2.2.1 meist Obj.-Satz (hier die überw. Menge der Urkundenbelege, vgl. WMU 1,620)
2.2.2 andere Nebensätze
2.3 mit Inf.-Konstr. (überw. mit ze )
2.4 selten ohne Obj., bzw. in anderen Konstr.
2.5 selten nur mit Dat.d.P.
2.6 mit Akk.d.P.
3 ‘jmdn. (er-)wählen (zu etw.)’
3.1 zu einem Amt
3.2 als Freund bzw. Ehepartner (vgl. 2.1 und 2.6 )
4 Phras. (in Auswahl, ausführlich mit zahlreichen Belegen TPMA 8,8-28)
   1 ‘(jmdn./etw.) loben, preisen’    1.1 ohne bzw. mit erspartem Obj.: hie ist wol gelobt, lobe anderswâ! Walth 59,36. 45,8; du solt loben, danken und geren und bitten Mechth 3: 12,1. 3: 6,5    1.2 mit Akk.: daz ein closter da gebuwen werde, da mon got îemerme lobe UrkCorp (WMU) 2741AB,6; von du [daher] lobit in daz liet Roth 1907; dirre tac der ist so uorderlichen heilic, daz in nehein zunge, noch nehein rede ze uollen giloben mac PrHoff 91,6; der konig besah die jungfrawen lang, die yn zum ersten so sere gelobt hett und darnach so größlich sin laster sprach Lanc 491,18; Got moisse’s, here, sin geloff / dat ir wilt zo uns komen HagenChr (G) 2855. – häufig ~ unde êren: so schullen wir loben und eren elliu diu dinch diu unser herre durch uns getan hat PrOberalt 27,11; Konr 3 W1,22; Rol 5366; Eracl 2451; PrBerthKl 6,52    1.3 refl. (vgl. 4 ): sî lobet selbe sich / mit dem, daz sî so stæteclîch ir güete phliget SM:UvS 2: 2,3; eya, nu hoͤre, wie dú helige drivaltekeit sich selber lobet mit ir unbeginlicher wisheit Mechth 5: 26,2. 4: Reg. 3. 5: 26,1    1.4 mit Akk. und weiterer Erg.: dô man si lobte als reine unde wîse, / senfte unde lôs; / dar umbe ich si noch prîse MF:Mor 1: 3,7    1.4.1 mit präp. Erg.    1.4.1.1 ‘jmdn. wegen etw.’ die lobten durch ir schœne daz Guntheres wîp NibB 593,2; daz man si umbe ire goͮtate lobete Spec 128,36; das siu die liute heilic haizzen vnd si loben vmb iren magtum Konr 22,60; für die schœnsten und die besten / lobe ich dich KLD: BvH 17: 2,10    1.4.1.2 ‘jmdn. jmdm. gegenüber’ als er si lobete wider mich Tr 8509    1.4.2 mit Dat. ‘jmdn./etw. jmdm. gegenüber’ ich lobe iu unseren trehtin / unde leide iu den dievel Wahrh 50; den estrîch muoz ich iu lobn Parz 566,20; ‘herre’, sprach er, ‘gott siß gelobet, er ist gesunt und fert wol.’ Lanc 90,6    1.4.3 mit Gen. ‘jmdn. wegen etw.’ des lobe wir got vater al VEzzo 409; AvaLJ 30,5; SpitEich 5,34; wir loben des got und sagen im danc Wh 168,23; uon div schult ir got uerre lobin sinir guͦte Spec 86,8; RvEBarl 15592; Maria, milde kuningin, / nu muozestu gelovet sin / der diner otmuote / und aller diner guode! MarldA 293    1.5 mit präp. Erg. an: si lobeten an Tristande / sîne vuoge und sîne sinne Tr 13454; frouw aller fröude, ich lobe an dir daz dû den got gebære KvWLd 32,46    1.6 subst.: si vertrüege michels baz ein schelten / danne ein loben, daz geloubent mir Walth 112,32; Tauler 293,8; lobens tâten si im genuoc UvZLanz (K) 1320    1.7 Part. (vgl. auch hôchgelobet , wolgelobet ): die volge ist in einer wise nach dem minneklichen bilde unsers herren und begerunge und in dankende und lobende Tauler 254,19. 369,2. wie verre er da gelobet stat, / der daz reht da begat! VRechte 251; der wolegesagte. gelobete herro [interl. zu benedictus dominus ] PsWindb 27,6; von dem si vnder allen livten gesegnet vnd gelobet ist Konr 18,22 (zu Übersetzungsmöglichkeiten von lat. benedicere durch (ge-)loben, sëgenen, wolsagen etc. vgl. Kirchert, Unters., S. 158ff.)    2 ‘(jmdm.) etw. geloben, versprechen, zusagen, versichern’; eine rechtl. Verpflichtung, abgestuft von einer formlosen Zusage bis zur Eidesleistung, eingehen (nach einzelnen Rechtsakten differenziert mit weiteren Belegen vgl. DRW 4,13-19); hier der überw. Teil der ge-präfigierten Formen (vgl. WMU 1,619f. und 2,1150f.); fakultativ können Dat.d.P. und präp. Erg. (z.B. gegen, wider jmdn.; an, in jmds. hant, ûf jmds. eit) hinzutreten    2.1 mit Akk.d.S. bzw. Passivkonstr.: daz ich minen leuten gelobt und gestætiget han die purch ze Laber UrkCorp (WMU) 1970,17; datz ist gesetzet vnd gelobt ebd. 737,13; ez sullen auch der chinde leutte den lantvride loben mit ir triwen ebd. 869,17; jch gelobe ouch werschaft des vor geschriebenen gvͦtes ebd. 518,32. 875,28; da gelobeten si den champh Rol 8900; man muoz im eine hervart / noch hiute swern oder loben Wh 142,13; Ägidius 1073; Konr 6,31; er hielt yn das er gefengniß must geloben und sichern Lanc 157,9; wir verloben [geben auf] drier hande vnchvsche vnd geloben drier læie chusche PrBerthKl 4,17; sô sprâchet ir / und lobetetez ouch beide / mit rede und mit dem eide Tr 9801; daz lobeten si mit ufferhabener hant Rol 145; ‘daz lob ich’, sprach dô Gunther, ‘Sîvrit, an dîne hant [...].’ NibB 334,1; sie gelobets ir mit ir truwe in ir hant Lanc 339,38; SM:Had 5: 1,6; NibB 374,4; SpitEich 2,9; hie mite gelobetens under in / liebe unde geselleschaft Tr 19120; nû muose der künec lâzen wâr / daz er gelobete wider in Iw 4609; ich lobet ez und leistez sît ebd. 382; Tr 5152; Lanc 7,10; SpdtL 195,1; iz inmac och nichein kint, iz si mannisnami edir wibisnami, nimini nicheini ewi [Ehe] globi, iz insi zu sinin iarin cumin Mühlh 166,4 daz werde wîp /, / der ich dâ lopt ê in ir hant UvLFrd 434,8 (vgl. 2.6 und 3.2 ). – mit Richtungsangaben hër und war (vgl. Wiessner, Richtungsconstr., S. 530f.): hêr Gâwân, lobt mir her für wâr / daz ir von hiute über ein jâr / mir ze gegenrede stêt / in kampfe Parz 418,9; sie sprach: ‘daz gelobet her!’/ ir wîze hant sie bôt im dar; / er gelobete iz ir und liez ez wâr HvFreibTr 4278; er sprach: bruͦder Reinhart, war sol ez gelobet sin? ReinFu S2,946. – als Part.-Adj.: den gelobten strît Parz 684,11; so gebe wir ze burgen mit gelobeter truwen vnsern herren graue Rvͦdoluen UrkCorp (WMU) N11,42; ob ê dehain bruͦch an den gelopten dingen ist geschehen ebd. 127AB,2,3    2.2 mit Nebensatz    2.2.1 meist Obj.-Satz (hier die überw. Menge der Urkundenbelege, vgl. WMU 1,620): dar zv ist gelobt, daz man zwischen hinn [jetzt] vnd sant Michels tach Sprintzenstein rovmen svl UrkCorp (WMU) 482,4; da zvͦ geheizen wir im vnd loben im, daz wir in niht vorderen svlen noch laden ebd. 1747,37. 905B,44. 695,12; si globeten ouch in druwen dar / der frouwen bi ir eide, / daz si ir arbeide / druweliche solten leben Elis 3776; Lanc 4,17; sînem hêrren er lobete waz er rîhtuomes habete, / fihis und scatzes Gen 995; er gelobete vnd tete, / des er gebeten was Herb 8034; daz ich mir selbem daz gelobe, / des sî mir lîchte niet engan SM:UvS 26: 4,3.    2.2.2 andere Nebensätze: do gelobete er der frowen, / er loste sie von den rowen, / ob sie mit ime wolte keren; / er wolde sie wol eren Herb 18180; Roth 3387; Rol 3177; doch vröuwet mich sîn sicherheit, / daz er lobte, er wolte schiere komen MF:Reinm 50: 3,4; Artûs lobt im an die hant, / kœm imer in sölhe nôt sîn lant / als ez von Clâmidê gewan, / des lasters wolder pflihte hân Parz 331,11; Roth 3460; di lobten den frawen, swelichn schaden si næ̂men von dez Etlingerz bruͦdern, da solt der vorgenanten chnecht lib vnd gvͦt ir pfant vmm sin UrkCorp (WMU) 2283,42    2.3 mit Inf.-Konstr. (überw. mit ze): sô lobt er iu dar dienen NibB 875,3; das er ir bestetige vnde gelobe stête halden vnuerbrochenliche ir vriheit vnd ir reht UrkCorp (WMU) 1788AB,11,10; die haint es gelobt mit ir triͮwen, si ze antwrten ze Costenze ze rehter giselschefte ebd. 531,37. 23,1. 2402,39; daz wir gesichert und gelobt han mit rechter sicherheit und gelobde, die vorgenante giselschaft zuͦ leistene MGHConst 8:509,5 (a. 1348); ich gelob im alles das lant uffzugeben Lanc 11,24; MF:Reinm 23: 3,5; er hatt mir gelobet zu geben was ich im heisch Lanc 276,11; got hat mir ein also erlich ding gewiset und gelobet ze leistende Mechth 5: 29,13    2.4 selten ohne Obj., bzw. in anderen Konstr.: daz volc al gemeine bat, / daz sie sich des landes vnde der stat / zv gedinge vnder wunden; / [...]. / sie globeten also Herb 15495; ‘werlich herre’, sprach er, ‘ir kúnent sere wol geloben, ich weiß nit wie ir leisten kúnnent.’ Lanc 274,35; subst.: alse di bloume foregeit der frucht, und ist ein gelobin [Versprechen] des warin bekentnisses godes, daz dar noch volgit Parad 42,19; ich swer / dir bi diner grozen kraft, / daz ich wil stete sin behaft / an dir, als nu min loben tut Pass III 496,53    2.5 selten nur mit Dat.d.P.: er wart wirs enphangen, / denne im gelobet were Herb 16972; also wir in [den Würzburger Juden] gesworn und globt habin WüP 9,9; da wart er sere fro das im der konig so schon hett gelobet Lanc 23,26    2.6 mit Akk.d.P.: daz ich umbe mitten tac / dannoch hin komen mac / dar ich mich gelobet hân Iw 4755; vnde loben [verpflichten] vnde binden v́ns vnde v́nser nachomen ze den dingen UrkCorp (WMU) 1337AB,7,5. – beim Eheversprechen (vgl. 2.1 und 3.2 ): er hette im sine swester gegeben, / die er im gelobet hete Herb 10329; do schuldegit er Ecubam, / wen sie Polixenam / im gelobet hete ebd. 13087. 13475. gelobet sîn: Albrest tohter von Hohenberch oder min svn, dev ze der e zvͦeinandr sint gelobt UrkCorp (WMU) 470,25    3 ‘jmdn. (er-)wählen (zu etw.)’    3.1 zu einem Amt: si gelobeten alle gelîche / den grâven Hainrîchen Kchr 15762; alsô si in gelobeten / ze Rôme ze ainem vogete ebd. 5101. 16831. 16808; die woldin Hademaren / zo eime koninge han genomin unt gelouet Roth 2951; die siben vürsten lobeten Ludewigen ze künege PKchr 179,35. 129,46    3.2 als Freund bzw. Ehepartner (vgl. 2.1 und 2.6 ): den si lobt ze vriunde, der mac wol trœsten sînen lîp NibB 1150,4. – überw. i.d. Wendung (jmdn.) ze manne/  wîbe ~ : er lobte si zen [Hs. cen, Laa. ze ] wîbe /. / ze trûte lobt ouch si den degen KlageB 1817; dem bin ich bevestent: ich lobete in ze einem man, / er nam mich ze wîbe Kudr 770,1; welt ir loben mich ze man, / sô lobe ich iuch ze rehter ê Wildon 4,30; so sullen si di lute vregen uf ir sele, [...] ab si in noch wolle loben zu eime elichen manne StRFreiberg 59,18. ich wil in loben gerne, den ir mir, herre, gebet ze man NibB 613,4; dô er si gelobte unt ouch in diu meit, / güetlîch umbevâhen was dâ vil bereit / von Sîfrides armen daz minneclîche kint ebd. 616,1.    4 Phras. (in Auswahl, ausführlich mit zahlreichen Belegen TPMA 8,8-28): sich selben nieman loben sol; / swer frum ist, den gelobt man wol Freid 61,3. 60,23; RvEGer 37; ich wæne, daz er sêre tobet, / wer unverschult sich selber lobet. / sô beite, der nicht welle toben, / unz daz in ander liute loben Boner 68,56. 68,49; UvEtzAlex 5050. swaz man lobet an dem man, / dâ sol er sich flîzen an: / swes er aber unêre habe, / des sol er sich vast enthabe Renner 16119; Freid 61,25; man sol die biderben bilich loben / und die argen schelten; / es sol bilich entgelten / ein arger siner missetât Ammenh 11466; nieman sol ze langer frist / loben, daz ze schelten ist Freid 62,9

MWB 3,3 1233,54; Bearbeiter: Diehl

loben- → lobe-

MWB 3,3 1237,10;

loberede stF. ‘Lobrede, Lobpreisung’ mein czung von lobreden mag sich nicht enthalten [ lingua mea calamus scribae Ps 44,1 (ad laudem regis Cristi - non indiget intervallo temporis)] PsMb 33(Glossar)

MWB 3,3 1237,11; Bearbeiter: Diehl

loberîche Adj. auch lobes- (vgl. 1lop 1.1). 1 ‘viel, hoch gelobt’
2 ‘reiches Lob gebend’
   1 ‘viel, hoch gelobt’ dâ bistû geprüevet inne / wol nach loberîchem sinne, / sam die wîsen müezzen jehen SM:EvS 1: 16,7; er sol mit kraft und ouch mit tugent / in sîner loberîcher jugent / bejagn ein lop daz iemer wert RvEAlex 1164; wie ein lidender mensch sol sin liden in lobricher wise dem minneklichen gote wider uf tragen Seuse 90,21    2 ‘reiches Lob gebend’ dis ist der vor genant lobrich gruͦz und gewer morgensegen, den ein mensch got ze lob fúr ungelúck sol sprechen Seuse 395,18; mit dem lobrichen gebetlin ebd. 18,11 u.ö.; do ez dem volke wart gesaget, / die vroweten sich sin alle. / mit lobes richeme schalle / die samenunge so hin trat / an die vorbenante stat Pass III 45,92

MWB 3,3 1237,16; Bearbeiter: Diehl

loberîs stN. ‘Ehrenkranz’ wir, die die bluomen helfen lesen, / mit den daz selbe loberîs / undervlohten ist in bluomen wîs, / wir wellen wizzen, wes er ger Tr 4647; nu wil er, daz ir sterbet / an küniclichen êren, / wan er iuch heim hin kêren / heizet sunder allen prîs. / er wil daz iuwer loberîs / in vil swache wirde kume KvWPart 4206 (vgl. die Berteneise ir lobes rîs / wænent nu hôch gestôzen hân Parz 221,26 )

MWB 3,3 1237,32; Bearbeiter: Diehl

lobes- s.a. lobe-

MWB 3,3 1237,41;

lobesælic Adj. ‘hoch gelobt’ Ênêas der Troiân / der lobesâlige man En 12221; daz ist si lobesælic wîp, / der immer dienen sol mîn lîp UvLFrd 570,23; daz si reine lobesælic wîp und si vil guote / mîne stæte liebe erkennen kan KLD: Rub 16:2,7

MWB 3,3 1237,42; Bearbeiter: Diehl

lobesam Adj., Adv. auch -san. ‘lobenswert, hervorragend’ (von vorzüglicher, idealer Art und Weise) 1 Adj. (z.T. präd.)
1.1 von Personen
1.2 von Tieren
1.3 von Verhaltensweisen, Vorgängen und Sachen
2 Adv.
   1 Adj. (z.T. präd.)    1.1 von Personen: ime ouh ze helfen quam / Daclym ein rîter lobesam SAlex 1762; NibB 379,4; Wernh 1254; hie solde ich ir swester Elenam / loben, eine frouwen lobesam Herb 2932; wol ír! si ist ein wip in hôhem prîse, / lobesam / unde ist aller wandelunge vrî Neidh WL 6:2,2; SM:Had 52: 8,6. heilge Maria, ich loven dich! / lofsame, minsame, minne mich! MarlbRh 1,10; einen got vil lobesamen / geloube ich, einen in drin namen RvEBarl 1981    1.2 von Tieren: daz ors vrech unde lobesam KvWTroj 4064; Roth 3501; manig valk lobesam Minneb 5224    1.3 von Verhaltensweisen, Vorgängen und Sachen: ein tugentlich herzoge. / des leben was so lobesam Rol 1015; Albert 11; ir ende was got vnde louesam Roth 4882; daz opfer was bezæichenlich, / lobesam vnd w̌nneklich Wernh D 4652; eya minne, du bist wunnenklich und zuͦ allen werken lobesan Mechth 5: 4,6; ine vernam / nie der vogele singen / sô lobesam. / wol dir, sumerwünne Neidh SL 13:2,3; PrüllS 8,2; der helt ûf in sô vaste blou / mit vrecher hende lobesam KvWTroj 37301; swenne er si [die Tongefäße] hete gebrant, / swelhez er danne ganz vant, / daz uber guldet er zehant / und machet ez also lobesam, / daz ez sinem hus wol gezam StrKD 151,9. – ‘(Gott) wohlgefällig’ sprich mit zuhten, habe die scham, / daz ist Got lobesam / und ist vor den leuten ere Erz III 36,366; ein bischolf dô predigt, / wie genæm und wie lobsam / vor got wær diu gehôrsam Ottok 28530; wir went dir diz ze lobe und ze eren tuͦn, und la ez dir [Gott] lobsam sin PrGeorg 337,10    2 Adv.: Thymotêus / was sîn heileclicher name. / lieplîch unde lobesame / enthielt in dô Silvester KvWSilv 168; ei wie kunde dringen / sîn frouwe borten an der ram, / diu sô rehte lobesam / gezierte sîniu wâpenkleit! KvWEngelh 2866; von hûsêre [dem guten Ruf] wirde fliuzet lobesam KvWLd 19,38; do sie gesan ein wibesnam / so erlich und so lobesam / und so lieplichen sitzen / mit keiserlichen witzen / uf dem arme Jesu Cristi Pass I/II (HSW) 12010

MWB 3,3 1237,47; Bearbeiter: Diehl

lobesanc stMN. ‘Lobgesang’ (vgl. das seltenere lopgesanc ): zwelf turne, / die sint erfullet mit lobesanges scalle Himmelr 3,18; her was ouch der êrste der iz in ie gekundigete. dar umme sal man diseme kinde singen funf lobesenge HvFritzlHl 80,23; David / [...] mit lobelichir art / das lobesang gesungen wart RvEWchr 24682; ir lobesanc was nit clein, / mit dem si got ertent: / sin lop si dicke mertent / mit manger hande seiten spil ebd. 35530; deß sag wir euch grossen danckh / und singen ew unseren lobesanckh HvNstAp 2839; ir núwes lob sú jachen / mit suͤssen lobesange WernhMl 14469; dar umb geleicht man unser frawen zuo dem paum in ainem lobsang, daz hebt sich an: salve mater salvatoris BdN 332,21; NvJer 3512

MWB 3,3 1238,27; Bearbeiter: Diehl