i – ie|besunder (?) ieclich – iemerkæse iemerkuo – iersch iertes – iewëdersît iewelich – ihten (?) ihtesiht – îlunge im – in in – în bezûnen în biegen – în brëhen în brîden – inder(t) in dës – inelende în enthalten (?) – ingebër în gebërn – ingesigelde ingesinde – in guot în gürten – în houwen inhûs – în lâʒen înlâʒunge – în lûchen în luogen – inne halten în neigen (?) – innergewant innerhalbe – inniclich innigen – în rüefen în rüeren – inschrift în sëgenen – în slahen însleich – în springen în spruʒʒen (?) – interpretieren intestîn – în twingen în ünden – în vleischen învleischunge – înwander inwaner – în wischen în wîsen – ipocrisis ipocrite – irhalp irhære – irregunge irrehaft – Ir|rîche irricheit – îsenbû îsendach – îsenkaste îsenkëc – îsensacroc (?) îsenschûfel – îserîn îserkleit – isôpe isôpensaf – îtelhant îtelinc – itwinde iu – îwînboum
|
inkeine
Adv.
→
engegen
MWB 2 1901,44;
in keinen gâhen
adv.
Wendung (
HvNstAp
7941)
→
gæhe
stF. 4;
vgl. auch
gâhe
swF.
MWB 2 1901,45;
înkêr
stM. , înkêre
stF.
1
‘Einzug, Einmarsch’ (in der Wendung diu ~ nëmen
‘einziehen, einmarschieren’ ; vgl.
în kêren
1 ) 2
‘(innere) Einkehr, Versenkung (in sich selbst, in Gott)’ (in myst. Texten, vgl.
în kêren
3 )
1
‘Einzug, Einmarsch’ (in der Wendung diu ~ nëmen
‘einziehen, einmarschieren’; vgl.
în kêren
1):
dô diz vorgenante her / solde nemen dî înkêr / zu Crasim in dî gegenôt [Gegend] , / dô wart iz [...] / însprenginde vorirrit / und ein teil gevirrit / von einandir her und dar NvJer
17390
2
‘(innere) Einkehr, Versenkung (in sich selbst, in Gott)’ (in myst. Texten, vgl.
în kêren
3):
do muͦs ein kreftig inker geschehen, ein inholen, ein innewendig versamenen aller krefte Tauler
9,20;
denne in den zehen joren sol der mensche haben eine inker und ein insincken, ein insmeltzen in daz luter goͤtteliche einveltige indewendige guͦt ebd.
80,11;
in eime nehern sinne so ist gebet ein vereinender inker des geschaffenen geistes in den ungeschaffenen geist gottes ebd.
421,21
u.ö.;
do wart im eins males ein inker, in deme er wart getriben zuͦ im selben, und ward in im gesprochen also: du solt wissen, daz inrlichú gelazenheit bringet den menschen zuͦ der nehsten warheit Seuse
326,11;
neige ze mir dinú oren, tuͦ einen kreftigen inker und vergisse din selbes und aller dinge ebd.
223,21.
169,35
u.ö.
MWB 2 1901,47; Bearbeiter: Hansen
în kêren
swV.
1 intr. ‘ eine Richtung (in etw. hinein) einschlagen, sich in etw. hineinbegeben’ (häufig mit adv. wider i.S.v. ‘sich zurückwenden, in etw. zurückkehren’ ) 2 tr. ‘etw. (seinen sin, sein gemüete) auf etw. (als innerlich Gedachtes) richten’
3 refl. ‘innere Einkehr halten, sich meditativ versenken’
4 Part.-Adj. ‘nach innen gerichtet, in sich gekehrt’
5 subst. ‘innere Einkehr’
1
intr. ‘ eine Richtung (in etw. hinein) einschlagen, sich in etw. hineinbegeben’ (häufig mit adv. wider i.S.v. ‘sich zurückwenden, in etw. zurückkehren’):
dô dûhte daz die geste / sîn daz aller beste, / daz si zuo dem mâl / bî der Tuonou zetal / hin wider in kêrten Ottok
80736;
dô gie si, als ich hân vernomen, / vür ein klôster dort hin. / zuo dem selben kêrt si în Niemand
110;
er hies och die vil werden / ze Jerusalem keren wider in / und da bi ainander sin, / baiten siner hymelvart WernhMl
12275;
kuͤnc Melchinor der wise / mit manigem fuͤrsten grise / erbaizt vor dem bethus: / in kern sah man manigen sus / fuͤr irn got Mahmeten WhvÖst
6050;
Parz
42,5;
Tr
14945.
– bildl. im Kontext innerer Einkehr (vgl. 3):
kinder, in diseme und in alleme muͦs man sich lassen [...] und keren in den ursprung wider in, in den grunt und in gottes willen Tauler
109,2.
– bildl. von wieder aufgegriffener Rede:
durch diz selbe mere / ein teil ich vz gegangen bin: / nv kere ich aber wider in Herb
14369
2
tr. ‘etw. (seinen sin, sein gemüete) auf etw. (als innerlich Gedachtes) richten’
du solt din gemuͤte in keren an ewige ding Tauler
249,4;
dis ist wider die frijen geiste, die mit iren valschen liechtern wenent die worheit bekant han, [...] und kerent den sin [La. sich
] in in ir valsche lidikeit ebd.
250,6
3
refl. ‘innere Einkehr halten, sich meditativ versenken’
herre, dise zit ist din und min; aber als ich mich inkere, so ist die zit din und nút min Tauler
357,14;
der das bevinden sol, der kere sich in, verre úber alle wúrklicheit siner ussewendigen und indewendigen kreften ebd.
301,23.
342,2
u.ö.
4
Part.-Adj. ‘nach innen gerichtet, in sich gekehrt’
danne so wúrcket der heilige geist grosse ding in dem ingekerten menschen Tauler
307,4;
er muͦs es mit ingekertem gemuͤte suͦchen und niergent anders ebd.
96,15.
332,12
u.ö.
5
subst. ‘innere Einkehr’
in disem vernúwende und in kerende da swimmet der geist alle zit úber sich Tauler
263,19.
386,16;
ein emziges inkeren wider in úch selben Seuse
431,17
MWB 2 1902,6; Bearbeiter: Hansen
în kerkeren, în kerkern
swV.
‘jmdn. einkerkern, einsperren’
div ander toͤrin ist div bose dinch gern tæte, voͤrht si niht daz man si incharchert oder daz si vor den lvten ze schanden wvrde PrBerthKl
3,5
MWB 2 1902,47; Bearbeiter: Hansen
în kleiden
swV.
refl. ‘sich einkleiden, anziehen’
vor der schriberen hudent [hütet euch] sere, / die sich so wollent schone in cleiden, / zu wanderne vz zierlich bereiden / vnd uf dem markte gruz enphahen [vgl. Mc 12,38]
EvStPaul
4619
MWB 2 1902,51; Bearbeiter: Hansen
în klingen
stV.
‘etw. erklingen lassen’
nu Tristan der begunde / einen leich dô lâzen clingen în / von der vil stolzen vriundîn / Grâlandes des schœnen Tr
3585
MWB 2 1902,56; Bearbeiter: Hansen
inknëht
stM.
vgl. DRW 6,234 für weitere Belege
1
‘Dienstmann’
2
‘Knecht im Haus’
1
‘Dienstmann’
apparitores: inknetha Gl
2:388,61
(BStK 389).
4:34,33
(BStK 558)
2
‘Knecht im Haus’
vernaculus est servus vel domigena id est inkneht GlHerrad
131
MWB 2 1902,60; Bearbeiter: Hansen
în knüpfen
swV.
‘etw. einknüpfen, einfügen’ (nur bildl.):
daz ich bekenne in allen minen werken dinen goͤttelichen willen und werde ingeknúppfet in dine bant Tauler
426,22;
jn die leitirboma [Leiter] het dv gotlichv ladvnga inchnvffit [
inseruit
] ^$t die mislichin stige dir diemvͦti vnde dir heiligun zvht BrEng
7
MWB 2 1903,1; Bearbeiter: Hansen
în komen
stV.
1
‘hereinkommen’
1.1 allg. 1.2 bildl. im geistig-seelischen Bereich 1.3 rechtssprachl. ‘sich ins Einlager begeben’ (vgl. DRW 2,1409) 2 mit Dat.d.P. ‘jmdm. zukommen, zuteilwerden’
2.1 allg. 2.2 von Sinneseindrücken (hier Akk.d.P.?) 2.3 von geistigem Erfassen
1
‘hereinkommen’
1.1
allg.:
duo hiez er den engel Cherubîn dâ fore stên werigen / mit fûrînime swerte daz er daz bewarte / daz ter niemen în chôme Gen
519;
nu was diu vlieze unde der vlôz / vor der schifbrucken alsô grôz, / daz nieman an der stunde / âne ein vil hôch ors kunde / zer schifbrucken komen în Tr
13371;
swer verwirket, daz er uz der stat varen muͦz [...], der sal nicht wider in kuͦmen, ern habe uns e und der stat gebezzert WüP
7a,12;
SAlex
1023;
EnikWchr
11391.
– wohl übertr. i.S.v. ‘eintreten, sich bewahrheiten’ (vgl. Glr.z.St.):
durh daz wæn ich hie wol in kum: / fecundi calices quem non fecere disertum? LvRegSyon
2670.
– md. part.-adj. in der Wendung înkomen man
‘Einwanderer, Zugezogener’ (vgl. DRW 2,1409):
îclich înkomen man entfêt erbe binnen deme lande zu Sachsen nâch des landes rechte, und nicht nâh des mannes rechte, he sî Beier, Swab oder Franke SSp (W)
1:30.
3:32,1
1.2
bildl. im geistig-seelischen Bereich:
waz die fünf sinne ûztragent, als daz wider înkumet in die sêle, sô hât si eine kraft, dâ wirt ez allez ein Eckh
1:136,9;
dar umbe sprichet der vater den sun alle zît in der einicheit und entgiuzet in im alle crêatûren. die hânt alle ein ruofen, wider în ze komenne, dâ sie ûzgevlozzen sint ebd.
2:537,1;
keynem menschen kvmit in / godis gnade in sinen sin, / in sines herzen sin noch mvt, / er ensi gereht vnde da bi gvt PrHess
3,21.
– subst.:
also er [Gott] kummet, so trucket und reisset und neiget er den menschen und wúrket und erlúchtet in. aber dis inkummendes und inwúrckendes werdent alle menschen nút gelich gewar Tauler
104,20.
253,20;
vgl.:
godes wisheit quam gar in dich [Maria] ; / dat inkumen was sunderlich MarlbRh
70,20
1.3
rechtssprachl. ‘sich ins Einlager begeben’ (vgl. DRW 2,1409):
wer laisten wil oder inleger gelobt nach der stat recht zv Prag der schol in eines piderben mannes hovs oder sein herberg ein varn vnd ein chomen, wo man im daz bescheit, vnd schol dar inne zwai mal essen an einem tage StRPrag
16
2
mit Dat.d.P. ‘jmdm. zukommen, zuteilwerden’
2.1
allg.:
swelch burc dem kunig in kam, / darûf er zehant / ein Walch [einen Welschen] ze burcgrâven sant Ottok
41506;
dâ entwalt er die wîle, / unz daz mit balder île / den herren aber kom in / des niwen jârs gewin / an wîn und an getreide ebd.
30826
2.2
von Sinneseindrücken (hier Akk.d.P.?):
aller slahte boume wahset dâ [im Paradies] scône. / den der stanch în chumet neheines mazzes in gezimet: / er ist der wunne sô sat daz er ezzen nemach Gen
242
2.3
von geistigem Erfassen:
die [die heilige Schrift] mac in [den falschen Christen] nicht komen in / daz sie da muge gebliben HeslApk
15100
MWB 2 1903,8; Bearbeiter: Hansen
în kriegen
swV.
‘hin(ein)drängen’
ein meister sprichet: got ist etwaz, [...] dâ alliu dinc înkriegent als in ir lestez ende Eckh
1:144,7
MWB 2 1903,62; Bearbeiter: Hansen
în krümben
swV.
‘etw. krümmen’ (nur part.):
jnkrummit ih bin [
incurvatus sum
]
BrZw
7
MWB 2 1904,1; Bearbeiter: Hansen
înkunft
stF.
‘Ankunft, Eintreffen’
von der înkunft [der Brüder des dûtschin hûsis
] in Prûzinlant / unz dâ her zu disin tagin NvJer
3205
MWB 2 1904,3; Bearbeiter: Hansen
în künten
swV.
‘heizen’
und geit als manich wochen holtz, da man mit einchoͤntet in der frawen reventer [Speisesaal]
UrbSonnenb
85
MWB 2 1904,6; Bearbeiter: Hansen
inl-
s.a. entl-
MWB 2 1904,9;
inlachenes
Adv.
→
enlachenes
,
inlîchenes
MWB 2 1904,10;
în laden
stV.
1
‘einladen’ , auch bei Gericht ‘vorladen’
2 übers. lat. invocare
‘anrufen’
1
‘einladen’, auch bei Gericht ‘vorladen’
sa zehant / hiez er si [der Pharao Moses und Aaron] laden widir in RvEWchr
10310;
bêide, die clegere vnd iene, vf deme man claget, die mvͦzen wol gespreche haben vmbe iewelche rede dries also lange, wante sie der vronebote wider in lade UrkCorp (WMU)
606,11.
– in myst. Texten:
etlîche liute die ‘enladent’ niht în ‘den geist der wîsheit’; sie ‘ladent’ în gesuntheit und rîchtuom und wollust; aber in die enkumet niht ‘der geist der wîsheit’ Eckh
2:624,8.
1:349,2.
1:352,3;
der innewendige edel mensche der ist uz dem edelen grunde der gotheit heruzkummen [...] und ist do wider ingeladen und wider ingeruͤffet Tauler
25,21.
269,19;
Parad
59,22.
– subst.:
dem lieplichen inladen Tauler
111,14
2
übers. lat. invocare
‘anrufen’
inladet namen sinen [interl. zu invocate nomen eius
]
WindbCant
120
MWB 2 1904,11; Bearbeiterin: Baumgarte
înladunge
stF.
1
‘Einladung’
2 übers. lat. invocatio
‘Anrufung’
1
‘Einladung’
so ist doch alle sin [Jesaias] vliz von der inladunge der heiden und von der zukumft Cristi Cranc
Vorr. Jes 8,7
2
übers. lat. invocatio
‘Anrufung’
durh die inladunge namen dines [interl. zu per inuocationem nominis tui
]
PsWindb
90,Oratio
MWB 2 1904,29; Bearbeiterin: Baumgarte
inlandes
Adv.
s.a.
enlandes
.
‘im Lande, am Ort’
mit den vorgenanten phenigen wart abe geloͤste daz gelte, daz jaergelichz usser dem vorgenanten ir wirt daruf entnam, die wile er inlandez waz UrkEssl
247
(a. 1323);
UrkAargau
1,7:15,5
(1. H. 14. Jh.);
UrkCorp (WMU)
2597,041
MWB 2 1904,35; Bearbeiterin: Baumgarte
în lâʒen
stV.
häufig kontr. (s.a.
lâʒen
);
3. Pers. Sg. -let (
EvAug
18,11
); Part.Prät. inlâzzin (
Spec
65,20
), ingelan (
WernhMl
11302
), ingelossen (
Tauler
421,28
), lâzen în (
Wh
229,19
); inn-Schreibung UrkCorp (WMU) und Lanc (inne- nicht belegt); trennbares Präfix in manchen Konstr. sowohl vor- als auch nachgestellt.
1
‘jmdn./etw. (her)einlassen’
1.1 eine Person 1.2 eine Sache 2
‘etw. (in etw.) hineingeben, hineinfüllen, einfügen’
1
‘jmdn./etw. (her)einlassen’
1.1
eine Person:
do Josep begunde werven umbe di herberge, / do neliez in niemen in AvaLJ
13,2;
zû mittir nacht quam s. Nicolâus fur die ture unt hiez sich în lâzin PrMd (J)
347,7;
der uns yn det laßen zu der Dolorosen Garden Lanc
232,21.
– bildl.:
tuo ûf: ich klopf an mit worten. / lâ mich in KLD: UvL
41: 3,2.
– subst.:
alêrst ist înlâzens zît Wh
92,6.
91,22
1.2
eine Sache:
dar umb lâzet ez die kelten snell ein BdN
105,34;
daz si der luft inlieze / ze Jerusalem in daz munster niht SüklV
658;
lât die fröide mit dem sumer in KLD: UvL
34: 1,6
2
‘etw. (in etw.) hineingeben, hineinfüllen, einfügen’
der wegebrete saf hindene in gelassen mit eime clistere, verstophet di ruͦre Macer
6,17;
lant in ze der rechten hant / das necze [zum Fischen] , so wirt úch hail WernhMl
12211;
aber niemant inlet ein mitmischvnge eins vesten tueches in ein altez chleite EvAug
18,11;
wol verworhtiu venster / hiez er lâzen oben în Aneg
1833
MWB 2 1904,41; Bearbeiterin: Baumgarte
înlâʒunge
stF.
‘Einflüsterung’ (vgl.
îngelæʒe
; s.a.
înbildunge
als Übers. von lat. immissio):
inlazunge durc di engele ubele PsTr
77,54
MWB 2 1905,3; Bearbeiterin: Baumgarte
în lecken
swV.
‘(in sich) hineinschlecken, hineinschlingen’
pfî, schantflec, daz hât dir allez samt dîn unmæzic munt verlorn [...]. ach, lecker, lecke în und giuz in dich PrBerth
2:182,12
MWB 2 1905,6; Bearbeiterin: Baumgarte
în legen
swV.
1
‘jmdn./etw. (in etw.) hineinlegen, hineinbringen, einfügen’ (zum Rechtsgebrauch vgl. DRW 2,1418-21) 1.1 von Personen 1.2 von Gegenständen 1.3 übertr. 1.4
namen ~
‘Namen geben’
2 bezogen auf das sechswöchige Wochenbett (vgl.
inne ligen
2 ), hier mit Refl.-Pron. 3
‘Einlager halten lassen’ (vgl.
inne ligen
3 ) 4
‘zugrunderichten, zerstören’
1
‘jmdn./etw. (in etw.) hineinlegen, hineinbringen, einfügen’ (zum Rechtsgebrauch vgl. DRW 2,1418-21)
1.1
von Personen:
– ins Grab:
das man zegrabe in truͤg von dan / und in dar zuͦ beraiten / das sú in ingelaiten WernhMl
11600.
13958;
Herb
14115.
– in den Kerker:
wol beschlossen man doch den kærker vant / da si in hettent ingeleit / mit vil grosser sicherheit WernhMl
11935.
– von Wohnraum ‘sich einquartieren’ (mit Refl.-Pron.):
mein herren habent einen gebresten von hoflauten, daz si sich heimleich hie inlegent [...] da von gebitent si, swer ieman dez inne werde, da man einen burger slahen oder auz zihen welle, daz man da zue lauffe, vnd vnsern burger ze helffe chom StRRegensb
15
1.2
von Gegenständen:
die wintrager habent daz reht: swem si win inlegent in einen kaelr, [...] von dem suln si naemen [...] in den kaelr dri phenninge unde uz dem kaelr sehse StRAugsb
49,13;
do [an der Tür] was mit kunst geleget für / zwen gulden leben [Löwen] wol perait. / da waren staine ein gelait HvNstAp
8236;
Er
7750;
bischove und prêlâten, / [...], / die wâren ouch inrihte / mit ir dinge bereit: / daz îsen [für das Gottesurteil Isoldes] daz was în geleit Tr
15642;
nach gwonheit des priestertvms so daz loz vzgink, da [l. daʒ
] er den wiravch inlegt [
sorte exiit ut incensum poneret Lc 1,9]
EvAug
122,26;
swenne die rieba [Rebe] , die man da inlegen [in die Erde setzen, einpflanzen] sol, stichil bedurfen UrkCorp
842,17.
– besonders von Geld und (materiellen wie ideellen) Schätzen ‘zurücklegen, aufbewahren, sammeln’
ich sal mir inlegen / gut unde daz behalden Vät
17346.
17236;
[die Königin] hiez ain truhen vz golde machen, da si si [die Nägel vom Kreuz Jesu] inleite Konr
10,165;
als diu bin der bluͦmen / uz suget alle ir suͤzzekait, / also het er in gelait / die prislichen getat: / vor Smirna nieman hat / so ritterlich getan als er WhvÖst
7270;
dich [ Christus] an úns [Teufeln, die einen Besessenen heimsuchen] wilt rechen, / unser hantvesti [Vertrag?] zerbrechen, / die wir mit aller sicherheit / so lange habint ingeleit [auferlegt] / mit recht an allen lúten? WernhMl
7368;
Maria leit es alles in / ze herczen als in ainen schrin ebd.
5609;
do die heilige drivaltikeit so lieplichen inne wonet und so adellichen inne wúrkt und so richlichen allen iren schatz in geleit hat Tauler
266,10
1.3
übertr.:
diu [Augen und Sinne] rietin mir an zwei, daz ich diu solde minnen, / diu wâren âne valsch geworht beidiu ûzzen und och innen: / da wart ein wênec în geleit, daz was niht stæte SM: UvS
29: 2,4;
in dem edeln minnenclichen grunde do er sin goͤtlich bilde ingeleit hat Tauler
58,32
1.4
namen ~
‘Namen geben’
man legte in / dem trut czarten kindelin / Jesus, den vil suzen nam TvKulm
2653.
2773
2
bezogen auf das sechswöchige Wochenbett (vgl.
inne ligen
2), hier mit Refl.-Pron.:
daz si sich in leite / nâch der gewonheite, / als ein wîp kindes inne lît Tr
1897.
4246
3
‘Einlager halten lassen’ (vgl.
inne ligen
3):
wer awer das mich oder mein erben edhafte [l. êhafte
] not ierreicht, so sol ich oder mein erben ainen an unser stat in legen UrkPölt
337
(a. 1340)
4
‘zugrunderichten, zerstören’
söltten zwen man / ünser lop wunnesan / in legen mitt ir ritter schaft, / waz söllt denn aller krïchen kraft? GTroj
18601.
18942
MWB 2 1905,10; Bearbeiterin: Baumgarte
înlëger
stN.
‘Einlager’, außergerichtlich eingegangene Verpflichtung des Schuldners (und seiner Bürgen), sich bis zur Erfüllung seiner Schuld auf eigene Kosten an einem mit dem Gläubiger vereinbarten Ort aufzuhalten (vgl. 2HRG 1,1298f., LexMA 3,1743):
von welchem herren, sinen helffern oder dienern der vbergrif geschen were, des burgin sullen in des andern stat varen, inleger dar inne halden, als lange biz der selbe vbirgriff widertan wirt UrkLandfr
28
(a. 1344);
wer laisten wil oder inleger gelobt nach der stat recht zv Prag der schol in eines piderben mannes hovs oder sein herberg ein varn vnd ein chomen, wo man im daz bescheit, vnd schol dar inne zwai mal essen an einem tage StRPrag
15;
so sulle wie unde unse vorgenantin borgen czu Erforte invare, inleger czu haldene, unde nicht von dannen komen er, wie en habin die vorgenantin anesprache genczlichen abegetan UrkErf
2,42
(a. 1327);
StRMühlh
111
MWB 2 1906,13; Bearbeiterin: Baumgarte
în leisten
swV.
‘sich als Bürge im Einlager aufhalten’ (vgl.
înlëger
):
wer aver ich oder mein erben des wider, swenn dann Hainreich oder sein brueder ainer mich oder mein erben inn vodert, so sol ich oder mein erben in laisten binz [d.i. bî in ze
] Sannd Pölten in ain erber gasthaus und do nicht aus kömen, iz wer gelaistet alles das vorgeschriben ist UrkPölt
336
(a. 1340);
sa sullent sie [
unser bürgen
] eyn leisten zuͦ Herberen in eyner uffenen herburge, yder man mit eyneme knechte unde mit eyneme perde biz also lange, daz weir ein rechte werschaf geduͦn also gewonlich ist UrkSiegen
182
(a. 1346)
MWB 2 1906,32; Bearbeiterin: Baumgarte |