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ABCDEF s.VGHIJKL
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d – dalmut
dam – dancsagen
dancwillen – dannen von
dannen vür – dæren
dâ(r)/ da(r) enbinnen – dâ(r)/ da(r) obe
darre – dast
dâte – deckeschûr
deckevël – dëhsen
dëhsîsen – denclîche
dencliute – derpkuoche
derpteic – diadrogant
dîâken – diehter
diehterîde – dienestbære
dienestbærecheit – dienestman|erbe
dienestmanguot – 2diep
diep- – diernkint
diernlach – dilde
dille – dincphliht
dincphlihte – dingelîn, dingel
1dingen – dirhalp
dirre – distelîn
distelsâme – diupe (?)
diupguot, diubsguot (?) – dôfheit
dôgen, dougen – donerec
donergebirge – dorferlêhen
dorfgebûwære – dorfschaft
dorfsmit – dorneht
dorneht – dörperdiet
dörperecheit – dôʒen
drabeknëht – drangen
drangest – drî
drîancasîne – drîgesæʒe
drîgevar – dringen
drî|nisse – drittelhof
drittestunt – drîzëhen
drîzëhenære – druc
drûch – drüʒʒelstôʒ
du, dû – dumme
dumpfe – duns
dünsel – durchbittern
durchbitzen – durchdœnen
durchdrengen – durchgerne
durchgesiht – durchgründen
durchgrunthaftec – durchkifen
durchkiusche – durchlësen
durchlestern – durchlûʒen
durchmâlen – 1durchrecken
2durchrecken – durchsaffen
durchsagen – durchschrecken
durchschrenzen – durchslac
durchslahen – durchsprëchen
durchspreiten – durchswingen
durchtân – durchverwen
durchvieren, durchwieren – durchvrô
durchvrœnen – durchweichen
durchweidec – durchziln
durchzimbern – dûrliche
durlinc – durstebërnde
durstec – düʒʒec

   denunge - dës    


denunge stF. ‘Ausdehnung’ der núnde orden vnd staffel der oberste in der obersten ierarchia des gemvͤtes lit ze vorderost an einem iamer nach gotte vnd an einer vberfúrstenlichen tennung [ superintellectuales extensiones ] RvBib 64,21

MWB 1 1256,1; Bearbeiter: Diehl

dër, die, daʒ Dem.-Pron., Art., Rel.-Pron., Konj. Formen (2 5Mhd. Gr. § M 45; ausführl. Weinhold, Mhd. Gr. § 482-484; vgl. auch WMU 1,365f.): Nom.Sg.Mask.: der, md. abgeschwächt dir, auch de (bes. mfrk.) und hess.-thür. omd. di(e); Nom.  Sg.Fem.: diu, die, abgeschwächt de, md. auch du, bair. deu; Nom./Akk.Sg.Neutr.: daʒ, das, abgeschwächt dez, mfrk. unverschoben dat; Gen.Sg.  Mask./Neutr.: des, dez, alem. und md. auch dis; Gen.Sg.Fem.: der(e), rip. auch dir; Dat.Sg.Mask./ Neutr.: dem(e), md. auch den (Verdrängung des Dat. durch den Akk.); Dat.Sg.Fem.: der(e); Akk.  Sg.Mask.: den, auch di(e)n; Akk.Sg.Fem.: die, auch di, de und diu; Nom./Akk.Pl.Mask./Fem.: die, auch di, du, Fem. obd. überw. diu; Nom./ Akk.Pl.Neutr.: diu, bair. deu, md. auch du; Gen.  Pl.: der(e); Dat.Pl.: den, alem. auch di(e)n. Häufig verschmolzen mit vorangehenden Präp. (z.B. ans, anme, ame, ufme, ummin, undern, vorm, zem, zen, zer), aber auch mit einem nachfolgenden Wort, v.a. bei die, diu vor vokalischem Anlaut (z.B. dandern, dast, deist, derst, deiswar), daneben z.B. sabents, smorgens; Reste des Instrumentalis im Neutr. diu in präpositionalen und komparativischen Formeln, vgl. z.B. deste. 1 Dem.-Pron. ‘der, derjenige’
1.1 in disjunktiven Paaren dirre unde ~
1.2 Wiederaufnahme bei Prolepse (vgl. 2 5 Mhd. Gr. § S 56)
1.3 ein verallgemeinerndes Relativum aufnehmend
1.4 Besonderheiten der Funktion und Bedeutung einzelner Formen
1.4.1 subst. daʒ daʒ stN.
1.4.2 diu
1.4.2.1 vor Komp. ‘um so ...’
1.4.2.2 als Bildungselement verschiedener adv. Wendungen wie z.B. after diu, innen diu, mite diu, under diu vgl. das jeweils vorangehende Bezugswort
1.4.2.3 als Vergleichspartikel des diu dëste
1.4.3 Adv. dës
1.4.3.1 ‘daher, deshalb’
1.4.3.2 ‘um so, desto’
1.5 auf der Grenze zwischen Dem.-Pron. und Artikel
2 best. Artikel
2.1 in Verbindung mit einfachem Subst.
2.1.1 in der Anrede die 2. Person fortführend
2.1.2 in einer Folge von Subst.
2.1.2.1 bei jedem einzelnen
2.1.2.2 selten vor dem ersten
2.1.2.3 meist vor dem letzten
2.1.3 mit Ersparung des im Vorhergehenden genannten Subst.
2.2 in Verbindung mit einem Subst., das ein Attr. bei sich hat
2.2.1 in Verbindung mit einem Adj.-Attr.
2.2.1.1 vorangestellt (unflekt. oder sw. flekt.)
2.2.1.2 nachfolgend
2.2.2 mit Gen.-Attr.
2.2.2.1 eines Subst.
2.2.2.2 eines Namens
2.2.2.3 eines Pers.-Pron. (vgl. 2.2.4 )
2.2.3 in Verbindung mit einem unbest. Art. (vgl. 2 5 Mhd. Gr. § S 135)
2.2.4 in Verbindung mit Poss.-Pron. (und Adj.) (vgl. 2.2.2.3 )
2.2.5 in Verbindung mit vorangestelltem Pron. und nachfolgendem Subst.
2.2.6 in Verbindung mit präd. Adj./Part.
2.2.7 in Verbindung mit subst. Poss.-Pron.
2.3 in Verbindung mit Zahlwörtern
2.3.1 vor Kardinalzahlen (einen Teil aus einer Gesamtmenge bezeichnend ‘… von …’ )
2.3.2 bei Aufzählungen (bes. vor Ordinalzahlen) im Neutrum (vgl. 2 5 Mhd. Gr. § S 137,2)
3 Rel.-Pron.
3.1 meist zur Aufnahme eines Gliedes des übergeordneten Satzes
3.2 auf den gesamten Satz bezogen
3.3 Besonderheiten von Funktion und Bedeutung
3.3.1 verstärkt durch die Partikel der, dir , dar, da (vgl. 2 5 Mhd. Gr. § S 121)
3.3.2 Attraktion des Rel.-Pron. an das Bezugswort bei ungleichem Kasus
3.3.3 Attraktion des Bezugswortes an das Rel.-Pron.
3.3.4 Zusammenfall von Bezugswort und Relativum bei gleichem Kasus des Pron. im übergeordneten und im Rel.-Satz (vgl. 2 5 Mhd. Gr. § S 166)
3.3.5 Zusammenfall von Bezugswort und Relativum bei ungleichem Kasus des Pron. im übergeordneten und im Rel.-Satz
3.4 Rel.-Sätze mit konditionalem Nebensinn ‘wenn jemand’
3.5 Rel.-Sätze mit konsekutivem Nebensinn nach Vergleichspartikeln ‘dass, so dass’
3.6 Rel.-Sätze mit modal-vergleichendem Nebensinn alsô der ‘als ob jemand’
4 daʒ als Konj. für subjunktionale Nebensätze (vgl. 2 5 Mhd. Gr. § S 173, 175, 176-182)
4.1 Ausdruck einer rein syntakt. Beziehung
4.1.1 einen Obj.-Satz einleitend
4.1.2 einen Subj.-Satz einleitend
4.1.3 einen Attr.-Satz zu einem Glied des übergeordneten Satzes einleitend (vgl. 2 5 Mhd. Gr. § S 180,2)
4.1.4 einen Attr.-Satz zur Bestimmung des ganzen übergeordneten Satzes einleitend
4.1.5 statt der Wiederholung einer vorausgehenden Subjunktion
4.2 offen für alle Typen von semantischen Beziehungen, v.a. als subjunktionale Stütze zu Adv. oder adv. Ausdrücken mit subjunktionaler Funktion (vgl. 2 5 Mhd. Gr. § S 180,4, z.B. al die wîle daʒ , ê daʒ , umbe daʒ , vgl. den Art. zum jeweiligen Adv.)
4.2.1 Temporalsätze
4.2.2 Kausalsätze
4.2.3 Finalsätze
4.2.3.1 mit einem adv. oder präp. Syntagma von finaler Bedeutung im übergeordneten Satz (vgl. 2 5 Mhd. Gr. § S 177,2)
4.2.4 Konzessivsätze
4.2.5 modal-konsekutive Sätze
4.2.5.1 mit einem entsprechenden Adv. oder Pron.-Adv. im übergeordneten Satz
4.2.5.2 unsichere Satzgrenze bei vorangehendem (al)so
4.2.6 Konditionalsätze
4.2.7 exzipierend wan(de) daz
4.3 einen Obj.-Satz ohne übergeordneten Satz einleitend (vgl. 2 5 Mhd. Gr. § S 182)
   1 Dem.-Pron. ‘der, derjenige’ sô sprach der hin ze dem Kchr 13019; si gieng och dâ der wirt saz / und des wîp Parz 34,9; allen den, die dizen brief lesent UrkCorp (WMU) 166,27. ir wechselsage, / wie manige der unt der behûret habe Erinn 356; ervraget, wie der und der in hohen wirden swebe Frl 5:42,7; er teile sin guot / durch die michelen not / ie deme unde deme Hochz 642. – als Bildungselement adv. Wendungen (2 5Mhd. Gr. § M 36), vgl. das jeweils folgende Bezugswort, z.B. das kint gie und rette wol, / als noch ain kint des altirs sol RvEWh 2714    1.1 in disjunktiven Paaren dirre unde ~ : der so vnde dirre sus Herb 4914. 4981; dirre wolde den pris, / also wolde auch der iene ebd. 8141 (vgl. 2 5Mhd. Gr. § M 4, Anm. 2); wie dirre und der an frömder stat ze mînem sange scherne SM:UvS 29: 3,3; dirre rede und dér wârheit hân wir ein offenlich bilde und bewîsunge Eckh 5: 33,9    1.2 Wiederaufnahme bei Prolepse (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 56): Parzivâl der huop sich dan Parz 226,10; NibB 31,3; Tr 510; diu swert diu leiten sî dernider Walth 9,30; sîne tohter die bater / daz si die rede lieze AHeinr 568    1.3 ein verallgemeinerndes Relativum aufnehmend: swer an rehte güete / wendet sîn gemüete, / dem volget sælde und êre Iw 3; swelhe dar gerîtent, die habent den tôt an der hant NibB 1540,4; swaz ir habt der lebenden, die seht ir bî iu stên ebd. 2318,2    1.4 Besonderheiten der Funktion und Bedeutung einzelner Formen    1.4.1 subst. daʒ daʒ stN.    1.4.2 diu    1.4.2.1 vor Komp. ‘um so ...’ die grozer waz ir herzeleit / do in zv scheiden geschach MarHimmelf 390; daz er di lobelicher / unde ouch di wirdeclicher / [...] / das ammet vollebrechte Elis 4643; daz alle die swestere di me gereizet werdent UrkCorp 693,34; dat wir [...] die holdere inde deste guͦnstigere bliven UrkCorp (WMU) 76,25; möchte ich die baz der sprüche Frl 5:107G,9    1.4.2.2 als Bildungselement verschiedener adv. Wendungen wie z.B. after diu, innen diu, mite diu, under diu vgl. das jeweils vorangehende Bezugswort    1.4.2.3 als Vergleichspartikel des diu dëste    1.4.3 Adv. dës    1.4.3.1 ‘daher, deshalb’ sîn pflâgen ouch die wîsen, den êre was bekant. / des moht er wol gewinnen beide liute unde lant NibB 25,4 Iw 12; des ich mit kranken sinnen / alhie wil beginnen / ze sprechenne von einem man RvEBarl 109; ich bin noch ganzer sinne hol; / des sprich ich nâch kindes sit Wig 47    1.4.3.2 ‘um so, desto’ das din versmaͤcht des groͤsser waͤre KvHelmsd 4106; al des grœzer wirt sîn gir Ottok 57532 u.ö.    1.5 auf der Grenze zwischen Dem.-Pron. und Artikel: wer der Volkêr wære, daz wil ich iuch wizzen lân NibB 1477,1; den von dem Swarzen dorne Iw 5629; sam des von Katzenellenbogen Walth 81,5; UrkCorp (WMU) 262,11    2 best. Artikel    2.1 in Verbindung mit einfachem Subst.: dâ ist daz herze schuldec an Iw 197; do sprach der tiͤuel Konr 6,44; nieman sol stœren die minne ûz dem muote KLD:BvH 1: 4,1; von dem lewen zellent diu buͦch JPhys 1,6    2.1.1 in der Anrede die 2. Person fortführend: ich wil dich warnen, Hagene, daz Aldrîânes kint NibB 1539,2; rîtest dû nu hinnen, der aller liebste man MF:KaiserHeinr 2:1,1; nû sult ir niht vergezzen, / lieber herre der bischof RvEGer 685    2.1.2 in einer Folge von Subst.    2.1.2.1 bei jedem einzelnen: do quamen die zeldere inde die ros Roth 4585; daz wilt und daz gewürme, / die strîtent starke stürme Walth 8,36    2.1.2.2 selten vor dem ersten: salben harte tiure, / wol geworht mit sinne, / [...], / zer quaschiure unt ze wunden Parz 578,11    2.1.2.3 meist vor dem letzten: cristin judin unde die heidin MarseqM 38; si ne uorchtin uûr noch daz swert Rol 227; ei vater unt die bruoder mîn Wh 224,10; derst lîbes und der sêle tôt Winsb 2,10    2.1.3 mit Ersparung des im Vorhergehenden genannten Subst.: wan hât nirgen ritterschaft / an prîse alsô grôze kraft / als diu Tristandes hât UvTürhTr 133; diu selbe hôchzît was lam / bî der Lemberslindes Helmbr 1481    2.2 in Verbindung mit einem Subst., das ein Attr. bei sich hat    2.2.1 in Verbindung mit einem Adj.-Attr.    2.2.1.1 vorangestellt (unflekt. oder sw. flekt.): diu here zit PrOberalt 3,3; diu vil süeze minne KLD:BvH 4: 1,12; dú hoͤhst und dú edlost creature dú ie wart PrGeorg 78,5. – st. flekt.: do sprach der listiger man Roth 2201; sprach diu jâmerbæriu magt Parz 255,3    2.2.1.2 nachfolgend: Cêsar bigonde nâhin / [...] / cen Franken din edilin Anno 22,3; sîne vriunt die besten AHeinr 1387; vil der edelen spîse [...] / unt wîn der aller beste NibB 37,3    2.2.2 mit Gen.-Attr.    2.2.2.1 eines Subst.: diu strîtes mâl Parz 756,5; diu gotes hant KLD:BvH 7: 2,4; vor die gotes gerechtekeit Pass III 4,66    2.2.2.2 eines Namens: die Liudegêres man NibB 166,3. – selten nachgestellt: sun den Sigmundes ich hie gesehen hân NibB 216,2    2.2.2.3 eines Pers.-Pron. (vgl. 2.2.4 ): ir wart eriteniuwet daz ir vil grœzlîchez klagen NibB 1222,4; diu ir vil liehten ougen vor leide weineten ebd. 1069,4    2.2.3 in Verbindung mit einem unbest. Art. (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 135): er truog in sîme sinne ein minneclîche meit, / und ouch in [Akk.] ein diu frouwe die er noch nie gesach NibB 132,3; er dâhte und dâhte als ein der man, / dem ez ze cleinem liebe ertaget Tr 15228. wand sî muose tôten sehen / einen den liebesten man Iw 1315; er ist nâch mîner küste / ein der vorderste man UvZLanz 1337; dem tiuvel ein der aller liebeste kneht PrBerth 1:84,3    2.2.4 in Verbindung mit Poss.-Pron. (und Adj.) (vgl. 2.2.2.3 ): daz ich muge [...] / geloben die dine guote FrauGeb 5,20; die sîne sünde KLD:Kzl 16:14,16; dâ hân ich in gesehen / bî den sînen helden NibB 78,3; daz dîn vil götelîch gebot Walth 24,32. – bei Zwillingsausdrücken kann das Poss.-Pron. beim ersten Glied, der Art. beim zweiten stehen: unser riuwe und diu klage AHeinr 501; ir hâr und diu cleider Iw 1311    2.2.5 in Verbindung mit vorangestelltem Pron. und nachfolgendem Subst.: ander diu lantlvͥte UrkCorp (WMU) N613,43; beide die dorph Breitbach ebd. 255,42    2.2.6 in Verbindung mit präd. Adj./Part.: von dem mær was er der frîe Parz 478,29; du bist es diu verlorne Frauenlist 586    2.2.7 in Verbindung mit subst. Poss.-Pron.: er wil daz die sînen / ûf êre sich pînen KLD:UvL 16:3,4    2.3 in Verbindung mit Zahlwörtern    2.3.1 vor Kardinalzahlen (einen Teil aus einer Gesamtmenge bezeichnend ‘… von …’): er was der zwelue einer Rol 225; ez was diu eine von den drin / der zweier vrouwe Iw 3396; wie man driu dinc erwurbe, / [...] / diu zwei sint êre und varnde guot, / [...] / daz dritte ist gotes hulde Walth 8,14    2.3.2 bei Aufzählungen (bes. vor Ordinalzahlen) im Neutrum (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 137,2): Schîânatulander / ist daz eine, dez ander ich Parz 440,19; do gesâzen [fünf Ritter] [...] / daz sehste was Kâlogrenant Iw 92; daz was tagewerch sîn daz vierde Gen 77    3 Rel.-Pron.    3.1 meist zur Aufnahme eines Gliedes des übergeordneten Satzes: diu reine, / diech da meine Tannh 8,9; dem der meie sorge mac geringen, / der vindet maniger frœde spil SM:KvT 1: 2,2; trinket den kelh den er tranc Rol 258; man sach si tägelîchen nu rîten an den Rîn, / die zer hôhgezîte gerne wolden sîn NibB 265,2; vnde inbot inalgeliche / de da woldin werdin riche Roth 623; daz wir niene leisten / al daz wir ime geheizen Rol 494; so becaihenet got den sunnen, / von dem er da wirt warmer HimmlJer 205. – Inkongruenz bei pronominaler Wiederaufnahme (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 138): reiniu wîp diu sint sô gar von der diet gescheiden / daz dâ heizent valschiu wîp KLD:GvN 1: 3,3; manich môr swarz, / di ime woldin helfin SAlex 4326; sîn massenîe gar, / die gerne wolden nemen war / wie dâ wurde gestriten Iw 6898; ouch treit er Balmungen, daz er vil übele gewan NibB 1798,4; daz si diu werc volbrâhte, / des ir herzen gir gedâhte Parz 518,28    3.2 auf den gesamten Satz bezogen: vnd stirbet min herre Manigolt, des got niht welle UrkCorp (WMU) 335,39    3.3 Besonderheiten von Funktion und Bedeutung    3.3.1 verstärkt durch die Partikel der, dir, dar, da (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 121): got, du geschuofe allez daz ter ist; / ane dih nist nieweht VEzzo 67; ouch ist gescriben in den buͦchen. die der heizzent cantica canticorum JPhys 2,44; dir armin vant her genúg, / die dir selide niht hattin Anno 36,7    3.3.2 Attraktion des Rel.-Pron. an das Bezugswort bei ungleichem Kasus: des siges, des er dâ nam, / [...], / er ne wurdes niemer ze frô VAlex 1001; aller mîner êren der muoz ich abe stân, / triuwen unde zühte, der got an mir gebôt NibB 2153,3    3.3.3 Attraktion des Bezugswortes an das Rel.-Pron.: den boten, den wir hie gesehen, / wol ne wil er is niht bejehen, / daz is [d.i. ist ] selbe Alexander SAlex 3154; den lôn den si dâ nâmen, / des helfe uns got! AHeinr 1519; den grimmen schaden manicvalt, / den wir von in genomen hân / der wirt mit râche widertân KvWTroj 13348    3.3.4 Zusammenfall von Bezugswort und Relativum bei gleichem Kasus des Pron. im übergeordneten und im Rel.-Satz (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 166): er gienc als der bvchsen treit ReinFu K,1824; ezn wart mir niht bescheiden / von dem ich die rede habe Iw 8163; daz ich singe owê von der ich iemer dienen sol MF:Mor 24: 1,4    3.3.5 Zusammenfall von Bezugswort und Relativum bei ungleichem Kasus des Pron. im übergeordneten und im Rel.-Satz: du zîhst in daz doch nie geschach Parz 352,20; dô sprach an dem was tumpheit schîn ebd. 163,21. der bewîst in des er suohte Iw 988; "ôwê des dâ nâch geschiht!" Parz 514,10    3.4 Rel.-Sätze mit konditionalem Nebensinn ‘wenn jemand’ der uns zein ander lieze, / ich valt in, odr er valte mich Parz 68,14; der mir aldaz golt wage / uz arabisken richen, / iz ne si daz mir di fursten geswichen, / daz ich sin nine name Rol 8774; ‘welt ir iht ezzen?’ / er sprach ‘gerne, der mirz gît.’ Iw 1219; edeler muot / und werltlîcher êren vil. / der aber diu zwei scheiden wil, / sô wirt daz guot ein armuot Tr 5700    3.5 Rel.-Sätze mit konsekutivem Nebensinn nach Vergleichspartikeln ‘dass, so dass’ dise ladent ûf daz armliut / solhe burde die niemen mac erheben Erinn 111; ist abir ieman sô tumb / [...], / der iz [den Elefanten] in den nabel wil irslahen SAlex 4346; doch nelebet niehein man / so schone den ich da uor neme Roth 2287; niemen ist sô rîche, / der gein dir koste mege hân Parz 254,29    3.6 Rel.-Sätze mit modal-vergleichendem Nebensinn alsô der ‘als ob jemand’ dô hôrter ein gebrummen, / als der wol zweinzec trummen / slüege hie ze tanze Parz 571,2; dô zerstuben in die schilde, / als der mit schimpfe spilde ebd. 211,30    4 daʒ als Konj. für subjunktionale Nebensätze (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 173, 175, 176-182)    4.1 Ausdruck einer rein syntakt. Beziehung    4.1.1 einen Obj.-Satz einleitend: ne tûont des nîeth uuâra. dáz íh so sálo sî Will 10,1; dô der künec Artûs ersach / daz ez niemen an die suone sprach Iw 6930; vnd bat mich, dc ich es luhe dem gotshuse UrkCorp (WMU) 1398,23. – z.T. mit korrelativem Pron. im übergeordneten Satz (daz, ez): ich hete wol behüetet, sprach diu küneginne, daz. / daz ich niht vermeldet hete sînen lîp NibB 1112,1; mîn herre iz uns verbôt, / daz wir iht gâbe næmen ebd. 1489,4; ich weiz wol, ob daz wol ergât, / daz mich mîn bruoder leben lât / und er mich niht ersterbet, / daz er mich aber enterbet Tr 1478; daz si den helt erzürnen niht! / daz ist min rat Tannh 1,27; ob der chlager daz bewært, daz im daz reht von dem gotzhuses amptman verzogen sei UrkCorp (WMU) 3167AB,21; si engetet ez nie wan umbe daz, / daz si mich noch wil versuochen baz MF:Reinm 11: 4,16; wil si vrömden mir dur daz, / dazs ein lützel ist mit valscher diet behuot? MF:Mor 29: 3,2; vgl. 4.3    4.1.2 einen Subj.-Satz einleitend: mir ist beide liep und herzeclîchen leit, / daz er mich ie gesach MF:Reinm 37: 4,2; unser genade dunket billich, dz wir uns neigen genedenclige UrkCorp (WMU) 574,38; nu ist mir vil leyt das ir sint mit solchem man Lanc 4,15    4.1.3 einen Attr.-Satz zu einem Glied des übergeordneten Satzes einleitend (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 180,2): ouch ist daz gewonlich / daz man dem sündigen man, / [...] / nâch riuwen sünde vergebe, / und daz er in der buoze lebe / daz erz niemer mê getuo Iw 8108; Blanscheflûr [...] / ein maget, daz dâ noch anderswâ / schœner wîp nie wart gesehen Tr 634; wir behalten vns auch den gewalt, daz wir den selben tack gelengen mvgen UrkCorp (WMU) 1390,24; Herb 18396    4.1.4 einen Attr.-Satz zur Bestimmung des ganzen übergeordneten Satzes einleitend: ich bin tump, daz ich sô grôzen kumber klage MF:Reinm 20: 5,1; aller sælden mir gebrast, / daz mîner gunêrten hant / dirre strît ie wart bekant Parz 688,25; Cunnewâr daz êrste weinen huop, / daz Parzivâl den degen balt / Cundrîe surzier sus beschalt ebd. 319,13    4.1.5 statt der Wiederholung einer vorausgehenden Subjunktion: zehant alsô er dar bequam, / und daz der biderbe daz vernam UvLFrd 167,26; dô er sus an dem tôde lac / und daz sîn leben zem tôde wac, / dô kom er Wig 6485    4.2 offen für alle Typen von semantischen Beziehungen, v.a. als subjunktionale Stütze zu Adv. oder adv. Ausdrücken mit subjunktionaler Funktion (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 180,4, z.B. al die wîle daʒ, ê daʒ, umbe daʒ, vgl. den Art. zum jeweiligen Adv.)    4.2.1 Temporalsätze: sît der zît / daz ich êrste hûs gewan Iw 2825; doch hienc er dâ unz an die zît / daz er vor in allen leit / laster unde arbeit ebd. 4681    4.2.2 Kausalsätze: ir uir dienit daz afgrunde / daz her mich so torecht woldit han Roth 1979; des tufels meister muß er syn, das er mich darumb schlug das ich deth als ein gut kint zu recht sol thun Lanc 40,35; manc grôziu hêrschaft nû zergât, / daz sie niht rehter erben hât Freid 75,17; Iw 2072    4.2.3 Finalsätze: der ubel âtem fuor in die nâteren, / daz er dar inne sich ferhâle Gen 317; ich hüt auch wol das Claudas und sin sun uch nymer gesehent noch ir sie Lanc 55,10. – häufig in Urkunden: minem dochterlin [...] schaff ich [...] dreizech phvnt, daz man ez da mit cze manne gebe UrkCorp (WMU) 923,2; vnd daz dev getate stete belibe, ist der brief verinsigelt ebd. 1408,11    4.2.3.1 mit einem adv. oder präp. Syntagma von finaler Bedeutung im übergeordneten Satz (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 177,2): daz wart umbe daz getân, / daz Darius selbe sêge, / daz man sîn [Alexander] wol plêge SAlex 3101; vmbe dat allit, dat hievore gescrivin steit [...], vast inde euwelig [d.i. êwelich ] si UrkCorp (WMU) 62,30    4.2.4 Konzessivsätze: got hôrte Môyses gebet / daz er den munt nie ûf getet Freid 5,16    4.2.5 modal-konsekutive Sätze: div zunge in deme munde / div wart ime gebunden / daz er ne mahte fluͦchen VMos 75,21; dâ sluoc er an daz ez erhal Iw 301; NibB 186,1; Roth 569; JPhys 25,3; ich gan fierzehen naht, / das mir hunger noch muͤde / benimt wol mine maht EckenlE2 34,12; so solt ir behendiclichen fragen, das nymant mög geprúfen warumb irs fragent Lanc 85,24; oue er [l. her ] Gerart ind Otte zueinde wuͦrdin vmbe ir erue, dat her Gerart spreche, id horte zuͦ me riche UrkCorp (WMU) N301,24    4.2.5.1 mit einem entsprechenden Adv. oder Pron.-Adv. im übergeordneten Satz: do er so nahen chom / daz man in sehen began VMos 29,2; si striten alsô sêre daz al diu burc erschal NibB 492,1. 1999,4; Lanc 13,5; fiur war kam es mich alsus fur, daz ich es fur war waiz UrkCorp (WMU) 565,26. daz ich iu beiden den tôt / oder iht herzeleides tuo, / dâ sît ir mir ze liep zuo Tr 16588    4.2.5.2 unsichere Satzgrenze bei vorangehendem (al)so: alse der mân wol verre über lant / liuhtet des nahtes wol lieht unde breit, / sô daz sîn schîn al die welt umbevêt MF:Mor 1: 1,6; daz dû uns sîst genædeklich, / sô daz dîn bete erklinge Walth 7,33; so ist das gelt dem spittal lidig, also das man iemerme sin jargezit da mitte sol began UrkCorp (WMU) 3254,39    4.2.6 Konditionalsätze: ich tuon, swaz ir gebietet, daz ir mich lâzet genesen NibB 500,4; so ist se ein übel magt, / daz si den site an iu niht klagt Parz 609,8; daz aller sant, griess uff dem mer / dinten und dar zu federn wer / [...] / die kunten halb ir [Marias] lob und er nit vollen lesen FrlSuppl 10:208,24; ob [La. daz ] alle sünder westen Gotes muoter kraft, / so enwürde niemer kristenmensche zwifelhaft Rumelant 2,367b; Freid 153,12    4.2.7 exzipierend wan(de) daz: noch wære ich langer dâ gesîn, / wan daz ich vorchte der liute pîn SM:Had 16: 6,2; daz man ihtes anders da mit tvͦe, wan daz iz ze den vorgenanten malen gelegt werde UrkCorp (WMU) 2810,32    4.3 einen Obj.-Satz ohne übergeordneten Satz einleitend (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 182): ir sâhet doch sölch wunder grôz: / daz iuch vrâgens dô verdrôz! Parz 255,6; ouwê daz ich ie wart geborn! Iw 1469; ich binz Îwein der arme. / daz ez got erbarme / daz ich ie wart geborn! ebd. 4214

MWB 1 1256,6; Bearbeiter: Diehl

derbebrôt stN. derpbrôt

MWB 1 1261,49;

derben swV. (st. nach Lexer 1,420, vgl. jedoch Mellbourn, S. CIX). ‘etw. verderben’ also er [Nabuzardan] da ze Ierusalem die êdelin herren sluͦch, sâm derbit ubirâzze unde ubirtrunchenheit ûnser edele sêle, also da geschriben ist: saturitas ciborum perdidit Ierusalem. ‘div ubirmâzzi maneger ezzen uerlôs Ierusalem.’ Spec 40,13

MWB 1 1261,50; Bearbeiter: Diehl

derbin Subst. eine Vogelart: von eime vogil der heizit derbin. der het einen kurzen fluk PrWack 54,165

MWB 1 1261,57; Bearbeiter: Diehl

dërhalben Adv., Präp. 1 Adv. ‘auf der anderen Seite, dort’
2 Präp. ‘diesseits’
   1 Adv. ‘auf der anderen Seite, dort’ dâ derhalben an den stat / sich leget ein alsô grôzes her Parz 663,24 (vgl. Nellmann, Parz., S. 744)    2 Präp. ‘diesseits’ maister vnd pfleger der dvrftigen vnd des gotshavses von dem hailigen geiste derhalben der Wienne UrkCorp (WMU) 2966,39,11,21

MWB 1 1261,60; Bearbeiter: Diehl

dërhalp Adv. 1 lokal ‘dort’
2 direktional ‘dorthin’
3 kausal ‘deswegen’
   1 lokal ‘dort’ dú mur schaidet daz dishalb und enhalb [La. der halp und disehalp ] ist PrGeorg 203,28; sô ellenthaft / wâren si mit manheit / derhalp dâ Alexander streit / daz sie [...] / der Persen her gar überstritn RvEAlex 12680    2 direktional ‘dorthin’ sô gâhten derhalp knappen vil / ûz dem her Wh 236,4    3 kausal ‘deswegen’ swer den wec wil in daz lant, / deheiniu strâze ist dem erkant / [...] / derhalp lît ez wol ze wer RvEAlex 21080. – relativisch: der stryt wert so lang das der herre von der burg nyme geliden mocht der großen wunden halb die er enpfangen hett, derhalb er sich sterbens versah LancII 791,13

MWB 1 1262,3; Bearbeiter: Diehl

derihte Adv. ‘unverzüglich, geradewegs’ (vgl. rihte stF.): kere dorihte [La. derihte ] zuͦ gotte Tauler 415,21; und darumme fuͦren sie nach irme dode derihte zuͦ hymmele NvLand 131,41; das were dene derihte dem rate und den burgern von Friburg lideklich gevallen UrkFreiburg(Sch) 357 (a. 1344); wer dero deheins tuot, das gevarlich ist, und der rate [...] erkennet, das er unreht getan het, der sol ouch derihti gegen dem gast sin und mag ime ouch mit geriht ane fürgebieten an lip und an guot vallen StRFreiburg(F) 254 u.ö.

MWB 1 1262,16; Bearbeiter: Diehl

dërjëne Pron. jëner

MWB 1 1262,27;

dërleie Adv. → leie stF.

MWB 1 1262,28;

dermel stN. Dimin. zu darm: si habent ain därmel, daz ist vol unsauberkait BdN 303,32. – übertr. ‘Würstchen’ (vgl. Anm.z.St.): gense, hüener, vogel, swîn, / dermel, pfâwen sunt da sîn, / wîn von welschem lande SM:St 1: 3,5

MWB 1 1262,29; Bearbeiter: Diehl

dermelîn stN. Dimin. zu darm: des krebzs därmlein strecket sich von dem leib unz an daz end seins swanzes BdN 249,6; miltze, suͤltze, fuͤzze, / [...] manigvalt dermlin so vin / wizzer denne ein hermelin KgvOdenw 1,219; VocClos Il7

MWB 1 1262,34; Bearbeiter: Diehl

derp Adj., Adv. ‘unvermischt’, meist ‘ungesäuert’ v.a. in der Verbindung mit brôt (vgl. derbebrôt): [ein Engel] haizet dich ezzen dez derben brôtez. wer ist dc derbe brôt? dc ist anders niht wan dc brôt der genaden alder der zarte lîcham unsers herren PrSchw 1,165; ein derbes girstin brot / unessig und ermelich RvEWchr 18519; daz brôt in aller der werlte deheiner andern slahte sîn sol danne von weizen [...], unde sol derbe gebacken sîn PrBerth 1:301,4; mache einen duͤnnen derben teyc vnd tuͦ die vische dor in BvgSp 15 u.ö.; SalArz 9,31; KvWGS 1466; din bir [Bier] , dat du brues, is wereltlich gewerf, / want it des hevils [der Hefe] der minnen nit in hat, darumbe blivet it derf [unvergoren] Lilie 50,26. – übertr. ‘rein, fest’ (vgl. bíderbe): si sprach blib dinez muotez terb MinneR 433 289. – ‘verderblich, vergänglich’ (vgl. derben ): da got daz derbe [Menschen-] vleisch irkos HeslNic 3370

MWB 1 1262,39; Bearbeiter: Diehl

derpbrôt stN. ‘ungesäuertes Brot’ (v.a. im Zusammenhang mit dem Passahfest, vgl. LexMA 1,1318f. s.v. azyma): azimus panis: derbebrot SummHeinr 2:90,59; der derbbrode an dem ersten dage, / als osteroppher nach behage / sie gaben EvStPaul 4869; derbbrôt sunder urhab / zû der spîse man dô gab JvFrst 261; pascha daz derbbrôt alsô hî / bedûtet ebd. 1318 u.ö.

MWB 1 1262,57; Bearbeiter: Diehl

derpkuoche swM. ‘Gebackenes aus ungesäuertem Teig’ artocopus: derpkuche VocAbstr 363 (vgl. wir azen e den kuochen derp KvWGS 1466 )

MWB 1 1263,1; Bearbeiter: Diehl

derpteic stM. ‘Sauerteig’ azyma: derpteig VocAbstr 363

MWB 1 1263,4; Bearbeiter: Diehl

derre stF. ‘Darre, Trockeneinrichtung’ (vgl. ahd. tharra, derre): wier gepieten sicherleich, daz vurbaz chain derre der malcz in der stat schol sein StRBrünn 352. 361; ardaria: blat oder darre VocClos Ar57. – übertr. ‘auszehrende Krankheit’ tzwo pein dem neider sint erchorn / die derr auf erd, und dort die hell Suchenw 40,99

MWB 1 1263,6; Bearbeiter: Diehl

derreblahe swF. grobes Leintuch, um etwas (Flachs) darauf zu trocknen: daz versuonte sî ouch sît ûf einer derreblahen Neidh WL 8:5,6

MWB 1 1263,13; Bearbeiter: Diehl

derren, darren swV. ‘trocknen, dörren’ (mit Akk.), vgl. dorren : diu hitze iz nedarret Gen 239; swer in der stat flachs derret StRMünch 420,6; wan er seuget all fäuhten dar auz und derret si BdN 321,32 u.ö.; nie gevangener wart gederret / in gevenkniße so swinde / als ich Minneb 2558; der rîf daz gras / het nû gederret sô sêre, / daz sîn diu ros niht mêre / gezzen noch geniezen mugen Ottok 85325; Seuse 221,31. – subst.: sô diu vergift erhitzt, sô tœtt si den menschen mit derren und mit dürr machen BdN 260,34. – mit Ersparung des Obj.: du fuhtes vnde dirres Litan 149. – übertr.: dô er mit vröuden blüen began, / dô viel der sorgen rîfe in an, / [...] / und darte im sîner vröuden bluot Tr 2082; KvWLd 15,51; sîn bescheiden mîne vrâge derret Loheng 216; mich hat auch dein grosser neid / gederret zu maniger zeit, / [...] du machtest mich krankch vil ser HvBurg 5044

MWB 1 1263,16; Bearbeiter: Diehl

derresal stN. ‘Dürre, Verdorren’ nôt über nôt, / êwiger helleval. / aller grüene derresal Georg 4182

MWB 1 1263,34; Bearbeiter: Diehl

derrevuoder stN. ‘eine Wagenlast (getrocknetes?) Holz’ ligna: recipit prepositus 1 fuoder, vocatur derrefuoder. recipit cellerarius, vocatur terrefuoder SchweizId 1,685 (um 1350)

MWB 1 1263,36; Bearbeiter: Diehl

dërsëlbe Pron. sëlp

MWB 1 1263,40;

derunt Präp. ‘diesseits’ da man gen Kafril vert hie derunt der chlausen zwai guet vnd zwai guͤet enhalp der chlausen UrkCorp (WMU) 1294,11. 895,38

MWB 1 1263,41; Bearbeiter: Diehl

dërzît Adv. zît

MWB 1 1263,44;

dës Adv. dër 1.4.3

MWB 1 1263,45;